Testbericht: Skoda Fabia 1,9 TDI Combi

Dieses Thema im Forum "Skoda Fabia I Forum" wurde erstellt von ?, 28.11.2002.

  1. ?

    ? Guest

    Testbericht: Skoda Fabia 1,9 TDI Combi

    Noch vor zehn Jahren war es besonders für deutsche Autofans undenkbar, sich beim Autokauf ostwärts zu orientieren. In wirtschaftlich desaströsen Zeiten lassen sich jedoch mehr und mehr Kunden nicht mehr von alten Vorurteilen schrecken. »Viel Auto fürs Geld« - ein Anspruch, mit dem die VW-Tochter Skoda keine Probleme hat. Wir waren mit dem Fabia Combi unterwegs.

    Spätestens seit der Präsentation des Skoda Oktavia muss niemand mehr seinen Skoda vor den mitleidigen Blicken der Nachbarn verstecken.

    Solide VW-Technik, gefälliges Skoda-Design und konkurrenzlos günstige Preise - Tugenden, die auch der kleine Oktavia-Bruder Fabia zu bieten hat. Der kleine Tscheche steht auf der Bodengruppe des aktuellen Polo.

    Das spricht für solide Fahrleistungen, beste Verarbeitung und hohe Alltagstauglichkeit. Im Vergleich zum Wolfsburger Gen-Spender gibt es den Fabia jedoch auch als kompakten Kombi. Damit besetzt Skoda eine Marktlücke, in der nur noch der Peugeot 206 SW vertreten ist.

    Unternehmungslustige Kleinfamilien und Singles mit aufwändigen Hobbys sollen den Fabia kaufen. Nach den Erkenntnissen der Skoda-Marketing-Strategen eint sie alle der Wunsch nach einem kleinen und dennoch geräumigen Transportmittel, das den Geldbeutel schont.

    Dass derartige Verzichtserklärungen nicht zwangsläufig langweilig aussehen müssen, beweist der Skoda eindrucksvoll. Auch ohne Chromleisten und aufwändigen Zierrat muss sich der Fabia Combi nicht verstecken.

    Dafür sorgt das bekannte Skoda-Gesicht mit dem großen Kühlergrill und dem zu einem Grinsen ausgeformten vorderen Stoßfänger. Hinzu kommt eine Dachlinie, die so gar nichts mit der klassischen Kombi-Linienführung zu tun hat.

    Ähnlich wie bei den Avant-Kombis von Audi fällt die Dachlinie zum Heck hin ab, die Heckscheibe steht ungewöhnlich flach. Das kostet den einen oder anderen Liter Stauraum - verhilft dem Fabia jedoch zu optischen Vorteilen. Alles in allem ein Auftritt, der auf Effekthascherei verzichtet, ohne dabei langweilig zu wirken.

    Wie sorgfältig die tschechischen Arbeiter mit den von ihnen produzierten Fahrzeugen umgehen, zeigt sich beim Betreten des kleinen Skoda. Mit einem fetten »Plopp« fällt die Fahrertür ins Schloss.

    Kein Scheppern, kein Klappern - nichts. Dieser positive Eindruck setzt sich fort. Sämtliche Cockpit-Teile sind sauber verarbeitet, die Spaltmaße müssen sich auch vor deutschen Spitzenprodukten nicht verstecken. In Sachen Funktionalität ist der Fabia über jeden Zweifel erhaben - die verbauten Knöpfe, Schalter und Bedienelemente haben ihre ergonomische Klasse bereits in diversen Fahrzeugen des VW-Konzerns unter Beweis gestellt.

    Das gilt natürlich auch für die Sitze. Obwohl unser Testwagen ohne Sportsitze auskommen musste, hinterließen Fahrer- und Beifahrersitz einen äußerst soliden Eindruck.

    Das Gestühl bietet ausreichend Seitenhalt und ist absolut Langstrecken-tauglich. Lediglich sehr kräftige Fabia-Kunden werden sich im Schulterbereich etwas mehr Seitenführung wünschen.

    Abstriche muss man jedoch in der Materialwahl und der Farbgestaltung machen. Nicht alle verwendeten Materialien hinterließen einen hochwertigen Eindruck, das durchgängig schwarze Armaturenbrett wirkt doch etwas trist. Hier würde ein hellerer Farbton sicher Wunder wirken.

