Zur Weiterleitung: Diskussion Saisonale Bereifung/ Ganzjahresreifen - ein Plädoyer (als Diskussionsansatz)

Diskutiere Zur Weiterleitung: Diskussion Saisonale Bereifung/ Ganzjahresreifen - ein Plädoyer (als Diskussionsansatz) im sonstige Autothemen Forum im Bereich Skoda Forum; Deshalb sagte ich auch „…für mich..“ das die vielleicht nicht auf dem Nürburgring zur Zeiten jagt taugen, ist wahrscheinlich logisch. Ich mache...

PolenOcti

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Deshalb sagte ich auch „…für mich..“ das die vielleicht nicht auf dem Nürburgring zur Zeiten jagt taugen, ist wahrscheinlich logisch. Ich mache sowas nicht und überlasse den wirklichen Profis das Territorium. Im Alpinen Bereich gibt es sicher auch besseres, aber das heißt nicht, das ein guter GJR nicht für Schnee und Eis oder im Hochsommer taugt.
 

fredolf

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da kommst du mit GJR nicht mal aus der Garage.
Das halte ich schon für etwas übertrieben.
Wenn man sich die in Tests ermittelten Traktionswerte im Schnee anschaut, sofern GJR und WR mal gemeinsam getestet werden, sind die WR vielleicht im Schnitt um die 10% besser.
In den Alpen fährt man zudem häufiger Allrad und damit kommt man ganz sicher auch mit guten GJR aus der Garage, sofern keine 50cm Schnee davor stehen.

Genau dieser objektiv geringe Unterschied, macht WR für Leute die nicht in den Alpen o.ä. wohnen, eher uninteressant.
In den Alpen oder klimatisch ähnlichen Gebieten, kann es in der "Übergangszeit" dagegen innerhalb von 24h winterliche und eher sommerliche Verhältnisse geben.
Genau dafür wäre dann ein guter GJR besser geeignet, außer man wechselt an dem Tag schnell mal auf Sommerreifen.
 
birscherl

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Genau dafür wäre dann ein guter GJR besser geeignet,
Nö, genau dafür ist (bei nur 1 angetriebenen Achse) ein guter Winterreifen besser geeignet. Ich bin seit 35 Jahren in den Alpen unterwegs, über die Jahre mit unterschiedlichen Autos und allen Antriebsarten …
 

fredolf

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Nö, genau dafür ist (bei nur 1 angetriebenen Achse) ein guter Winterreifen besser geeignet. Ich bin seit 35 Jahren in den Alpen unterwegs, über die Jahre mit unterschiedlichen Autos und allen Antriebsarten …
Bei nur einer Antriebsachse ist ein WR bei sommerlichem Straßenzustand also besser geeignet als ein GJR?
OK....das leuchtet ein....
 
birscherl

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Ja, wenn du das mit Gewalt missverstehen willst, darfst du das gern tun. Alle anderen haben meinen Beitrag verstanden, daher macht es nichts, wenn ein einzelner ihn nicht kapiert.
 

Aratier

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Was ich ja hier etwas merkwürdig finde, zumindest kommt es mir so rüber.

Einerseits werden die Spezialistenreifen kritisiert, weil die ja nicht so gut im Grenzbereich können und das kann der GJR ja viel besser.
Andererseits aber ist der GJR dann auch in den Extrembereichen den Spezialisten kaum unterlegen, so dass man den Unterschied nicht merkt.

irgendwas stimmt doch da in der Argumentation nicht? ?(

ich halte an meiner Meinung fest: Ich benutzte Spezialisten, und zwar so ausgewählt, dass Sie in den kritischen Bereichen am Besten sind.
Wenn jemand im flacheren städtischen Gebiet wohnt, alles super mit GJR: Sowas wie Mainz, Frankfurt, Köln, Ruhrgebiet, Hamburg, Berlin, ...
Wenn jemand im Gebiet mit Anstiegen und erhöhtem Schneefall wohnt ist man mit WR besser ausgerüstet, sofern man bei Schneefall oder gar eisiger Straße fahren will oder muss.
 

i2oa4t

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Da ich nicht weiß ob es doch noch zu einem Kälteeinbruch hier im Rhein-Main-Gebiet kommt habe ich mal die WR drauf gelassen. ;) Und was soll ich sagen. letztes Wochenende auch bei >200 km/h keine Probleme auf der Autobahn. War auch noch keine 30 °C :D.

