STOP-Schild - Wo ist der Sinn? / & Gurkenverordnung im Laufe des Threads :D

Diskutiere STOP-Schild - Wo ist der Sinn? / & Gurkenverordnung im Laufe des Threads :D im sonstige Autothemen Forum im Bereich Skoda Forum; Hallo, kurz zur Einstimmung, weil manche es nicht wissen: An einem STOP-Schild muss das Fahrzeug zum Stillstand kommen. Ob jetzt 1 Sekunde oder 3...
the_freak

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Hallo,
kurz zur Einstimmung, weil manche es nicht wissen: An einem STOP-Schild muss das Fahrzeug zum Stillstand kommen.
Ob jetzt 1 Sekunde oder 3 Sekunden, wie gerne behauptet wird, ist wurscht, wichtig ist, dass man zum absoluten Stillstand kommt, auch wenn es nur sehr kurz ist.

Nun frage ich mich schon seit einiger Zeit, was das denn genau für einen Sinn macht?
Wo ist der Unterschied zwischen "mit 0,5 km/h langsam auf die Kreuzung zurollen" und "komplett stehen"?
Es ist doch so - Wenn ich an einer Kreuzung etc. keine Vorfahrt habe, dann bremse ich, fahre langsam zur Kreuzung hin und ggf., wenn die Verhältnisse wie z.B. Sicht schlecht sind, halte ich auch mal an und "taste" mich dann langsam in die Kreuzung rein. Ob da jetzt ein STOP-Schild steht oder ein Vorfahrt-Achten-Schild, macht doch keinen Unterschied.
Und die Stelle, an der ich dann anhalte ist die, wo ich noch nicht in die Kreuzung reinrage und doch so gut wie möglich sehen kann und nicht die Haltelinie.
Es gibt aber, gerade an Ampeln, wo z.B. noch Fußgängerüberwege zwischen meiner Haltelinie und der Kreuzung sind, oft Haltelinien, von denen aus man nichts sieht, was bedeutet, dass das Halten hier überhaupt keinen Sinn macht.
Selbst die Polizei hält dort nicht, die fahren auch alle bis nach ganz vorne durch.
Ganz vorne, also an der Sichtline, halte ich dann - an einer bestimmten Stelle hier in meiner Stadt - immer an, weil man von der Haltelinie aus nichts sieht.
Effektiv kostet sowas aber 3 Punkte und 80 (?) €!
Und die Fußgänger-/Radfahrerüberwege bzw. die Personen, die rüber wollen, wenn da denn welche sind, sieht man an dieser Stelle auch ganz genau, und zwar schon von weitem...

Früher, als ich noch beim Führerschein-Theorie-Teil war, dachte ich, STOP-Schilder sind effektiv dazu da, vor besonders gefährlichen Stellen zu warnen, mit denen man an normalen Vorfahrt-Achten-Stellen nicht rechnet.
Aber: Weit gefehlt.
Es gibt Auffahrten auf Autobahnen/1,5-3-spurige Landes- und Kreisstraßen oder "Autobahnwechselstreifen" an Autobahnkreuzen/-dreiecken, wo es z.B. keinen Beschleunigungsstreifen gibt, wo eine Spur einfach direkt in die andere übergeht - und da steht auch nur ein lapidares Vorfahrt-achten-Schild.
Was ich an solchen Stellen schon fast anderen hintendrauf gefahren wäre (hier in der Gegend gibt es 1 solche Auffahrt und auf der gleichen BAB gibt es 100km weiter nochmal eine), weil die eben alle mit 80 diese Autobahn-Wechsel-Spur befahren und dann kurz vor dem Einfädeln auf die andere BAB dann plötzlich sehen, dass es keine Beschleunigungsspur gibt und abrupt abbremsen.

Das Argument "Mit einem STOP-Schild werden gefahrenträchtige oder unübersichtliche Stellen gekennzeichnet" also ist totaler Humbug.

Ich habe mir auch mal den Spaß gemacht (ist schon eine Weile her) und habe mich ca. 20 Minuten an eine Kreuzung mit STOP-Schild, die gut einsehbar ist, gestellt (die Straße trifft außerorts auf eine andere, wie ein T) - man kann rechts und links problemlos jeweils mind. 500m weit sehen. Ich weiß nicht mehr, wieviele Autos dort angekommen sind, es dürften mind. 3-5 die Minute gewesen sein - wirklich gehalten haben 2.
Die, die halten mussten, weil Gegenverkehr kam, habe ich natürlich nicht mitgerechnet...
Also, ich würde mal behaupten, dass (zumindest an dieser Kreuzung) mindestens 95% der Leute am STOP-Schild nicht halten.
Und gerade innerorts, an Stellen mit grünem Pfeil (dort muss man ebenfalls halten bevor man fährt, wie an einem Stop-Schild) gibt es viele Fälle, an denen man von der STOP-Linie aus nichts sieht und das Halten dort somit auch nichts bringt.

