Totalschaden was gibt es an Geld noch?

Diskutiere Totalschaden was gibt es an Geld noch? im Skoda Superb III Forum Forum im Bereich Skoda Forum; Hallo ich hab mal eine Frage, mein Freund hat sich vor 3 Jahren ein Neuwagen gekauft. Jetzt ist das Auto drei Jahre alt und 100.000 km drauf...

andreashand

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Hallo ich hab mal eine Frage, mein Freund hat sich vor 3 Jahren ein Neuwagen gekauft.
Jetzt ist das Auto drei Jahre alt und 100.000 km drauf, Jetzt ist ihm einer reingerannt, also er trägt keine Schuld und das Auto ist Totalschaden.
Was bekommt er jetzt von der Versicherung?
Wie verhält sich das?
 
irixfan

irixfan

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Wenn die gegenrische Versicherung den Schadensfall übernimmt, wird ein Gutachter den Restwert des Fahrzeugs ermitteln und die Versicherung wird diesen abzüglich der MwSt. an den Geschädigten auszahlen. So wäre das Standardverfahren. Wieviel dabei rumkommt, könnte man bei Schwacke oder ähnlichen Firmen mal prüfen. Das wäre aber nur ein Anhaltspunkt, da in die Restwertermittlung einige subjektive Faktoren einfließen, die vom Gutachter abhängen.
 
Alfred_ML

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Auch wenn ich kein Freund von Rechtsstreitigkeiten bin, würde ich in dem Fall heutzutage immer einen Anwalt für Verkehrsrecht bemühen. Gegnerische Versicherungen neigen gern dazu, den Schaden zu ihren Gunsten kleinzurechnen.
 

andi62

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würde ich in dem Fall heutzutage immer einen Anwalt

Ich sehe das wie @Alfred_ML. In vielen Fällen ist es weder sinnvoll noch notwendig einen Anwalt einzuschalten. Hier, wo es um die Frage des Restwertes, vermutlich auf Basis des Zeitwertes geht, würde ich mich beraten lassen.

Wichtig: Der Geschädigte ist m.W. bei der Wahl des Gutachters frei. Er muss also nicht einen evtl. von der Versicherung beauftragten Gutachter akzeptieren.
Aber bevor ich hier nun etwas Halbgares oder gar Falsches von mir gebe... - in diesem Fall wirklich jemanden befragen, der sich damit im Detail auskennt.
 

Tii

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Ich seh das anders. Gibt genug Anwälte, die nur flachpfeifen sind und so Kohle scheffeln.
Erstmal selbst einen Gutachter bestellen. Falls dort Besonderheiten fehlen, korrigieren lassen, bevor es zur Versicherung geht. Wenn diese dann nicht oder gekürzt zahlen einmal schriftlich auffordern mit Frist und nach dieser den Anwalt einschalten.
Dadurch hat man keinerlei Nachteil und gleichzeitig ist man der Schadensminderungspflich nachgekommen.
 

andi62

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Grundsätzlich bin ich Deiner Meinung - wie oben geschrieben. Aber in einem Fall, in dem es um die Frage Totalschaden, Restwert usw. geht, ist die Situation komplexer.

Flachpfeiffen gibt es in jedem Beruf. Danach dürfte ich keinen Klempner bestellen, keinen Anwalt aufsuchen, was auch immer. Das kann nicht das Argument sein.

Schadensminderungspflicht bedeutet nicht auf seine Rechte zu verzichten und schon gar nicht, dass man keinen Anwalt einschalten darf.
 

andreashand

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Das Auto hat einen technischen Totalschaden.
Auto hat vor drei Jahren 35.000 gekostet,
3Jahre alt 100000 km,
Was könnte man da von der Versicherung maximal bekommen?
 

andi62

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Das kann Dir keiner auch nur halbwegs seriös sagen. Jede Zahl, die hier in den Raum geworfen werden könnte, ist eine vorwissensfreie Vermutung.

