Skoda Zeichen und Bedeutung des Firmennamens

Dieses Thema im Forum "Skoda allgemein" wurde erstellt von Harzer, 09.07.2002.

  1. Harzer

    Harzer Guest

    Ich wollte schon immer mal wissen was die "Figur" auf dem Skoda-Logo sein soll bzw. wofür sie steht. Finde so etwas interressant.
    Wußtet Ihr das Smart etwas über die Kunst von Swatch und Mercedes aussagt? Es bedeutet nämlich Swatch-Mercedes-art ! :] VW- dürfte klar sein....

    Wer kennt die Bedeutung des Skoda Logos?

    Gruß Nils
     
  2. AdMan

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  3. #2 M.Herrmann, 09.07.2002
    M.Herrmann

    M.Herrmann Forengründer
    Moderator

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  4. Benni

    Benni

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    Ich schäm mich grade, war ja mal im skodamuseum in tschechien... da wurde das haarklein erklärt und mich hats damals kaum interessiert.

    Also es war anfangs ein Indianer mit Kopf-federn.

    Danach war es dann ein Pfeil mit schwingen aus dem indianerkopf gebaut.

    Ich hoff ich werde jetz nicht gesteinigt wenns all zu falsch war, hat auf jeden fall was mit indianer und pfeil zu tun.

    :peace:
    Benni
     
  5. Daniel

    Daniel Guest

    Also das das Symbol wirklich einmal ein Indianerkopf gewesen ist ist nicht so ganz bewiesen sag ich mal.

    Es wird behauptet das einer der Herren Laurin oder Klement (weiß ich jetzt nicht auswendig) einen indianischen Diener hatte, und sich so zu dem Emblem hat inspirieren lassen - aber das ist nachweislich dann doch nur eine Fabel gewesen.

    Das aktuelle Skodasymbol so wie wir es kennen besteht aus einem Flügel, einem Pfeil und einem Auge. Umrahmt wird das aktuelle Symbol noch von Lorbeerblättern.

    Wenn ich das noch so richtig im Kopf habe bedeutet der Pfeil den Fortschritt in die Zukunft, der Flügel technische Überlegenheit und das Auge die genaue Verarbeitung.

    Bitte nagelt mich jetzt da nicht drauf fest ... ich hab das jetzt mal so auf dem Kopf runtergetippt.
     
  6. RalphB

    RalphB

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    Hallo,

    an der Geschichte mit dem Indianerkopf ist schon was dran. Es betraf zwar nicht die Herren Laurin oder Klement, sondern Herrn Maglic oder so aehnlich (s. auch die von fabioso angegebene Quelle). Der war seinerzeit in einer verantwortlichen Position bei Škoda Plzen (Direktor oder so), von denen ja dieses Symbol stammt. Und der soll sich tatsaechlich von einer Amerika-Reise einen Indianer als Haushilfe mitgebracht haben. Ob das allerdings die Anregung fuer das Symbol war? Wer weiss.
    Beschrieben wird das Symbol seit langem jedenfalls als gefluegelter Pfeil, es gab sogar mal (20er Jahre??) einen Škoda, der auf tschechisch "Pfeil" hiess, wohl aber nur als Prototyp.
    Ansonsten klingt die Erklaerung von Daniel ganz nett (Fortschritt, technische Ueberlegenheit und Praezision). Gruen ist das ganze auch noch, um das Umweltbewusstsein der Marke hervorzuheben. Soweit man bei Autos davon reden kann.
    Die Lorbeerblaetter sind eine Reminiszens an das alte L&K-Logo, in dem die zum ersten Mal auftauchen. Lorbeerkraenze sind ja noch heute fuer die Gewinner ueblich. Manche verbinden das noch zusaetzlich mit dem Wortstamm des Namens "Laurin", von dem sich im Lateinischen wohl irgendwie "Lorbeer" (laurus nobilis) ableiten laesst.

    Hat noch wer solche Geschichten?
    Viele Gruesse
    Ralph
     
  7. #6 Andre H., 09.07.2002
    Andre H.

    Andre H.

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    Was hat es eigentlich damit auf sich, dass Skoda übersetzt "Schade" bedeuten soll? Ist das war?!

