Unterschätzte Gefahr: Alleen - 1/4 der tödlichen Unfälle sind Baumunfälle

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von Mic, 25.05.2004.

  1. Mic

    Mic Guest

    Alleen als unerkanntes Verkehrsrisiko

    Berlin (dpa/gms) - Fragt man Autofahrer, was sie auf Landstraßen als gefährlich einschätzen, werden als erstes enge Kurven genannt. Solche Streckenabschnitte haben 51 Prozent von 1650 Befragten schon einmal als gefährlich erlebt.


    Dies ergab eine Studie des Verkehrstechnischen Instituts der Deutschen Versicherer (VTIV) in Berlin. Auf Rang zwei folgen schmale Straßen (42 Prozent) und Stellen mit Wildwechsel (39 Prozent). Vor Serpentinen, die es nur in bergigen Gegenden gibt, haben noch 23 Prozent aller Autofahrer Respekt. Alleen, in nahezu allen Regionen Deutschlands zu finden, werden dagegen nur von 4 Prozent als Gefahr empfunden - dabei stirbt jährlich rund ein Viertel aller im Straßenverkehr getöteten Menschen bei Baumunfällen.

    Laut Institutsleiter Professor Volker Meewes kamen im Jahr 2002 nach Unfällen mit einem Fahrzeugaufprall auf Bäume 1577 Menschen ums Leben. 9636 Menschen wurden schwer verletzt. Bezogen auf die Schwere der Unfälle stellen Baumunfälle ein weitaus größeres Risiko dar als alle übrigen Landstraßen-typischen Unfallarten: Je 1000 Baumunfälle sterben 91 Menschen. Beim Aufprall auf Leitplanken kommen je 1000 Unfälle 60 Menschen ums Leben, beim Abkommen von der Fahrbahn auf die Wiese sind es nur 32.

    «Natürlich sind die Bäume nicht schuld», sagt Meewes. Rund die Hälfte aller Baumunfälle auf Landstraßen mit Toten ereigne sich, weil die Fahrer die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren. «Das eigentliche Problem ist das Von-der-Straße-Abkommen», bestätigt Maximilian Maurer, Pressesprecher des ADAC in München. Die Gründe dafür seien nicht baumspezifisch: Unaufmerksamkeit, Fahrfehler oder auch Übermüdung, wodurch das Auto von der Fahrbahn gerät, sich nicht mehr abfangen lässt und unkontrolliert gegen die Bäume am Straßenrand schleudert. Was genau den Verlust der Fahrzeugkontrolle bewirkt, lässt sich laut Meewes in vielen Fällen nicht mehr rekonstruieren.

    «Nicht angepasste Geschwindigkeit» - wie es die Polizei nach schweren Baumunfällen häufig knapp vermerkt - dürfte aber eine große Rolle spielen: «Alleeunfälle sind ein Geschwindigkeitsproblem», sagt Rainer Hessel von der Deutschen Verkehrswacht (DVW) in Meckenheim bei Bonn. Auf baumbewachsenen Strecken werde in aller Regel zu schnell gefahren. Der so genannte Tunneleffekt durch die eng stehenden Bäume verleite Autofahrer offenbar dazu. Außerdem werde durch das Gefühl der Enge in den «Röhren» oft der gebotene seitliche Sicherheitsabstand beim Überholen nicht eingehalten. Fahrfehler bei Ausweichmanövern wirkten sich in Alleen umso gravierender aus.

    Warum sich die meisten Autofahrer der Gefahren auf baumgesäumten Strecken nicht bewusst sind, hat nach Einschätzung der Verkehrsexperten vor allem mit ihrer Wahrnehmung zu tun: «Alleen werden meist in erster Linie als schön empfunden», sagt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer. «Schönes schätzt man nicht sofort als gefährlich ein.» DVW-Experte Rainer Hessel rät Autofahrern daher, in Alleen grundsätzlich mit der Geschwindigkeit herunter zu gehen: «Man sollte in Alleen noch einen Tick vorsichtiger fahren als man es sonst tut.»