Kurz: Die starren Regeln des Stopschilds machen in den meisten Situationen keinen Sinn.
In manchen Situationen, wo sie vor Gefahrenstellen warnen, machen sie Sinn, aber die sture Regel "man muss unbedingt an der Halte-/Sichtline halten" hat auch in diesen Fällen oft keinen Sinn.
Wäre es nicht besser, das STOP-Schild abzuschaffen und dafür ein "gefährliche Kreuzung/Einfahrt/Einmündung/Auffahrt"-Schild einzuführen...?

Fragende Grüße, Nick :huh:
 
matti2

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Was willst du uns denn jetzt damit sagen? Das es sinnlose Verkehrsschilder gibt? :D Davon sehe ich jeden Tag Hunderte :thumbdown:
 
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the_freak schrieb:
Kurz: Die starren Regeln des Stopschilds machen in den meisten Situationen keinen Sinn.
In manchen Situationen, wo sie vor Gefahrenstellen warnen, machen sie Sinn, aber die sture Regel "man muss unbedingt an der Halte-/Sichtline halten" hat auch in diesen Fällen oft keinen Sinn.
Wäre es nicht besser, das STOP-Schild abzuschaffen und dafür ein "gefährliche Kreuzung/Einfahrt/Einmündung/Auffahrt"-Schild einzuführen...?
Naja, letzteres würde wahrscheinlich auch an Stellen stehen, an denen am Tag 3 Autos vorbeikommen, die sich alle gegenseitig aus mehreren 100m Entfernung sehen können. 8)

Du hast recht, oft ist ein Stoppschild entweder einfach fehl am Platz oder die Haltelinie ist falsch positioniert. Die Stoppschild-Regelung an sich ist schon sinnvoll, aber die zuständigen Behörden sollten deren Platzierung wesentlich stärker prüfen und mit mehr Verstand verteilen. Aber was erwarten wir, es geht ja hierbei um staatliche Einrichtungen... :whistling:
 
dathobi

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Wen die Haltelinie etwas zurück gesetzt ist wweil ein Radweg diesen Bereich kreutzt wird erst an der Haltelinie gehalten und dan langsam richtung Sichtlinie. Und erst dan wird gefahren. Genau so verhält es sich auch mi dem Grünen Pfeil für den Rechtsabbieger. Erst anhalten und dan langsam zur Sichtlinie und er t dan abbiegen. Also ales kein Problem.
 

R2D2

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motorcaster schrieb:
Aber was erwarten wir, es geht ja hierbei um staatliche Einrichtungen... :whistling:
Sorry, aber solche Aussagen sind i.a. blöder, als der dümmste Streich des Amtsschimmels. :thumbdown:

In der freien Wirtschaft werden sicher mindestens genauso viele Fehlentscheidungen getroffen, da braucht man nicht so tun, als ob das beim Staat schlimmer sei. Über den Sinn eines Stopp Schildes kann man diskutieren. Ich sehe da aber sehr wohl einen darin, weil so manche Verkehrssituation eben erst dann richtig erfasst werden kann, wenn man steht und sich die Lage, dank Zwangspause mal genauer anschaut.
 
motorcaster

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R2D2 schrieb:
motorcaster schrieb:
Aber was erwarten wir, es geht ja hierbei um staatliche Einrichtungen... :whistling:
Sorry, aber solche Aussagen sind i.a. blöder, als der dümmste Streich des Amtsschimmels. :thumbdown:

In der freien Wirtschaft werden sicher mindestens genauso viele Fehlentscheidungen getroffen, da braucht man nicht so tun, als ob das beim Staat schlimmer sei. Über den Sinn eines Stopp Schildes kann man diskutieren. Ich sehe da aber sehr wohl einen darin, weil so manche Verkehrssituation eben erst dann richtig erfasst werden kann, wenn man steht und sich die Lage, dank Zwangspause mal genauer anschaut.
Sorry, aber eine (auch allgemeine) Kritik an dummen Amtsschimmel-Streichen sollten als Satire erlaubt sein, oder?