Es gab noch nie einen Konsens zu dem Thema, jeder muss sich eben für ein Übel entscheiden. Aber ihr habt noch ein bisschen Zeit, sind noch keine 50 Beiträge hier, denn was bietet mir die Foren-Software gerade an:
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fredolf

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Ja, wenn du das mit Gewalt missverstehen willst, darfst du das gern tun. Alle anderen haben meinen Beitrag verstanden, daher macht es nichts, wenn ein einzelner ihn nicht kapiert.
Wenn es z.B. abends oder nachts nochmal etwas Schnee geben sollte, ist die Wahl der WR völlig ok.
Weswegen du mit WR dann am Tag bei trockener Fahrbahn in den Alpen besser fährst, als mit GJR, ist m.E. nicht zu verstehen.

Wenn der Anteil von Fahrten ohne winterliche Straßenverhältnisse gering ist/wird, ist halt ein GJR der insgesamt geeignetere Reifen, sofern man nicht je nach aktueller Situation wechseln möchte.

Wann musst du denn nach dem Sommer in den Alpen bereits deine WR montieren, damit du nicht in die Situation kommst, mit völlig unpassenden Reifen fahren zu müssen?
Ab September?
Bis wann hast du deine WR im Frühjahr montiert, damit du garantiert keine winterlichen Straßenverhältnisse hast?
Bis Mai?
Wie groß ist in dieser Zeit der geschätzte Anteil deiner Fahrtstrecken mit Winterreifen zur Gesamtfahrstrecke, wo tatsächlich winterliche Straßenverhältnisse auf deinen Strecken existieren?
 
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birscherl

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Weswegen du mit WR dann am Tag bei trockener Fahrbahn in den Alpen besser fährst, als mit GJR, ist m.E. nicht zu verstehen.
Du willst mich (wohl mit Absicht?) weiterhin falsch verstehen oder willst/kannst nicht lesen. Schau doch deinen eigenen post noch mal in Ruhe durch, dort schreibst du:
kann es in der "Übergangszeit" dagegen innerhalb von 24h winterliche und eher sommerliche Verhältnisse geben.
Im Gebirge sind bei winterlichen Straßenverhältnissen die GJR nicht die bessere Wahl, auch wenn du das weiterhin behauptest.

Wie du das für dich handhabst und wo du wann Auto fährst, mag ganz anders aussehen. Du kannst aber aus deinem Verhalten nicht schlussfolgern, dass das die einzige und allgemein gültige Regel für alle sein soll. Wenn ich im Rheintal wohnen würde und nicht ins Gebirge wollte, würde ich noch nicht mal GJR fahren, sondern bei Sommerreifen bleiben. So muss das jeder für sich entscheiden.
 

fredolf

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Im Gebirge sind bei winterlichen Straßenverhältnissen die GJR nicht die bessere Wahl, auch wenn du das weiterhin behauptest
Das habe ich nicht behauptet, sondern sogar extra differenziert:
Wenn es z.B. abends oder nachts nochmal etwas Schnee geben sollte, ist die Wahl der WR völlig ok
Wenn es am selben Tag aber auch quasi sommerliche Straßenverhältnisse gibt (also keine Eisbildung oder Schnee auf der Fahrbahn), wären GJR insgesamt die geeignetere Bereifung, in jedem Fall dann, wenn dies praktisch die meiste Zeit am Tag der Fall ist.
Das habe ich behauptet.

Auch in den Alpen gibt es das.
Zumindest im späten Frühjahr und Anfang Herbst, also dann wenn du bereits die WR montiert haben musst.

Bei mir, im nordeutschen Flachland in der Nähe von Nord- oder Ostsee, ist das naturgemäß gar kein Thema und kein Vergleich zu den Alpen, denn der Anteil meiner Fahrten bei vereister oder verschneiter Fahrbahn, liegt im Winterhalbjahr ganz sicher bei unter 5%.
Mit Winterreifen im Winterhalbjahr würde ich daher zu 95% mit dem ungeeignetsten Reifentyp fahren. Der Vorteil von WR wäre kaum nutzbar.