    Um die eigene Sichtbarkeit gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern zu erhöhen, sollte laut Hessel auf baumbewachsenen Strecken auch am Tag das Fahrlicht eingeschaltet werden. Durch die Schlagschatten, die Bäume bei Sonnenschein auf die Fahrbahn werfen, könnten entgegenkommende Fahrzeuge leicht übersehen werden. Bei Überholmanövern gebe es dadurch immer wieder gefährliche Situationen - oder fatale Frontalzusammenstöße. Mit Fahrlicht könnten Überholer die Entfernung zum Gegenverkehr besser einschätzen.

    Wer es bei der Fahrt durch Alleen etwas langsamer angehen lässt und generell aufmerksamer fährt, bekommt laut ADAC-Sprecher Maurer auch mehr von den meist landschaftlich reizvollen Strecken mit. Verkehrssicherheitsexperte Volker Meewes vom VTIV ist allerdings skeptisch, ob Appelle allein bei Autofahrern fruchten: «Autofahrer sind lernfähig, aber nicht einsichtsfähig», lautet seine Erfahrung.

    Meewes plädiert daher auch für eine striktere Verkehrsüberwachung entlang bekannter unfallkritischer Alleestrecken. Untersuchungen hätten gezeigt, dass sowohl die durchschnittliche Geschwindigkeit als auch die Unfallhäufigkeit an solchen Unfallbrennpunkten drastisch abnehmen, wenn dort «Starenkästen» montiert werden. Eine weitere Alternative sei, gefährliche Steckenabschnitte durch Leitplanken, eine Verbreiterung oder Verlegung der Fahrbahn zu entschärfen. «Man muss entweder das Umfeld der Geschwindigkeit anpassen oder die Geschwindigkeit dem Umfeld», so Meewes.

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  3. #2 seinedudeheit, 25.05.2004
    seinedudeheit

    seinedudeheit Guest

    hmmm - ich erinnere mich an eine diskussion in der NZZ vor ein paar jahren. dort hatten dann zahlreiche leserbriefschreiber gefordert, alle alleen abzuholzen.. ;-)

    aber in der schweiz gibts ja auch eine autofahrerpartei! ;-)

    lg
    bb
     
  4. saVoy

    saVoy
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    Abholzen der Alleebäume ändert am Phänomen Discounfall wenig. Es kracht auch ohne Baum. Natürlich ist das Todesrisiko bei Baumunfällen enorm hoch.
    Geschwindigkeit runter, rigoros blitzen...dann haben beide Seiten, Bäume und Autofahrer, eine Chance zu überleben. Wir Autofahrer müssen uns anpassen, Bäume können nicht weglaufen.

    SaVoy
     
  5. Reiner

    Reiner

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    Ich wurde ja leider nicht gefragt....
    Als gefährlich schätze ich in erster Linie die anderen Verkehrsteilnehmer ein. Ein Baum steht meist am Straßenrand und bleibt auch dort.

    Gruß Reiner
     
  6. #5 TDI-Schrauber, 25.05.2004
    TDI-Schrauber

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    Hallo!

    Interessanterweise gibt es in dichtbewaldeten Landstrichen fast keine derartigen Unfälle.
    Das Problem sind in der Tat die Alleen, mit ihren oft schnurgeraden Verläufen.

    Auch ich vertrete hier die Meinung, dass man nicht dem Baum sondern dem Mensch ans Leder sollte !
    Auch wenn man die Bäume alle fällt, so wird die gefahrene Geschwindigkeit eher noch zunehmen und die Unfälle ähnlich schwer enden.

    BYE
    TDI-Schrauber
     
  7. #6 Knuddelmaus, 25.05.2004
    Knuddelmaus

    Knuddelmaus Guest

    Ich finde auch, das die Bäume nun wirklich nix für können. Alleen sind doch etwas schönes, gerade im Sommer, da spenden die Bäume Schatten.

