Werkstatterfahrung, Süddeutschland, WT

Diskutiere Werkstatterfahrung, Süddeutschland, WT im Skoda Fabia I Forum Forum im Bereich Skoda Forum; Vor kurzem habe ich meinen Fabia TDI zur 45.000 Km Inspektion geschickt. Wegen Umzug mußte ich auf meinen vertrauten Händler Autohaus Hardenberg...

Michael

Guest
Vor kurzem habe ich meinen Fabia TDI zur 45.000 Km Inspektion geschickt. Wegen Umzug mußte ich auf meinen vertrauten Händler Autohaus Hardenberg in Offenburg verzichten und war froh als ich erfuhr, dass in WT-Tiengen seit kurzem ein Händler nun auch den Skoda-Vertrag besitzt.

Leider war dies keine gute Wahl. Die Werkstatt-Annahme meines Fahrzeugs wurde durch Kopieren des Fahrzeugscheins und der Notiz der durchzuführenden Arbeiten erledigt. Da ich selbst einige Jahre in dieser Branche tätig war, wurde ich hier schon stutzig.
Abends holte ich mein Auto ab - und schon beim Blick auf die Rechnung kam die Verwunderung: Wie hat es der Mechaniker nur geschafft, in den gestern randvoll gefüllten Scheibenwaschbehälter noch einen Reiniger reinzubekommen? Magic... wow....

Dieses Mittel ließ ich gleich mal von der Rechnung streichen. Diese betrug ca. 110 EUR.
Wut stieg langsam hoch, als ich beim Startvorgang nach wie vor von meiner Inspektionsanzeige begrüsst wurde. Dies wurde wohl vom Mechaniker und auch vom Meister bei der Probefahrt nicht bemerkt. Endlich mal ein Unternehmen, bei dem vier Augen weniger sehen als zwei - vielleicht ist aber die Probefahrt von einer zweiten Person nicht durchgeführt worden... Auch ein Blick ins Inspektionsheft zeigte, dass sich der Techniker nicht viel Mühe gegeben hatte. Zwar waren die KM-Stände und ein Stempel drin - die 5 Felder, die darüber Auskunft geben, welche Teile ersetzt wurden, waren nicht angekreuzt. Auf der Seite daneben hatte meine vorherige Werkstatt schon mal gezeigt, wie man das machen soll - eigentlich nicht schwer. Da es schon nach 18 Uhr war, ließ ich mein Serviceheft zum Ausfüllen dort und wollte am nächsten Tag den Techniker sprechen. Dieser behob dann die Mängel - allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt schon mißtrauisch und fragte daher nach, welches Öl denn eingefüllt wurde (bisher brachte ich das Öl immer selbst). Der Mechaniker sagte 5W40 - ich mußte ihn jedoch gleich verbessern und erklärte, dass auf der REchnung 10W40 stand. Mir ging es jedoch um die Spezifikation. Er zeigte auf ein Öl im Verkaufsraum: ein BP mit Spezi 505.00 - auch das noch! Wie vermutlich alle TDI-Fahrer & Pumpedüse-Piloten wissen, ist für das Fahrzeug die 505.01 vorgeschrieben. Der Techniker sagte mir, dass das Öl freigegeben ist und in der Marke Honda (auch diese Marke führt der Händler) bei den Dieseln seit Jahren zum Einsatz kommt. Ich machte ihm klar, dass mir diese Aussage nicht ausreicht und ich innerhalb eines Tages die Freigabe von BP sehen will. Diesem stimmte er zu, "da dies ja wirklich wichtig für mich ist".

Ja, ja, die Kundenbetreuung - wichtig ist jedoch, dass man sich an gegebene Versprechen hält. Ich hörte 3 Tage nichts von der Firma und schrieb am 4. Tag an den Geschäftsführer. Ich erzählte von der Geschichte mit der Abwicklung, von der langen Erfahrung von Honda im Bereich Diesel (seit 2001!) und davon, dass ich überzeugt war, dass falsches Öl im Kreislauf ist und das ich mich sowieso wunderte wie man einen fachmännischen Ölwechsel OHNE Filterwechsel durchführt... vom Innenraumfilter, der mittlerweile schon muffelte rede ich jetzt mal nicht...