Gib doch mal eine Schätzung ab, wieviele deiner Fahrstrecken mit WR ohne vereiste oder verschneite Fahrbahn erfolgen.
Dann kann man sich ein konkreteres Bild davon machen, wie sinnvoll WR über vermutlich mindestens 7 Monate im Jahr sind.
 
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Aratier

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Ich wähle die Reifen so aus, dass die Reifen für die problematischeren Verhältnisse besser geeignet sind, zumindest für Zustände die zu der Jahreszeit eintreten könnten. Und das ist definitiv Glätte.
Bedeutet bei mir konkret WR ca. von Mitte Oktober bis Mitte April. Dieses Jahr wegen erneutem Schneeeinbruch sogar bis Anfang Mai.

Problematisch ist doch nur der erhöhte Verschleiß und ggfs. leichtes Überhitzen der Winterreifen wenn es richtig warm wird. Dem kann ich aber mit gemäßigter Fahrweise gut entgegnen, ich verursache keine unbeherrschbare oder unvorbereitete Situation.
Damit fahre ich tendentiel die WR sogar von der Anzahl der Saisons her kürzer als die Sommerreifen, was auch wieder gut halte für en Grip.
Ich habe sogar meine Winterreifen mal etwas länger gefahren, da ich wusste ich tausche die für die nächste Saison aus.
Da gab es auch einen heißen Tag mit > 25 Grad und ich bin mit 180 über die Autobahn gefahren, sportiver in den Kurven. Das war kein Thema.

Hingegen möchte ich nicht mit Schnee und Sommerreifen überrascht werden, wenn ich das Auto brauche -> Daher länger WR.
Auch möchte ich im extremeren Wintermonaten und Schneefall / Eis NICHT mit GJR unterwegs sein in der Gegend wo ich fahre.

PS: Es gab Zeiten wo ich am Motorrad ca. alle 250km neue Reifen drauf gezogen habe. Die hatten aber gar kein Profil, oder nur ganz wenig. Und an einem Tag habe ich sogar 3mal die Reifen gewechselt, immer zwischen sehr viel Profil und so gut wie kein Profil :D
 

fredolf

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Ich wähle die Reifen so aus, dass die Reifen für die problematischeren Verhältnisse besser geeignet sind, zumindest für Zustände die zu der Jahreszeit eintreten könnten. Und das ist definitiv Glätte.
Bedeutet bei mir konkret WR ca. von Mitte Oktober bis Mitte April. Dieses Jahr wegen erneutem Schneeeinbruch sogar bis Anfang Mai.

Problematisch ist doch nur der erhöhte Verschleiß und ggfs. leichtes Überhitzen der Winterreifen wenn es richtig warm wird. Dem kann ich aber mit gemäßigter Fahrweise gut entgegnen, ich verursache keine unbeherrschbare oder unvorbereitete Situation.
Damit fahre ich tendentiel die WR sogar von der Anzahl der Saisons her kürzer als die Sommerreifen, was auch wieder gut halte für en Grip.
Ich habe sogar meine Winterreifen mal etwas länger gefahren, da ich wusste ich tausche die für die nächste Saison aus.
Da gab es auch einen heißen Tag mit > 25 Grad und ich bin mit 180 über die Autobahn gefahren, sportiver in den Kurven. Das war kein Thema.

Hingegen möchte ich nicht mit Schnee und Sommerreifen überrascht werden, wenn ich das Auto brauche -> Daher länger WR.
Es geht hier nicht um SR als Alternative, sondern um GJR.....mit GJR kannst du, was die Wahl der Reifen betrifft, nicht überrascht werden.

Du könntest zudem auch mit GJR bei Eis und Schnee etwas zurückhaltender Fahren, um den kleinen Vorteil des WR gegenüber dem GJR zu kompensieren. Der GJR ist ja meist nun mal eher WR als SR....
Letztendlich musst/solltest du auch mit WR bei solchen Verhältnissen grundsätzlich zurückhaltender Fahren.
So wie man sonst im Sommer mit SR auf trockener Straße fahren könnte, geht es jedenfalls nicht.....