    Grüße
    André
     
  8. RalphB

    RalphB

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    Tja, ist wahr. Wie bei vielen Namen, ist auch das Wort "Škoda" ein Wort mit ner Bedeutung. Und erst kuerzlich wurde in einem Beitrag hier erwaehnt, dass der Firmenname auf Emil Škoda zurueckgeht, der die Firma in Plzen aufgebaut hat. Es gibt bestimmt auch in Deutschland die eine oder andere Familie Schade. *g*
     
  9. ?

    ? Guest

    Hier ein Beitrag aus dem alten Forum zur Geschichte von Skoda:

    Wie Lorbeerblätter und Indianerköpfe zusammenfanden

    Mit dem Ärger über einen Fahrradproduzenten begann die eine Hälfte einer verwickelten Firmengeschichte / Besuch im Skoda-Museum in Mlada Boleslav


    Neulich, im Theater: "Also, jetzt seh' ich diese Wallenstein-Inszenierung schon zum dritten Mal, und der Isolan kommt immer noch zu spät!" Darauf der Nachbar: "Naja, hätte der Junge damals einen "Skoda gehabt, vielleicht wäre er schneller gewesen?" - Wie jetzt, Wallenstein, "Skoda, das passt doch zeitlich gar nicht? Stimmt. Aber immerhin war der Gründer jener Fabrik, die für ihre Autos bekannt werden sollte, Johann Nepomuk Waldstein (1809 bis 1876), ein Nachfahre jenes bekannten Feldherrn Albrecht Wenzel Eusebius Wallenstein, der am 25. Februar 1634 ermordet wurde. Und dieser Nepomuk Waldstein gründete 1859 eine Werkzeugfabrik, womit eine sehr komplizierte Firmengeschichte begann.

    Nun hatte Nepomuk etwa so viel Fortüne in der Wirtschaft wie sein Vorfahr in der Politik: Waldstein musste sein Unternehmen in Pilsen schon zehn Jahre später (1869) verkaufen. Der Käufer war Emil "Skoda (1839 bis 1900), ein rüstiger 30-Jähriger, oder besser: ein 30-Jähriger, der sein Geld in der Rüstung zu machen begann. Wir erinnern uns: Der deutsch-österreichische Krieg war 1869 gerade einmal drei Jahre her. Und justament in jenem Jahre 1866 war "Skoda als Betriebsleiter zu Waldstein gekommen. Zufälle gibt's.

    Militaria en gros

    Bis zu seinem Tod hatte "Skoda das Unternehmen in der ehemaligen Doppelmonarchie Österreich-Ungarn zu einer sehr großen Waffenschmiede ausgebaut, und nach seinem Ableben sorgten die Banken dafür, dass das Geschäft florierte. Denn noch 1899 war die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden. Und damals war das österreichische und deutsche Kapital in Böhmen und Mähren viel stärker vertreten als das einheimische. Kurz: In den Folgejahren wurde "Skoda zu einem der größten Militärausstatter der Welt, zu Beginn des Ersten Weltkriegs arbeiteten in den Pilsener Werken 10 000 Menschen.

    Als der Krieg für Deutschland und Österreich schlecht ausging und die Tschechoslowakei als Staaten-Splitter aus dem Desaster hervorging, stand's um den Waffenladen schlecht. Seine potenziellen Abnehmer saßen nun im Ausland - "Skoda war billig zu kaufen. Und so griff der französische Schwerindustrielle und Waffenproduzent Schneider aus Creusot im Jahr 1919 zu.

    Anfangs war natürlich kein großes Geld mit Kanonen zu machen, man baute Lokomotiven und versuchte sich unter anderem im Automobilbau: zum Beispiel Lastwagen und Dampfbusse englischer Lizenz, aber bald auch luxuriöse Personenwagen. Denn es war - wahrscheinlich über die SchneiderSchiene - zu einer Kooperation mit dem in Spanien gegründeten und dann auch bei Paris produzierenden Unternehmen Hispano-Suiza gekommen. Beide fertigten auch für die Rüstung, so etwas verbindet eben. Und schon rollte der hervorragende Bautyp H6 B in Lizenz vom Pilsener Band.