    Man sollte auf solch gefährdeten Strecken viel mehr Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Die Diskobesucher müssen wissen, das da immer geblitzt :foto: wird, nur das kann sie ausbremsen.
     
  8. #7 Hasi142, 25.05.2004
    Hasi142

    Hasi142 Guest

    Hallo,

    diese Diskussion lief vor einigen Monaten recht heiß hier in der Gegend.
    Auslöser war ein furchtbarer Unfall eines jungen Pärchens, die auf grausamste Weise im Auto verbrannten.
    Freunde und Angehörige machten die Unfallstelle zur Pilgerstätte und fällten dabei auch einen Baum, um Zeichen zu setzen.
    Nunja, die Straße ist berühmt-berüchtigt für schwerste Unfälle. Alleenartig und auch noch mit einer fiesen, schlecht einzuschätzenden Kurve. In deren Ausgang fliegen die dann immer ab...und landen an den Bäumen.
    Sicherlich kann man nicht ohne Weiteres prinziell sagen, alle, an die da mit Kreuzen erinnert wird, sind gnadenlose Raser. Ich denke, es gibt noch genügend andere Gründe, warum man von der Straße abfliegen kann (ich denke da an irgendwelche Viecher oder Sekundenschlaf).
    Fakt ist allerdings, die Bäume können nichts dafür.
    Die werfen sich nicht in Anfällen von Todeswahn vor Auto´s. Und wenns nicht die Bäume sind, die da rumstehen, dann fährt man gegen was Anderes oder kullert über die Felder.
    Ich versteh nur nicht, daß da in unserem Stadtrat auch nur die Möglichkeit in Betracht gezogen wird, eventuell ein paar der Bäume zu fällen.
    Stattdessen werden auf einer übersichtlichen Bundesstraße Blitzer aufgestellt, weil die ja richtig Kohle bringen.
    Meines Erachtens sollten sie die vor genau diese Kurveneingänge stellen...eine stramme 70 reicht zum Überleben.


    Beste Grüße
    die 142
     
  9. Lucky

    Lucky

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    Bei uns war eine ähnliche Diskussion vor ein paar Jahren.
    Auch ich war ein Betroffener, weil ich beim Überholen von einem anderen Auto
    abgedrängt und natürlich vor einem Allebaum landete.

    Ich war gegen die Abholzung hat aber leider nichts genutzt, der gesamte Alleebestand
    auf der Felderseite wurde gefällt. Schade drum, aber anscheinend sind die Verantwortlichen
    halt lieber schneller bei der Axt, statt sich andere Massnahmen auszudenken.

    Michael
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  10. #9 StefanS, 26.05.2004
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    Hallo,

    also ich hab da eine "etwas" andere Meinung zu den Alleen und den Unfällen dort... wird hier bestimmt für heftige Diskussionen sorgen.

    Meiner Meinung nach müßten die Tempolimits in den Alleen aufgehoben werden. Punkt!
    Bevor Ihr mich jetzt zerreißt lest Euch bitte meine Erläuterung durch und denkt auch mal drüber nach.

    Das ganze möchte ich folgendermaßen erklären:

    Durch eine Limitierung der Geschwindigkeit in Alleen kommt es meiner bescheidenen Meinung nach zu einer verstärkten Kolonnenbildung der sich darauf befindlichen Fahrzeuge - Sobald dort einer fährt der sich genau ans Limit hält staut sich hinter diesem Fahrzeug der Verkehr. Das könnt Ihr bestimmt jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit beobachten.

    Dieses "langsame" Fahrzeug nötigt (sag ich jetzt mal so - man könnte auch sagen "es regt an") die nachfolgenden Fahrer schnell und riskant zu überholen. Das ganze passiert auch auf der Autobahn aber da hat man die Möglichkeit den Fahrstreifen zu wechseln und den "Schleicher/Bremser" zu überholen. In einer Allee ist in der Regel nur ein Fahrstreifen in jeder Richtung und dort muß man zwangsläufig auf die Gegenfahrbahn um ein Überholmanöver durchzuführen. Da sich das ganze wegen des Gegenverkehrs teilweise schwierig darstellt muß das Überholen mit viel höheren Differenzgeschwindigkeiten wie auf der Autobahn stattfinden.

