Vollkasko-Schutz ohne Winterreifen in Gefahr

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von ?, 15.01.2003.

  1. ?

    ? Guest

    Vollkasko-Schutz ohne M&S-Pneus in Gefahr
    Wenn grob fahrlässiges Verhalten nachweisbar ist,kann die Vollkasko-Versicherung die Regulierung eines Schadens verweigern.

    Es gibt viele gute Gründe, Autos im Winter mit M&S-Reifen auszurüsten – die meisten sind prophylaktischer Natur: Die bessere Haftung der Winterspezialisten soll vorbeugend dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden. Aber auch nach einer Karambolage auf glatten Fahrbahnen können Winterreifen noch nützlich sein: Indem sie helfen, Schwierigkeiten bei der Schadenabwicklung zu vermeiden …

    Grundsätzlich müssen Winterreifen-Verweigerer vom Gesetzgeber keine Sanktionen befürchten: Die Nutzung von M&S-Pneus ist nicht angeordnet, lediglich eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern ist vorgeschrieben.

    Probleme sind jedoch vorprogrammiert, wenn man auf glatter Fahrbahn mit Sommerreifen in einen Unfall verwickelt wird: Wenn nachweisbar ist, dass der Unfall mit Winterreifen – z.B. wegen der besseren Bremsverzögerung – nicht passiert wäre, kann man auch dann eine Mitschuld aufgelastet bekommen, wenn man aufgrund der vorliegenden Unfallsituation eigentlich unschuldig wäre.

    Zudem kann die Vollkasko-Versicherung die Regulierung eines Schadens verweigern, wenn sich grobe Fahrlässigkeit nachweisen lässt. Und viele Kaskoversicherer bewerten die Verwendung von Sommerreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen als ein grob fahrlässiges Verhalten – vor allem, wenn die Geschwindigkeit den Witterungsverhältnissen nicht angepasst war.

    Wer partout nicht auf M&S-Pneus umrüstet, sollte wenigstens zwei Tipps beherzigen: Bei Glätte besonders langsam fahren – und das mit Sommerreifen bestückte Auto bei kräftigem Schneefall oder tückischem Glatteis konsequent stehen lassen!

    Quelle
     
  2. AdMan

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  3. #2 M.Herrmann, 15.01.2003
    M.Herrmann

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    meine meinung:
    wer in unserer (anm.d.red.: damit ist meine region gemeint) gegend im winter mit sommerreifen unterwegs ist, dem gehört sein auto eingezogen und erst wieder gegen montage von winterreifen ausgehändigt!
    habe erst wieder anfang der woche miterleben dürfen wie die sommerspezialisten am berg versuchten, mit durchdrehenden heissen reifen den schnee zu schmelzen! fröhliches querstehen und staus ohne ende...
    und dann immer diese tollen ausreden: "ja meine sommerreifen sind doch ganz neu"....

    keinen müden cent bei unfall mit sommerreifen im winter kann ich nur unterstützen! (wobei man halt den begriff "winter" etwas genauer definieren müsste und der unfallgegner dürfte durch die folgen der dummheit des sommerfreaks nicht noch zusätzlich "bestraft" werden...)

    kleiner tipp noch, den ich aufgeschnappt habe:
    wenn eine 1 euro münze mit dem goldenen rand im profil vollständig verschwindet, habt ihr noch ausreichend gummi auf dem winterreifen (drunter wirds langsam kritisch)!
     
  4. muc

    muc Guest

    Vollkommen richtig, das so zu handhaben! Der Tipp mit dem langsam Fahren ist das, was mich aber erst richtig auf die Palme bringt; damit ist die Verkehrsbehinderung schon vorprogrammiert. Gerade in der Stadt ist das immer wieder festzustellen. Wenn man sich das Geld für die Winterbreifung sparen will, muß man halt die Konsequenzen tragen und im Zweifel das Auto stehen lassen.
     
  5. #4 M.Herrmann, 15.01.2003
    M.Herrmann

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    mein frage an die autoindustrie:
    neuwagen im winter mit sommerbereifung auszuliefern ist ebenfalls grob fahrlässig. wieso nicht serienmässig 8-fach bereifung in unseren breitengraden?

    da es beim deutschen nur über den geldbeutel ins hirn geht, mein vorschlag an die versicherungen: tut euch mit den reifenkonzernen zusammen und bietet günstige versicherungs/reifen-bundles an
     
  6. Reiner

    Reiner

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    Ihr habt ja recht, aber....