    Wesentlich frischer wirkt da schon der Eindruck, den die Kraftquelle des Fabia hinterlässt. Ein kurzer Dreh am Zündschlüssel und schon erwacht der 100 PS starke Turbodiesel-Direkteinspritzer mit Pumpe-Düse-Technik nagelnd aus seinem Dornröschenschlaf. Der kleine Skoda gibt sich keine große Mühe, seine selbstzündende Herkunft zu verbergen.

    Selbst im Leerlauf gibt der Diesel aus dem VW-Regal keine Ruhe. Da hilft nur der Dreh am Lautstärkeregler des Radios - oder der Tritt aufs Gaspedal. Die Geräuschbelästigung ist dann schlagartig kein Thema mehr. Stattdessen hat man alle Hände voll zu tun, den wild voranstürmenden Skoda zu bändigen.

    Das maximale Drehmoment von 240 Newtonmetern steht bereits bei 1.800 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung und hat ganz offensichtlich wenig Mühe mit dem nur 1.255 Kilo schweren Kombi. Dankbar ist man den Skoda-Entwicklern vor allem für die serienmäßige Anti-Schlupf-Regelung (ASR), die dem Pneu-mordenden Vortrieb doch gewisse Grenzen setzt.

    Den Schleuderverhinderer ESP gibt es gegen Aufpreis unverständlicherweise nur für die teuerste Ausstattungslinie »Elegance« und lediglich für den 2-Liter-Benziner. Nötig ist der elektronische Helfer keineswegs, das Fabia-Fahrwerk hält sich selbst bei wilder Kurvenfahrt wacker. Trotzdem ist nicht zu begreifen, warum man den Käufern der unteren Ausstattungslinien diese Technologie vorenthält.

    Der wüste Anzug aus dem Drehzahlkeller hat auch seine Schattenseiten. Jenseits der mittleren Drehzahllagen ist es schnell vorbei mit der Diesel-Herrlichkeit. Dann geht dem 1,9-Liter-Triebwerk schlichtweg die Puste aus.

    So bleibt der kleine Kombi nach krawalligem Start einen Nachweis echter Sportlichkeit schuldig. Das ist schade, in Anbetracht der Einsatzgebiete des Fabia Combi jedoch auch unnötig. Für den Wochenend-Ausflug, Familien-Einkäufe und den einen oder anderen »Flug« auf der Landstraße reicht die Power dicke. Beste Noten verdiente sich auch die leichtgängige Fünfgang-Schaltung.

    Beinahe konkurrenzlos zeigt sich der Tscheche in Sachen Variabilität. Lediglich bei Peugeot gibt es einen Kleinwagen mit so viel Platz. 426 Liter Stauraum warten bei aufgestellter Rückbank auf Gepäck.

    Räumt man die serienmäßig teilbare Rückbank aus dem Weg, lässt sich der Stauraum auf 1.225 Liter erweitern. Das reicht locker für ein Fahrrad plus Gepäck. Abstriche muss man lediglich in der Höhe des Laderaumes machen. Hier kostet die abfallende Dachlinie Platz. Allzu hohe Gepäckstücke sind für den Fabia tabu.

    Zum kostenbewussten Auftritt passt das lange Gesicht des Tankwarts. Trotz kräftezehrendem Testbetrieb mit überdurchschnittlich vielen City- und Vollgasfahrten kamen wir gerade einmal auf einen Durchschnittsverbrauch von 5,3 Litern.

    Mehr Kombi fürs Geld als beim Fabia Combi 1,9 TDI gibt es kaum. Der kleine Skoda schafft die Gratwanderung zwischen Kostendruck und sinnvollem Komfort ohne Probleme. Er überzeugt durch gute Verarbeitung, ein ausgewogenes Fahrwerk und faire Preise. Für den günstigsten 100-PS-Diesel muss man mindestens 16.170 Euro anlegen. Lediglich der ruppige Motor stört das positive Gesamtbild.