    Folge ist das VIEL schneller gefahren werden muß und wegen des Gegenverkehrs ein heftigeres Lenkmanöver nötig ist um wieder rechtzeitig auf der richtigen Spur zu landen. Ich denke dabei verlieren viele - meist unerfahrene - Autofahrer die Kontrolle. Deshalb wohl auch die vielen jungen Diskogänger, die dann am Baum ihr Leben verlieren.

    ...das heißt dann im Polizeibericht und in der Bildzeitung "überhöhte oder nichtangepaßte Geschwindigkeit".

    Dadurch wird eine Verringerung der Geschwindigkeit propagiert und als Folge gibt es Tempolimits bei Unfallschwerpunkten, die dann zwar nicht die Unfallzahlen senken aber den Säckel der Gemeinden füllen, die dann dort mit ihren Lasern und Lichtschranken stehen und fleißig messen...

    Das Ziel dieser Maßnahmen ist somit nur Geldbeschaffung und keine Unfallprävention. Der Staat findet sich damit ab das Unfälle sowieso passieren und nutzt das gleichzeitig als Einnahmequelle.

    Das Ziel sollte aber doch sein Unfälle zu verhindern um den Straßenverkehr sicherer zu machen!

    Ich denke das durch eine Freigabe des Tempos in diesen Bereichen der Verkehr wesentlich entzerrt würde und dadurch weniger Überholmanöver nötig wären. Natürlich wird es immer wieder Menschen geben die meinen noch schneller fahren zu müssen und trotzdem überholen - die lernens aber eh nie (meine Meinung!). Dagegen wird man auch nicht allzuviel tun können.

    So, und nun richtet mich...

    Gruß

    StefanS
     
  11. Tobi

    Tobi

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    Alleen sind eng, und einige sind wie Hasi142 schreibt, auch noch unübersichtlich. Im Herbst liegt oft auch noch feuchtes Laub auf der Straße, was die Bremswirkung auch nicht gerade verbessert.

    Im Hellen gibts dann auch noch komische Lichtverhältnisse, wie in Mics Beitrag beschrieben.

    Deswegen würde ich sagen der Autofahrer, der langsam durch eine Allee zuckelt, hat recht!
    Dewegen sollte man ein Tempolimit einführen. Auch um möglicherweise ungeduldige Autofahrer vor sich selbst zu schützen.

    Alleen gehören abgeholzt. Oder für den Kfz-Verkehr gesperrt. Es gibt für engere Alleen Konzepte, in einigem Abstand eine neue Straße zu bauen und die Allee nur für Land und Forstwirtschaft sowie Fußgänger und Radfahrer zu lassen. Das sollte man mit den schönsten Alleestrecken machen. Da wo es nicht so einfach geht, müßte man einfach besser die Strecke sichern. Ich denke da z.B. an einen Boardstein am Straßenrand als Überfahrschutz mit davor gelegenem geriffelten Rand, daß man am Rattern gleich merkt wenn man von der Straße abkomt. Und ein doppeltes Band zweier paralleler Leitplanken statt nur einer über die gesamte Alleestrecke...

    Eine Straße wie auf Mics Foto ist jedenfalls echt gefährlich.
     
  12. saVoy

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    Wenn das Tempolimit in Alleen aufgehoben wird, ändert es aber auch nicht viel. Es wird eben auch überholt, wenn man mit 100 fährt.
    In Alleen ist Tempo 100 zu riskant, eben weil es keine Auslaufzone gibt.
    Durchgehende Linie, Ü-Verbot und gut. Ein bisschen langsamer tut uns allen gut.
     
