Turbo Kaltfahren

Diskutiere Turbo Kaltfahren im Skoda Octavia I Forum Forum im Bereich Skoda Forum; HI habe in den foren was gelesen vom kaltfahren des motors aber keiner schrieb wie man es richtig machen sollte und wie ist es mit dem einfahren...
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muc

Guest
Naja, Kaltfahren ist wohl übertrieben... um den Turbo und den Motor zu schonen sollte man halt nie den Motor nach Vollast sofort (z.B. nach Vollgasetappe auf der BAB an der Raststätte/Tanke anhalten) abstellen. Die modernen Motoren halten sowas i.A. zwar aus, aber provzieren muß mans ja nicht... lieber erst mal ein Stück "normal" fahren bzw. den Motor noch etwas im Leerlauf laufen lassen.

"Ganz gut" ist natürlich vor dem Abstellen nochmal einen Gasstoß zu geben, damit der Turbo noch ordentlich nachläuft (ohne Schmierung). Auch sowas solls geben... ;-)
 

Titzi

Guest
hallo heiner200,

kaltfahren des Motors/Turbos, wenn man dem Motor die Sporen gegeben hat (die Gänge ordentlich ausgereitzt hat, über einen längeren Zeitraum/Strecke) :fahren: . Sollte man den Motor kalt fahren, d.h. hohe Drehzahlen vermeiden, und den Motor wenn man nicht genug km gefahren ist, 2 bis 5 min den Motor im Stand laufen lassen, bevor man den Motor abstellt, um ein Wärmestau zu vermeiden, der kann den Motor, Kühlkreislauf oder den Turbo schädigen... deswegen soll man den Motor kaltfahren!

All Zeit Gute Fahrt
Titzi


P.S.: 96kw TDI einfahren, wie jeden anderen Motor auch, wärend der ersten 1000/1200 km hohe Drehzahlen vermeiden/voll Last vermeiden und dann langsam die Drehzahl steigern und auf Volllast hin steigern. Anhänger: wärend den ersten 1000km wenn möglich auch Anhängerbetrieb vermeiden
Das ist zwar keine 100% Anleitung, und jeder macht es auch ein wenig anders...
 

octaviadriver

Guest
... also 2 bis 5 minuten ist wohl übertrieben. kannste wohl nicht vor der garage stehen und den wagen noch 5 minuten laufen lassen... :achtungironie:

im handbuch steht glaub ich was von 30 sekunden.

gruss
 

Marian

Guest
Ich möchte mal das Gegenteilige Phänomen ansprechen : Ich bilde mir ein, folgendes festgestellt zu haben : Wenn ich beim meinem TDI voll auf's Gas trete, dann dauert es einen Augenblick, bis sich richtig Schub aufbaut. Wenn ich dagegen nur einmal ganz kurz drauftrete (maximal eine halbe Sekunde), dann ganz kurz ganz vom Gas gehe (maaaaximal eine viertel Sekunde, also wirklich nur den Fuss hoch und sofort wieder drauf) und dann augenblicklich wieder Vollgas gebe, dann geht es viel vehementer zur Sache. Woran liegt das ? Bilde ich mir das ein ? Oder bringe ich mit dem kurzen Gasstoss den Turbolader in Schwung, so dass der Motor dann sofort zupacken kann ? Sinnlose Fragen, die mich bewegen.
 

digidoctor

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vor einem geplanten überholvorgang lasse ich den motor schon hochtourig laufen. bilde mir ein, dass der ladedruck dann höher ist, als wenn ich einfach runterschalte und trete.
 

jan78

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Hallo allerseits,

ich wollte mal etwas Kontroverse in die Diskussion bringen... Ein Freund von mir studiert Physik und hat mir neulich von Untersuchungen zum Thema "Motor einfahren" erzählt. Demzufolge ist es günstiger, von Anfang an "Vollgas" zu fahren um den Abrieb an der Mechanik der so oder so erfolgt zu beschleunigen und so schneller einen besseren Betrieb des Motors/Getriebes etc. zu ermöglichen. Die Abnutzungserscheinungen treten danach dann eher langsamer auf, das Material hält länger als bei "sanftem" Einfahren. Naja, wer weiß warum es trotzdem von allen(?) Autoherstellern empfohlen wird...

Zum Thema Kaltfahren - ich fahre auch etwas langsamer auf der BAB bevor ich parke oder tanke, laufen lassen mache ich nicht.

Gruß,
jan78
 

Benni

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Jan, hier gehts aber nicht ums einfahren sondern darum den Turbo bei ner langen vollgastour ausdrehen zu lassen und nicht gleich den Motor abzustellen.