    Quelle
     
  2. AdMan

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  3. #2 klausi88, 28.11.2002
    klausi88

    klausi88 Guest

    solche seltsamen bewertungen entstehen dann, wenn man benziner-V6-verwöhnte tester in solche autos setzt. natürlich wird ein diesel im oberen drehzahlbereich schwach, das zeigt jede leistungskurve. wenn man dann allerdings schaltet kommt man wieder in den unteren und damit kraftvollen drehzahlbereich. und ruppig ist der motor allemal nicht, im gegenteil, der fabia ist deutlich leiser und vibrationsärmer im leerlauf als der vergleichbare (aber natürlich göttlich erhabenere) vw golf tdi.

    irgendwie werde ich bei den testberichten den eindruck nicht los, dass hier nach dem motto "weil nicht sein kann, was nicht sein darf" verfahren wird, und man irgendwo noch ein manko herzaubert, damit man ja nicht behaupten muss, der skoda könnte gleichwertig oder besser sein als vergleichbare fahrzeuge aus deutscher produktion....
     
  4. #3 toaster, 28.11.2002
    toaster

    toaster Forenurgestein

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    Auch wenn der Test bei dieser Seite sicher nicht überbewertet werden sollte, die TDI´s gelten generell als ruppige, unkultivierte Gesellen.

    Im Vergleich zu einem CDI oder HDI hat man eher das Gefühl einen Trecker zu fahren.

    Und nein, ich möchte hiermit keinen Diesel-Krieg hervorrufen.

    Benziner (auch kleine) haben halt hier Vorteile, auch ist das nutzbare Drehzahlband höher. Diese Vorteile erkauft man sich halt mit geringerem Drehmoment (somit fehlt der typische "Diesel-Kick") und höherem Verbrauch.
     
  5. Tobi

    Tobi

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    Vielleicht würden den Testern ja in Zukunft von der VAG Steine in den Weg gelegt, wenn es darum geht neue Autos aus dem Konzern zu testen, wenn die Tester klipp und klar im Bericht schreiben würden, daß der Fabia das beste und auch noch preiswerteste Auto dieser Plattform ist...
    Paßt zwar nicht ganz zum Thema, aber nach dem was man so mitkriegt finde ich das Verhalten des VW-Konzerns bezüglich seiner Marken etwas seltsam.
    Mir kommt es so vor, daß VW, anstelle z.B. zu sagen "eigentlich ist es ja egal ob wir mehr Fabias oder mehr Polos verkaufen, die Komponenten sind ja die gleichen und beim Fabia haben wir billige tschechische Löhne und Fabriken und verdienen auch ganz gut, das Geld bleibt ja in der Familie" Skoda klein halten möchte, da sie Skoda eher als Konkurrenz betrachten.
     
  6. Ivan

    Ivan Guest

    Irgendwie verwechselt ihr staendig was. Z. B. sind alle neuen Polos in Bratislava in der Slowakei produziert und dort sind die Loehne duetlich niedriger als bei Skoda.
    Audi TT ist in ungarischem Gyoer produziert und ist deswegen nicht billiger.
    Skoda wuerde nicht eingekauft um Konkurenz klein zu halten - die Gesprache waren unheimlich hart und VW musste sich gegen General Motors , Renault/Citroen und anderen groessen der Branche behaupten. VW kann nicht mit Skoda machen, was er will - da sind Unmengen an Vertraegen ... aber das habe ich schon mal geschrieben.

    Da denkst Du vielleicht eher an die alten diesel und nicht die VW TDIs. Es stimmt zwar, dass kein diesel der Mass an Laufruhe ist, gehen aber den meissten Benziner in nichts nach - im Gegenteil - 1,6l oder 2L Benziner ist meisst lauter als der TDI. Der negative Unterschied ist nur bei Stillstand bemerkbar - bei 80km/h ist es etwa das gleiche und ueber 120 km/h dreht der Benziner schon hoch und ist definitiv lauter als TDI. Der nutzbare Drehzahlbereich ist auch nicht kleiner, liegt nur in niedrigeren Drehzahlen. Ein 16V Benziner geht ab 3500U/min erst ab - so bis 5500- 6000. Dagegen geht der TDI von 1000 bis 4000U/min perfekt - und das mit WESEHNTLICH groesserem Drehmoment, was in der Praxis schaltfaules komfortables Fahren und Beschleunigungsorgien ermoeglicht. Guter Benziner kann dagegen mit mehr Maximalleistung glaenzen - was sich leider nur bei Maximalgeschwindigkeit abspiegelt.
    Und obwohl fast bei jedem Test die HDIs als noch laufruhiger bezeichnet werden, so gewinnen die TDIs trotz kleinerem Hubraum immer bei Spritzigkeit, Elastizitaet und Fahrspass.
     