Dann gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen der freien Wirtschaft und dem Amtsschimmel (warum heißt er wohl so? ;) ) - in der freien Wirtschaft muss man sich gegen die Konkurrenz beweisen, und Fehlentscheidungen werden entsprechende Auswirkungen haben. Bei unseren Behörden ist es aber oft so, dass Entscheidungen getroffen werden und dann nicht mehr ohne weiteres angreifbar bzw. revidierbar sind (jedenfalls nicht "von außen"). Entscheidungsgrundlage ist dabei sehr oft allein "Papier", sprich: Gesetze, Verordnungen, Richtlinien etc, und der Ermessensbereich des menschliche Verstands wird oft ausgeblendet.

In Bezug auf das Thread-Thema: Natürlich gibt es genügend Situationen bzw. Orte, an denen ein Stoppschild absolut Sinn macht. Es gibt aber auch genügend andere, an denen das Schild überflüssig ist (selbiges gilt z.B. für bestimmte Halteverbote, Geschwindigkeitsbegrenzungen und viele andere Schilder, die entweder örtlich oder zeitlich unangemessen sind). Wer überprüft aber, ob die Entscheidung des Beamten, der dieses oder jenes Schild verordnet hat, richtig war? Wer überprüft nach Ablauf einer gewissen Zeit, ob es noch angemessen ist oder sich die Umstände geändert haben?

Und stehen die Sanktionen bei Nichtbeachtung immer im richtigen Verhältnis zum Sachverhalt?
Beispiel: Stoppschild + gute Sicht in alle Richtungen + kein Querverkehr + langsames Heranrollen ohne Stillstand + Polizeikontrolle = Bußgeld (oder Verwarnungsgeld?), obwohl offenbar keine Gefährdung vorlag (nein, ist mir (noch) nicht passiert und war nur ein Beispiel)

Gesetze, Verordnungen, bla bla bla dienen dem gemeinsamen und geordneten Zusammenleben miteinander, aber sind keine "gottgegebenen" Regeln, die unter allen Umständen unfehlbar sind. Aber das ist ja ein generelles Problem unserer Justiz- und Verwaltungssysteme, dass für menschliches Ermessen oft kein oder nicht genug Platz ist... geht aber zu sehr off-topic...
 
turbo-bastl

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Ich könnte jetzt Ähnliches über unzählige, geschwindigkeitsegrenzte Abschnitte hier in der Gegend schreiben... natürlich auch über fragwürdige Stop-Schilder, unsinnige Ampeln, überflüssige Kreisel (durch die 90% des Verkehrs geradeaus fahren), nicht nachvollziehbare Überholverbote... Sich darüber aufzuregen führt aber zu keiner Lösung.
 
csack

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Kleine Anekdote am Rand: Wenn ich mich richtig erinnere, war früher die Definition für ein "stillstehendes Fahrzeug" vor dem Stop-Schild, dass alle Räder still stehen müssen. Das haben in der Zeit vor dem ABS findige Zeitgenossen ausgenutzt und aus voller Fahrt vor dem Schild eine Vollbremsung hingelegt (alle Räder stehen kurzzeitig), haben die Bremse wieder gelöst und sind ohne wirklich Anzuhalten weitergefahren. Daraufhin hat man festegelegt, das das gesamte Fahrzeug stehenbleiben muss, nicht nur die Räder... :thumbup:
 
the_freak

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Hallo,
R2D2 schrieb:
In der freien Wirtschaft werden sicher mindestens genauso viele Fehlentscheidungen getroffen, da braucht man nicht so tun, als ob das beim Staat schlimmer sei.

