Wärmepumpe Ja/Nein

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Enyaqer

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Hallo zusammen,

beim Thema Wärmepumpe bin ich mir im Moment wirklich unschlüssig ob's das wirklich braucht. Ich weiß, dass kommt auf das ganz eigene Anforderungsprofil an. Jedoch kann ich derzeit nicht abschätzen ob mein Anforderungsprofil wirklich eine Wärmepumpe erfordert. Diese soll Wärme deutlich effizienter produzieren und somit im Winter bei -25°C bis zu 30% mehr Reichweite als ohne Wärmepumpe ermöglichen.

Unser Enyaq iV 60 wird eine Familienkutsche mit etwa 10.000 bis 12.000 km im Jahr. Über 90% der Fahrten bzw. 80% der Jahreswegstrecke sind < 100km einfach. Zwei mal im Jahr (1 x Sommer, 1 x Winter) geht's etwa 600km in den an die norddeutsche Küste. Im Winter soll der Innenraum vor der Abfahrt vorgewärmt sein.

Was ist euer Anforderungsprofil und weshalb entscheiden ihr euch für oder gegen eine Wärmepumpe?
 
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4tz3nhainer

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Was spricht denn gegen die Wärmepumpe? Ich würde bei einem E Auto immer eine mitbestellen da die Effizienz gegenüber einer normalen Widerstandsheizung 3-4 mal so hoch ist.
 

Gast119095

Guest
Ich kann deine Bedenken nachvollziehen, habe mir die gleichen Gedanken gemacht.
Bei mir wird es der 80iV werden, ich fahre sicher 90% der Strecken <200km. Mit realistischer Reichweite von um die 400km habe ich da noch genügend Puffer, auch wenn ich im Winter ohne Wärmepumpe noch einmal ein paar km verliere.
Im Leasing würden die 1500€ monatlich ca. 15€ an Mehrkosten verursachen, das ist es mir schlichtweg nicht wert.
 

Elektra

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Hallo,
leider "musste" ich als "early bird" die WP mit bestellen. Gewollt hätte ich es nicht. Dies Frage muss sich jeder selbst beantworten (können). Ich bin ebenfalls so ein relativer Normalnutzer und komme aus dem Münsterland. Hier herrschen nicht unbedingt sibirische Bedingungen.
Daher würde sich für mich gegenüber dem Anschaffungspreis wohl kaum der entsprechende Mehrwert an Reichweite einstellen. Der Aufpreis tut mir also eigentlich weh.

Es gibt aber darüber hinaus noch Argumente FÜR eine Wärmepumpe, die jeder selbst gewichten muss.

Da haben wir einmal die Wirkung auf die Umwelt. Die Wärmepumpe entzieht ja der Umgebungsluft Wärme und gibt sie in den Innenraum ab. Klar, dabei verbraucht sie auch etwas elektrische Energie. Ganz anders die konventionelle Heizung. Hier wird verhältnismäßig viel Energie verbraucht (die ja irgendwo erzeugt werden musste) und die daraus gewonnene Wärme wird in die Umwelt (hier Fzg.-Inneres) abgegeben. Das ist eine sehr schlechte Umwelt-Bilanz.
Insofern kann ich auch direkt zum zweiten Punkt überleiten. Es gibt Menschen, die sich über dieses Phänomen bewusst sind und die sich ausschließlich ein E-Auto mit WP kaufen würden. Daher spielt die WP beim Wiederverkauf ggf. eine Rolle. Ein Auto mit WP lässt sich ganz sicher besser als Gebraucht-Fzg. verkaufen, weil Interessenten mehr Reichweite erwarten und den Umweltaspekt im Auge haben.
Ich wäre aber zu "geizig" gewesen. Doch jetzt ist der Drops eh gelutscht ... mit WP.
 
Enyaqer

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Was spricht denn gegen die Wärmepumpe? Ich würde bei einem E Auto immer eine mitbestellen da die Effizienz gegenüber einer normalen Widerstandsheizung 3-4 mal so hoch ist.

Dagegen spricht der ökonomische Gedanke, ob die 1250 Euro gerechtfertigt sind.
Der Effizienzwert der hilft schon mal ein wenig, auch wenn da viele Faktoren mit reinspielen.
 
4tz3nhainer

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Würdest du dein Haus heute denn noch mit einer "normalen" Stromheizung beheizen?

Die 1250€ wären bei einem 60000€ Auto ca. 2%. Das sind doch wirklich Peanuts.
 
tehr

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Mich wundert auch, dass es überhaupt E-Autos ohne Wärmepumpe gibt. Eigentlich müsste für die Verbrauchsermittlung eine Fahrt bei 0 °C Außentemperatur und eine Soll-Innentemperatur von 22 °C spezifiziert werden.
 
jens.f

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Würdest du dein Haus heute denn noch mit einer "normalen" Stromheizung beheizen?

Die 1250€ wären bei einem 60000€ Auto ca. 2%. Das sind doch wirklich Peanuts.

Das ist die falsche Rechnung - die Frage wäre: Spart man damit auch 1250€ an Strom?
Nur dann lohnt sich die Investition aus ökonomischer Sicht.
Und 1250€ Strom ist schon eine Menge Holz - da kann man lange für Heizen. Zumal ja die Wärmepunpe auch Strom verbraucht.

Ökologisch ist Frage natürlich anders - wobei natürlich auch die Produktion der Wärmepumpe Energie und Ressourcen benötigt, auch hier ist natürlich die Frage, ob (bzw. wann) die Stromeinsparung durch die Wärmepumpe den Ressourcenverbrauch der Produktion aufwiegt.