  7. Daniel

    Daniel Guest

    Das ist nicht richtig ... den VW hat sogar einen Schritt zurück gemacht. Die PD-Diesel Motoren dreschen untenherum brutal nach vorne, sind laut und unkultiviert im Durchzugsverhalten. Während die Vorgänger (ääh... weiß jetzt nicht wie die sich nannten) sehr viel weicher kultivierter und leiser waren.

    Vergleiche zu Benzinern lass ich mal ... gibt nur wieder Ärger :veilchen:
     
  8. #7 toaster, 29.11.2002
    toaster

    toaster Forenurgestein

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    Eben Daniel, genau deshalb hab ich bisher nix geschrieben gehabt...

    Zum Thema:
    Die TDIfahrer sollten bevor sie an berechtigter Kritik rummmeckern vielleicht erstmal einen anderen Diesel fahren. Hier bietet sich ein Peugeot HDI an. Für meinen Geschmack liegen zwischen den beiden Motoren Welten. Und eine um 10/100 höhere Elastizität ist wohl eher ein Witz...

    Wir haben den 1,9er TDI mit 96kW im aktuellen A4 Avant in der Familie. Wenn es morgens auch nur etwas kälter ist hab ich das Gefühl auf einem Trecker zu sitzen. Es vibriert und ist tierisch laut. Von kultiviert kann hier beim besten willen kein Reden sein.

    Und ja, ein Diesel bietet Fahrspaß bei weniger Verbrauch. Dennoch müssten auch endlich einmal die Dieselfanatiker verstehen dass 100 Diesel PS nicht mehr leisten wie 100 Benzin PS. Einzig die Art und Weise der Leistung ist unterschiedlich.

    Ich persönlich würde mir jederzeit wieder einen Benziner kaufen. Allerdings kommt es bei meiner Fahrleistung auch weniger auf den Vebrauch an. Und ICH habe mehr Fahrspaß mit einem Benziner.
     
  9. Chief

    Chief

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    Ein Vergleich zwischen Diesel und Benziner ist doch wie wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht.
    Außerdem sind solche Kampfdiskussionen etwas das wir hier doch vermeiden wollen, denn es führt doch zu nichts.

    Die Entscheidung für oder gegen einen Diesel liegt doch hauptsächlich immer noch an der Fahrleistung. Mit 30000 km jährlicher Fahrleistung überleg ich mir schon zweimal, ob ich nen Benziner kaufe. Genauso ists bei 10000 km Fahrleistung, da rechnet sich der Diesel nicht.

    Konstruktiv sind dann schon Vergleiche zwischen verschiedenen Herstellern, z.B. Peugeot gegen VW, usw.


    Nun zum Thema. Die neue Dieselgeneration von VW (Pumpe-Düse) hat an Laufruhe verloren, zum Vergleich zu seinem Vörgänger. (Habe das "Vergnügen" öfter mal mit einem A3 TDI 90 PS fahren zu können.) Dieser Motor ist ruhiger und leiser als mein PD 100 PS.
    Ich hatte auch immer das Gefühl, daß die Vorderachse mit der Kraft des PD nicht fertig wird. Der ganze Antriebsstrang war unruhig.
    Das kann man aber ein bischen mit einer Querlenkerstrebe ausgleichen.
     
