Was tanken wir in 10 Jahren ? 4 € für nen Liter Benzin

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von Ckone, 05.01.2008.

  1. Ckone

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    Morgen Zusammen,

    irgendwie mache ich mir langsam nen Kopf womit wir unsere Autos in 10 Jahren betreiben sollen ???

    Fossilen Brennstoff können wir uns dann nicht mehr leisten : 4 € für nen Liter Benzin

    Also wenn mein Lohn auch um das dreifache steigt :-D zahle ich auch 4 € für den Sprit aber wenn nicht.......

    Also Benzin,Diesel und Gas können wir dann alle nicht mehr bezahlen.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Mystique, 05.01.2008
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    Ich glaube in 10 Jahren sind auch die alternativen Antriebskonzepte vollständig alltagstauglich.
     
  4. #3 Fabia RS, 05.01.2008
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    ist doch gut... dann sind die Straßen wenigstens wieder leer und man kommt überall zügig hin...
     
  5. #4 stefan br, 05.01.2008
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    In Deutschland werden jedes Jahr etwas über 3 Millionen PKWs verkauft bei einen Bestand von über 45 Millionen PKWs, wird es lange dauern bis die alle ausgewechselt sind. Autogas würde dann bestimmt auch etwas unter 2 Euro kosten. Man kann aus 1t Holz ja schon 500 Liter Diesel herstellen oder Bio Diesel aus Algen, da wird noch einiges auf uns zukommen.
     
  6. andi62

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    Mich erinnert die Diskussion im Moment an eine pädagogische Seminarveranstaltung - vorwissensfreies Gruppenvermuten, und da schließe ich mich ein.

    1. Die 4 Euro sind eine Spekulation.
    2. Man möge sich die Preisentwicklung innerhalb der letzten Jahre anschauen. Ich erinnere mich, auch wenn es nur eine Momentaufnahme ist, im September 98, also vor nicht mal 10 Jahren, einen Golf Diesel gekauft zu haben, den ich anfangs für 0,999 Mark (!) betanken konnte. Derzeit sind wir - rein rechnerisch - bei angenommenen 1,30 Euro bereits bei umgerechnet 2,54 Mark. Hätte diesen Preis vor 9 1/2 Jahren jemand genannt, wäre der Aufschrei ähnlich gewesen.
    3. Es gibt genügend Ansätze für alternative Energiequellen nicht fossiler Art. Nur waren die bisher nicht ökonomisch und wurden in der Entwicklung nicht voran getrieben. Mit steigenden Ölpreisen wird sich das verändern, sowohl in den Forschungsaktivitäten, als auch von der wirtschafltichen Seite.
    4. Die Autohersteller haben über Jahre verschlafen, verbrauchsgünstige Autos zu entwickeln. Das rächt sich nun - und wird sich vermutlich auch bald ändern, siehe .B. BMW. Die Absatzkrisen der letzten Jahre haben auch damit zu tun.
    5. Autofahren wird vermutlich weiter überproportional teurer werden und das kann auch nur politisch bedeuten, dass der öffentliche Nahverkehr etc. verstärkt werden muss. Denn sonst werden wir Teile der Gesellschaft von der Mobilität abkoppeln.

    All dies natürlich auch nur (begründete) Vermutungen, aber eben Vermutungen.
    Die Bemerkung von Fabia RS bedarf keines Kommentars.
     
  7. #6 pietsprock, 05.01.2008
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    Kann mich ANDI nur anschließen...

    Allerdings sitzen in den Scheichtümern auch keine totalen Dummköpfe und somit können auch die einen Markt abschätzen...

    Sie holen sich, was sie holen können und wenn der Punkt erreicht ist, wo sich niemand mehr deren Öl leisten kann oder will
    und somit ihr Umsatz spürbar rückläufig sein wird, dann wird die Preisschraube sich schon irgendwo einpendeln...

    Ich bin ja überzeugter Spritsparer und spare damit schon fast 1.000 Euro im Jahr...

    Allerdings bin auch ich der Meinung, dass es dringend bezahlbarer alternativer Antriebsquellen bedarf...



    Inzwischen kommen ja auch große Unternehmen auf den Trichter, dass man Energie sparen muss, da sie ihre Produkte im
    Preis nicht mehr unendlich mit der Begründung der Energiekosten steigern können... So haben die großen Fährunternehmen,
    die die Strecken Kiel - Schweden betreiben, die Geschwindigkeit gedrosselt und sparen somit pro Strecke 5.000 Liter Diesel
    ein... Aufs Jahr gerechnet kommt die Reederei somit auf eine Ersparnis von ca. 1,5 Millionen Euro... Weiterer Effekt ist, dass
    sich in Kiel und in Götebourg die Liegezeiten um jeweils 30 Minuten verkürzen, wodurch Liegegebühren gespart werden...
     
