Temposünder - Job kann Führerschein retten

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von ?, 18.11.2002.

  1. ?

    ? Guest

    Temposünder die beruflich auf den Führerschein angewiesen sind, können unter Umständen ihren Lappen behalten, müssen jedoch ein höheres Bußgeld bezahlen. Wer die Tempolimits innerorts um mehr als 30 km/h oder außerhalb einer geschlossenen Ortschaft um mehr als 40 km/h überschreitet und erwischt wird, muss in der Regel mit einem Fahrverbot rechnen. Doch Ausnahmen sind möglich, wie der Autoclub ADAC meldet. Demnach dürfe der Raser nicht im Flensburger Verkehrssünderregister eingetragen und der Betroffene beruflich besonders auf sein Fahrzeug angewiesen sein.

    So ersparte jetzt das Amtsgericht Wiesbaden (Urteil vom 6.8.2002, AZ.: 5611 Js 21867/02-08) einem Autofahrer das Fahrverbot, weil er glaubhaft darlegen konnte, dass er als Abteilungsleiter im Rahmen seiner Tätigkeit deutschlandweit auswärtige Termine wahrzunehmen und Großkunden vor Ort zu betreuen hat. Allerdings wird in den Fällen, in denen das Gericht auf die Verhängung eines Fahrverbotes verzichtet, oftmals eine höhere Geldbuße festgesetzt.
     
  2. AdMan

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  3. #2 toaster, 18.11.2002
    toaster

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    Wer innerorts 30km/h mehr als erlaubt fährt handelt imho nicht unbewusst. Somit kann ich so eine Entscheidung absolut nicht verstehen. Wer auf seinen Führerschein angewiesen ist, muss sich auch so Verhalten - tut er dies nicht muss er halt mit den Konsequenzen leben.

    In anderen Bereichen gibt es diese Möglichkeiten auch nicht, hier kann ich mir so etwas auch nicht erlauben.
    Und es soll mir jetzt keine mit Termindruck ankommen, den gibt es nicht nur im Außendienst. Dennoch kann ich mir Fehler weder hier, noch hier erlauben.

    Hierbei hab ich null Verständnis und auch null Toleranz.
     
  4. #3 Joker1976, 18.11.2002
    Joker1976

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    Da kann ich toaster nur zustimmen.

    Als Vergleich könnte man hier Diebstahl aufführen:
    Jeder weiß, daß man es nicht darf und wird man erwischt wird man fristlos gekündigt...

    Da gibt es dann auch kein "ja, aber..." warum soll es im Straßenverkehr anders sein?
     
  5. ?

    ? Guest

    Den Regeln entsprechend sollte sich jeder verhalten, egal ob er auf den Führerschein angewiesen ist oder nicht.
    Ein Arbeitskollege von mir wurde im 50er Bereich mit etwas über 80 km/h geblitzt, kurz zuvor war in diesem Bereich noch Tempo 70 erlaubt und er hat einfach gepennt und das nicht wahrgenommen (ist natürlich sein Fehler, aber ......).
    Hätte er nun den Führerschein abgeben müssen, hätte ihn unser Unternehmen entlassen (Führerscheinentzug ist bei uns Kündigungsgrund), damit wäre er als Ernährer seiner 4 köpfigen Familie ausgefallen. Der Richter verzichtete auf den Führerscheinentzug, da in diesem Falle die ganze Familie bestraft worden wäre, allerdings mußte der Kollege die doppelte Geldstrafe bezahlen (und das war kein Pappenstiel) und bekam die reguläre Punktezahl. Jeder Fall wird natürlich anders entschieden, es gibt auch die Möglichkeit, das der Führerschein für das beruflich geführte Fahrzeug erhalten bleibt, aber keine Privatfahrten erlaubt sind. Ich denke es ist auch gut das so entschieden werden kann, denn die Zeiten der Sippenhaft sind glücklicherweise vorbei und die Justiz sollte auch jeden Einzelfall genau prüfen und nicht pauschalisieren.
    Übrigens bei Trunkenheitsfahrten wird kein Auge zugedrückt, was auch gut so ist.
     
  6. #5 toaster, 18.11.2002
    toaster

    toaster Forenurgestein

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    Gut, ich muss das Ganze auch einschränken. Gibt ja selbst einige Wege, die ich aus Erinnerung fahre und mich weniger an Schildern orientiere. Dennoch ist die Regelung nur begrenzt ok... wobei es hier wirklich zwiespältig ist...
     
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