Skoda und der Motorsport gestern bis heute

Dieses Thema im Forum "Skoda Motorsport Forum" wurde erstellt von M.Herrmann, 16.10.2002.

  1. #1 M.Herrmann, 16.10.2002
    M.Herrmann

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    Als die Gründer der Firma Škoda Václav Laurin und Václav Klement am Ende des Jahres 1895 angefangen haben in Mladá Boleslav, Fahrräder zu montieren, haben sie den Sport nicht unterstützt, da die Rennräder angeblich keinen Einfluss auf die Serienfertigung haben und sie machen die normalen Fahrräder nur unnötig teuerer. Als sie in Mladá Boleslav angefangen haben, Motorräder herzustellen, haben sie ihre Meinung geändert. Im Jahre 1901 sandten sie Narcis Podsední
    ek zum damals schwierigsten Rennen Paris – Berlin aus, das 1196 km lang war. Von zehn Konkurrenten in der Klasse kam Podsední
    ek als erster nach Berlin. So begannen die Sportaktivitäten der Fabrik in Mladá Boleslav, die im Jahre 2002 ins zweite Jahrhundert deren Geschichte treten. Im Jahre 1905 hat die Marke L&K den Titel des inoffiziellen Motorrad-Weltmeisters gewonnen, als Václav VondYich im Jahre 1905 in Frankreich das Rennen um den Gordon-Bennet –Pokal gewonnen hat. Im Jahre 1908 stellte Ing. Hieronimus auf der Rennstrecke in Brooklands den Geschwindigkeits-Weltrekord. In der Klasse der Vierzylinder mit der Bohrung bis 86 mm ist er eine Meile mit der Geschwindigkeit von 118,72 km/h gefahren. Die Siege in den Bergfahrten Zbraslav - Jílovišt, Ries, Semmering, Gaillon, die Siege in den Wettbewerben St. Petersburg - Moskau, in der Alpenfahrt, in der Karpatenfahrt und der Gewinn des Industriepreises des Prinzen Erich von Thurn und Taxis im Jahre 1911 für die besten Ergebnisse in den Sportwettbewerben in drei (!) Saisonen zeugen davon, dass L&K in Mitteleuropa die erste Geige gespielt hat.

    Im Jahre 1925 wurde das Automobilwerk zum Bestandteil des Škoda-Konzerns und ab Mitte der 30-er Jahre hat es sich wieder im Rennspot engagiert. Die größte Resonanz erweckten die Expeditionen einer Reihe von Weltreisenden. Im Jahre 1934 fuhren sieben Studenten aus Prag ins indische Kalkutta los. In den ganz neuen Volksfahrzeuge vom Typ Škoda Popular haben sie problemlos 14 800 km hinterlegt. Das Ehepaar Elstner begab sich dann im Jahre 1936 in die USA und nach Mexiko, um zu beweisen, dass mit einem Škoda die Besitzer ans beliebige Ziel wagen können. Die einzige Panne auf den 25 000 km: ein abgebrochener Richtungsweiser, als sich die Neugierigen um den Wagen gedrängt haben.

    Die Elstners waren noch unterwegs, als J.B. Procházka und J. Kubias mit dem Škoda Rapid im April 1936 zur Weltreise aufgebrochen sind. Sie wollten die Erdkugel in 100 Tagen umfahren, und zwar in östlicher Richtung. Sie haben dem Wagen viel vertraut, da er Procházka bisher gut gedient hat hat und 60 000 km hinterlegt hat. Moskau - Teheran - Bombay - Colombo - Singapur - Shanghai - Yokohama - Honolulu - San Francisco - New York - Paris - Prag - das war eine kurze Streckenbeschreibung der Reise, die zum Schluss 98 Tage dauerte. Die Kommission des Autoklubs hat beweisen, dass die Plomben am Motor intakt geblieben sind.

    Das Ehepaar Škulina begab sich im Jahre 1936 nach Afrika. Sie starteten in Dakar, fuhren quer durch das äquatoriale Afrika nach Madagaskar, dann nach Süden nach Johannesburg und danach nach Norden nach Ägypten. Sie haben 52 000 km zurückgelegt und unterwegs zurück nach Europa schickten sie vom Schiff ein Telegramm, der Wagen ist in ausgezeichneter Kondition.