  8. #7 stefan br, 05.01.2008
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    Der Autoindustrie würde ich nicht alleine die Schuld geben, schließlich richten sich die Autohersteller ja nur nach den Käufern. Verbrauchsarme Autos gibt es doch viele zu kaufen aber trotzdem wollen die Käufer ja meistens viel Leistung am Besten noch Allrad oder einen Suv und dann noch viele Extras natürlich auch Breitreifen. Dann brauch man sich ja nicht wundern wenn die Autos viel verbrauchen.
     
  9. andi62

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    Dass die Käufer verbrauchsgünstige Modelle nicht nachfragen, sehe ich nicht so. Beim Privatkauf spielt dieser Aspekt (oder besser die Gesamtkosten) eine entscheidende Rolle. Die Anbieter haben nur m.E. den Fehler gemacht, sparsame Autos falsch zu positionieren, so dass sie teilweise als Billigmodelle empfunden wurden, obwohl sie das nicht waren. Insgesamt hat der halbherzige Umgang mit Umweltfragen und eine damit verbundene Anti-Haltung der deutschen Industrie dazu geführt, dass Käufer von bestimmten Techniken Abstand genommen haben.

    Beispiele: Partikelfilter, über Jahre über die Franzosen gelästert und den Einstieg verpasst! Hybrid, als nicht taugliche Alternative abgetan anstatt Trends zu setzen!

    Wir haben doch eine deutliche Markttrennung: a) Der immer noch eingermaßen laufende Markt der Firmen- und Flottenfahrzeuge, auch dort mit Tendenz zum Sparen. b) Der rückläufige Privatmarkt, der sehr viel preissensibler ist - und zwar in jeder Hinsicht.

    Überspitzt formuliert: Der Autoabsatz funktioniert in erster Linie durch die steuerlichen Möglichkeiten des Nicht-Privatmarktes. Und die deutsche Industrie hat mit Arroganz darauf gesetzt, dass diese Privilegien erhalten bleiben und den Privatkonsum lange vernachlässigt.
    Warum ist Skoda überproportional erfolgreich? Vor allem wegen b), denn die Autos sind schlicht billiger als "Original-VW", werden aber vom Kunden zunehmend als VW-Fahrzeuge empfunden.
     
  10. #9 Supernova, 05.01.2008
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    Ich halte nix von solchen Panikmachen von was machen wir in 10Jahren.
    Wenn uns eins die Vergangenheit gelehrt hat, ist es, dass bis jetzt nichts so eingetreten ist, wie wir es in unserer Panik immer ausgemalt haben.
    In 10Jahren wird es nicht viel anders sein wie heute.
    Vielleicht zahlen wir einiges mehr, dafür werden wir aber auch im Zuge der Inflation mehr verdienen. Die Autos werden etwas verbrauchsärmer, und die Spritsorten bestimmt mehr. Und vielleicht werden wir wieder ein bissel mehr das Auto stehen lassen. Man sollte nicht vergessen, dass das Auto ein Luxusgut ist, und für die meisten eigentlich nicht lebensnotwendig ist. Früher hatten wir zwar niedrigere Spritkosten, dafür konnten sich es trotzdem nicht so viele leisten autozufahren, weil die Anschaffungskosten im Vergleich zum Lohn einfach zu hoch waren, und es vernünftige Finanzierungsarten nicht gab.
    Ausserdem werden ab einen bestimmten Ölpreis auch andere Abbaumethoden lukrativ, was daher den Ölpreis nach obenhin eindämmt (z.B. Ölschiefer aus Kanada, is soviel davon da, wie Öl, lohnt sich ab Ölpreis von 65€/Fass).

    Zum Thema Markt:
    Ganz klar, der Verbraucher bestimmt was er will. Dem Verbraucher war Verbrauch nebensächlich, hauptsache groß und schnell. Das sieht man ja wohl ganz klar an unseren Straßen. In keinem Land Europas fahren so große und schnelle Autos. Die Industie liefert das, was der Verbraucher will. Schließlich will sie absetzen, und um Marktanteile kämpfen. Wenn der Verbraucher jetzt mehr auf Verbrauch achten, wird die Industrie dies auch liefern, und die reagiert ja auch schon. Das sind die Gesetze des Marktes...
     