Das hängt von zahlreichen Faktoren ab, die vom jeweiligen Auto und den Rahmenbedingungen abhängen.
 
bjmawe

bjmawe

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Was könnte man da von der Versicherung maximal bekommen?
7,83€ :thumbsup:

So. und nun Spaß bei Seite.
Ich würde, wie auch hier schon teilweise geschrieben, einen Anwalt nehmen und diesen alles Weitere klären lassen. Alternativ kennst Du jemanden in einem Autohaus, der eine recht hohe Ankufsumme für dein Fahrzeug zahlt und du reichst es weiter an die Versicherung. Ich persönlich würde es jedoch beim ersten Teil meines Hinweises belassen.
 
ungarnjoker

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Normalerweise ist es so, dass man den Wiederbeschaffungswert abzgl. Restwert bekommt. So war es jedenfalls bei mir. Das Schrottauto ist dann Deins und Du kannst es verwerten. Manchmal bekommt man dann beim Verkauf an einen Verwerter sogar noch etwas mehr, als den ermittelten Restwert.

Beim Wiederbeschaffungswert versuchen Versicherungen natürlich zu tricksen und diesen kleinzurechnen. Da hilft es, wenn man einen Anwalt hat und auch eigene Ermittlungen, z.B. in Gebrauchtwagenportalen, anstelltund mindestens 3 vergleichbare Fahrzeuge nennt (Screenshots machen und ausdrucken). Notfalls kann man auch einen eigenen Gutachter beauftragen. Den und Deinen Anwalt muss die gegnerische Versicherung zahlen.
 

erwins

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Da das ein normales Auto ist welches über kein Wertgutachten verfügt wird es kompliziert und man bekommet da oft weniger als man sich selber erwartet
 

andi62

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Wir kommen doch bei diesem Thema aufgrund der Komplexität letztlich immer wieder an eine Stelle: Anwaltliche Unterstützung holen, um zu wissen,

a) welche Ansprüche bestehen,
b) wie man formal korrekt und interessenswahrend vorgeht, und
c) wie sich die Ansprüche -pragmatisch - durchsetzen lassen.

Alles weitere würde hier nur noch spekulativ.
 
jens.f

jens.f

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Was könnte man da von der Versicherung maximal bekommen?

Das, was ein vergleichbares Auto momentan auf dem Markt kostet.
Ich würde also erstmal zur Orientierung in den Portalen oder bei Händlern nach vergleichsbaren Autos schauen (also ähnliches Alter, km-Leistung und Ausstattung).
Das sollte ungefähr die Basis sein.

Man darf nicht vergessen: Der Sinn des ganzen ist ja, das der Geschädigte nachher ungefähr genauso darsteht, als wäre der Unfall nicht passiert - nicht schlechter, aber auch nicht besser.
 
mrIllo

mrIllo

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Ich habe diesbezüglich schon ein bisschen Erfahrungen sammeln können. "Wirtschaftlicher Totalschaden" ist das Lieblingswort aller Versicherungen, das sagen sie schon, bevor sie dich grüßen. Wer rechtschutzversichert ist, braucht auch gar nicht nachdenken: Anwalt ist hier immer inkludiert, dh. warum etwas selbst erledigen, was ein Anwalt garantiert besser kann.

Ansonsten kommt es sehr auf den Schaden an. Bei knapperen Geschichten kann man oft ablösen lassen und dann in einer freien Werkstätte zu normalen Preisen reparieren.

Wer geleast hat und vielleicht sogar Leasing und Versicherung aus derselben Hand, hat oft doppelt Pech. Erstens weil man das wenig selbst entscheiden kann und zweitens wenn der Zeitwert (=also das was ersetzt wird) unter dem aushaftenden Leasing-Restwert ist - dann heißt es nachzahlen für nix. Da zahlt sich dann gegebenenfalls sogar eine Reparatur aus, um den Vertrag nicht abwickeln zu müssen.

Wovon wir reden? Beispiel: Alhambra, 1,5 Jahre alt, Neupreis Liste 52.000,- Reparaturbetrag brutto 12.000,- => Gutachter: "knappe Geschichte". Mein Anwalt kurz: "na das werden wir noch sehen". Wurde dann "natürlich" repariert und Auto war wie neu.
 
sighi78

sighi78

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Kann dir sagen wie ich es gehandhabt habe vor 2 Jahre als mein GTD unverschuldet ein Totalschaden hatte:
Auto 11 Monate und 30 Tage jung, Schaden 45200 Euro.
Neuwagenpreis: 44300.-
Hab ein Gutachter beauftragt, selber.
Gutachten einem Anwalt meiner Wahl(hatte Empfehlungen aus der Bekanntschaft), übergeben.
Der hat dann alles geltend gemacht, inkl meiner teuren Jacke die Brandmarken hatte vom Gurt.
Gekriegt hatte ich damals: 26800.- plus den ganzen Ausgleich.
Für mich, riesen minus Geschäft.

