Willkür an der Grenze?

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von Aquafunpedi, 11.07.2004.

  1. #1 Aquafunpedi, 11.07.2004
    Aquafunpedi

    Aquafunpedi Guest

    Hallo zusammen,

    ich komme gerade frisch aus dem Urlaub und habe etwas seltsames an der Grenze beobachtet. Vielleicht kennt sich jemand mit folgendem Sachverhalt aus:
    Auf dem Weg von der Schweiz nach Österreich, kurz vor dem Grenzübergang Rheineck, fuhr eine schwarze A-Klasse vor uns.
    Mit Schrittgeschwindigkeit passierte dieser die Wald-und Wiesengrenze mit Mini- Häuschen ohne anzuhalten, da weit und breit keine Zollbeamten zu sehen waren. Jedoch kurz vor der endgültigen Durchfahrt, schoss ein österreichischer Zöllner aus seinem Häuschen und hielt den Wagen an.
    Nach ewigem durchchecken der Papiere knöpfte der Zollbeamte unserem Vordermann 10 € ab(ohne Quittung). Der Grund: die A-Klasse hat nicht vor dem Stop- Schild angehalten, sondern einen Meter dahinter!!
    Jetzt frag ich mich, muss man zwangsläufig an einem Grenzübergang anhalten, auch wenn weit und breit kein "kontrollwilliger" Zöllner zu sehen ist? Und wie sieht´s aus mit Stop-Schildern, die auf gerader Straße ohne Einmündungen stehen, muss man da denn auch mit allen vier Rädern still stehen?? Und darf ein Zollbeamter überhaupt so eine Art "Bußgelder" verordnen, oder liegt in diesem Fall Willkür vor??:frage:

    MfG
    Aquafunpedi
     
  2. AdMan

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  3. skomo

    skomo

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    Ein Stop-Schild ist nunmal ein Stop-Schild und heiß "STOP !".
    Gerade an einem Grenzübergang mit einen Nicht-Schengen-Land (Schweiz) sollte man sowas schon ernst nehmen.
    Die 10 EUR ohne Quittung werden wohl auch wegen "Ruhestörung" des Grenzers/Zöllners erhoben worden sein ....
    Kassieren dürfen diese Grenz- und Zollbeamten.

    skomo
     
  4. #3 sgtm.rubin, 11.07.2004
    sgtm.rubin

    sgtm.rubin Guest

    Hallo Aquafunpedi

    Bei einer Grenze muss man im Schritttempo fahren und schauen, ob eventuell ein Zoll - oder Polizeibeamter da ist. Es ist auch ganz klar, dass wenn kein Beamter da ist, aber ein Signal STOP - POLIZEI oder STOP - ZOLL vorhanden ist, trotzdem angehalten werden muss. Es könnte ja sein, dass der Beamte im Büro irgend etwas nachprüfen gegangen ist.

    Hingegen muss ich sagen, dass bei einer Busse IMMER eine Quittung vom Beamten ausgestellt werden muss. Das ist euer Recht. Hier glaube ich mit Bestimmtheit sagen zu können, dass diese 10.- EUROS im Sack des Beamten gegangen sind. Es gibt auch schwarze Schafe bei Beamten. Deshalb, immer einen Beleg verlangen. :böse:

    So, ich hoffe dass ich als Polizist euch dabei helfen konnte.

    Schöne Grüsse aus der Schweiz :gruenwink:
     
  5. #4 KalleChaos, 11.07.2004
    KalleChaos

    KalleChaos Guest

    moin moin!

    mir wäre es mit sicherheit auch so ergangen wie dem benz-fahrer. an einer einmündung mit eben diesem schild halte ich auch nicht immer an sondern lasse den wagen laaaaangsam weiterrollen. allerdings nur dann, wenn ich es verantworten kann z.B. wenn sich weit und breit kein fahrzeug nähert.

    tja, und wenn sich an einem grenzübergang offensichtlich kein zollbeamter befindet kann man es keinem verübeln, wenn er einfach langsam weiterfährt. wenn dann so ein grenzfutzi meint, er müsse im letzten moment vor die karre springen und wie wild tickets verteilen sollte er sich überlegen, ob er seinen job nicht an den nagel hängen möchte.

    streng nach gesetz muß man wohl an einem stopschild anhalten. ob man an einem grenzübergang unbedingt anhalten muss, entzieht sich meiner kenntnis. und einfach mal 10 € löhnen und keine quittung erhalten stinkt gewaltig.


    kalle
     
  6. #5 megaboern, 21.03.2005
    megaboern

    megaboern Guest

    Hallo Aquafunpedi,

    mein Beitrag kommt sicher etwas spät, aber warum hat er denn überhaupt bezahlt? Der Fahrer ist verpflichtet, sich auszuweisen - mehr dann auch nicht. Insbesondere kann er den Sachverhalt sogar bestreiten und den Zollbeamten um einen gerichtsfesten Beweis seines Vergehens anhalten. Der wäre im konkreten Fall schon dann schwer zu erbringen gewesen, wenn er nur ein wenig zurückgesetzt hätte.