  11. andi62

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    Die einseitige Vorstellung, der Markt liefere das, was der Verbraucher verlangt, ist nicht ganz richtig. Der Verbraucher verlangt das, was ihm angeboten wird. Und jeder Industriezweig versucht, durch Produktinnovationen oder Pseudoinnovationen Bedürfnisse zu wecken und Nachfrage zu erzeugen. Marktanteile lassen sich inzwischen nur noch über Verdrängungswettbewerb erreichen, nicht über Zuwächse. Genau diese Situation hat den SUV- und den Van-Markt in den letzten Jahren forciert. Das ist z.B. im Lebensmittelmarkt nicht anders. Dort hat man vor gut 10 Jahren (als ein Beispiel) plötzlich angefangen, probiotische Joghurts auf den Markt zu bringen, ihnen gesundheitliche Vorteile zuzusprechen - und die Marktanteile zu erweitern. So etwas funktioniert dann eine gewisse Zeit, bis der Wettbewerb nachzieht. Und dann ist die nächste (Pseudo)Innovation notwendig.

    Dass in kaum einem Land so viele große Autos fahren, hängt an verschiedenen Faktoren. Zum einen sind viele große Fahrzeuge tatsächlich Firmenfahrzeuge, zum anderen definiert sich "der Deutsche" (ich hasse diesen Begriff, schon weil er pauschal und deshalb falsch ist) verstärkt über das Auto. Viel Schein nach außen, auch bei wenig Sein! Dafür wird lieber an anderen Dingen gespart, z.B. beim Essen. Das ist in anderen Ländern mit einer anderen Lebenskultur ganz anders.
     
  12. #11 tschack, 05.01.2008
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    Seh ich genauso.
    Ich sag selbst auch oft: "Die Modelle von Skoda sind mittlerweile VWs, nur mit Skoda-Emblem zu doch noch vernünftigen Preisen, die man sich eher leisten kann/will."
     
  13. #12 turbo-bastl, 05.01.2008
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    Ich habe mittlerweile meine Kfz-Kostenermittlung für das vergangene Jahr abgeschlossen. Dabei schaue ich mir natürlich auch an, wohin das ganze Geld eigentlich geht: Lediglich 27,44% meiner Kfz-Kosten wende ich für Kraftstoff (Diesel) auf, dagegen machen Abschreibung und kalk. Zinsen 46,17% der Gesamtkosten aus.
    Bei einem Neuwagen und geringerer Fahrleistung p. a. kann der Anteil der Spritkosten sogar noch weiter sinken. Die Vermutung, man würde besonders günstig Auto fahren, wenn man einen im Verbrauch sparsamen Neuwagen kauft, trifft in vielen Fällen nicht zu - viel wichtiger ist letztlich der Wertverlust, den man für die Haltedauer zu erwarten hat. Und das ist meines Erachtens der Grund, weswegen ein großer Teil der Käufer (oder Leasingnehmer) bisher nicht unbedingt die Spritsparmodelle nachfragte und sie dementsprechend wenig erfolgreich waren.

    Zum Thema Öl- und Spritpreisprognosen habe ich gestern einen amüsanten Artikel gelesen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,526617,00.html
    Es hat m.E. wenig Sinn, sich heute Gedanken über Spritpreise in X Jahren zu machen. Oder - um Keynes zu zitieren - In the long run we're all dead. :-D
     
  14. #13 Supernova, 05.01.2008
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    @Andi:
    Sicherlich reguliert die Nachfrage und damit der Wettbewerb das Angebot. Dies ist das Grundprinzip unseres Wirtschaftssystem.
    Der das produziert, was am meisten nachgefragt wird, und dies am besten tut, der gewinnt, wer das nicht macht geht unter. Also ergo folgt draus, dass die Nachfrage das Angebot beeinflußt, weil ja die schließlich die Nachfrage die sind, die aussuchen, und entscheiden.
    Gibt es auf einen Markt keine vernünftigen Spritspar Modelle, ist aber der Drang der Nachfrager danach da, so wird dies durch Marktforschung etc. herrausgefunden. Da die Hersteller ja nun ihre Marktstellung ausbauen wollen, und auf den Automarkt herscht großer Wettbewerb, wird sich ein Hersteller damit beschäftigen, denn er hat nun Aussicht durch die Produktion eines großen Autos, was wenig verbraucht, eine Marktlücke zu besetzen, und dadurch sehr rasch seinen Absatz und Gewinn zu steigern.
    Dies funktioniert praktisch immer solange kein Oligpol vorliegt.
    Wer nicht so handelt, und an der Nachfrage vorbei produziert, oder sie verschläft, der wird langfristig vom Markt verdrängt. Genauso wie es den amerikanischen Autobauer auf ihren heimischen Markt passiert ist. Kann auch ganz schnell den deutschen Autobauer auf dem deutschen Markt passieren.