Wenn man das nicht beachtet kann die schmierung an der laderwelle abbrechen. Was dann passiert wenn der lader noch mit 100.000upm dreht kann sich sicher jeder ausmalen.

Benni
 

R2D2

Guest
Original von Benni
Jan, hier gehts aber nicht ums einfahren sondern darum den Turbo bei ner langen vollgastour ausdrehen zu lassen und nicht gleich den Motor abzustellen.
Net ganz richtig... es wurde auch nach dem Einfahren gefragt. ;-)

Zum "Kaltfahren": auf der BAB sollte es locker reichen, wenn man die Kiste einfach in die Ausfahrt/Parkplatz "ausrollen" läßt, großartiges Nachlaufen lassen brauchts heutzutage wirklich nicht mehr.

Zum Einfahren: Da scheiden sich die Geister; Fakt ist m.E., daß es das heute nicht mehr braucht. Schaden tuts aber nicht, wobei ich das "klassische" Einfahren bevorzuge...
 

sgtm.rubin

Guest
Hallo Jungs,

Ich fahre seit ein paar Jahren Turbos (gechipt und ungechipt) und die Regeln sind eigentlich ganz einfach:

1) Bei kaltem Motor nicht über 3000 U/min gehen und das Gaspedal nicht voll belasten.

2) Nach zirka 15 bis 20 km ist die ganze Maschine warm (Wasser / Öltemperatur sind auf Betriebstemperatur nach dieser Distanz), dann kann man schon mal in die Gänge reinhauen.

3) Bevor der Motor abgestellt wird, sollte man zirka 60 Sekunden der Motor im Leerlauf laufen lassen. Dies kühlt den Turbo und schmiert den ganzen Motor. Diese Regel ist vorallem wichtig bei gechipten Turbofahrzeuge.

So, schöne Grüsse aus der Schweiz:headbang:
 

TDI-Schrauber

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Original von jan78
Ein Freund von mir studiert Physik und hat mir neulich von Untersuchungen zum Thema "Motor einfahren" erzählt. Demzufolge ist es günstiger, von Anfang an "Vollgas" zu fahren um den Abrieb an der Mechanik der so oder so erfolgt zu beschleunigen und so schneller einen besseren Betrieb des Motors/Getriebes etc. zu ermöglichen. Die Abnutzungserscheinungen treten danach dann eher langsamer auf, das Material hält länger als bei "sanftem" Einfahren.

Hallo!

Diese These wiederlegen alle unsere Flottenfahrzeuge. Die allerwenigsten davon werden im Neuzustand ordentlich eingefahren. Aber genau diese wenigen Fahrzeuge haben den geringsten Ölverbrauch und die längste Standzeit, obwohl auch sie nach der Einfahrzeit und nach Warmfahren "ordentlich" bewegt werden.

BYE
TDI-Schrauber
 

Drachier

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Hallo heiner200,
hab jetzt 15.000km auf meinem kleinen Sparbrenner, hab Ihn (Winterauto) immer ganz sanft warm gefahren.
Anfänglich solltest Du öfter nach dem Ölstand sehen, meiner brauchte nach den ersten schnellen Autobahnetappen etwas Öl.
Bisher 0,75L.
Generell sollte man den Ölstand lieber im oberen Bereich lassen, denn wenn ein Teil sooo hoch dreht wie Benni es beschrieb, dann gibts nichts wichtigeres als genügend sauberes Öl!!!
Das mit dem Turbo kaltfahren sehe ich genau so wie die meissten anderen, 1-2km vor der Abfahrt auf 160 od. 140km/h runter gehen, im großen Gang rausfahren und damit hat sichs.
Drchier :zwinker:
 

Harald1

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Original von heiner200
HI
habe in den foren was gelesen vom kaltfahren des motors aber keiner schrieb wie man es richtig machen sollte und wie ist es mit dem einfahren eines neuen diesel (96kw tdi pd)weiß einer rat???:verwirrt:


Hi!

Mein Skoda hat zwar keinen Lader, aber ich fahre und repariere seit über 20 Jahren VW Turbodieselmotoren.

Es ist für eine lange Lebensdauer des Laders sinnvoll, wenn man den motor nicht unmittelbar nach Autobahnfahrten abstellt, sondern einige Minuten nachlaufen läßt.
In der Regel reicht etwa eine Minute aus, wenn man mit dem Wohnwagen oder einem größeren Anhänger unterwegs ist, können es ruhig drei Minuten sein.