    Wenn man beispielsweise in meiner Gegend wohnt (Rheinebene) mit recht geringer Wahrscheinlichkeit für Schnee und Glatteis, und der Wagen als Zweitwagen nur selten benutzt wird, man die geringere Haftung der Sommerreifen unter 7 Grad bei der Fahrweise berücksichtigt.....dann halte ich es insbesondere aus wirtschaftlichen Gründen für vetretbar, keine Winterreifen aufzuziehen.
    Nebenbei möchte ich anmerken, daß unser Fabia selbstverständlich Winterreifen hat, und ich dies auch Jedem wärmstens ans Herz legen möchte.
    Bei den Autovermietern ist es übrigens ein reines Lotteriespiel, ob man Winterreifen bekommt, oder nicht. Eventuell zahlt man zumindest drauf.

    Nach meiner Erfahrung war es bisher so, daß dort, wo ich mit Sommerreifen nicht mehr hin kam, mindestens ein LKW schon quer stand. Und beim R4 und dem Käfer kam ich mit Sommerreifen überall hin, wo ich hin wollte, unabhängig, ob dort Schnee lag, oder nicht!

    Ich möchte hier nicht Sommerreifen verteidigen, aber wie soll man das praktisch handhaben?
    Wenn jemand nach dem 1.10. Sommerreifen drauf hat, zahlt er zu? Ist es abhängig vom Auto, oder vom Gebiet, ind dem man wohnt, bzw fährt?
    Wie ist es mit alten (verhärteten) Winterreifen?
    Darf man im November nicht mehr fahren, weil man keine Winterreifen hat und der Wagen im Dezember eh vekauft werden soll?
    Dürfen viele Autos mit Heckantrieb jetzt nicht mehr fahren, weil die Traktion mit Winterreifen schlechter ist als bei manchem Fronttriebler mit Sommerreifen?
    Sollte man Unterscheidungen in Bezug auf die Profiltiefe machen?
    Wie ist es mit ausländischen Fahrern und Fahrzeugen?
    Wie verhält es sich mit den LKW ??? Müßten die dann nicht bei Schneefall auf Grund der hohen Gefährdung stehen bleiben ?

    Ich denke, man sollte die Kirche im Dorf lassen. Die Regelung, bei einem Unfall nach der Vermeidbarkeit mit Winterreifen zu fragen, ist an sich schon sinnvoll, aber ich befürchte, die Versicherungen benutzen dieses Instrument, um einfach zu sparen. Im Falle des Falles wird der Nachweis, daß der Unfall unvermeidbar war, für den Versicherungsnehmer zu teuer und damit bleibt er generell auf den Kosten sitzen.

    Gruß Reiner
     
  7. ?

    ? Guest

    Folgenden Text, den ich euch nicht vorenthalten möchte, habe ich gerade bei autokiste.de gefunden:

    Beobachtungen beim durchschnittlichen deutschen Autofahrer

    Editorial: Ein Tag Straßenverkehr im Winter


    Eine Stadt in Süddeutschland am Nachmittag des 13.01.2003. Der Himmel tief grau, die Straßen glatt, teilweise durch Eisbildung unter dem Schnee sogar sehr glatt, es schneit richtig, kurzum: Ein schöner Wintertag. Seit Tagen schon wird vor dem "Wetterchaos" und den zu erwartenden schwierigen Straßenbedingungen in den Medien gewarnt - wobei nicht so recht klar ist, wie normal arbeitende und pendelnde Menschen den dortigen Tipps folgen und plötzlich auf ihr Auto verzichten sollen, oder worin nun konkret der Vorteil zu sehen ist, wenn man auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigt. Aber das ist ein anderes Thema.

    Die Realität auf der Straße: Die Leute schleichen teilweise mit zehn km/h durch die Gegend. Oft sind das die, die im tiefsten Nebel noch mit 100 Sachen über die Bundesstraße brettern - Denken ist nicht jedermanns Sache. Aber bei Schneefall setzt es bei manchen Leuten komplett aus, und sie werden zum rollenden Verkehrshindernis. Einige von ihnen fahren natürlich auch mit Sommerreifen rum - nicht von jedem Bürger sollte man die Erkenntnis erwarten, dass es an solchen Tagen zum Wechsel schlicht und einfach zu spät ist und Winterreifen (moralische) Pflicht sind, zumal im Süden des Landes. Naja, und die meisten Medien machen über sowas dann auch noch Späßchen, anstatt mal klar zu sagen, dass so ein Verhalten verantwortungslos, gefährlich und schon deswegen einfach dumm ist.

    Ach ja, natürlich gibt es auch die, die mindestens so schnell wie bei trockener Straße fahren, weil es ihnen bis jetzt zufällig noch nicht passiert ist, trotz ABS, ESP und Co. im Graben, am parkenden Auto oder - und das ist nun leider wirklich nicht realitätsfremd - im schlittenfahrenden Kind zu landen.