    @Turbo Basti:
    Mit den Wertverlust hast du nur teilweise recht. Es trift zu bei Leuten die sich ständig neue Autos kaufen, aber bei Leuten, welche ein Auto 7-10Jahre halten oder extrem viel fahren, ist der Wertverlustunterschied der jeweiligen Automarken egal, da sich dieser nach hintenraus angleicht.

    Tschau
    Christian

    PS: Also ich fahre momentan ca. zu den gleichen Spritkosten wie noch vor 9Jahren (weniger Verbrauch, LPG)
     
  15. #14 digiman25, 05.01.2008
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    Seit Sylvester 13: KIA Venga. Bis dahin: Skoda Fabia Combi 2.0 mit Prins Autogas
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    Klar ist in meinen Augen nur folgendes:
    - die fossilen Brennstoffe sind endlich und so werden alle daraus gewonnenen Brenstoffe (Gas, Öl, Benzin, LPG...) sicher noch einiges teuerer.
    - durch die imense Bedeutung von Energie sind es leider keine Marktpreise, sondern leider immer öfter politische Preise und Spekulationspreise
    - es werden dringend marktreife und praxisgerechte Alternativen benötigt.
    - die Suche hiernach haben leider viele (allen voran die deutschen Autobauer) vernachlässigt und auf die "Öko-Spielwiese" verbannt.
    - es nutzt nichts, auf andere zu warten und anderen den schwarzen Peter zu geben - jeder sollte im eigenen Interesse (und sei es "nur" der Geldbeutel) und nach den eigenen Möglichkeiten handeln.
    Allles andere (im Jahr yyyy geht uns der Sprit aus / in 10 Jahren kostet der Sprit xx EUR / in 10 Jahren fahren wir alle mit Brennstoff aus Wackelpudding...) halte ich für für Spekulation und Kaffesatzlesen - oder Panikmache...
    Gruß aus Lippe
    Walter
     
  16. andi62

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    @Supernova: Dass die Nachfrage (auch) das Angebot bestimmte, ist ohne Zweifel so; da will ich Dir nicht widersprechen. Aber eben auch umgekehrt. Bestes Beispiel ist für mich VW: Dort hat man z.B. beim Golf V ein Auto produziert, das in vielerlei Hinsicht am Markt vorbeigeht, sprich an dem, was der Käufer tatsächlich sucht. Konstruktiv ist vieles so aufwändig, dass ein Preis entsteht, den der Käufer eben nicht mehr zu zahlen bereit ist.

    Und die Nachfrage ergibt sich nicht nur von selbst, sie wird durch die Marketingmaßnahmen gesteuert. Wenn aber z.B. bei sparsamen Autos ein Marketing-Mix gewählt wird, der diese Autos in eine (vom potentiellen Kunden) nicht gewollte Richtung geht, dann bleibt die Nachfrage eben aus. Der Markt ist - gemessen an der Zahl der Anbieter - auch nicht sehr groß, die traditionelle Prägung ist stärker als bei anderen Produktgruppen - und so funktioniert das Nachtfrage-gesteuerte Angebotsprinzip eben nur sehr eingeschränkt bzw. stark verzögert. Und, auch da stimme ich Dir zu, muss die deutsche Autoindustrie aufpassen, dass sie in ihrer PS-starken Selbstverliebtheit nicht die tatsächlichen Gegebenheiten aus dem Auge verliert.

    VW ist auch hier ein schönes Beispiel: Immense Investitionen in einen Flop names Phaeton und Marken wie Bentley und Bugatti gehen letzten Endes zu Lasten der Kernmarke.
     
  17. #16 stefan br, 05.01.2008
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    Bentley läuft ja ganz gut auch Lambo. Bei VW geht es aber ja auch stark aufwärts. Man darf nicht vergessen das Skoda fast alles von VW bekommt und somit viel Geld spart. Ein Konzern mit 600.000 verkauften Autos hätte es schwer und könnte nicht so günstig produzieren.
     
