Skoda Superb 2.8 versus VW Passat V6 4Motion

Dieses Thema im Forum "Skoda Superb I Forum" wurde erstellt von ?, 29.05.2002.

  1. ?

    ? Guest

    Auf www.auto-news24.de wurde heute ein Test zwischen Superb 2.8 und Passat V6 4 Motion veröffentlicht:

    Testvergleich: Skoda Superb 2.8, VW Passat V6 4Motion
    Skoda gibt jetzt richtig Gas. Neben Dauerbrenner Octavia fährt auch der Fabia stattliche Erfolge ein. Nun wollen die Tschechen das Segment der Reiselimousinen erobern und starten mit dem Superb durch.

    Solch ein ehrgeiziges Projekt benötigt eine gute Basis. Diese liefert Volkswagen mit der Passat-Plattform und den dazugehörigen Motoren. Fast wichtiger noch: VW steuert eine gute Portion Know-how dazu. Doch das, was dem Konzerngewinn zugute kommen soll, schafft auch Konkurrenz im eigenen Haus. Denn zumindest hierzulande buhlen beide Modelle um die Gunst der gleichen Käuferschaft.

    Dazu tritt der Skoda Superb 2.8 gegen das Passat-Pendant mit gleichem Motor an. Erster Unterschied: VW liefert den Passat V6 nur als 4Motion, also mit Allradantrieb aus. Skoda baut dagegen in dieser Klasse ausschließlich Fronttriebler. Und das soll vorerst auch so bleiben, versichert Skoda-Chef Dieter Sitz. Zweiter Unterschied: Die Karosserie des Tschechen ist um zehn Zentimeter länger als die des VW. Und trotzdem ähnelt der Superb dem Passat sehr.

    Doch nur die Vordertüren stammen aus denselben Pressen. Alle anderen Karosserieteile haben eine eigenständige Form. Auch der Radstand des Superb misst mit 2,80 Metern zehn Zentimeter mehr als der des Passat. Das schafft einen geradezu verschwenderisch großen Innenraum.

    Auf den Fondplätzen des Skoda Superb reisen die Passagiere BusinessClass - wer es mag, mit über-einander geschlagenen Beinen. Auch der Wolfsburger bietet viel Platz, aber mit der Konferenzraum-Atmosphäre kann er nicht mithalten. Dafür bietet er mehr Variabilität: Will der Fahrer ein sperriges Baumarktschnäppchen transportieren, kann er die Rück-sitzlehnen umklappen und den Kofferraum auf volle Breite vergrößern. In den Superb passen höchstens Leisten oder Gardinenstangen -mehr geht nicht durch die schmale Durchreiche hinter der Mittelarmlehne.

    Grund: Die Rücklehne ist hier ein tragendes Teil. Denn bei der verlängerten Karosserie musste Skoda jeden Trick nutzen, um für Karosseriesteife zu sorgen. Knotenbleche und Aussteifungen haben auch viel Eigengewicht.

    Ergo: Der Superb bringt fast das identische Leergewicht auf die Waage wie der VW. Dabei sind beim Passat 4Motion schon die ca. 100 Kilogramm Technik für den Allradantrieb mit eingerechnet, die er stets herumschleppen muss. Das Mehrgewicht des Superb wirkt sich natürlich auch auf die Zuladung aus. Das bedeutet: Er darf nicht mehr als der VW transportieren, obwohl mehr reinpasst. Beide Autos sind mit dem von Audi stammenden V6-Aggregat gut motorisiert -mitunter sogar zu gut. Auf feuchten Straßen hat der Skoda Schwierigkeiten, den Leistungsschub in Vortrieb umzusetzen.

    Bleibt der Fahrer beim Anfahren dennoch auf dem Gas, beginnt die Vorderachse zu trampeln. Solche Probleme kennt die 4Motion-Traktion des Passat nicht. Haben die angetriebenen Vorderräder nicht genug Grip, dann beißen sich - für die Insassen ganz unmerklich - auch die Hinterräder in den Asphalt und sorgen für Vortrieb. Auf trockener, griffiger Piste fühlt sich der Superb leichtfüßiger an als der VW. Dem Passat 4Motion ist hier anzumerken, dass er zusätzliche Getriebe und Wellen mit beschleunigen muss. Das macht sich auch im Verbrauch bemerkbar.