    Die schlimmsten sind aber die, die an solchen Tagen ohne Licht unterwegs sind. Gestern war das - mindestens - jeder Dritte (und zwar sowohl in der Stadt als auch außerorts), ein weiteres Drittel hatte Scheinwerfer und teilweise auch Rückleuchten unter dickem Schnee verborgen. Schließlich ist es, ich erwähnte es bereits, mit dem Mitdenken so eine Sache, und einen Kehrbesen während des Winters im Auto zu vermuten, ist bei dieser Fraktion schon deutlich zu viel erwartet. Fahren ohne Licht bei solchen Witterungen ist nicht nur verboten, sondern eben in erster Linie total gefährlich, aber das verstehen die Leute ja nicht - nach dem Motto "Wieso, ich sehe doch alles?". Ja, natürlich, alles - bis auf die entgegenkommenden Fahrzeuge, die sich auch gerade im Blindflug üben. Aber solches Verhalten wird in diesem Land ja in der Regel nicht verfolgt (genauso wie etwa Dauer-Linksfahren auf Autobahnen) - man verdient mit Falschparkern und "Rasern", die sich erdreisten, nachts auf einer vierspurigen innerstädtischen Ausfallstraße 70 km/h zu fahren, offenbar genug.

    Ach ja, dass man sein Autodach vor der Fahrt von Schnee befreien sollte, hat sich auch noch nicht überall herumgesprochen - ebenso wenig wie die allmorgendliche Sinnlosigkeit des Motor-Warmlaufen-Lassens. Deren Zahl allerdings nimmt zugegebenermaßen ab - und man kann nur ahnen, dass nicht der Umweltschutz, das Schonen des Motors oder die Erkenntnis, dass es sowieso wenig bringt, die Ursache ist, sondern nur der teure Spritpreis.

    Und noch etwas fällt an solchen Tagen ganz besonders auf: Bald jeder zweite sitzt in einem total beschlagenen Auto, kann jedenfalls durch Seiten- oder Heckscheibe kaum durchsehen - und denkt sich ganz offensichtlich nichts dabei. Gebläse, Klimaanlage und Heckscheibenheizung sollten im Jahr 2003 eben nicht nur Standard sein und dazu dienen, beim Nachbarn mit der Zwei-Zonen-Klimaautomatik angeben zu können, sondern auch (sinnvoll) benutzt werden. Aber - egal, auch sowas kostet in Deutschland kein Bußgeld, und bevor man gar nichts mehr sieht, kann man ja mit dem leicht siffigen Vileda-Schwamm, Jahrgang 1992, noch ein bisschen innen auf den seit Fahrzeugübernahme nicht mehr geputzten und im Zweifel mit einer schönen Nikotinschicht versehenen Scheiben herumschmieren und dabei in Schlangenlinien fahren (Hauptsache, das Telefonieren am Steuer ist verboten), so wie es außen der fünf Jahre alte eingerissene Scheibenwischer tut, der natürlich meist im Dauerbetrieb läuft, auch bei nur leichtem Schneefall. Die Scheibe und der Wischermotor werden es danken, der Autokiste-Redakteur im Auto nebenan kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Nur gut, dass als Ausgleich wenigstens hinten vorsichtshalber gar nicht gewischt wird - wo war noch mal der Schalter, äh, der Innenspiegel? Man muss solchen Leuten im Endeffekt aber dankbar sein: Lieber wischen sie hinten nicht - mit allen Konsequenzen auch für den nachfolgenden Verkehr -, als dass sie versehentlich (schlimmer: absichtlich) die Nebelschlussleuchte(n) anstellen und vorsichtshalber, wenn es das Auto zulässt, auch gleich für die nächsten Wochen eingeschaltet lassen.

    Das alles passt zu den Insassen, die, tief eingemummelt in Mantel, Mütze und Handschuhe - selbst Ohrenschützer waren zu sehen -, versuchen, das gleiche Gefühl fürs Autofahren zu haben wie sonst. Was war noch mal mit der Klimaanlage? Manchen gelingt es scheinbar doch mit der Temperierung - wie sonst ist zu erklären, dass sie auch bei Minusgraden mit sperrangelweit offenem Fenster fahren? Boah ey, cool, ey!

    Naja, einstweilen genug der Ironie und der Schilderung eines ganz normalen Wintertages auf deutschen Straßen. Ich selbst wenigstens hatte gestern viel Spaß bei dem Wetter, und auch noch eine nette Stelle zum gefahrlosen Driften gefunden ... der Winter hat auch seine schönen Momente, keine Frage. Oder?

    Hanno S. Ritter
     
  8. AdMan

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