    Luxus war nur schwer absetzbar

    Nur waren diese Luxuskarossen eben auch sehr teuer, also entsprechend schwer abzusetzen. Derweil machten es andere Unternehmen etwa in Deutschland (Beispiel DKW) vor, wie man mit kleinen, preiswerten Fahrzeugen ganze Märkte aufrollen kann. Das wurmte die Geldgeber von "Skoda. Andererseits lag direkt vor ihrer Nase ein Betrieb, der den Fahrzeugbau von der Pike auf gelernt hatte: Laurin & Klement in Mlada Boleslav (zuvor: Jungbunzlau), etwa 60 Kilometer nordöstlich von Prag. Auch L & K (seit 1907 Aktiengesellschaft), hatten es nicht leicht, so wurde 1925 fusioniert.

    Schnitt. Wo's in TV-Filmen zwischendurch Werbung gibt, schieben wir eine Erholungspause der anekdotischen Art ein: Das Emblem, das die "Skodas noch heute schmückt, sieht doch ziemlich seltsam aus. Am 15. Dezember 1923 wurden zwei Versionen dieses Zeichens als Marke geschützt. Aber was verbirgt sich dahinter? Nun, eine tradierte Version geht davon aus, dass sich der kaufmännische Leiter bei "Skoda, Tomas Maglic, auf eine USA-Reise begeben und von dort einen Indianer als Hausdiener mitgebracht hatte. Dies machte auf ihn einen solchen Eindruck, dass er den stilisierten Indianerkopf mit Federschmuck nebst Pfeil darunter (wohl von tschechischen Künstlern: Otto Gutfreund oder Otakar Spaniel) hat überarbeiten lassen. "Indianer" wurde jedenfalls zum Spitznamen für das Emblem.

    So, jetzt ist es an der Zeit, das Lorbeerblatt und seinen Co ein bisschen genauer darzustellen. Ja, es gibt tatsächlich Quellen, die behaupten, der Name Laurin sei von "laurus nobilis", Lorbeer, abgeleitet, und das sei der Grund für das Lorbeer-umrankte Firmenemblem der ersten L & K-Autos. Wie auch immer. Vaclav Laurin und Vaclav Klement waren begeisterte Radler - der eine Buchhändler, der andere Mechaniker. Nun gehen Räder auch mal kaputt, also suchten sie eine Firma, die Reparaturen vornimmt. Beim Ableger der Dresdener Fahrradfabrik Seidel & Naumann in Aussig (Usti nad Labem) wurden sie freilich so bös abgebürstet, dass sie nach Abhilfe aus eigener Kraft sannen.

    1895 wurde eine Werkstatt in Jungbunzlau (Mlada Boleslav) bezogen, und bald ging es sogar mit einer eigenen Fertigung los. Aus dem Buchhändler wurde ein Buchhalter, während sich Klement mit der Technik abstrampelte. Die Fahrräder - jetzt unter dem Namen Slavia verkauft - wurden ein Renner, zwei Jahre nach dem Start waren dort schon über 30 Mitarbeiter beschäftigt.

    Die letzten Jahre des 19. Jahrhunderts waren jene, in denen der Verbrennungsmotor auf die Räder kam, sich für den mobilen Einsatz immer besser eignete. Allenthalben wurden die ersten Motorräder entwickelt, allerdings waren das zumeist Fahrräder, die ein Päckchen mehr zu tragen hatten. Kein Weg für Klement, der schnell einsah, dass die Motorkraft neue, stabile Rahmenkonstruktionen erforderlich machte. Ende 1898 war es so weit, L & K stellten ihr erstes Motorrad vor, eine Einzylinder mit einer selbst entwickelten Unterbrecher-Zündung.

    Im Museum in Mlada Boleslav stehen gleich zwei Motorräder aus den Anfangsjahren. Da wäre die L 80 von 1898, mit einem 452 Kubik großen Einzylinder, der vier PS entwickelt, was für 60 km/h reicht. Dieses Mopped - wie auch die TB aus dem Folgejahr - besitzt aber noch kein Getriebe. Die TB holt aus einem 239 Kubik großen Eintopf 1,75 PS, was 35 km/h bringt.