  10. Ivan

    Ivan Guest

    Tut mir leid aber Du schreibst erst ueber ein Trekker und erst dann dass es sich vor allem um Kaltstart handelt. Da gaebe ich Dir wirchlich recht - beim Kaltstart ist der Diesel das uebelste! Nicht zu vergleichen mit eienem Benziner - obwohl der genauso im Kaltzustand wesehntlich unkultivierter ist. Peugeots HDI habe ich wirklich noch nie am Wintermorgen gestartet - das gebe ich zu - deswegen kann ich nicht vergleichen, aber gefahren bin ich genug mit dem 2,2 HDI in zwei Autos um sagen zu koennen: der Motor kann waehrend der Fahrt dem 110PS in Octavia oder dem 130PD TDI im Passat oder Superb wirklich nicht das Wasser reichen.
    Es hat seine Gruende, weswegen VW nicht in den diversen Werbefilmen ueber Duchzugskraft und Qualitaet der TDIs ueberzuegen muss, wie Ford, Opel sowie Nichtraucher Peugeot.
    Niemand sagt hier, dass Benziner schlechter oder leistungschwaecher sind (Okay - vegleichbare Benziner denn Vergleich zwischen einem 1,9 Turbomotor und 1,4 16V ist ziemlich daneben) - habe auch nirgendwo gesehen, dass es ein Dieselfahrer tun wuerde.
    Die berichten ausschliesslich ueber guten Eigenschaften, werden dann aber attakiert - "von wegen - kann nicht sein Diesel sind fuer Omas und Sch... Trekker und so."
    Jedem das seine! Ich bin reichlich Benzinautos gefahren um den Vergleich zu wagen und sagen koennen - mindestens bei Octavia ist der einzige Motor, der in der gleichen Liga wie der 110PS TDI mitspielen kann - der 1,8T 20V.
    Und wer sich nur die Eckdaten wie Maximalleistung anguckt und sagt dass 100PS in 1,4 Benziner und 100PS in diesel auch nur das gleiche sind, hat wenig Ahnung von Autos.
    Waeren die TDIs so eine Schei.sse wie vor allem die 1,4 Fahrer darstellen, wuerde man mit denen sicherlich nicht so ein Diesel Boom erreichen. Den ueber 40% der Autokaeufer werden wohl nicht so bloed sein.
     
  11. #10 klausi88, 29.11.2002
    klausi88

    klausi88 Guest

    also ich wollte hier nicht den alten diesel/benziner krieg anfangen. ich sage halt nur, dass man nicht immer meckern soll dass ein diesel, gerade im kalten zustand, nagelt, das ist beim diesel nun mal so. genausogut kann ich bemängeln, dass morgens die sonne aufgeht. so ist das nun mal, ob ich das gut finde oder nicht.

    deswegen mag ich diese testberichte nicht, in denen sätze vorkommen wie "der diesel ist laut". natürlich ist der diesel laut, aber auch nicht immer, und wenn man gerade im kaltstart den leerlauf drin hat, dann ist er wirklich laut.
    ich mag das lieber konstruktiv, wenn da z.b. stehen würde "der diesel ist lauter als der diesel in dem auto xy"
    nur dieser satz geht natürlich nicht, weil der diesel im fabia nicht lauter ist als der (vergleichbare!!) 1.9 TDI in anderen (vergleichbaren!!) autos. im tdi-golf ist das geräusch nämlich noch lauter als im fabia. audi a4 ist da schon wieder eine andere liga, da ist natürlich mehr dämmung drin.

    ein einwandfreier bewertungspunkt würde also in etwa so aussehen:

    vergleichbare klasse: vw golf
    vergleichbarer motor: 1.9 tdi

    und dann wird der satz wohl ungefähr so lauten:

    "erfreulicherweise ist der tdi im fabia angenehm ruhig gegenüber dem vergleichbaren tdi im vw golf"

    aber diesen satz wird sich niemals ein tester wagen, statt dessen steht dann da so ein sinnleerer quatsch wie "der laute diesel stört das gesamtbild". ja, wenns nur daran liegt, dann kauf ich mir halt den schönen kombi mit dem leiseren benzinmotor meiner wahl. aber bitteschön, wenn ich ein dieselauto teste, kann ich mich nicht darüber beschweren, dass es dieseltypische geräusche macht.

    -das wort zum sonntag-
     
  12. #11 MICHA-UWE, 29.11.2002
    MICHA-UWE

    MICHA-UWE Guest

    hi,
    also ich bin bekennender Diesel-Fahrer.Und das bin ich erst nach der Erfahrung mit meinem Fabia geworden.Ich möchte folgendes anmerken:
    1. In dem Bericht darauf hinzuweisen,das demTDI im oberen Drehzahlbereich die Puste ausgeht,finde ich dilettantisch.Das bedeutet Eulen nach Athen zu tragen.
    Gerade in der niedertourigen Power liegt aber für mich der Reiz.Der bei mir gemessene "Overboost" Bereich liegt zwischen 1900 - 3400 U/min.Konkret lagen bis zum Chiptuning in dem Drehzahlbereich stets mindestens 230 Nm an.Wozu dann den Motor höher drehen wollen?Bringt absolut nichts,nur Lautstärke.

