Verückte Idee oder?

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von Octi RS, 07.12.2006.

  1. #1 Octi RS, 07.12.2006
    Octi RS

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    Ich hab vor langem in einer Autozeitschrift gelesen, daß beim Peugeot 307 mal das Ritzel des Anlassers hängen blieb, und dauernd mitlief. Der anlasser funktionierte jetzt wie ein Generator und speißte ununterbrochen Strom ins Bordnetz, bis Dieses Überhitzte und das Fahrzeug zu brennen begann.
    Daraus ergeben sich für mich folgende Ideen.
    1. Theorie: man nutzt genau wie im angegebenen Fall den Anlasser nicht nur zum Starten, sondern auch gleich als Lichtmaschine. Es müsste meiner Ansicht nach möglich sein durch bestimmte Maßnahmen zu kontrollieren wieviel Strom ins Bordnetz eigespeißt wird, dadurch könnte die Lichtmaschine entfallen.
    2. Theorie: Wenn man beim Starten des Autos Strom von der Batterie in die Lichtmaschine schickt, und dadurch ereicht, daß Sie als Elektromotor dient, könnte man durch Umbaumaßnahmen bezwecken, daß Sie über die Kurbelwelle den Motor anwirft. Sobald der Motor läuft muß mittels Relais oder was auch immer gewährleistet sein, daß die Lichtmaschine wieder als Stromerzeuger dient. Der Anlasser wäre überflüssig.
    So das wären die hoffentlich nicht zu wirren Gedanken eines Laien, der von Elektrotechnik keine Ahnung hat. Darum wollte ich lieber jemand fragen, der sich damit auskennt. in meinem Bekanntenkreis tun sie mich schon als Spinner ab, der die Welt verbessern will. aber Antwort auf meine Frage ob das alles so möglich wäre kann mir keiner geben. Ich hoffe ich hab euch damit nicht zu sehr genervt und freue mich auf kompetente Antwort Gruß Günter.
     
  2. AdMan

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  3. Michal

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    Hallo,

    so verrückt sind Deine Gedanken gar nicht!

    Im Lokomotivbau beispielsweise wird das schon lange so praktiziert, daß "Anlasser" und Lichtmaschine "eins sind" und so ähnlich funktionieren, wie Du es beschreibst!
    Der Anlasser heißt dort auch "Anlassmaschine" und dient nach dem Starten als Generator.

    Soweit ich weiß, wird daran im Fahrzeugbau auch schon getüftelt, vermultich ist dies aber noch zu teuer oder in diesen relativ platzengen Maßen nicht so gut praktikabel.

    Die Konstellation mit dem hängengebliebenen Anlasser ist allerdings für solcherart Experimente wohl weniger geeignet, ich vermute, nach wenigen Minuten würde eines der Bauteile den Weg des geringsten Widerstandes gehen.... :zwinker:

    Gruß Michal
     
  4. R2D2

    R2D2 Guest

    Ist an sich nix neues und es wird tatsächlich auch schon viel rum entwickelt.

    Google einfach mal etwas mit dem Stichwort: Startergenerator dann findest du ne Menge Infos zu dem Thema.
     
  5. Barney

    Barney

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    Hallo zusammen.

    Das Thema Anlasser und Lichtmaschine in einem ist eine uralte Idee, welche schon in den 30er Jahren umgesetzt wurde.

    Das System hieß, wenn ich mich nicht ganz täusche, Dyna-Starter, abgeleitet von Dynamo und Starter.

    Wurde damals auch relativ erfolgreich umgesetzt und betrieben, warum man diesen Weg allerdings wieder aufgegeben hat, weiß ich nicht.

    MfG
     
  6. #5 Der_Holgi, 07.12.2006
    Der_Holgi

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    Hallo,

    das DynaStart- System hat (seinerzeit) funktioniert, weil bei den damaligen Motoren das zum Anlassen notwendige Drehmoment (=Leistung) nicht übermäßig hoch war (wegen z. B. geringer Verdichtung und Zylinderzahlen 2 oder 3). Deshalb war die Realisierung auch ohne aufwe(ä?)ndige Elektronik relativ einfach.

    Heute:
    Hochverdichtete Motoren - speziell Diesel - brauchen erheblich mehr Leistung, um überhaupt mal auf Leerlaufdrehzahl gebracht zu werden. Dazu sind sehr hohe Untersetzungen nötig (Anlasserritzel: ca. 10...20 Zähne; Zahnkranz: > 100), auch haben selbst gängige Pkw-Anlasser Leistungen bis zu 3 kW (deswegen müssen auch relative schwere Akkus mitgeschleppt werden).
    Wenn nun nach Starten des Motors der Anlasser als Generator arbeiten würde, ergäbe sich also bei ~ 3000 min-1 am Motor eine Generatordrehzahl von (sagen wir mal mindestens) 10x Motordrehzahl- also in dem Fall rund 30.000 min-1. Fazit: technisch nicht sinnvoll beherrschbar. Das ist auch der Grund, weswegen bei laufendem Motor und mitlaufendem Anlasser (bzw. Ritzel - solange noch durch einen Freilauf ausgekuppelt) - irgendwann Probleme entstehen...

    Umgekehrter Fall: Lichtmaschine als Anlasser
    Die Lichtmaschine müsste - bedingt durch die erheblich geringere Untersetzung im Vergleich zum Anlasser - eine entsprechend höhere Leistung aufweisen, sagen wir mal so geschätzt um die 5 ... 10 kW. So ein Teil alleine wäre schon größer und schwerer als aktuelle Lichtmaschine und Anlasser zusammen.

    Auch die aktuellen Konzepte mit im oder auf dem Schwungrad integrierten "Starterdynamo" sind wohl experimentell nur bei relativ "geringen" Motorleistungen realisiert worden und derzeit für höhere Leistungen der Verbrennungsmotoren nicht so richtig tauglich.
    Soweit ich weiß, realisiert Toyota beim "Prius" ansatzweise eine Art Startergenerator, aber auch dieser läuft wohl nicht direkt auf der Kurbelwelle mit, sondern hängt noch an einem wieder aufwe(ä?)ndigem Planetengetriebe dran.

    Es wird also wohl noch eine Weile dauern, bis sich das Starter-Generator- Konzept durchsetzen wird. Interessante Ansätze gab oder gibt es übrigens, die das sehr hohe Ruhemoment beim Anlassen zumindest teilweise kompensieren wollen, z. B. durch gesteuerten Drucklufteinlass in einen oder mehrere Zylinder (Luft kost' nischt, wiegt auch nicht viel und kann einfach mittels Kompressor verdichtet werden). Der Kompressor wäre zwar wieder ein Nebenaggregat, dafür kann aber - zumindest beim Diesel- die Unterdruckpumpe für den Bremskraftverstärker entfallen.
     
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