Hoffe es hilft dir und du kannst ohne große Verluste da rauskommen.

Der Wagen wurde dann verkauft an einen Verwerter der den nach Polen geschickt hat und repariert hatte.
Konnte den über die App verfolgen bis der in D wieder verkauft wurde.
 
katalog49

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Da es sich um einen Neuwagen bei Anschaffung handelt, würde ich erst einmal, falls eine Vollkaskoversicherung besteht, in die AKB schauen, ob der Versicherer seinerzeit bei Totalschaden eine Neuwertenschädigung innerhalb der ersten 4 Jahre includiert hatte. Dann würde ich die gesamte Schadenregulierung dem Kaskoversicherer überlassen und beim gegnerischen Versicherer nur die Zusatzkosten (Nutzungsausfall, etc.) geltend machen.
 
ungarnjoker

ungarnjoker

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Mal zu meinem Fall:

20180918_183229.jpg


So sah mein Superb 3T nach dem Crash aus. Mir ist hier in Ungarn ein Ungar ungebremst hinten rein gekracht. Der Gutachter (DEKRA) der gegnerischen Versicherung (K+H) hat einen wirtschaftlichen Totalschaden festgestellt. Die Versicherung hat dann den Wiederbeschaffungswert auf 11.900,- EUR festgesetzt. Meine Ermittlungen im Netz bei verschiedenen Portalen ergaben jedoch mindestens 19.500,- EUR, wobei deren Kilometerleistung, bei sonst ähnlicher Ausstattung, beim mindestens Doppelten meines Autos lag. Mein Auto hatte echte 42.000 km auf dem Tacho und wenn man für je 10.000 km mehr rund 1.000,- EUR Mehr- bzw. Minderwert ansetzt, bin ich mit einer Forderung von 19.500,- EUR noch recht gnädig mit der gegnerischen Versicherung. Das Geld wollte ich auf jeden Fall haben. Leider hat sich die Versicherung nicht darauf eingelassen und blieb stur bei ihren eigenen Zahlen. Als Restwert hatten sie 5.400,- EUR angesetzt, die sie auch prompt von ihrer Zahlung abgezogen haben. Gezahlt haben sie also nur 6.500,- EUR. Ich habe auch versucht, einen Anwalt einzuschalten. Der hat sich den Fall angesehen und meinte, dass wir da keine Chance haben und das in Ungarn nunmal so ist. Naja, was soll man machen, aber da kam ich auf die Idee, meine eigene Vollkasko mit einzubinden. Die tritt schließlich auch ein, wenn der Unfallgegner nicht oder nicht ausreichend versichert ist. Ende vom Lied: Ich bekam von meiner Versicherung auch nochmal 6.300,- EUR und das Auto habe ich noch für 5.700,- EUR an einen Händler aus Deutschland verkauft. Somit habe ich wenigsten noch insgesamt 18.500,- EUR bekommen, also 1.000,- EUR Verlust gemacht, wenn man den tatsächlichen Wiederbeschaffungswert mal unbeachtet lässt.

In Deutschland würde so ein Fall sicher besser ablaufen.
 

andreashand

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Es geht ja darum eigentlich macht man ja nur Verluste, Man kauft ein neues Auto und 3 Jahre später bist du unverschuldet und bekommst kein Geld mehr und kannst schauen was dir jetzt kaufst…
 
Alfred_ML

Alfred_ML

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Wirklich übel. Solange die Versicherungen da nicht gezwungen werden, dem Geschädigten mindestens ein Fahrzeug zu dem von ihnen "ermittelten" Restwert nachzuweisen, wird sich an dieser Masche auch nichts ändern. Da hätte die EU-Komission im Sinne von EU-weitem Verbraucherschutz mal was wirklich Vernünftiges zu tun...
 
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Aus eigener Erfahrung kann ich immer nur empfehlen, sich einen unabhängigen Gutachter zu nehmen.

Leider ist es mir bei meinem letzten Fahrzeug ähnlich ergangen, wie bei @ungarnjoker. In meinen Fall ohne Vollkasko. Man setzt auf jeden Fall immer zu.
 
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