Es ist beim Staat viel schlimmer!
In der freien Wirtschaft ist es das Problem der jeweiligen Firmen.
Im Falle des Staates werden aber immer 82 Millionen Bürger unweigerlich und ungefragt (!) mit einbezogen, da sie Fehlentscheidungen durch erhöhte Steuern bezahlen müssen und sich an die Regeln halten müssen, auch wenn sie schwachsinnig sind.
Welchen Sinn hat es, dass ich mit meinen Steuergeldern Bürokraten bezahle, die den Krümmungswinkel von Gurken oder Bananen, die Mindestgröße von Tomaten oder Orangen oder die Dicke des Pizzabodens im Restaurant vorschreiben?
Es ist schlicht unfassbar, was sich diese verdammten Sesselfurzer da erlauben, wie scheissegal ist es denn, wie krumm eine Banane ist!?
Diese Leute gehören gefeuert, da sie ja scheinbar nichts anderes zu tun haben!
Die gesamte Abteilung gehört geschlossen!
Bald kommt wohl noch eine EU-Richtlinie, dass ich nach jedem Toilettengang ein Formular mit Größe, Gewicht, Form und Farbe des "erzeugten Produktes" ausfüllen und inkl. einer kleinen Probe an die dann neu gegründete EVÜA (Europäische Verdauungsüberwachungsagentur) schicken muss?
Es geht dabei vor allem darum, dass hier auf eine dreiste Art und Weise bewiesen wird, dass diese Bürokratiefritzen Narrenfreiheit haben!
Man kann sich schlicht nicht dagegen wehren!
Der Staat ist nicht dazu da, uns als Sklaven zu halten und zu überwachen, sondern seine einzige Aufgabe ist es eigentlich, öffentliche Ordnung, Sicherheit und Rechte des einzelnen zu schützen und zu sichern.

Aber, zurück zum Zitat des Vorposters mit der These, dass Fehlentscheidungen des Staates nicht schlimmer seien als die in der freien Wirtschaft:
Wenn jetzt z.B. Nokia sagen würde: "Unsere Handys haben jetzt eine Funktion, dass man Sie bei Geschwindigkeiten >= 40 km/h nicht mehr benutzen kann, um dem Telefonieren am Steuer entgegenzuwirken", würde der Markt entsprechend reagieren, keine Nokia-Handys mehr kaufen und deren Absatz und Gewinn einbrechen.
Sie würden Millionen und Abermillionen €uros verlieren.
Das wäre den meisten Leuten aber relativ wurscht, ist ja nicht deren Problem.
Wenn der Staat sowas aber z.B. verbindlich für alle Handys beschließen würde, müssten wir alle dafür bluten.
Der Staat sind wir, wenn auch durch dämliche Regelungen, sinnlose Verbote, bürgerfeindliche Rechtssprechung, fiese Geschwindigkeitsüberwachungen oder das Bespitzeln der Bürger durch Vorratsdatenspeicherung, Fingerabdrücke im Ausweis, das Kiff-Verbot, das Erhöhen von Steuern und Abgaben bei gleichzeitigem Senken von Leistungen usw. usf. immer mehr Staatsferne erzeugt wird und die meisten Bürger den Staat mittlerweile eher als Feind denn als Freund sehen.
Effektiv müssen wir für die ganze Scheiße blechen und haben in den meisten Fällen praktisch keine Möglichkeit, uns zu wehren, außer alle 4 Jahre mal ein Kreuzchen auf den Wahlzettel zu machen.
Da aber die großen Volksparteien, insbesondere die CDU schon lange nicht mehr halten, was sie versprechen und effektiv sowieso jeder nur noch das macht, was er will, ist das 4-jährliche Zur-Urne-Gehen kein zeitgemäßes Instrument mehr.
Früher war das vielleicht noch etwas anders, als es noch nicht so viel zu entscheiden gab, aber heute ist das einfach nicht mehr so.
Man sollte einen Volksentscheid für div. Dinge einführen und/oder die Legislaturperioden auf max. 1 Jahr senken - wobei das zwar wieder div. Probleme mit sich bringt, aber dann hört das auch mal auf mit diesem ständigen Brechen von Versprechen nach der Wahl und Geschenken fürs Wahlvieh kurz vor der nächsten Wahl, wenn man die gebrochenen Versprechen vom Anfang wieder vergessen hat.
Aber alle Jahre wieder rennen die Leute wie Lemminge ins Wahllokal und küren den, der die wildesten Versprechen gibt, zum Sieger.

Aber, zurück zum Thema:
Was ich mit dem Thread sagen möchte?
Ich weiß es auch nicht so richtig, mir erschließt sich der Sinn dieser Regelung einfach nicht so wirklich und dazu wollte ich eben mal eure Meinungen hören.
Und außerdem ist ein Forum ja zum Diskutieren da :P
Irgendwann sind die alten Threads ausgelutscht, drum müssen ab und zu neue Themen her.
Und da es auch Personen gibt, die Threads mit Themen eröffnen wie: "Was würde wohl ein Roomster von Audi kosten?" oder "Ist der Fabia ein Minivan?", habe ich mir gedacht, dass meine Fragestellung hier zumindest nicht schlimmer ist, und habe deshalb guten Gewissens diesen Thread eröffnet :D

Gruß, Nick ^^
 

andi62

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Entschuldigung Nick, aber da muss ich jetzt mal massiv widersprechen!

