Weiterfahren an gelben Ampeln ist nicht in jedem Fall erlaubt

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Mic

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Hamm/Köln - Vor einer gelben Kreuzungsampel müssen Autofahrer auf jeden Fall anhalten, wenn eine Vorampel bereits gelb geblinkt hat. In dieser Situation gilt die bekannte Regel nicht, wonach Autofahrer beim Wechsel von Grün auf Gelb ausnahmsweise weiterfahren dürfen, wenn sie ansonsten abrupt bremsen müssten und einen Auffahrunfall verursachen könnten.


Ein entsprechendes Urteil hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm gefällt, wie der Anwalt- Suchservice in Köln berichtet (Az. 9 U 84/02). In dem verhandelten Fall war ein Autofahrer, der bei Gelb über die Ampel gefahren war, mit einem Radfahrer zusammengestoßen, der die Kreuzung bei Rot gequert hatte.

Die Richter entschieden, dass die Unfallbeteiligten je zur Hälfte für den Crash verantwortlich seien. Zwar habe der Radfahrer einen Rotlichtverstoß begangen, doch sei der Autofahrer seinerseits durch die gelb blinkende Vorampel gewarnt gewesen. Er habe die Möglichkeit gehabt, die Geschwindigkeit rechtzeitig herabzusetzen.

Quelle dpa
 

Geoldoc

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Diese gelben Vorblinker sind aber doch ganz schön selten. Ich glaube, mir fällt nur eine Stelle spontan ein. Da mündet eine Bundesstraße nach einer leichten Kurve mit Ampel in eine andere Bundesstraße.
Was mir aber aufgefallen ist, dass zB in Marburg viele Ampeln jetzt deutlich kürzere Pausen zwischen Rot der einen und grün der anderen haben. Wenn man da bei Dunkelgelb noch rüberfährt fahren die anderen schon fast los, wenn dann die Kreuzung noch nicht schnell genug geräumt wirde, ist es schon manchmal ganz schön knapp.
Das ist ja eigentlich gut, weil es den Durchsatz an Ampelkreuzungen erhöht, aber andererseits müssen das auch alle wissen und bei Gelb stehen bleiben, sonst ist die Kreuzung zu schnell verstopft...
 

Mic

Guest
Die Dauer der Räumphase bis der kreuzende Verkehr grün bekommt ist genau vorgeschrieben (richtet sich nach der vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit), wenn es nicht schon fast hellrot ist, sollte die Zeit ausreichend sein :D
 

Reiner

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Erstaunlich, wie viele Farben bei Euch die Ampeln haben. :LOL:
Ich hoffe, dieses Urteil macht nicht Schule, denn die Zeitdauer, bei der man entscheiden kann, ob man bremst, oder noch durch fährt, ist sehr gering.
Wenn man also (ohne Vorblinken) nicht erahnen konnte, daß die Ampel demnächst umschaltet, und andererseits die Geschwindigkeit angepasst war, dann sehe ich die gesamte Schuld bei dem bei rot querenden Radfahrer. Dieser konnte das Fahrzeug ja wohl sehen, und musste damit rechnen, daß Dieses noch grün hat.
Der Autofahrer ist durch die notwendige Beachtung der Ampel eh schon abgelenkt, und kann nicht auch noch auf bei rot querende Radfahrer oder Fußgänger achten.
Natürlich immer vorausgesetzt, die gefahrene Geschwindigkeit ist angemessen bzw der Situation angepasst.
Von den Radfahrern, die die Einschaltung der Beleuchtung auch bei tiefster Dunkelheit für Luxus halten (oder Feigheit?) schreibe ich jetzt besser nicht.

Gruß Reiner
 
superb25tdi

superb25tdi

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@ Reiner:

Warum ? Warum nicht mal die Blödheit der Radfahrer beim Namen nennen ? Ich dreh mal Mic´s Posting etwas um . . . da fährt ein Radfahrer bei ROT über die Ampel und kriegt noch zu 50 % seinen Schaden ersetzt ? Ja, Moment mal, wo sind wir denn hier? Das mach ich 6 mal und lass mich dabei erwischen und ich bin Fussgänger ! Jeden Abend auf dem Heimweg sehe ich einen Radfahrer der imemr bei rot über die Ampel fährt oder sich zwischen den Autos vorbeischlängelt (Mach ich das als Motorradfahrer ist der Teufel los, davon mal ganz ab !) Darf ich den Radfahrer jetzt maßregeln ??

Sorry, aber der Richter gehört mal untersucht !


Edit:
Also mit 6x meine ich 6 x 3 Punkte und damit Lappen weg für ein Jahr . . . nicht 4 Wochen Urlaub !
Und trotzdem geht mir dabei der Hut hoch!
 