Noch eine andere Frage ist natürlich die erhöhte Reichweite im Winter - wenn man die braucht, ist es natürlich schnell den Aufpreis wert - wobei natürlich wiederum die Frage ist, wieviel mehr Reichweite das wirklich ausmacht - auch die Wärmepumpe braucht ja Strom, hier müßte man erstmal ausrechnen, wieviel der Mehrverbrauch der konventionellen Heizung wirklich ist.
Aber auf jeden fall wird die Wärmepumpe günstiger als die nächst größere Batterie sein.
 
MrMaus

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Also ich für mich würde die Bestellen.
Jedes mal, ohne zu Überlegen, die Heizung saugt 1/3 der Reichweite beim PHEV....
 
tehr

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Interessant wäre zu wissen, über viele Kältemittelkompressoren der Enyaq tatsächlich verfügt, wenn die WP-Option mitgekauft wird. Ich gehe immer noch davon aus, dass die Wärmepumpe aus einem einfachen Vier-Wege-Umschaltventil besteht, das zu einem unverschämt hohen Aufpreis verkauft wird.
 

Elektra

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Aber Leute, wenn wir schon mal dabei sind, dann auch korrekt.
Die WP kostet incl. MWSt. 1150 Euro, nicht 1250 Euro.
 
jens.f

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Rechne die Zeit ein, die du stehst, am Charger.....
Das hängt wieder von der persönlichen Nutzung an - wenn man mit der Tages-Reichweite auskommt und ihn Abends eh an die heimische Wallbox hängt (also z.B. bei einem Zweitwagen) oder eh nie längere Strecken fährt, spielt das keine Rolle.
Und ob der Mehrverbrauch bei längeren Strecken, wenn das Auto einmal aufgeheizt ist und also nur noch um die Erhaltung des Zustandes geht, so relevant ist, ist eine andere Frage - ich persönlich würde tippen, dass das - umgerechnet in Ladezeit - nur wenige Minuten mehr Zeit sind - aber das ist jetzt nur aus dem Bauch heraus geschätzt, hier müßte man mal die realen Werte von mit und ohne Wärmepumpe vergleichen
 
tsenn

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Nur so einfach als Erfahrungswert eines eGolf Fahrers; solange die Temperaturen >22° alles prima, geht es runter hat es so ab 10° Aussentemperatur grossen Einfluss auf die Reichweite. So als grober Indikator meine Werte: normalerweise Tagesschnitt von ca. 90-100km im Sommer >22° ab Wallbox Restreichweite von >260km, im Winter um die 200km - mein eGolf hat eine Wärmepumpe
 
4tz3nhainer

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Und hier die Reichweite eines eGolf ohne Wärmepumpe mit eingeschalteter Heizung und fast vollem Akku.
20201001_082151.jpg

64km....
 
TheSmurf

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Der Vergleich hinkt, da es wohl einmal um einen eGolf der 1.Gen und einmal den neuen 300er geht.
Hoffe ich zumindest, sonst läge der Verbrauch bei @4tz3nainer jenseits von Gut und Böse.
 

norman506

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Ich sehe aktuell, das sich die Reichweite meines iV deutlich verschlechtert bei den niedrigen Temperaturen, der Enyaq soll auf den Westerwald ca 600m ü nN da wird es schon deutlich kühler als im Flachland deshalb mit WP bestellt, bei solchen Fahrzeugen sollte man immer auf die Effizienz der Serie achten wenn alle eine bekommen hätten wäre der Preis wahrscheinlich nochmal 15 bis 20 Punkte gesunken (von der WP) aber die Dinger sollen ja auch in Kalifornien usw verkauft werden(als id4) da macht die Wahlmöglichkeit wieder Sinn
 

xiuhcoatl

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Ich habe mir gerade die ganzen antworten nicht alle durchgelesen, aber Stand jetzt ist die Wärmepumpe Pflicht und das ist auch besser so.
Es gibt zahlreiche Tests die belegen, dass auf kürzeren Distanzen die WP am effizientesten ist.
Z.B. von Nextmove auf YT mit dem Hyundai Kona getestet.
Mir sind aber gerade ein paar Sache aufgefallen die ich jetzt in einen separaten Thread posten werde.
 
Roter Blitz

Roter Blitz

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Unser e-Golf 300 hat eine Wärmepumpe. Er muss auch ganzjährig bis zu 200km ohne nachladen schaffen. Somit stellte sich die Frage nicht.

Bei einem Enyaq allerdings ist die Überlegung legitim. Der kleinste Akku ist schon 14kWh größer als die des Golf.
Von den 1200€ der Wärmepumpe lassen sich grob 3500 bis 40000 kWh finanzieren. Je nach dem wo und wie man lädt und welche Ladeverluste sich ergeben. Gehen wir von 2/3 von den 3kW/h (Beispiel oben aus) die man sparen könnte, sind dies 1700 bis 2000 Stunden. Im Mittel fährt ein Auto in seinem Leben mit 60 bis 70km/h.
1700x60 = 102tkm
2000x70 = 140tkm
Wenn ich mich nicht verrechnet habe, muss man sein Auto recht weit fahren um die Kosten wieder rein zu bekommen. Und geheizt wird vielleicht nur die hälfte aller Fahrten. Daher ist die Entscheidung auch in dieser Art betrachtet nicht einfach beantwortet. Einfacher wird es vielleicht, wenn man die Summe noch finanzieren muss.

Wie auch immer, wir haben unsern Enyaq 80 mit Pumpe bestellt. Auf langen Reisen, so hoffe ich, werden wir den positiven Effekt zu schätzen wissen. Und für lange Reisen, haben wir den Enyaq als Ergänzung zum Golf bestellt.
 
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