    Siegreich auf vielen Pisten

    Zur Jahrhundertwende wurden sie - noch unter dem Namen Slavia - weit über die tschechischen Grenzen hinaus bekannt. Es folgten weitere Einzylinder, dann, 1904, eine V-Zweizylinder mit 700 Kubik und bald auch eine Vierzylinder sowie damals schon wassergekühlte Ein- und Zweizylinder. Die Maschinen von Laurin und Klement waren bei Rennen sehr erfolgreich, auf 75 Veranstaltungen konnten sie 68 Siege einfahren, 72 zweite und dritte Plätze sowie 1905 auch die Weltmeisterschaft.

    Das Werk wuchs, von 1899 mit 68 Angestellten auf einer Fläche von 1100 Quadratmetern auf 1903 mit 204 Beschäftigten auf 3300 Quadratmeter Werksfläche. Zwei Räder reichten bald nicht, 1904 kam ein Lasten-Dreirad ins Programm, das nicht nur in Europa, sondern auch in Übersee Anklang fand, in Mexico zum Beispiel, bei der Post. Im Museum steht ein LW-Dreirad, das 780 Kubik Hubraum in einem Zylinder versammelt, wodurch fünf PS freigesetzt werden. Immerhin ist hier schon ein Zweiganggetriebe vorhanden, das Ensemble ist maximal 40 km/h schnell. Aber es wurde nicht nur in Mlada Boleslav gefertigt, sondern auch in Frankreich, Italien und Deutschland, denn Laurin und Klement verkauften Lizenzen. Unter anderem auch an Seidel & Naumann, die die beiden abgewiesen hatten.

    Nun, wer mit zwei und dann drei Rädern beginnt, landet irgenwann bestimmt auf allen vieren. Schon 1901 wurde so ein Gerät zusammengebastelt, aber noch nicht publik gemacht. Dies geschah erst 1905, mit der Voiturette Typ A. Das war ein ausgewachsenes Auto, mit wassergekühltem Zweizylinder-V-Motor, der aus einem Liter Hubraum fast sieben PS holte und auf 45 km/h beschleunigen konnte. Ja, es gab sogar ein Dreiganggetriebe samt Rückwärtsgang.

    Auch dieses Gefährt konnte rennen, und wie: Beim Wettbewerb auf dem Semmerring kamen die L & K auf Anhieb auf den ersten, zweiten und vierten Platz, und die zuverlässigen Fahrzeuge konnten über die gesamte Vorkriegszeit hinweg ihre Siegesserie fortsetzen. 1908 wurden die Erfolge sogar mit 118,720 km/h in Brooklands mit dem Geschwindigkeitsweltrekord gekrönt.

    Verkäufe in alle Welt

    Siege dieser Güte waren damals die besten Verkaufshelfer, und da die Dreiräder bereits viele Türen geöffnet hatten, war's für die Autos umso leichter. Käufer aus Europa, Asien, Südamerika, Australien, China und Japan waren zufrieden. Lastwagen und Busse bereicherten die Produktionspalette, auch sie wurden in viele Länder verkauft.

    A propos, kaufen: 1911 übernahm das Unternehmen die Reichenberger Automobilfabrik (heute: Liberec), wo nach Patenten von Knight so genannte Schiebermotoren hergestellt wurden. Diese - meist großvolumigen - Motoren besaßen keine Ventile, sondern vor Aus- und Einlass sitzende Ringschieber, welche die Öffnungen zu präzise gesteuerten Zeiten freigaben. Die Lorbeerblätter im Emblem zierten nun auch Luxusmodelle mit fünf Liter Hubraum. Im Museum steht ein solcher Knight-Motor, sogar aufgeschnitten.

    Die Produktion musste jedoch bald auf Rüstungsware umgestellt werden, denn der Erste Weltkrieg nahte. In Mlada Boleslav steht aber auch ein Feuerwehrwagen aus dem Jahr 1917, sein 4,7-Liter-Vierzylinder setzte 50 PS frei, was immerhin für 90 km/h gut war.