Geoldoc

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@ Superb25tdi

Wieso 6x, einmal reicht doch für eine 4wöchige Trainingseinheit. OK, bei 6x hast Du dann noch die Möglichkeit mit netten 17jährigen im Theorieunterricht Bekanntschaft zu machen :freuhuepf:

Ansonsten ist das halt so: Über eine rote Ampel fahren ist nicht so schlimm, wie einen Radfahrer anfahren.

Anderes Beispiel: Auto durch eines in 2. Reihe zugeparkt. Beim Ausparken drangekommen: Volle Schuld für den regulären Parker. Argumentation "Zuparken nicht nett aber harmlos, andere anremplen, böse, böse..."
 

TDI-Schrauber

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Original von Mic
Die Dauer der Räumphase bis der kreuzende Verkehr grün bekommt ist genau vorgeschrieben (richtet sich nach der vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit), wenn es nicht schon fast hellrot ist, sollte die Zeit ausreichend sein :D

Hallo!

Leider reicht das nicht aus. Ich kenne mehrere sehr grosse Kreuzungsbereiche, in denen Haupt- und Nebenstrasse eine gemeinsame Gelbphase haben. Wenn der Fahrer aus der Nebenstrasse noch bei Gelb drüberfährt und sich nicht SEHR beeilt kann ich ihm in die Tür fahren, obwohl ich bei GRÜN losgefahren bin. (Ich bekomme Grün, gleichzeitig(!) bekommt die Nebenstrasse Rot).

Ansonsten teile ich die Meinung, wonach dem Radfahrer 100% der Schuld zugesprochen werden müssten.

BYE
TDI-Schrauber
 

Mic

Guest
Das Problem bei Ampeln ist ja sicherlich auch ob die Räumphase korrekt eingestellt ist, hier mal die Verwaltungsvorschrift dazu:

Zu § 37 StVO Wechsellichtzeichen, Dauerlichtzeichen und Grünpfeil:
17
IX.
Besonders sorgfältig sind die Zeiten zu bestimmen, die zwischen dem Ende der Grünphase für die eine Verkehrsrichtung und dem Beginn der Grünphase für die andere (kreuzende) Verkehrsrichtung liegen. Die Zeiten für Gelb und Rot-Gelb sind unabhängig von dieser Zwischenzeit festzulegen. Die Übergangszeit Rot und Gelb (gleichzeitig) soll für Kraftfahrzeugströme eine Sekunde dauern, darf aber nicht länger als zwei Sekunden sein. Die Übergangszeit Gelb richtet sich bei Kraftfahrzeugströmen nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit in der Zufahrt In der Regel beträgt die Gelbzeit 3 s bei zul. V = 50 km/h, 4s bei zul. V = 60 km/h und 5 s bei zul. V = 70 km/h. Bei verkehrsabhängigen Lichtzeichenanlagen ist beim Rücksprung in die gleiche Phase eine Alles-Rot-Zeit von mindestens 1 s einzuhalten, ebenso bei Fußgänger-Lichtzeichenanlagen mit der Grundstellung Dunkel für den Fahrzeugverkehr. Bei Fußgänger-Lichtzeichenanlagen soll bei Ausführung eines Rücksprungs in die gleiche Fahrzeugphase die Mindestsperrzeit für den Fahrzeugverkehr 4 s betragen.
 

Red-Eagle

Guest
Kenne eine Stelle bei uns in Wiesbaden, da gibt es diese "Vorwahrnamel"(gelbes Blinklicht). Sie steht aber ca. 300m vor der eigentlichen Ampel.
Also wenn ich das Ding blinken sehen, weiß ich das ich es nur mit Vollgas über die Ampel schaffe und somit fahre ich weiterhin "normal" und es wird rot und ich halte.

Also finde ich, dass der Autofahrer Schuld hatte.
Aber genauso ist auch der Fahrradfahrer schuld, weil er eben "rot" hatte.

...So und was heißt es 50-50 der Kosten?
1. Jeder zahlt seinen Schaden???
2. Autofahrer bezahlt 50% vom Fahrradfahrer und umgekert?

Denn wenn es die erste Möglichkeit ist, finde ich as gerecht. Bei der zweiten kommt es auf den Wert des entstandenen Schadens an.

Fazit: Wenn es rot wird stehen bleiben, dann hat man solche Probleme nicht.

MfG Marcus
 
Chief

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Zuerst sollte man dem Radfahrer den Führerschein nehmen (sofern er einen hat). Habe gestern auch so einen farbenblinden Radfahrer gesehen. Wir (Autofahrer) standen ganz brav an der Ampel und ein Radfahrer fuhr rechts an uns vorbei und dann über die Kreuzung. Mich wunderts nicht, dass da mal was passieren kann. Meiner Meinung nach sollten Radfahrer uneingeschränkt zur Rechenschaft gezogen werden.
 
Thema:

Weiterfahren an gelben Ampeln ist nicht in jedem Fall erlaubt

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darf man bei gelben liechtsignal weiterfahren

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