  18. #17 ChrisLE, 05.01.2008
    ChrisLE

    ChrisLE Guest

    Also ich habe mal meine Glaskugel befragt und die sagt 4,32€ fürn Liter Super (05.01.2018)

    Immer diese Expertenprognosen :thumbdown:
    Wenn man alles glauben würde was sogenannte "Experten" von sich geben
    müssten wir uns um den Ölpreis keine Gedanken mehr machen :-D

    Ich bin der Meinung in 10 Jahren kann viel passieren
    aber eins ist sicher, Benzin wird sicherlich nicht billiger :thumbsup:

    und irgendwann ist es alle, ich hoffe das kann ich noch mit erleben
    bei einer Lebenerwartung von momentan 74 Jahren könnte ich sogar Glück haben :thumbup:


    Gruß Chris
     
  19. #18 shorty2006, 05.01.2008
    shorty2006

    shorty2006 Guest

    ...kann es sein das ein grosser preistrieber mit seiner starken rohölnachfrage aus dem ruder läuft und zusammenbricht (z.b. china)
    ...das neue ölfelder gefunden werden in politisch sichereren ländern
    ...die derzeit unsicheren länder stabiler in ihrer führung und sicherheitslage sind
    ...die weit über den wirklichen nachfragewert künstlich hochgetriebenen preise wie eine luftblase zusammenbrechen
    ...der euro noch stabiler wird als er nun schon ist

    oder halt alles genau andersrum

    also abwarten und tee trinken
     
  20. AdMan

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  21. #19 Supernova, 06.01.2008
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    @shorty:
    Beifall klatsch ;-)

    @andy:
    Klar kann man die Nachfrage beeinflußen, aber nur in einem gewissen Rahmen. Ist ja auch eine Aufgabe von Marketing.
    VW: Jo, richtig, und jetzt sieht VW wo sie mit den Golf5 stehen. Die hatten doch riesige Absatzprobleme gehabt, und mußten sonst was für Sonderaktionen hinlegen, damit die die Kiste losbekommen. Und jetzt gibt es schon in Golf6 bald, warum wohl ? Macht VW noch öfters so was, wird es denen bald recht schlecht gehen, eben weil am Markt vorbei....
    In der Autobild war mal eine Statistik mit Zulassungszahlen, und das krasse war, das heute genauso viele Uralt Golf2 (einer meiner) zugelassen sind, wie Golf4.
    Und glaube bei den Absatzzahlen war der Golf5 ca. nur 1/4 vom Golf2, oder weniger (weiss nicht mehr so ganz genau)

    Tschau
    Christian
     
  22. #20 turbo-bastl, 06.01.2008
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    @Supernova: sicher ist es korrekt, dass der durchschnittliche Abschreibungsbetrag bei längerer Haltedauer abnimmt. Der Effekt tritt aber erst stufenweise ein, wenn man seine Abschreibung (sinnvollerweise) analog zum geschätzten Wertverlust kalkuliert. In den ersten Jahren, die für die Investitionsplanung am ehesten überschaubar sind, macht die Haltedauer kaum etwas aus. Hinzu kommt, dass mit zunehmendem Fahrzeugalter auch die Wartungskosten zunehmen, der Kostenblock also in der Höhe vergleichbar mit den ersten Jahren ist, sich aber die Afa reduziert, dafür die Wartungsaufwendungen zunehmen. Ich wage mal zu behaupten, dass bei einem großen Teil der Kfz-Besitzer die Spritkosten deutlich weniger als 50% der Gesamtkosten ausmachen - Ausnahmen sind Vielfahrer und Halter alter (d. h. wertverlustfreier) Autos sowie natürlich die, die generell keine Werkstatt aufsuchen.

    Im Übrigen können wir uns bei einer Sache sicher sein: Wenn breite Schichten der Arbeitnehmer nur noch unter extremen finanziellen Aufwendungen zur Arbeit kommen können, weil die (alternativlose) Individualmobilität so teuer geworden ist, wird der Staat einschreiten. Es wird politisch nicht haltbar sein, wenn selbst für Normalverdiener ab 20 Auto-km zur Arbeit die Sozialhilfe finanziell attraktiver ist als der Job - es würden Modelle entwickelt werden, die die hohen Spritkosten verträglicher machen würden.

    Und letztlich - sind wir mal ehrlich - werden wir auch bei höheren Spritpreisen noch unverändert Autofahren und eben an anderer Stelle sparen (weniger Essen gehen, günstigere Weihnachtsgeschenke, Sparquote reduzieren, ...). Selbst wenn sich ein paar Leute ihre Individualmobilität nicht mehr leisten können, hätte das auch positive Effekte: weniger Verkehr, weniger Staus und weniger Umweltbelastungen.
     
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