    2. Unbestritten hat der Pumpedüse TDI ab Werk zwei gravierende Unzulänglichkeiten.Da ist das harte Nageln und der sich ständig wie ein wildes Tier gebärdende und schüttelnde Motor.
    Das war auch der Grund für mich zum Chiptuning oder besser zur Motoroptimierung zu greifen.Denn genau diese Probleme hat Digi-tec bei mir entschärft.Klar haben mich die nun anliegenden 270 Nm in dem genannten Drehzahlbereich gereizt..(Maximal 297 Nm bei 2820 U/min.) Doch das Ergebnis ist einfach aus mehreren Gründen überzeugend.Jetzt liegt subjektiv fast ständig ein leichter Druck (trotz Drive by Wire)am Gaspedal.Und in Verbindung mit der nachgerüsteten Fahrwerksstrebe ist dieses Geschaukel/Lastreaktionen beim Anfahren,bei aprupptem Gasgeben/-lassen bis auf einen Minimum verschwunden.Das Nageln ist natürlich nicht ganz weg,wie auch,aber doch weicher.
    3. Diesel ist nicht gleich Diesel.Will sagen,dass nicht jeder Fabia gleich laut nagelt.Bei dem einen wirkt die Dämmung besser,bei dem anderen nicht.Mein Fabia scheint ab Werk glücklicherweise zu den leiseren zu gehören.Jedenfalls hat mir das auch MDJ bestätigt,im direkten Vergleich zu seinem TDI.

    Dieser Tage habe ich noch eine Möglichkeit gefunden die Performance des TDI zu steigern.Erstmals habe ich bei Aral den "flüsterleisen Diesel" getankt.(Sonst Globus) Vor dem Tanken dachte ich:Werbegag.Aber nach 250 km bisher muss ich erstaunt feststellen,das die "Nagelspitzen" verschwunden sind.

    Fazit: Jetzt stimmt das Gesamtpaket.Und wieder ein Plädoyer für Chiptuning.Wie gesagt,ich nenne es bewußt Optimierung.Nicht der puren Motorkraft wegen,sondern weil er einfach kulivierter läuft.Jedenfalls bei mir und durch die Ausführung besagter Firma.

    Übrigens,VW verabschiedet sich leise aber konsequent von der Pumpedüse-Technologie.Inoffiziell baut der VW-Konzern an der 3. Generation des Common Rail.Der Audi A8 bekommt 2003/2004 einen solchen.

    Gute Fahrt!Micha
     
  13. helli

    helli Guest

    Hi Micha-Uwe,

    ich muß Dir wohl widersprechen, denn es wird das Pumpe-Düse konzept beibehalten. Im Golf V kommt der 74Kw PD-TDI, und zwei neue PD-TDI´s in Vierventiltechnik einmal mit 136PS und mit 160PS. Ich denke, daß mit der 16-Ventiltechnik dem (von allen so beschimpften) unruhigem Lauf entgegengewirkt werden soll. Es ist halt so, daß ein Fiat oder Opel (Diesel) "laufruhiger ist, als unsere. Aber dafür benötigt OPEL 2,2 Liter Hubraum, um das Drehmoment unserer VAG-PD-TDI´s zu erreichen. Wo Licht ist gibt´s auch Schatten. Ich kann damit leben, ich hab´das Auto vorher jedenfalls Probegefahren, und hab´s nicht irgendwie aufgezwungen bekommen. Ja, ich muß sagen, ich hab´meinen Combi richtig mutwillig gekauft ;-) .Und hab´s bisher noch nicht bereut.

    Gruß
    helli
     
  14. #13 Marccom, 06.12.2002
    Marccom

    Marccom Guest

    Hallo,

    nach einigen Tagen Abstinenz will ich mich zu diesem höchst spannendem Thema mal äußern.