Auf jeden Fall rief mich der Inhaber an und entschuldigte sich dafür, dass
- falsches Öl eingefüllt wurde (Fass schon in der Werkstatt, aber noch nicht angestochen...)
- der Ölfilter nicht gewechselt wurde (die bösen Leute von Skoda haben den nicht in die Erstausstattung gepackt...)
- der Innenraumfilter noch drin war (vermutlich eine Schnupfenwelle mit Verlust des Geruchssinns...)
- auch alles andere mehr als unglücklich lief (kommt normalerweise nicht vor... muss wirklich ein Zufall sein...)
und bot mir einen Termin für den Austausch an.

Den nahm ich an und siehe da: Diesmal musste ich sogar unterschreiben. Der Inhaber wies mich schon mal darauf hin, dass "mein" Öl natürlich teurer ist als das eingefüllte und ich die Differenz bezahlen müsse. Grundsätzlich hatte er ja Recht und ich würde das ja sogar hinnehmen. Als ich allerdings dann die Rechnung über insgesamt 90 EUR in den Händen hatte und die Werkstatt mir nochmal 6AW Arbeitszeit, also ca. eine halbe Stunde berechnet hatte war endgültig Schluss.

Wenn ich als Halblaie einer Meisterwerkstatt erklären muss, was eine ordnungsgemäße Fahrzeugannahme und Inhalt einer Inspektion ist, dann sollten die sich mal Gedanken über Ihre Arbeitsabläufe machen. Oder was sollen die Diskussionen um den "heiligen" Meistertitel und die Prüfungen durch die Innung?
Soll ich etwa während den Arbeiten im Auto sitzen bleiben und dem Mechaniker aus meiner Bedienungsanleitung vorlesen, dass für das Fahrzeug ausschliesslich Spezifikation 505.01 erlaubt ist???

Ich habe diese Geschichte jetzt teilweise noch witzig erzählt und mag es auch nicht, wenn pauschal über Werkstätten und deren Leistungen hergezogen wird. Dies soll nicht Sinn eines solchen Forums sein - zu schnell werden Meinungen publiziert, die ungeprüft sind.
Dienstleister sollten sich jedoch darüber bewusst sein, dass durch Medien wie etwa das Internet eine wesentlich grössere Transparenz für Leistungen und somit auch Missleistungen besteht. Und dadurch ist der Multiplikatoreffekt wesentlich höher.

Die Folge der (Miss-)Leistung ist für mich, dass ich diesem Händler mein Vertrauen nicht mehr schenken werde.
Gleichzeitig kann ich nur die Empfehlung aussprechen, diesem Händler sein Fahrzeug nicht zu überlassen.
Zu nachlässig sind die internen Strukturen und der Umgang mit Kundenreklamationen - Hier hätte der Händler wirklich noch das Ruder herumreißen und zu den Fehlern stehen können - dies hätte ich akzeptiert und der Fall wäre für mich abgeschlossen gewesen.
Aber das ich für die Aus- und Weiterbildung des Betriebes mit ca. 90 EUR noch zur Kasse gebeten werde und für eine Standardaufgabe zwei Tage auf mein Auto verzichte finde ich für ein Unternehmen recht kurzsichtig.
Bis auf die Spezialität mit dem Öl sind die aufgetretenen Dinge auch keine Skoda-Eigenheiten. Ich stelle mir daher die Frage, wie diese Werkstatt mit den Fahrzeugen vom bisherigen Vertragspartner Honda umgeht...?

Und damit keine Missverständnisse auftreten. Bei der beschriebenen Werkstatt handelt es sich um das Autohaus Waser, 79761 WT-Tiengen.
 

Lurchi

Guest
Ich bin bei der Werkstatt in Offenburg(Hardenberg) recht zufrieden. Ärgerlich war nur, dass kurz (4 Tage)nach der Inspektion die Temperturanzeige-Warnlampe angeht. Geht dann wieder aus.Dann an....
Musste dann der Temperturfühler ausgetauscht werden,
obwohl ich eher an einen Wackelkontakt getippt habe,
der von der Inspektion kam.
Naja, aber vielleicht ging das Teil auch wirklich kurz danach kaputt. Solche Sachen gehen halt ganz schön ins Geld.
 

Michael

Guest
Bei Hardenberg hab ich meinen Wagen gekauft. Bisher alles bestens...
Ist nun (leider) etwas weit entfernt...
 
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lemonjan

Guest
Hallo Michael,

versuche es mal mit keinem Vertragshändler sondern einer freien Werkstatt, habe bisher gute Erfahrung gemacht!

Gruß

Jan
 
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