    Im Jahre 1936 platzierten sich Zdenk Pohl und Ing. Jaroslav Hausman bei der Rallye Monte Carlo in der Klasse bis 1500 cm2 am zweiten Platz, in der Gesamtwertung dann am vierzehnten Platz. Ein Jahr später landete das selbe Duo am vierten Platz. Der Ordnung wegen - es wurde am 3. Platz klassifiziert, aber danach stellte sich heraus, dass der Rückspiegel des Wagens eine um 4 cm kleinere Fläche hat als von der Vorschrift verlangt. Die Strafpunkte haben die Škoda-Fahrer auf den 4. Platz verschoben. Als sie nach Prag kamen, hat der Direktor des Automobilwerks K. Hrdli
    ka sie öffentlich gelobt, dass sie - obwohl sie die Zeit dafür hätten - den Spiegel nicht ausgetauscht haben. Fair play zu spielen galt im Werk immer über alle Ergebnisse.

    Selbst nach dem zweiten Weltkrieg hat sich das Automobilwerk nicht in den Hintergrund zurückgezogen. Obwohl die politische und auch wirtschaftliche Lage des Landes es nicht erlaubte sich im Sport so zu engagieren, wie es die Tradition befahl, versuchten es die Enthusiasten überall, wo es nur ging. In Rennen 24 h in Spa Francorschamps fuhren drei Škodas 1101 im Trio hintereinander vom Start bis ins Ziel und sie haben so demonstrativ in ihrer Klasse gewonnen.

    In den 50-er Jahren gab es nicht viele Möglichkeiten die Kräfte mit der ausländischen Konkurrenz zu messen. Wenn das aber schon mal gelungen ist, hat die Marke gar nicht schlecht abgeschnitten: im August 1955 war der Škoda 445 im Rennen Liége - Rom - Liége zehnter von 145 Fahrzeugen am Start, in Australien nahmen 1958 sechs Škodas teil am Wettbewerb Mobilgas Trial, der 16 000 km lang war. Der Spartak hat den ersten Preis in der Kategorie der Übersee-Fahrzeuge bekommen. Im Jahre 1961 platzierte sich der Škoda Octavia ausgezeichnet bei der Rallye Monte Carlo, als Gjolberg mit Martinsen am 6. Platz in der Gesamtwertung landeten. Internationale Erfolge hat Škoda bei den Rundstreckenrennen errungen, wo sie sich mit ihren Fahrzeugen mit Heckmotor und Hinterradantrieb zu engagieren begann. Im Jahre 1970 belegte Š in der Serie der Rundstrecken-Europameisterschaft den 2. Platz in der Gesamtwertung. Der größte Nachkriegserfolg wurde im Jahre 1981 mit dem ausgezeichneten Dreizehnhunderter Škoda 130 RS erreicht. Die Fahrer Vojtch - Enge - ŠenkýY haben für die Marke vor BMW den Titel des Europameisters gewonnen.

    Auch bei den Rallyes haben die Fahrzeuge mit Heckmotor ausgezeichnetes Fahrverhalten bewiesen. Bei der Rallye Monte Carlo 1977 gewann die Besatzung Blahna - Hlávka nicht nur in deren Klasse bis 1300 cm³, sondern sie landete auch in der Gesamtwertung am 12. Platz. Bei der Rallye Akropolis, ebenfalls einem Rennen der WM, platzierten sich Zapadlo - Moptal unter den besteh zehn Besatzungen, indem sie mit dem Škoda 130 am 9. Platz landeten. Das Automobilwerk nahm regelmäßig dort an großen Wettbewerben teil, wo es seine Geschäftsinteressen hatte - also an der RAC Rallye, in Norwegen und in Finnland, wo es in seiner Klasse keinen ernsthaften Gegner hatte.

    Die derzeitige Teilnahme der Marke Škoda in der Rallye-Weltmeisterschaft deutet darauf hin, dass die ehemals lokalen Interessen inzwischen zu globalen Interessen geworden sind. Und die Geschichte zeigt deutlich - man hat was, worauf man anknüpfen kann.

    Die Fotografien stehen auf den Seiten http://media.skoda-auto.com/ zur Verfügung (In der Sektion Photobank/History)

    quelle skoda-auto.com
     
  2. AdMan

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  3. saVoy

    saVoy
    Moderator

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    Hi,

    nicht zu vergessen ist der Gewinn der Rallye WM 1995 in der 2 Liter Klasse -Favorit- sowie einige Klassensiege bei der Rac mit dem Felicia.
    Bin ja mal gespannt auf den WRC Fabia.

    Savoy
     
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