    Bussgeldbescheide ergehen dann auf dem Postweg und keinesfalls vor Ort per persönlicher Vollstreckung. Insoweit schließe ich mich dem Willkürgedanken an.

    Viele Grüße,

    Björn
     
  7. Kletti

    Kletti

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    - böser KalleChaos! :hammer:
    STOP heißt STOP und nicht laaangsam weiterrollen. Im RGW-Bereich wärst du dafür in den Kugelhagel gekommen! STOP heißt STOP! :motzen:

    Der Beleg ist natürlich zu liefern - schon komisch das der Beamte dies nicht gemacht hat. :nono:

    @megaboern
    - bla bla bla - wenn es sich wie in diesem Falle um einen Fahrer aus einem anderen Land handelt dann ist die sofortige Maßnahme immer angesagt - selbst in D wird dies so gehandhabt! Komme also nicht mit solchen falschen Thesen um die Ecke! Hoffe damit deinem Irrglauben Abhilfe geleistet zu haben. :hammer:
     
  8. #7 schubertp, 22.03.2005
    schubertp

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    STOP heißt STOP und nicht laaangsam weiterrollen. Im RGW-Bereich wärst du dafür in den Kugelhagel gekommen! STOP heißt STOP! :motzen:



    Stimmt, in Eisenach hätte er das nur einmal gemacht. Wenn er es überlebt hätte, wäre der Rest des Westbesuchs in Bautzen in einer staatlichen Herberge verbracht worden und die ständigen Vertretungen hätten wieder was zum Tauschen gehabt.
     
  9. gelig

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    Vielleicht waren die 10 € auch einfach nur ein Schmiergeld für Menschenhandel :einfall:
    Der mit der A Klasse hat den geringsten Betrag, da er nicht so viele mit über die Grenze nehmen kann.
    Eine E Klasse muss da schon mehr zahlen. :traurig:


    MfG

    gelig
     
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  11. #9 schubertp, 11.04.2005
    schubertp

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    Um Himmelswillen, mit Menschenhandel hat das nichts zu tun, das sind zwar alles nur Menschen mit allen Schwächen, Fehlern und Problemen, aber das würde ich der tschechischen Polizei so nicht unterstellen!

    Vielleicht machen die aber auch nur das, was manche wenige Volkspolizisten in der damaligen DDR mit dem Westbesuch gemacht haben und sich auf diese Art den nächsten Besuch im Intershop finanzierten? Man sollte gelegentlich dran denken, dass zumindest wir hier drüben, mal in der gleichen Situation waren und das sich zumindest verschiedene einzelne Verhaltensmuster doch irgendwie gleichen. Ich habe von meinem Westbesuch immer ähnliche Sachen gehört, dass da für relativ Belangloses immer gleich 30 - 50 Westmark kassiert wurden ohne dass ein Beleg übergeben wurde. Ich war selbst mal dabei als für eine Geschwindigkeitsüberschreitung von knapp 50 km/h außerhalb des Ortes (in der DDR war maximal 80 km/h) 300 DM kassiert wurden. Die Quittung war auf 300 Mark der DDR ausgestellt, das merkten wir aber erst Tage später...Hinzu kommt noch, dass die man in der DDR ja die Angaben der Polizei glauben musste, obgleich keine bildlichen Beweise vorlagen. Da wurde mit Radar gemessen und die Geschwindigkeit an den Kontrollposten per Funk weitergegeben. Es gab keinerlei Bilder oder gespeicherte Messung, nur die mündliche Angabe des Messenden. Und wenn der aufgrund des Westkennzeichens 20 km/h draufgeschlagen hätte, wäre auch das nicht zu widerlegen gewesen.

    Ich denke mal das ändert sich, wenn die Tschechen den Euro bekommen, dann haben sie alle Freuden dieser Währung und sie werden recht schnell merken, wie sie wirklich ist.
     
  12. gelig

    gelig

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    :narr: :achtungironie: :narr:
     
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