    Der Wolfsburger gönnte sich unter gleichen Bedingungen stets einen halben Liter Sprit mehr. Der Fünfventil-V6 läuft übrigens in beiden Autos angemessen leise. Doch im Superb leistet er sich spürbare Leerlaufschwankungen. Im Test-Passat arbeitet er dagegen nicht ganz vibrationsfrei. Bei hohen Drehzahlen wird die 2,8-Liter-Maschine zudem recht zäh. Die Feder-/Dämpferabstimmung zeigt beim Skoda Superb Schwächen.

    Auf kurze Stöße durch Kanaldeckel oder Schlaglöcher reagiert die vordere Radaufhängung mit einem Zittern, das ans Fahrwerk des alten Audi A4 erinnert. Die Hinterachse neigt dagegen zum Poltern. Sie fühlt sich unterdämpft an. Bei Autobahntempo 130 nervt der Superb zusätzlich mit einem ganz leichten Pulsieren in der Karosserie. Fährt man einen Tick schneller, ist diese Schwingung nicht mehr zu spüren.

    Zu allem Überfluss bleibt auch die Sitzfederung des Skoda ständig in Bewegung. Offensichtlich verträgt sich die Eigenfrequenz des Sitzes nicht mit dem Rest des Autos. Das Vorderachs-Zittern und das Hinterrad-Trampeln sind zwar auch dem Passat nicht fremd, beides tritt hier aber nicht so deutlich zu Tage wie beim Skoda.

    In Sachen Federungskomfort entpuppt sich der Superb insofern nur als zweiter Sieger. In puncto Geradeauslauf hat der Skoda dafür die Nase vorn, frei nach dem Motto: Länge läuft. Der Passat mit seinem 4Motion-Fahrwerk wirkt dagegen nervöser.

    In Kurven verhalten sich beide Autos mustergültig. Der Skoda fängt früher an zu untersteuern. Sobald es hurtiger ums Eck gehen soll, bremst das ESP ihn restriktiv ein. Das nimmt zwar etwas den Fahrspaß, kommt aber der Sicherheit zugute.

    Fazit: Der Passat fährt sich harmonischer, die Karosserie macht einen steiferen Eindruck und er bietet dank 4Motion die bessere Traktion. Doch der Allradantrieb bringt nicht nur Vorteile. Gewicht und Reibungsverluste drücken aufs Temperament. So bissig wie der Skoda prescht der Passat längst nicht voran. Zudem liegt sein Verbrauch höher als beim größeren Superb. Für den Tschechen spricht das üppige Platzangebot im Fond, aber auch die ansehnliche, qualitativ hochwertige und modernere Gestaltung des Interieurs. Doch wer beim Superb 2.8 ein Schnäppchen erwartet, wird enttäuscht: Mit 32690 Euro ist er sogar um 1000 Euro teurer als der VW Passat 4Motion.
     
  2. AdMan

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  3. RonnyS

    RonnyS Guest

    hi mickey,

    also der bericht ist sehr interessant. solch sachen wie da beim superb festgestellt haben, sind bis jetzt noch nicht aufgefallen. und ich fahre sehr häufig damit.

    und bei www.volkswagen.de hab ich mir grad nen passat v6-4motion zusammengestellt: ich komm in der aussattung trendline (und dann auf elegance-ausstattung superb "aufgewertet") auf 35.831,00 €. und soviel kostet kein superb elegance v6. eher 1000,00 € weniger oder sogar noch ein bisl mehr.

    sag ich nix weiter dazu. bringt ja doch nix.

    ciao
     
  4. #3 octavius, 30.05.2002
    octavius

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    Dem Bereicht zu folge, scheint die Fahrqualtität des Superbs nicht besonders zu sein.
    Und wenn man nicht einmal die Rücksitzbank umklappen kann?
     
  5. #4 toaster, 30.05.2002
    toaster

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    Eigentlich vergleicht man hier zwei völlig unterschiedliche Fahrkonzepte...

    Der Passat ist in dieser Variante eher der sportliche Wagen, der um die Ecken geschoben werden will. Sieht man auch mehr als deutlich an der Werbung die VW bzw. auch Audi für die 4Motion- bzw. Quattro-Modelle macht. Eben Fahrspaß durch Leistung.