    Die zivile Weiterarbeit begann 1918 mit dem Modell 100, aber so preisgünstig es auch war, es fehlten anfangs die großen Käuferschichten - die Tschechoslowakei war entstanden, auch die recht nahen Kunden waren nun im Ausland, wo es eine immer stärkere Konkurrenz gab. Freilich war die Werksfläche schon auf 60 000 Quadratmeter gewachsen, 1375 Mann zählte die Belegschaft.

    1925 stieg also "Skoda ein, modernisierte und investierte kräftig, was wiederum den Fahrzeugen zugute kam. Es wurden auch kleine, preiswerte Fahrzeuge auf die Räder gestellt, zum Beispiel der 110 A, ein Zweizylinder mit 1800 Kubik und 25 PS, 85 km/h schnell. Mit dem Typ 422 kam der Begriff Tudor auf. Der hatte überhaupt nichts mit dem früheren englischen Königshaus zu tun, sondern mit der Verballhornung des englischen "two doors": so schnell kann ein Zweitürer adelig werden. Der hier im Museum zu sehen ist, gehört mit seinen 1200 Kubik in vier Zylindern (22 PS) aber bestenfalls dem dritten Stand an.

    Die Weltwirtschaftskrise machte auch "Skoda zu schaffen - die Automobilwerke wurden 1930 zu einer selbstständigen Aktiengesellschaft des Konzerns (namens ASAP). Glaubt man so manchen Quellen, dann hat "Skoda bereits in den 20er Jahren damit begonnen, mit Hilfe von Spenden die Grundlage für spätere Geschäfte zu bilden. Naja: Ein französisches Unternehmen, das über seine tschechische Tochter einen Ex-Österreicher aus Braunau sponsort, damit der in Deutschland Braunhemden verteilt - ein Gedanke wahrhaft europäischer Größe. Aber gezahlt haben damals ja viele, und ob die Geschichte stimmt ... Sie war jedenfalls eine Randnotiz im Nye-Report des US-Senats vom Februar 1936, der sich mit den Machenschaften der Waffenhändler befasste (zu lesen auf den Seiten eines Colleges in Massachusetts: www.mtholyoke.edu/acad/intrel/nye.htm ).

    Nun aber endlich zurück zu den "Skoda-Autos. Die 30er Jahre brachten auch in der Tschechoslowakei eine Erholung aus der Depression, Autos waren für den Mittelstand nicht mehr unerreichbar. Nur mussten sie preiswert und sparsam genug sein. "Skoda brachte den Typ 420 Popular heraus, mit einem Einliter-Vierzylindermotor (30 PS, 100 km/h) und einem damals modernen Zentralrohrrahmen. Die Räder waren einzeln aufgehängt und gefedert, Motor und Getriebe waren nach dem Transaxle-Prinzip angeordnet: Motor und Kupplung befanden sich vorn, Getriebe und Differenzial hinten. Neben dem Popular gab es für die etwas pralleren Geldbeutel die Favorit- (Zwei-Liter-Motor mit 55 PS, 110 km/h) und die Rapid-Baureihe, darunter auch Sechszylindermotoren.

    Es dauerte nur ein paar friedliche Jahre, da ging die gespendete Saat auf: Böhmen und Mähren wurden im März 1939 Nazi-"Protektorat". Der "Skoda-Konzern wurde den Hermann-Göring-Werken unterstellt und produzierte fortan bis Kriegsende komplett für die Rüstung. Nach dem Krieg wurde der Konzern verstaatlicht, die Autowerke wieder als separater Teil eingerichtet. Anfangs behalf man sich mit Plänen des alten Popular, dann folgte wieder ein Tudor.

    Allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemen zum Trotz behielt "Skoda das Dach oben, mit Autos, die nicht zur technischen Spitzenklasse gehörten, aber eine für die Verhältnisse hohe Qualität und Zuverlässigkeit aufwiesen. Mit den Cabrios, der Felicia (1959, 1,1 Liter Hubraum, 50 PS, 128 km/h), gelangen auch optisch gute Würfe. Nicht so leicht zu fahren war der 1000 MB, der 1964 auf die Bänder kam, der Motor hinten versuchte bei riskanter Fahrweise, die Vorderachse zu überholen.