    Jaja...die Diesel/Benziner-Diskussion...tsts...einige können es nicht lassen...ich schweige und denke mir lediglich meinen Teil mit einem hübschen, erwartungsvollen Grinsen im Gesicht bei dem Gedanken an die morgige Fahrt. Beim Tritt ins Gaspedal werde ich dann an den ein oder anderen denken :kuss:

    Sehr viel interessanter finde auch ich es, die Diesel-Technologien der verschiedenen Hersteller zu vergleichen...denn da wirds dann richtig spannend.
    IMHO gehören die TDI-PD trotz ihrer teilweise unangenehmen Penetranz zum besten was der Diesel-Markt zu bieten hat. Es gibt nur 2 Möglichkeiten...entweder man mag die Brachialität oder eben nicht...ich zähle mich zu ersterem. Besonders gefällt mir der 130er TDI PD im Passat oder A4/A3...mit dem Gewicht des Superb geht er mir nicht souverän genug um, daher hab ich ihn mal in einer gechippten Version getestet (zufälligerweise Wetterauer)...wunderbar!!!
    Die 2.5 TDI´s finde ich eigtl. auch recht souverän...sind aber in Steuern und Verbrauch ungünstiger und technisch schon etwas veraltet.
    Die 16V TDI erwarte ich natürlich mit Spannung.

    Allerdings sehe ich die Sache auch durch die Preis-/Leistungs-Brille. Die CDI Motoren von MB sind nämlich auch sehr gut, aber die Peise finde ich einfach nur dreist...ich bezahle nicht für Namen...Mein(e) Meinung/Geschmack ist mir am wichtigsten! Ausserdem haben die CDI eine nicht unerhebliche Anfahrschwäche

    Bei BMW ist es ähnlich wie bei MB...obwohl ich hier das Preis-/Leistungsverhältnis etwas besser finde!

    Sehr überzeugend fand ich die DCI-Motoren von Renault...allen voran den 2.2 DCI mit 150PS im Laguna...relativ günstig, bärenstark und erstaunlich leise.

    Grottenschlecht finde ich die Diesel von Opel. Der Omega ist zwar mit dem 2.2 DTI relativ dynamisch und fährt wie auf Schienen...finde aber 120PS und 180 km/h Vmax für ein Auto dieser Klasse/Größe peinlich. 2.0 DTI ist für 100 PS reichlich schwach auf der Brust und kommt eigtl. nie so recht in Fahrt. Den 1.7 DTI hab ich erst garnicht vom Hof fahren wollen...bin dann widerwillig einmal um Block gefahren...HILFE!!!

    Die HDI der PSA sind zwar recht gut...mir persönlich aber im Beschleunigungsverhalten etwas zu brav...da fehlt der Kick.

    Die Diesel des FIAT-Konzerns sind zwar dynamisch empfehlenswert aber zu laut und zu anfällig. Im Stilo ist schon bei 100 Km/h eine Unterhaltung mit dem Beifahrer fast unmöglich...Lybra ist da schon etwas besser gedämmt.

    Die 163 PS starken Diesel-5-Zylinder von VOLVO sind bullige Motörchen...allerdings gefällt mir das Gesamtfahrverhalten der 'rollenden Festungen' nicht.

    FORD hat endlich Anschluss gefunden an der Konkurrenz...hab aber eine unerklärliche Abneigung gegen die Marke.

    Auch sämtliche asiatischen und amerikanischen Diesel-Varianten lasse ich hier unbeachtet...einfach nicht mein Fall, obwohl auch dort das ein oder andere nette Motörchen zu finden ist.
    Hier mein persönliches Ranking...

    1. Renault Laguna 2.2 DCI 150 PS 320 Nm
    1. Skoda Superb 1.9 TDI PD 170 PS 370 Nm(Wetterauer)
    2. VW Passat 1.9 TDI PD 130 PS 285 Nm
    2. Audi A3 1.9 TDI PD 130 PS 310 Nm
    3. Renault Laguna 1.9 DCI 120 PS 270 Nm
    4. Audi A6 TDI V6 180 PS 370 Nm
    5. Skoda Fabia 1.9 TDI 100 PS 240 Nm
    6. Peugeot 307 2.0 HDI FAP 110 107 PS 250 Nm
    6. Skoda Octavia 1.9 TDI VTG 110 PS 235 Nm
    7. Lancia Lybra 1.9 JTD 115 PS 275 Nm
    8. Opel Omega 2.2 DTI 120 PS 280 Nm
    9. Opel Astra 2.0 DTI 100 PS 230 Nm
    10. Opel Corsa 1.7 DTI 75 PS 165 Nm
    11. Fiat Stilo 1.9 JTD 115 PS 255 Nm

