Was tun bei Werkstattpfusch!?

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Regelmäßig machen Werkstättentests der Automobilclubs und Fachzeitschriften deutlich, dass die Meister und Gesellen immer mal wieder Fehler machen oder gar schwere Mängel übersehen. Wenn aber die Werkstatt wirklich pfuscht und als Folge ein Problem am Wagen auftritt, hat der Kunde womöglich einen langen Weg vor sich, um zu seinem Recht zu kommen.

Die Reihe der Probleme, die nach einer misslungenen Reparatur auftreten können, ist lang - vom gerissenen Zahnriemen mit folgendem Motorschaden bis zum Unfall wegen des nicht richtig befestigten Rades ist alles möglich. Klar ist: Wenn die Werkstatt den Mangel verursacht hat, muss sie für alle Folgeschäden aufkommen. Im Prinzip jedenfalls.

«Der Kunde hat in solchen Fällen eine schwierige Position und ein großes Beweisproblem», sagt Volker Lempp, Verbraucheranwalt des Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart. Schließlich muss der Kunde der Werkstatt den Fehler beweisen. Das ist besonders problematisch, wenn das Problem nicht unmittelbar nach der Reparatur auftritt.

Oft ist es laut Lempp ratsam, einen Sachverständigen hinzu zu ziehen, der den Wagen untersucht und ein Gutachten anfertigt. Dann jedoch geht es daran, die Ansprüche vor Gericht durchzusetzen. Bis zum Urteilsspruch müssen Gutachter- und Reparaturkosten aus eigener Tasche gezahlt werden.

Ein anderes Ärgernis sind Kratzer oder Dellen am Wagen, die durch unachtsamen Umgang in der Werkstatt entstehen können. Hier ist es laut ADAC-Juristin Katrin Stroeck aus München wichtig, das Auto beim Abholen sofort auf mögliche Beschädigungen zu untersuchen. «Wenn man schon weggefahren ist, wird es schwieriger zu beweisen, dass die Schäden beim Werkstattbesuch verursacht wurden.»

Abhilfe kann ein so genanntes Abnahmeprotokoll schaffen: Werkstatt-Mitarbeiter und Kunde kontrollieren den Wagen vorab auf vorhandene Beschädigungen, halten diese schriftlich fest und unterschreiben das Protokoll. «Das wäre natürlich ideal - nur in der Praxis macht das natürlich niemand», so Stroeck. Es gibt sogar eine noch perfektere und aufwendigere Absicherung: Den Wagen beim Ankunft in der Werkstatt ausgiebig fotografieren.

Wenn der Streit wischen Reparaturbetrieb und Kunde entbrannt ist, gibt es neben dem üblichen rechtlichen Weg noch eine andere Möglichkeit: die Schiedsstellen. Doch gerade diese Einrichtung ist laut Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn vor allem jüngeren Autofahrern fast völlig unbekannt. Dabei ist die Nutzung der bei den jeweiligen Kfz-Innungen angesiedelten Stellen für genervte Werkstattkunden kostenlos.

«Die Schiedsstellen setzen sich aus jeweils einem Vertreter der Kfz-Innung, eines Automobilclubs und einer Überwachungsorganisation wie TÜV oder Dekra zusammen», sagt ZDK-Sprecher Helmut Blümer. «Vorsitzender ist außerdem immer ein zum Richteramt befähigter Jurist.» Der Spruch einer Schiedsstelle ist für jede Werkstatt bindend, die Innungsmitglied ist. Auf der anderen Seite muss kein Kunde den Spruch akzeptieren, sondern kann trotzdem noch den Rechtsweg wählen. Insgesamt verhandeln die 124 Schiedstellen in Deutschland laut Blümer jährlich 14 000 Fälle aus dem Reparatur- und 3500 aus dem Gebrauchtwagenbereich.

Mancher Werkstatt-Ärger lässt sich jedoch schon im Vorfeld ausschließen - das gilt besonders für das liebe Thema Geld. Denn das Entsetzen beim Anblick einer Rechnung muss nicht sein: So rät Helmut Blümer, auf keinen Fall einfach einen vagen pauschalen Auftrag zu erteilen. Wer als Laie fordert, den Wagen «TÜV-fertig» zu machen, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Fachleute alle Fehler beheben, die sie finden. Wichtig ist daher, die gewünschten Arbeiten genau zu definieren.

Außerdem geht auch hier Geschriebenes vor: «Ein mündlicher Kostenvoranschlag ist zwar schön und gut. Wer sicher gehen will, sollte sich ihn aber schriftlich geben lassen», sagt ADAC-Juristin Stroeck. Nur dann ist sicher, dass der Endbetrag schlimmstenfalls zehn bis 15 Prozent über der angegebenen Summe liegt. Wenn die Werkstatt noch weitere Fehler am Wagen findet, hilft ein Zusatz im (schriftlichen) Auftrag: Dort kann festgehalten werden, dass nur in einem bestimmten Umfang repariert werden soll und weitere Arbeiten erst nach telefonischer Rücksprache vorgenommen werden dürfen.

Informationen stammen vom Newsletter www.auto-news24.de
 
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