  13. #12 Knuddelmaus, 26.05.2004
    Knuddelmaus

    Knuddelmaus Guest

    Ich bin auch nicht dafür das Tempolimit aufzuheben. Das bringt gar nichts. Hab schon oft selbst erlebt, das man mit mehr als 100 bedrängt wird. Da hört einfach der Spass auf! :stinkig:

    Ich fahr bestimmt nicht langsam, wenn es die Situation erlaubt fahr ich auch schneller als erlaubt. Aber man sollte schon wissen, wo man es kann und wo nicht. Auf solch Alleen, wie hier im Thema erwähnt pass ich schon auf, man muss ja auch mit der Dummheit anderer rechnen.
    Leider müssen ja oft genug Unschuldige dran glauben. :fluch:

    Ich bin auch noch dafür dass vor den Discos (gerade die auf dem Lande) Alkoholkontrollen stattfinden. :polizei: Oft ist es doch so, da sich die jungen Discogänger sagen "Ich kenn mich ja hier aus, hier wird sowieso nicht kontrolliert.".
     
  14. Mic

    Mic Guest

    Ich denke man darf das nicht pauschalisieren, jede Straße ist anders und es muß dementsprechend entschieden werden.

    Mal ein Beispiel aus Bochum, wir haben hier eine Allee (Königsallee heisst sie halt *gg*), diese beginnt halt direkt in der City mit Tempo 50, dann folgt ein kurzes Stück das über die Stadtautobahn führt (hier ohne Bäume) mit 60 und anschließend ein Stück 2 spurig in jede Richtung mit breiter Mittelinsel und Bäumen auf der Insel als auch an den Straßenrändern mit 70 km/h.

    Auf dem 70er Stück gibt es einige langgezogene Kurven und gerade hier gibt es immer wieder tödliche Unfälle.
    Die Unfälle gibt es aber nicht weil dort jemand die 70 km/h einhält oder weil schlecht überholt werden kann. Sondern sie geschahen fast immer während der Morgen- oder Abenddämmerung und bis auf einen Unfall handelte es sich um ortskundige Fahrer, sprich solche die dieses Strecke jeden Tag befuhren.
    Auffällig war hier auch das es sich bei allen Unfällen um männliche Fahrer handelte die alle unter 25 Jahre alt waren. Nur in einem Falle waren Xtasy und Alkohol im Spiel (Diskounfall), alle anderen Fahrer waren nüchtern.
    Der Spitzenreiter hatte laut Gutachten 160 km/h auf dem Tacho anstatt der erlaubten 70. Das war der wohl heftigste Unfall auf dieser Straße, das Auto war nur noch Blechschrott und vom Fahrer war kaum etwas übrig, ausser Fleischklumpen ohne irgendwelche Textilien, aber schon seit 3 Jahren stehen an dieser Unfallstelle ständig frische Blumen .......
     
  15. #14 nick name, 26.05.2004
    nick name

    nick name Guest

    man könnte ja auch mal darüber nachdenken, leitplanken zu setzen, anstatt bäume abzuholzen. aber das wird ja meistens mit dem totschlagargument 'wer soll das denn zahlen?' abgebügelt
     
  16. #15 Scanner, 26.05.2004
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    Es gibt ja nicht nur "Baumunfälle" in Alleen.
    Auch in unerer Gegend gibt es mehrere Stellen,
    an denen Autofahrten tötlich am Baum endeten.

    In kurvenreichen Strecken stehen oft die Bäume
    genau im Scheitel der Kurven, und das auch noch
    ausgerechnet an der Außenseite der Kurve.
    Früher mag das mal seinen Sinn als Orientierungshilfe
    für Fuhrwerke o.ä. gehabt haben. Zumnindest
    seit es (schnelle) Autos gibt, sind diese Bäume eher
    ein Hindernis (als ob sie die angrenzenden Felder
    vor den abfliegenden Autos schützen wollten) :achtungironie:

    So ist auch immer wieder zu beobachen, dass
    Landschaftspfleger neue Bäumchen am Straßenrand seten;
    Und das auch wieder ausgerechnet in Kurven an den Außenseiten.
    Wäre es denn nicht sinnvoller, die neuen Bäumchen an
    den Innenseiten (also nur auf der anderen Straßenseite)
    zu pflanzen, und schon sind sie für abfluggefähretes
    Fahrzeuggenossen schon kein so dickes Problem mehr.