Dafür brauchst du die gesamte Restzeit (also ohne Eis und Schnee auf den Straßen), dann theoretisch nicht so zurückhaltend fahren, wie mit WR, die dort einen kleinen Nachteil haben. Bei über 6 Monate montierten WR m.E. schon etwas, wo man drüber nachdenken sollte.

Es kommt m.E. daher schon auf das Gesamtverhältnis von winterlichen Straßenverhältnissen (die sind bereits bei vollständig geräumter und enteister Fahrbahn nicht mehr vorhanden), zu den restlichen Straßenverhältnissen an.

Wenn es in den 6 Monaten des Winterhalbjahrs, wo die Gefahr besteht, dass es zu winterlichen Straßenverhältnissen beim Fahren kommt, in Relation wenig winterliche Straßenverhältnisse gibt und es insgesamt um Fahrsicherheit geht, würde ich die Reifenwahl nicht anhand der seltenen problematischeren Situationen festmachen.
 

Aratier

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Du verstehst es nicht:
Es geht gerade um Fahrsicherheit.
Ich dem Thema finde es katastrophaler mit einem nicht optimalen Reifen in kritische Situationen geraten zu können. Daher vermeide ich es Situationen mit Schnee oder Eis zu haben OHNE WR. Und ja ich halte GJR für einen schlechten Kompromiss im kritischeren Bereich.
Der Kompromiss mit WR bei sommerlicheren Verhältnissen zu fahren wiegt bei mir deutlich weniger, als umgedreht!
Ich werde nicht spontan nach Wetterlage die Reifen wechseln, und hier kann es halt von einem Tag auf den anderen umschlagen.

Ich rede hier von Gebieten in denen es auftreten kann, ich habe oben Beispiele genannt, wo GJR wunderbar funktionieren.

Bei meiner "sportivsten" Fahrweise auf öffentlichen Straßen hat auch einen Winterreifen bei 25° Außentemperatur noch genügend Reserven. Diese Verhältnisse sind wunderbar kalkulierbar, Schnee und Eisglätte nicht. Daher meine Priorisierung.
 
birscherl

birscherl

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Gib doch mal eine Schätzung ab, wieviele deiner Fahrstrecken mit WR ohne vereiste oder verschneite Fahrbahn erfolgen.
Dann kann man sich ein konkreteres Bild davon machen, wie sinnvoll WR über vermutlich mindestens 7 Monate im Jahr sind.
Das ist für mich völlig unerheblich. Wenn ich auch in nur 1 Situation im Winter dank WR den Berg hoch oder rechtzeitig zum Stehen komme, sind sie sinnvoll. Dafür sind sie nämlich gemacht. Es geht – wie auch schon Aratier das wunderbar zusammengefasst hat – vordergründig um Sicherheit. Die Gefahr besteht nicht nur bei Wetterwechsel, sondern oft genug bei strahlendem Sonnenschein und 5 °C, wo das kleine Stück im Wald genau in der Kurve völlig vereist ist …

Dein Argument "… bei Eis und Schnee etwas zurückhaltender Fahren …" ist ja nicht überhaupt schlüssig, weil ich mit zurückhaltender Fahrweise den Berg erst recht nicht hoch komme. Dass du als als Norddeutscher, der die süddeutschen Straßenverhältnisse nicht gewohnt ist, schlecht beurteilen kannst, liegt in der Natur der Sache. Umgekehrt ist es genauso der Fall.
 

PolenOcti

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Man kann es nicht beurteilen, ob diese eine Situation nicht auch ein GJR genauso gut bewältigt hätte. Eben weil du ja WR drauf hast. Vermutungen bringen einen da jedenfalls nicht weiter. Einen direkten, zeitgleichen Vergleich bräuchte man.
 

fredolf

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Wenn ich auch in nur 1 Situation im Winter dank WR den Berg hoch oder rechtzeitig zum Stehen komme, sind sie sinnvoll.
..und wenn du in den 6-7 Monaten nur eine Situation hättest, wo z.B.
der etwas kürzere Trockenbremsweg eines GJR gegenüber dem WR zum rechtzeitigen Stehen führt, wäre das bereits wieder kompensiert.....

