Urteil: Schrecken wird bezahlt

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von ?, 10.11.2001.

  1. ?

    ? Guest

    Wer bei einem Unfall mit dem Schrecken davon kommt, kann trotzdem Anspruch auf Schmerzensgeld haben. Das hat das Kölner Amtsgericht entschieden (Az.: 268 C 218/99). Das Gericht verurteilte einen Lastwagenfahrer zur Zahlung von 1.000 Mark (511 Euro) an eine Autofahrerin.

    Der Beklagte habe zwar eine Kollision mit dem Wagen der Klägerin durch ein Ausweichmanöver gegen eine Mauer um Haaresbreite verhindern können, die Frau sei durch den Schrecken dennoch drei Wochen arbeitsunfähig gewesen. Als Opfer eines Fahrfehlers habe sie psychische Folgen davon getragen.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Abductee, 10.11.2001
    Abductee

    Abductee Guest

    3 Wochen Krankenstand und 1000dm SChmerzensgeld?
    da kommt man doch ins Grübeln ob das nicht einige Subjekte ausnutzen um mal schnell an Geld und Urlaub zu kommen
     
  4. ?

    ? Guest

    In Deutschland erhalten Opfer nach Unfällen oft nur ein Almosen als Entschädigung

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    -Ich wär so gerne Millionär ...- In den USA muss dies für Unfallopfer durchaus kein Wunschtraum bleiben. Das Rechtssystem und findige Anwälte machen riesige Schmerzensgelder möglich.
    Und bei uns? Fehlanzeige. Wie in den Staaten bestimmen zwar auch in Deutschland die Gerichte, was ein amputiertes Bein, ein Auge oder ein gebrochener Arm wert ist. Doch gezahlt wird viel weniger.
    Das zeigt auch der neue ADAC-Schmerzensgeldkatalog (129 Mark mit CD-ROM, über: ADAC-Geschäftsstellen, www.adac.de, im Buchhandel). Dazu gibt es eine andere Tendenz: Reiche und Besserverdienende kriegen mehr, so Maximilian Maurer vom ADAC in München.
    Die billige Entschädigung in Geld, etwa für eine verlorene Hand, richtet sich nicht nur nach den physischen und psychischen Schäden, sondern auch dem Lebensstandard des Opfers.
    Muss ein reicher Kaufmann nach dem unverschuldeten Crash sein Geschäft aufgeben, bekommt er mehr als ein einfacher Arbeiter. Das tut dopppelt weh. Aber unsere Richter lernen langsam dazu, erkennen: Je schwerer die Unfallfolgen, umso größer die Not der Opfer und ihrer Familien.
    Deshalb gehen zum Beispiel Geschädigte, die nach kleinen Unfällen das arg strapazierte Halswirbelsyndrom (HWS) geltend machen, vor Gericht inzwischen oft leer aus oder bekommen höchstens 600 Mark. Für ein amputiertes Bein werden dagegen schon mal 120000 Mark Schmerzensgeld zuerkannt.
    Und auch die Versicherungen werden immer häufiger von der Justiz abgestraft. Weil sich die Haftpflicht des Unfallverursachers für die Abwicklung des Schadenfalles drei Jahre Zeit ließ, schlugen die Richter 50000 Mark aufs Schmerzensgeld drauf, als Zeitstrafe sozusagen.
    Doch auch das höchste Schmerzensgeld beendet nicht das Leiden. So sprach das Landgericht München einem Lehrer zwar eine Million Mark Schmerzensgeld zu, doch der 48-Jährige bleibt nach dem unverschuldeten Unfall für immer ein schwerer Pflegefall (LG München, Az. 19 O 86447/00).
     
  5. #4 KleineKampfsau, 10.11.2001
    KleineKampfsau

    KleineKampfsau Forenurgestein

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    Werkstatt/Händler:
    Ich selbst/Autohaus Liebe Eisleben
    Kilometerstand:
    0
    Schon sehr erstaunlich dieses Urteil. Grade in Deutschland sind in letzter Zeit die Zahlungen von Schmerzensgeld rückläufig. So lehnen immer mehr Versicherungen schon die Zahlung eines Schmerzensgeldes für ein Schleudertrauma ab. Meine Netti hat 1998 für eine Beckenstauchung immerhin 800 DM bekommen. Hat auch nicht viel genutzt, weil der Favorit nen Totalschaden hatte
     
  6. AdMan

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