Unfall: Versicherung muß Kosten der Vertragswerkstatt zugrunde legen

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Wird ein Unfallschaden am Auto auf Basis eines Gutachtens berechnet, müssen die Kostensätze einer Vertragswerkstatt zu Grunde gelegt werden. Darauf macht die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) in Berlin aufmerksam und beruft sich dabei auf ein Urteil des Landgerichtes Kassel (Az.: 1 S 657/00). Diese Regelung gelte auch, wenn der Besitzer den Wagen nach dem Unfall nicht reparieren lasse, sondern ihn verkaufen wolle.

In dem Fall ging es um einen bei einem Unfall beschädigten 18 Monate alten Pkw. Der Besitzer hatte sich entschieden, das Fahrzeug unrepariert zu verkaufen. Dagegen hatte auch die Versicherung nichts, wollte jedoch lediglich den geringeren Reparatursatz zahlen, der dem Fahrzeughalter in einer freien Werkstatt entstanden wäre. Das Gericht gab dem Autobesitzer Recht und billigte ihm den ursprünglichen Reparatursatz zu, denn ihm stehe die freie Wahl zwischen Geldersatz und Reparatur zu.

Zum anderen habe der Kläger auch nicht gegen die Schadenminderungspflicht verstoßen, weil der Kostenunterschied zwischen freier und Vertragswerkstatt lediglich 7,3 Prozent betragen habe. Zudem könne man bei einem 18 Monate altem Auto nicht erwarten, dass sich der Geschädigte mit einer Werkstatt zufrieden gebe, die nicht auf seinen Fahrzeugtyp spezialisiert sei.

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