    Heute auf VW-Plattformen

    In den 70er Jahren begann die Nachfrage zu sinken, eine gründliche Renovierung war angesagt. Sie erfolgte Mitte der 80er, unter Beihilfe westlicher Zulieferer. Das war inzwischen nicht unüblich - selbst der Lada hatte ja damals schon Anleihen etwa bei Porsche genommen. Der "Skoda-Favorit wurde auch außerhalb des schmelzenden "Eisernen Vorhangs" attraktiv, und inzwischen sind neue Modelle entstanden. Hier macht sich die Hand des VW-Konzerns bemerkbar, der im April 1991 eingestiegen ist. Den Octavia gibt's sogar unter "Laurin & Klement" als Luxusvariante. Seit 1998 verkauft "Skoda seine Fahrzeuge in 70 Länder der Welt und zeigt inzwischen Steigerungsraten, von denen andere Hersteller nur träumen. Volkswagen hat die Marke voll in seine Plattform-Reihe eingegliedert, allein von dem Unterbau, wie er für den Octavia verwendet wird, gibt es sieben verschiedene Geschwister in Europa.
     
  10. Harzer

    Harzer Guest

    Manch Skoda fahrer ist bestimmt nicht so angetan, daß er mit einem "Schade-Automobil" rumfährt. Aber man sollte auch mal die Leute betrachten, welche am Straßenrand stehen, wenn man mit seinem Skoda vorbeifährt, die sagen dann vielleicht: "Schade, das ICH den nicht fahre!" :-))
     
  11. #10 Red-Eagle, 06.11.2002
    Red-Eagle

    Red-Eagle Guest

    Ich habe gehört das Skoda auf deutsch "Schade" heißen soll!?
    Stimmt das oder hat einer von euch eine andere Übersetzung???


    MfG Marcus
     
  12. stve

    stve Guest

    hey,

    ich hab nicht Mickey's monsteraufsatz durchgelesen, aber ich werds noch nachholen.. :D

    zu dem zeichen kann ich leider nix sagen, ausser das es mir nicht 100% zusagt, denn ich mag die farben nicht :D egal :D

    zu der geschichte weiss ich noch was, sie haben im 2.weltkrieg unter dem druck von heydrich waffen für deutschland herrgestellt...

    billiger scherz, da skoda waffen herstellte (nicht nur im 2.weltkrieg):
    skoda is bombe
    hrhr
     
  13. skomo

    skomo

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    Skoda heißt auf deutsch wirklich "Schade", es stimmt.
    Auch die Waffenproduktion im 2. Weltkrieg. Ich bin im Besitz einer originalen Produktionsübersicht von Skoda-Fliegerbomben aus dieser Zeit. Auch Panzer, Flugzeuge, Geländewagen und Maschinengewehre wurden für die Wehrmacht hergestellt.

    skomo
     
  14. #13 Štefan, 06.11.2002
    Štefan

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    Nicht nur Waffen hat Skoda hergestellt. Skoda hat (bzw. der Rest der nicht zu VW gehört immer noch) eigentlich alles hergestellt, was mit Maschinenbau zu tun hat: Lokomotiven, Turbinen, Werkzeuge, Zugwaggons, LKW, Busse und 1900 wurden sogar Turbinen an die Niagarafälle geliefert.
    Schaut euch mal die Konzernseite www.skoda.cz an, dann seht ihr was der restliche Skodakonzern noch so alles produziert!
    Gruß Stefan :wink:
     
    Embitschko57 gefällt das.
  15. saVoy

    saVoy
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    Das Skodalogo hat ja schon einen lange Geschichte hinter sich. Farbe, Form und Größe änderten sich über die Jahre. Am geflügelten Pfeil wurde aber immer festgehalten.
    An der Studie Roomster auf der IAA konnte man sehen, in welche Richtung es in Zukunft gehen könnte.Wuchtiger, in Crom gehalten, ohne das in den letzten Jahren favorisierte Grün. Die Farbe grün steht für Hoffnung, die ist bei Skoda ja aufgegangen. Ab jetzt kanns edler werden.
    Vielleicht sehen wir beim neuen Octavia auch schon ein neues Logo, wer weis.