    Na gut...das soll vorläufig reichen.
    Ich hoffe ich rege die Diskussionen hiermit reichlich an...bin mal gespannt. Falls ich den ein oder anderen wichtigen vergessen haben sollte ergänzt mich bitte.

    Bis dann

    Marc
     
  15. Ivan

    Ivan Guest

    Wow - ich gehe ins Knie!
    War die Abstinenz um dies zu schreiben, oder um das ganze fachmaennisch zu testen?
    Ich frag mich, wieviel deine Fabi schon auf dem Buckel hat, wenn Du staendig Testwagen zu Verfuegung bekommst...
    Schade, dass es Octavia mit dem URALTEM TDI nicht mal in Dein Ranking geschafft hat... X(
     
  16. Reiner

    Reiner

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    @Marccom
    Da hast Du dir ja richtig Mühe gemacht.
    Das Ergebnis ist allerdings eher subjektiv. Außerdem mußt Du beim Vergleich schon etwa gleich schwere Autos nehmen.
    Beispiel 2.0 DTI von Opel. Gut, das Teil ist ohne Common Rail oder Pumpe Düse und damit etwas veraltet. Ich bin den Motor in Astra, Vectra, und Omega gefahren, mit dem (logischen) Ergebnis.
    Im Omega: er fährt; im Vectra: fährt ganz brauchbar
    im Astra: läuft nicht schlecht

    Für mich ist zusammen mit der Leistungsentfaltung der Verbrauch (auch spezifischer Verbrauch) entscheidend. Und da sind die TDI einfach an der Spitze. Das waren auch schon die Versionen ohne Pumpe-Düse, auch wenn dort die Emissionen etwas höher waren.
    Im Vergleich beispielsweise zu den Ford Dieseln (nicht nur dort) lobe ich mir das kaum vorhandene Turboloch beim TDI, und die Möglichkeit mit niedrigen Drehzahlen im hohen Gang zu fahren. Bei vielen Herstellern holt man aus wenig Hubraum viele PS, was zu einem großen Turbolader mit entsprechend verzögertem Ansprechverhalten führt.
    Wer wie ich, nach der problemlosen Probefahrt mit einem TDI einen Ford zweimal an einer Ampel abgewürgt hat, kann mich sicher verstehen....
    (Vermutlich auch geringe Schwungmasse)

    Gruß Reiner
     
  17. AdMan

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  18. #16 Marccom, 06.12.2002
    Marccom

    Marccom Guest

    @ Reiner

    du hast schon ganz recht...dieser Beitrag ist auch vollkommen subjektiv gemeint.

    O. g. stellen sämtliche Fahrzeuge dar, die ich bereits mit Diesel-Motor gefahren bin und habe diese einfach nach meinem persönlichen Geschmack in Reihenfolge gebracht. Zu den Konzernen wollte ich auch halt mal ein kurzes Statement abgeben, was ich von den einzelnen Diesel-Technologien so halte. Ich muss aber auch dazusagen, dass in meine Anschauung auch das Gesamtbild der einzelnen Fahrzeuge (z.b. Handling, Haptik,...) teilweise in die Bewertung mit einfliesst, weil es mir doch recht schwer fällt die einzelnen Eindrücke vom Leistungsbild des eigentlichen Antriebs abzuschotten. Autos probezufahren ist für mich wie neue Leute kennenlernen...manche werden zu Freunden und bei manchen stimmt trotz teilweise guter Anlagen die Chemie einfach nicht.

    @ Ivan

    Fehler erkannt...Fehler abgestellt...hab ich wirklich vergessen. siehe oben.

    Gruß

    Marc
     
  19. Ivan

    Ivan Guest

    Na dann wird es noch an der Zeit Octavia 1,9TDI 140PS 305Nm zu testen.
     
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Testbericht: Skoda Fabia 1,9 TDI Combi

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