    Ich hab mir schon oft gedacht, ich müsste das mal den
    pflanzenden Herrschaften verklickern, aber die können
    ja auch nix dafür, denn der "Befehl" dazu kommt ja von
    den Schreibtischtätern, die von ... ähm ... keine Ahnung haben.

    Heinz
     
  17. #16 StefanS, 27.05.2004
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    Hallo,

    @Scanner:

    Wenn man die Bäumchen auf der anderen Seite der Kurve pflanzt stehen sie doch im Scheitelpunkt von der anderen Richtung aus gesehen, oder?

    Gruß

    StefanS
     
  18. #17 Scanner, 27.05.2004
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    Die Kurveninnenseite ist sowohl von der einen, als auch als von der anderen Seite die Innenseite.

    Heinz
     
  19. Reiner

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    Die Bäume in den Kurvenaussenseiten zu entfernen, kommt mir irgendwie vor, wie das Schaffen von Auslaufzonen beim Formel 1.
    Als nächstes kommt dann wahrscheinlich die Forderung nach einem Kiesbett, und anschließend müssen Fahrer einen Helm tragen und Vierpunktgurte. Ja, und ein Überrollbügel wäre auch nicht schlecht. :müll:

    Ich bin der Meinung, nicht immer muß die Straße den "Renn"-Fahrern bestmöglich angepasst werden, sondern die Fahrer sollten sich den Gegebenheiten anpassen. (steht ja auch so in der StVO)

    Gruß Reiner

    PS: Das war kein Plädoyer für Schlaglöcher :oops:
     
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  21. fenris

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    Wenn die Bäume innen stehen, wohin soll man dann noch ausweichen wenn einem der Gegenverkehr auf der eigenen Spur entgegen kommt?:achtungironie:

    Nach 6 Jahren mit 130 km am Tag Arbeitsweg, bin ich der Meinung das nichts anderes solche Probleme beheben kann, als ständige Kontrollen und die Aussicht auf harte Strafen (mal abgesehen von Vernunft, aber die Hoffnung darauf habe ich aufgegeben). Ob die Unfälle in Alleen oder auf Strecken mit unübersichtlichen Kurven passieren, ist egal. Schuld ist fast immer ein Fehlverhalten eines Autofahrers.

    Bei uns gibt es ein Stück 2-spurig ausgebaute Bundesstraße (nach vielen Kilometern ohne wirkliche Überholmöglichkeit) auf dem vor allem bei Nässe ständig Unfälle passiert sind. Vor 2 Jahren wurde die Geschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt und ein Jahr lang sehr oft geblitzt. Für lange Zeit gab es keinen Unfall auf dieser Strecke. Seit einem Jahr wird nun nicht mehr geblitzt und es ist inzwischen wieder normal das man bedrängt wird, wenn man einen Lkw "nur" mit 90 km/h überholt. Dabei ist das ausgebaute Stück nur so kurz, dass man an der ersten Ampel in der Stadt höchstens 2 Autos weiter vorne steht. Jede Woche fehlt irgendwo anders ein Begrenzungspfosten und ich kann mich an mindestens 2 Vollsperrungen im letzten Jahr wegen Unfällen erinnern.

    Zur Zeit sind die ersten 100 m der linken Spur zur Linksabbiegerspur für eine Autobahnbaustelle umfunktioniert. Nach allem was ich da schon erleben durfte, kann es nicht mehr lange dauern und das der erste unterm Lkw hängt.
     
  22. #20 StefanS, 27.05.2004
    StefanS

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    @Scanner:

    Hast recht - war wohl ein Denkfehler! Sch.... Alko... äh... wasauchimmer :hammer:

    Gruß

    StefanS
     
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