Abgesehen davon, dass es ein demokratisches System erfordert, dass die gewählten Vertreter eben irgendwann Ausführende sind, bekommen die Ausführungen gerade etwas Stammtischcharakter. Das muss nicht sein und ist nicht gerade differenziert. Das wundert mich jetzt einfach.

Von "schwachsinnig" und "Sesselfurzern" zu reden ist weit weg von einer sachlichen Auseinandersetzung über das Thema. Mir liegt es fern, irgendwelche staatlichen Entscheidungen zu rechtfertigen, aber es ist doch zu berücksichtigen, dass dabei keineswegs nur Sachgründe entscheidend sind, sondern immer gesellschaftliche Kompromisse angestrebt werden. Anders geht es nicht.

In der "Wirtschaft" werden massive Fehler gemacht. Solange es funktioniert wird gefordert, der Staat möge sich raushalten. Sobald nicht, erfolgt der Ruf nach dem Staat. Das ist übrigens auch bei den meisten Bürgern so, nicht nur bei Unternehmen. Wären dort nicht die Fehler gemacht worden, so müssten wir uns nun nicht mit staatlichen Subventionsmaßnahmen wie dieser kontraproduktiven Prämie, der Rettung von Banken oder dem Ruf nach einer Unterstützung für Opel auseinandersetzen.

Das Beispiel mit der Bananenkrümmung ist natürlich wunderbar geeignet, Stimmung gegen Politik und die EU zu machten, aber so einfach ist es wahrlich nicht. Da will ich nun nicht ins Detail einsteigen, aber die Hintergründe europäischer Verordnungen sind andere; insbesondere geht es dabei um den freien innereuropäischen Warenverkehr (und manchmal auch im einen gewissen europäischen Protektionismus).

Aber Politiker und Staatsdiener sind keine minderbemittelten Schwachköpfe, "die gefeuert gehören, das sie ja scheinbar nichts anderes zu tun haben".

P.S. Das ist kein Angriff gegen Dich! Mir geht es nur gerade darum, die Diskussion zu versachlichen.
 
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Gewisse Regelungen sollte man einfach gelassen hinnehmen. Das Stopschild....ja eigentlich Stoppschild...ist ein weltweit etabliertes Verkehrszeichen an dem man sowieso nicht rütteln kann. Obwohl: hab mal eins mit dem Heck umgenietet.
 

digibär

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Um mal auf die Überschrift zurückzukommen: Dieser Thread – wo ist der Sinn? ;(
 
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Ich glaube, dass the freak das allgemeine Unwohlbefinden hier im Land ganz gut erfasst hat - wenngleich sich über die Form sicher streiten lässt.
Da werden Landesbanken mit Milliarden gefüttert, deren "Systemrelevanz" nahe Null liegt, die kein Geschäftsmodell haben und deren Abwicklung eigentlich schon seit Jahrzehnten überfällig ist. Die Wirtschaftskrise wurde angeblich von hochbezahlten "Managern" verursacht - dass staatliche Geldpolitik (v. a. in den USA), staatliche Fehlsubventionierungen (Immobilienkäufe in den USA - Fannie Mae und Freddie Mac waren beide ursprünglich staatliche Förderbanken), eine ineffiziente Bankenaufsicht, die lieber kleine Genossenschaftsbanken und Sparkassen terrorisiert als sich um irische Landesbanktöchter zu kümmern, und fehlende Fachkompetenz in der Legislative (B'Tagsabgeordnete mit ernst zu nehmender volkswirtschaftlicher Fachkenntnis oder gar Experten für Zertifikate und andere Derivate sind kann man an einer Hand abzählen) zumindest ganz wesentliche Mitverursacher der Krise sind, wird gerne verschwiegen. Klar, "Raubtierkapitalismus" und "Neoliberalismus" sind einfache und politisch gut nutzbare Feindbilder.