    Savoy
     
  16. pepa

    pepa Guest

  17. saVoy

    saVoy
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    ich mein ja das Logo ist beim Roomster nicht mehr so verspielt und dadurch edler, die Autos von Skoda sind auch wieder von der edlen Sorte, so wies in den 20er 30er Jahren auch schon war, ganz klar. Fehlt ja nur noch der geflügelte Pfeil als Kühlerfigur ala type 110/XI von 1929.

    savoy
     
  18. Martyn

    Martyn Guest

    Nur sieht der Roomster an sich nicht so edel aus, das Logo hab ich nicht gesehen. Aber so ne Figur würde sich auf den jetzigen Skodas und vorallem dem Tudor gut machen. ;)
     
  19. #18 Embitschko57, 22.11.2015
    Zuletzt bearbeitet: 01.12.2015
    Embitschko57

    Embitschko57

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    Hallo liebe Skoda-Fans! Die Geschichte des Logos ist wirklich sehr sagenumwoben... Möglicherweise ist von alledem was dran und das Maketing macht eine plausible, beeindruckende Storry daraus. Ich erinnere mich aber noch sehr gut, als unser Professor für Strömungsmechanik zurecht mit Stolz auf seine zeitweilige Zusammenarbeit mit Ludwig Prandtl hin wies. Thema war: parallele Anströmung von Oberflächen, die Ausbildung der Grenzschicht, der kleine aber wichtige Übergangsbereich von laminarer Strömung in turbulente unter den verschiedensten Bedingungen. In dieser Lektion zeichnete er die typischen Geschwindigkeitsverläufe aber auch den Übergangsbereich (Transition region), dessen innerer Bereich unberechenbar war, als kreisrunden Fleck in die Graphenschar. Er erwähnte, dass diese Effekte durch Skoda beim Bau seiner Turbinen berücksichtigt wurden und dadurch Weltniveau erreichten. Prinzipiell ist es egal, ob eine feste Platte angeströmt wird, oder diese durch die Luft fliegt. Der Pfeil zeigt die Flugrichtung, hinter dem Pfeil ist die Luftströmung noch laminar, dann kommt schon das Auge (Übergangsbereich), um hinter diesem turbulent weiter zu gehen, (bis die Wirbelschleppen sich beruhigt haben). Hochinteressantes Thema. Wer sich tiefer reinknieen möchte: Google-Bilder zum Thema laden: transition region flat plate,

    http://www.topplocksverkstan.se/bilder/FLODESFORLUST/Boundary_Layer_of_Flat_Plate_jpg.jpg[​IMG]
    Dieser Link zeigt ebenfalls den Strömungsverlauf. Man stelle sich vor, das wird bei unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten gezeichnet, dann entsteht das "Gefieder" im turbulenten Bereich und die "Transition region" wandert nach oben und bildet ein Auge:

    http://images.google.de/imgres?imgu...0ahUKEwisobaTkqLJAhXBCCwKHSsJCCk4ZBCtAwjWATBG

    Der nächste Link bringt eine sehr ausführliche Darlegung relevanter Themen. Ehe Du Dich festliest, springe einfach zu Figure 2 - 22 Drag coefficient.... und stelle Dir unten einen nach links zeigenden Pfeil, sowie das Auge im weißen Transition-Bereich vor. Alles klar?

    http://images.google.de/imgres?imgu...d=0ahUKEwje44zRjaLJAhVEkSwKHSpgBTAQrQMImAEwJw

    Hier was zum Theme auf Basis moderner Rechenmethoden, ohne das das Logo auf den ersten Blick erkennbar ist:

    http://images.google.de/imgres?imgu...ved=0ahUKEwiA7p7rkKLJAhUBGCwKHVwmCxQQrQMIHTAA
     
  20. AdMan

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  21. #19 Harlekin, 23.11.2015
    Harlekin

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    @Embitschko57

    Gerne möchte ich noch eine Erklaräung zum Audi Logo. Aber auch so in dieser Denkweise

    Merci
     
  22. CMR

    CMR

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    Für das alte Audi Logo oder das von Auto-Union mit den 4 Ringen, die für Audi, DKW, Wanderer und Horch standen?
     
Thema: Skoda Zeichen und Bedeutung des Firmennamens
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