Dein Argument "… bei Eis und Schnee etwas zurückhaltender Fahren …" ist ja nicht überhaupt schlüssig, weil ich mit zurückhaltender Fahrweise den Berg erst recht nicht hoch komme.
Wenn es bei dir häufiger bereits so auf des Messers Schneide steht, dass die ca 10% mehr an Traktion eines WR gegenüber einem GJR darüber entscheiden, ob du einen Berg hoch kommst oder nicht, hast du, gerade in den Alpen, wo es bekanntlich häufiger Berge gibt und der Winter länger dauert, das falsche Antriebskonzept gewählt.

Leute die wirklich in den Bergen wohnen, fahren daher häufig Allrad; achte mal drauf....der leichte 1,5TSI mit leichtem Getriebe auf der Vorderachse ist da keine große Hilfe....
Das kann ich dir sogar aus Sicht des Ostseeanwohners bestätigen, der vor dem Allrad-Yeti einen O3-Combi mit 1,4TSI hatte und damit bereits bei einer nassen Wiese mit kleinem WoWa teilweise Probleme bekam.
Traktion ist bei dem Auto grundsätzlich nicht sonderlich vorhanden, vor allem dann nicht, wenn die Hinterachse mehr belastet wird.

Mit meinem Yeti fahre ich auch bei Schnee mit meinen Michelin CC, die übrigens keine überragenden Werte bei winterlichen Verhältnissen haben, mit deutlich mehr Traktion als es dein Auto mit guten WR schafft.
 
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ES8.0

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Hallo mal in die Runde. Interessantes Thema.
Ich gehöre zu den Menschen, der Jahrelang GJR prinzipiell schlecht geredet hat. Ohne es persönlich getestet zu haben.
Ich arbeite im Außendienst und fahre ca. 80.000KM im Jahr und habe mir letztes Jahr einen Golf 8 Tdi 150PS bestellt. Da ich wusste dass ich den Max. Ein Jahr behalte, bestellte ich den mit GJR. Drauf waren die Goodyear 4 Season. Da ich außer der 1% nichts zahle fürs Auto, fahre ich in der Regel immer sehr zügig. Im Schnitt fahre ich den Golf mit 8 Liter Diesel. Was schon echt viel ist.
Was ich eigentlich sagen wollte. Im Trockenen fehlen mir die Bezugspunkte zum SR um das zu vergleichen. Weil dieses Beispiel mit den 3 Meter kürzeren Bremsweg, verstehe ich ja. Allerdings müsste dann jeder fast neue Reifen fahren. Wir fahren als zweites Auto den neuen Audi A4. Der kam mit Dunlop SR an. Der Reifen ist super, allerdings hat der bei unter 5-4mm so stark abgebaut das im Regen zügiges fahren eher nicht möglich ist. Aber wer bitte wechselt den SR bei 4mm?
Zurück zum GJR. Im Regen wirklich eines der besten Reifen die ich je gefahren bin. So was wie Aquaplaning oder unsicheres fahren kennt dieser Reifen nicht.
Und Schnee habe ich auch mal getestet. Autobahn nicht geräumt, die 3. Spur mal befahren, einfach mal zu gucken was passiert. Nix spektakuläres, sicheres fahren. Kein kriechen oder so.
Zur Haltbarkeit noch zu sagen: Vorne haben sie 40.000KM gehalten und hinten noch 5-6mm. Was ich wirklich sehr gut finde aufgrund der Fahrweise.
Was ist mein Fazit: ich würde behaupten für 95% der Teilnehmer völlig ausreichend.
Und bezüglich des Arguments: was ist aber wenn es um die 3 Meter ankommt?
Dann müssen aber auch alle Komponenten am Fahrzeug passen, sei es Bremsen, Stoßdämpfer, die eigene Reaktionszeit, Profil vom Reifen, Reifenmarke und und und…
Ich bin für beides offen Sommer/Winterreifen oder GJR. Verteufeln würde ich es aber nicht mehr.
 
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birscherl

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Was ist mein Fazit: ich würde behaupten für 95% der Teilnehmer völlig ausreichend.
Völlig richtig. Deswegen verstehe ich so manchen User hier nicht, der den restlichen 5 % die Winterreifen absprechen will, obwohl sie in deren Fall die bessere Wahl sind.
 
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