Die "gefühlte" Einschränkung persönlicher Freiheit zeigt sich natürlich am direktesten im Straßenverkehr, der beinahe metaphorisch für einige Fehlentwicklungen herangezogen werden kann. Früher galt in Deutschland: die Regeln sind ziemlich restriktiv, dafür werden deren maßvolle Übertretungen nur geringfügig geahndet.
Anders bspw. in Frankreich: drakonische Strafen, dafür empfiehlt es sich, bspw. auf Bergstraßen die Geschwindigkeitsbegrenzungen penibel einzuhalten.
In Deutschland waren die Tempolimits schon in den letzten Jahrzehnten übertrieben niedrig, wurden nicht an den aktuellen Stand der Fahrzeugtechnik angepasst (z. B. Bremswegverkürzung), gleichzeitig stiegen die Strafen und Bußgelder stetig. Mit anderen Worten: es wird Effizienz aus dem Straßenverkehr genommen bei gleichzeitiger Erhöhung des individuellen Bußgeldrisikos. Dass das als unangenehm empfunden wird, ist kein Wunder, die Tendenz zur Einschränkung der Freiheit des Einzelnen unübersehbar.
 
the_freak

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Hallo,
andi62 schrieb:
Von "schwachsinnig" und "Sesselfurzern" zu reden ist weit weg von einer sachlichen Auseinandersetzung über das Thema. Mir liegt es fern, irgendwelche staatlichen Entscheidungen zu rechtfertigen, aber es ist doch zu berücksichtigen, dass dabei keineswegs nur Sachgründe entscheidend sind, sondern immer gesellschaftliche Kompromisse angestrebt werden. Anders geht es nicht.

Gut, diese Begriffe sind nicht gerade sachlich, aber über dieses Thema rege ich mich einfach maßlos auf, da werde ich manchmal auch etwas unfair und ausfallend :evil:
Es gibt ja nicht nur die Gurkenverordnung, es gibt auch eine Astlochverordnung, die vorschreibt, wieviele Astlöcher maximal in einem Brett sein dürfen oder die Pizzaverordnung, wo festgelegt ist, wie dick eine Pizza Napolitana sein darf, die Schnullerkettenverordnung, obwohl direkt am Beginn der Verordnung steht: "Die Anzahl der Unfälle die durch Schnuller verursacht werden, ist gering und solche Unfälle die einen tödlichen Ausgang haben, sind so gut wie nicht bekannt."
Und es gibt noch viele andere solcher Beispiele.
Dass nicht jeder immer mit jeder Entscheidung zufrieden ist, ist klar, aber wenn es bei einer Vorschrift niemanden gibt, der daraus einen Vorteil zieht, weder Einzelne noch die Gemeinschaft und die zusätzlich noch hohe Kosten für Bürokratie und Verwaltung verursachen, erschließt sich mir daraus keinerlei Sinn.


andi62 schrieb:
In der "Wirtschaft" werden massive Fehler gemacht. Solange es funktioniert wird gefordert, der Staat möge sich raushalten. Sobald nicht, erfolgt der Ruf nach dem Staat. Das ist übrigens auch bei den meisten Bürgern so, nicht nur bei Unternehmen. Wären dort nicht die Fehler gemacht worden, so müssten wir uns nun nicht mit staatlichen Subventionsmaßnahmen wie dieser kontraproduktiven Prämie, der Rettung von Banken oder dem Ruf nach einer Unterstützung für Opel auseinandersetzen.

Die Unternehmen dürfen ja gerne rufen.
Deswegen muss man sie noch lange nicht retten.
Subventionen sind immer der falsche Weg.
Bei systemkritischen Unternehmen wie z.B. Großbanken kann man ggf. darüber diskutieren, sich zu beteiligen, hier müssen dann aber auch die späteren Gewinne wieder zurück an den Staat fließen.
Es herrscht eine Finanzkrise - zwar eine Krisenzeit, die aber nicht der Staat verschuldet hat, deswegen ist es auch nicht die Aufgabe des Staates, jedes Unternehmen zu retten.
Natürlich wäre es nicht gerade toll, wenn Opel komplett den Bach runtergehen würde, aber es gibt für solche Fälle Konzepte.
Die Händler würden einen Großteil übernehmen und bei einem tragfähigen Konzept für die Zukunft finden sich sicher auch genügend privatwirtschaftliche Investoren - auch in Krisenzeiten.
Aber wenn der Staat hilft, warum sollte man sich dann noch bemühen?
Man könnte die Mitarbeiter zu Teilhabern machen, sich auf dem internationalen Markt nach Investoren umsehen usw.
Und wenn ein Unternehmen kein tragfähiges Konzept vorlegen kann, dann darf es auch pleite gehen.
Wenn man es nämlich in so einem Fall rettet, wird es nicht lange dauern, bis es wieder in der Klemme steckt.


andi62 schrieb:
Das Beispiel mit der Bananenkrümmung ist natürlich wunderbar geeignet, Stimmung gegen Politik und die EU zu machten, aber so einfach ist es wahrlich nicht. Da will ich nun nicht ins Detail einsteigen, aber die Hintergründe europäischer Verordnungen sind andere; insbesondere geht es dabei um den freien innereuropäischen Warenverkehr (und manchmal auch im einen gewissen europäischen Protektionismus).