Dabei kühlt einerseits das Motoröl selbst ab, andererseits - und das ist wichtig - wird die heiße Welle im Turbolader weiterhin geschmiert und dadurch abgekühlt.
Stellt man den Motor sofort ab, so kann sich unter ungünstigen thermischen Verhältnissen Ölkohle auf der Welle bilden.
In seltenen Extremfällen kann dadurch im Laufe der Zeit der Lader steckenbleiben.
In der Praxis kommen diese Schäden häufig vor und ein Austauschlader ist mit Preisen ab 500 Euro eine kostspielige Angelegenheit.
Wer schon mal beim Ausbau die vergammelten Schrauben am Stehbolzen des Turbo öffnen mußte, weiß wie nervig diese Arbeit ist.
Bei guter Behandlung hält der Lader nahezu ewig.
Ich habe es bisher noch nicht geschafft einen Turbo in meinen Fahrzeugen umzubringen.

Zusätzlich wird das Ladergehäuse durch die Frischluft ebenfalls abgekühlt.
Im Ladergehäuse herrschen im Extremfall Temperaturen bis zur Rotglut.
Das wird zwar in der Praxis eher die Ausnahme sein, aber im Versuch wird das provoziert.
Ich habe auch Zugang in die Versuchsabteilung und hier wurde der Octi 4x4 entwickelt.
Da gibt es ein genaues Profil welche Straßenabschnitte mit welcher Last, Tempo und Zuladung (Hänger) bewältigt werden müssen um den Motor ans Limit zu fahren.

In einigen VAG Fahrzeugen wie beispielsweise VW Bus T3 (der eckige von 1979-1992), Audi 100 und eingen Modellen mit VR 6 Motor, ist ab Werk ein zusätzliches Kühlgebläse für den Turbolader vorhanden.
Dieses wird mittels Temperaturschalter angesteuert und kühlt bei Hitzestau und Kühlmitteltempertauren über 104 bzw. 107° mittels Luftrohren punktgenau den Turbolader.
Beim Audi 200 turbo zusätzlich auch die Einspritzdüsen.
Die Entwickler haben sich dabei sicher etwas gedacht...


Also ganz nach dem Motto, *...wenns nicht hilft, so schadet es nicht...* ;-


Schöne Grüße

Harald
 
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Daniel aus'm Volkstreff

Guest
@Harald1

Vieles von dem was Du schreibst mag sein, aber das ein VR6 einen Turbo hat, ist mir neu.
Auch das es zusätzliche Gebläse für die Turbos in Audi 100/200 oder gar gekühlte Einspritzdüsen im Audi 200 gibt wäre mir neu. Hab nichts derart gesehen, als wir den Audi 200-Motor ins Audi Coupe gepflanzt haben.

Hier mal richtig:

Der Audi 200 hat einen richtigen Ölkühler.

Ab dem 2.0L - Vierzylinder (auch 1.8T) hat VW einen Öl/Wasser Wärmetauscher verbaut, der einmal das Öl schneller auf Temperatur bringt, andererseits aber auch kühlt.
Zusätzlich haben einige Motoren (u.a 2.8 V6 - Superb) eine zusätzliche eklektrische Kühlmittelpumpe, die bei Bedarf auch bei stehendem Motor arbeitet.

Für die Masse der Leute kann ganz klar der Grundsatz gelten: Vergesst den Turbo einfach - fahrt. Denn wie schon öfter angesprochen genügt die Fahrt von der Autobahn nach hause, um das Öl und den Turbo abzukühlen. Und wer den Motor tunt, wird einmal einen Ölkühler verbauen und ausserdem den Turbo auch kaltfahren.

Gruß

Daniel
 

Harald1

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Original von Daniel aus'm Volkstreff

... aber das ein VR6 einen Turbo hat, ist mir neu.
Auch das es zusätzliche Gebläse für die Turbos in Audi 100/200 oder gar gekühlte Einspritzdüsen im Audi 200 gibt wäre mir neu.

Hallo Daniel!

Sorry, hab zu schnell geschrieben ohne zu denken.

Klar, der VR 6 hat keinen Turbo. Er hat wie auch die Audi nur die Einspritzdüsenkühlung und die Nachlaufpumpe für das Kühlmittel.
Ich hab das verwechselt, weil im Audi das selbe Gebläse wie im Bus eingesetzt ist...

Die Turboladerkühlung hat nur der VW Bus T3.


Die Einspritzdüsenkühlung im Audi und in den VR6 sieht so aus, das Bild ist aus dem Online Ersatzteilkatalog von VW:

Hier die Einspritzdüsenkühlung:
VAG01C16.gif



Hier die Kühlung des Aggregatelagers:
VAG0084D.gif



Und hier die Turboladerkühlung im JX (Turbodiesel) Motor im VW Bus T3 syncro:
VAG01B7B.gif



Schöne Grüße

Harald
 
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