Naja, wieviele Astlöcher ein Brett hat oder wie groß eine Orange ist, muss die EU trotzdem nicht regeln.
Sicherlich sind das Extrembeispiele, aber wenn der Ursprungszweck, wie bei der Gurkenverordnung z.B. lautet: "Der Einzelhandel möchte genormte Produkte anbieten", ist es doch die Sache der Einzelhändler und deren Lieferanten, dies unter sich auszumachen, man muss nicht alles mit Gesetzen regeln...
Und Regeln bezüglich des Aussehens, des Formats etc. von Lebensmitteln haben mit Protektionismus auch nicht viel zu tun - Chinesen können Äpfel auch so züchten, dass sie EU-Richtlinien entsprechen.
Ich habe nichts gegen die EU, ganz im Gegenteil, aber sie muss nicht alles regeln!
Wenn sich ein Lebensmittelhändler schon strafbar macht, weil er nicht jede Banane nachmisst oder ein Baumarkt, weil er nicht in jedem Brett, das er verkauft, alle Löcher nachzählt, führt das einfach zu einer großen Rechtsunsicherheit.
Der ständig wachsende Wust von Vorschriften führt ja auch dazu, dass keiner mehr richtig durchblickt und teilweise wichtige Verordnungen mangels Kenntnis derer Existenz gar nicht mehr überprüft werden.

andi62 schrieb:
Aber Politiker und Staatsdiener sind keine minderbemittelten Schwachköpfe, "die gefeuert gehören, das sie ja scheinbar nichts anderes zu tun haben".

Die meisten nicht, klar, ich habe es evtl. etwas zu sehr pauschalisiert, bei manchen hat man allerdings trotzdem den Eindruck...

Gruß, Nick :huh:
 

digiman25

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In Deutschland waren die Tempolimits schon in den letzten Jahrzehnten übertrieben niedrig, wurden nicht an den aktuellen Stand der Fahrzeugtechnik angepasst (z. B. Bremswegverkürzung), gleichzeitig stiegen die Strafen und Bußgelder stetig.
Vor allem wird in Deutschand erst mal alles mies geredet. In vielen (den meisten) anderen Ländern sind Geschwindigkeitsbeschränkungen weiter verbreitet als hier - und die Strafen (und auch die Überwachung!) weitaus drastischer.
Hier wird über jede "Bevormundung" im Verkehr gemeckert - aber meist sind es die gleichen Leute, die sich aufregen und nach Regularien schreien, wenn mal was passiert.
Sicher gibt es viele Verkehrszeichen, die überflüssig sind. Aber ich unterstelle auch dem "Amtsschimmel" eine gute Absicht beim Aufstellen des Schildes - leider wird auch dort, wie überall im Leben, nicht alles zuende gedacht. Aber auch die Autofahrer, die sich über die Schilder aufregen können teilweise ja nicht alle Zusammenhänge erkennen (Schule um die Ecke, Bushaltestelle...)
Teilweise reicht ja eine Anfrage bei der zuständigen Behörde um Besserung zu schaffen.
Und ansonsten: wenn kein Unterschied zwischen Vorfahrt achten und Stop(p)schild zu erkennen ist - dann ist es ja kein Problem. Aufmerksam ranfahren, ggf. kurz stoppen, weiterfahren wenn frei ist.

Gruß aus Lippe
Walter
 
uwe werner

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digiman25 schrieb:
In Deutschland waren die Tempolimits schon in den letzten Jahrzehnten übertrieben niedrig, wurden nicht an den aktuellen Stand der Fahrzeugtechnik angepasst (z. B. Bremswegverkürzung), gleichzeitig stiegen die Strafen und Bußgelder stetig.
Vor allem wird in Deutschand erst mal alles mies geredet. In vielen (den meisten) anderen Ländern sind Geschwindigkeitsbeschränkungen weiter verbreitet als hier - und die Strafen (und auch die Überwachung!) weitaus drastischer.
Hier wird über jede "Bevormundung" im Verkehr gemeckert - aber meist sind es die gleichen Leute, die sich aufregen und nach Regularien schreien, wenn mal was passiert.
Sicher gibt es viele Verkehrszeichen, die überflüssig sind. Aber ich unterstelle auch dem "Amtsschimmel" eine gute Absicht beim Aufstellen des Schildes - leider wird auch dort, wie überall im Leben, nicht alles zuende gedacht. Aber auch die Autofahrer, die sich über die Schilder aufregen können teilweise ja nicht alle Zusammenhänge erkennen (Schule um die Ecke, Bushaltestelle...)
Teilweise reicht ja eine Anfrage bei der zuständigen Behörde um Besserung zu schaffen.
Und ansonsten: wenn kein Unterschied zwischen Vorfahrt achten und Stop(p)schild zu erkennen ist - dann ist es ja kein Problem. Aufmerksam ranfahren, ggf. kurz stoppen, weiterfahren wenn frei ist.

Gruß aus Lippe
Walter
Hallo Walter,

ich berufe mich mal auf Deinen Satz: "Teilweise reicht ja eine Anfrage bei der zuständigen Behörde um Besserung zu schaffen".
Hast Du bei einer Behörde bei solchen Sachen schon mal Recht bekommen?
Normalerweise heißt es dann:"Das können Sie nicht beurteilen oder das entscheiden erfahrene Mitarbeiter".
Oder kann noch irgendwer was anderes bestätigen?

Gruß Uwe
 

R2D2

Guest
motorcaster schrieb:
R2D2 schrieb:
motorcaster schrieb:
Aber was erwarten wir, es geht ja hierbei um staatliche Einrichtungen... :whistling:
Sorry, aber solche Aussagen sind i.a. blöder, als der dümmste Streich des Amtsschimmels. :thumbdown:

In der freien Wirtschaft werden sicher mindestens genauso viele Fehlentscheidungen getroffen, da braucht man nicht so tun, als ob das beim Staat schlimmer sei. Über den Sinn eines Stopp Schildes kann man diskutieren. Ich sehe da aber sehr wohl einen darin, weil so manche Verkehrssituation eben erst dann richtig erfasst werden kann, wenn man steht und sich die Lage, dank Zwangspause mal genauer anschaut.
Sorry, aber eine (auch allgemeine) Kritik an dummen Amtsschimmel-Streichen sollten als Satire erlaubt sein, oder?

Dann gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen der freien Wirtschaft und dem Amtsschimmel (warum heißt er wohl so? ;) ) - in der freien Wirtschaft muss man sich gegen die Konkurrenz beweisen, und Fehlentscheidungen werden entsprechende Auswirkungen haben. Bei unseren Behörden ist es aber oft so, dass Entscheidungen getroffen werden und dann nicht mehr ohne weiteres angreifbar bzw. revidierbar sind (jedenfalls nicht "von außen"). Entscheidungsgrundlage ist dabei sehr oft allein "Papier", sprich: Gesetze, Verordnungen, Richtlinien etc, und der Ermessensbereich des menschliche Verstands wird oft ausgeblendet.
Klar... die Behörden sind dafür da, ständig und immer durch den Dreck gezogen zu weren... :thumbdown:

Sicherlich sind Unterschiede zwischen freier Wirtschaft und Behörden vorhanden, aber man sollte beide Seiten und auch die Möglichkeiten, die man hat, kennen. Behördliche Entscheidungen sind i.a übrigens sehr wohl "angreif-" bzw. revedierbar genauso wie bei Behörden das Hirn nicht an der Pforte abgegeben wird. ;)

Da der Fred aber ohnehin (völlig wider Erwarten :thumbsup: ) ins bodenlos blödsinnige abgedriftet ist, erspar ich mir weiter Aktivität hier. 8)
 

andi62

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Nee, nee, das ist schon notwendig.

Ich bin auch gegen diese völlig unsinnigen Grabenkriege, die dem öffentlichen Dienst gerne unterstellen, er bestünde aus Schwachköpfen, die ihre einzige Aufgabe darin sähen, den kleinen Bürger zu ärgern.

Deshalb habe ich mich weiter oben ja auch schon entsprechend geäußert. Es gäbe eine Menge dazu zu sagen, aber auch ich will das nicht ausweiten.
 
Bernd64

Bernd64

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Hey Leute

Thema Stopschild :)
Was sollen denn da erst die Italiner sagen ;(
Da hat jede Nebestraße so ein Teil am Ende :whistling: :D :thumbsup:
 
Thema:

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