    Der Superb ist dagegen der Reisewagen. Hier ist eher cruisen angesagt.

    Wie gesagt... für mich ist der Vergleich mal wieder absoluter Müll. Im Superb hat der Motor Leerlaufschwankungen, im VW erzeugt er Vibrationen. Im Audi wäre es ein Top-Motor. Er stammt ja schließlich aus der Edelschmiede, die sich zwar auch nur aus dem VAG Regal bedient, aber das darf man ja nicht sooo laut sagen.

    Und nein, ich sehe es nicht durch die Rosa-Skoda-Brille. Aber der Vergleich passt einfach nicht...
     
  6. #5 octavius, 30.05.2002
    octavius

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    Hallo Toaster, Du hast bestimmt recht, das hier Äpfel mit Birnen verglichen werden.
    Aber Audi würde den 2,8l überhaupt nicht mehr einbauen, weil er technisch veraltet ist.
    BMW/Audi verbauen schon seit 1999/2001 den 3l.

    Hierzu diesen Bericht von BMW. Irgendwo steht da auch, das andere "Konkurenten" die 2,8l rausgeworfen haben (Audi, Mercdes).

    http://all4engineers.de/all4engineers/pdf/atz/a01-01-02.pdf
    http://all4engineers.de/all4engineers/pdf/atz/a07-00-13.pdf

    Und das Schlimme ist, das so eine Grotte von Motor in einem neuen Auto verbaut wird.

    Audi hat mit dem neuen 3l zwar auch kein Glanzstück abgeliefert, doch ist er wesentl. besser als der 2,8l.
    Ich selbst hatte das zweifelhafte Vergnügen, so einen Motor in meinem Audi80 Cabriolet zu haben.

    Für einige drücke ich mich sicherlich etwas überspitzt aus, doch ich sehe es so, da ich den direkten Vergleich habe und in meinem Zweitwagen einen 3l fahre, mit dem ich bei nur 11,5l im Durchschnittsverbrauch liege.
     
  7. AdMan

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  8. #6 toaster, 30.05.2002
    toaster

    toaster Forenurgestein

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    Ich hatte auch nicht nachgesehen ob es diesen Motor noch bei Audi gibt. Ich meinte das auch eher generell...
    Ich kenn ihn nämlich auch aus dem Audi Cabrio...

    Wie gesagt... mir gefällt der Vergleich nicht... weder technisch noch von der Ausrichtung der Modelle her.
     
  9. smhu

    smhu Guest

    Zur Klarstellung: Der von Audi damals verwendete V6 2.8l ist nicht identisch mit dem VW/Skoda VR6 2.8l. In den 90er Jahren hat sich der VW Konzern noch den Luxus erlaubt, gleichzeitig 2 verschiedene V6 zu entwickeln. Im VW Golf VR6 fand der VW Motor mit der Kombination aus V und R Motor, d.h. einem sehr engen Winkel zwischen den Zylinderbänken (üblich bei Audi etc. ca. 60° bei VW ca. 15°) Verwendung.

    Im Zuge des Modellwechsels beim Golf im Jahre 1997 wurde der VR6 in V6 umbenannt, ohne aber die Konstruktion zu verändern. Die Audi Motoren waren herkömmliche V6, welche aber nie richtig überzeugen konnten, da ändert auch die 5-Ventiltechnik bei den aktuellen V6 von Audi nichts dran. Auch Audi kann es sich nicht leisten, alle 10 Jahre komplett neue Motoren auf den Markt zu werfen, höchstens die Zylinderköpfe werden ab und zu aktualisiert (wie beim 3.0l 30V).

    Der "alte" V(R)6 wird aktuell bei VW sowohl noch im Golf/Bora sowie im Passat eingesetzt, dies mit im Golf/Bora von 193 PS auf 204 PS erhöhter Leistung.

    Skoda hat demnach den absolut aktuellsten VW V6 für den Superb erhalten, aber nicht die höchste Leistungsstufe. Gemäss den neuesten Modellgerüchten wird Audi denselben Motor mit einem auf 3.2l vergrösserten Hubraum auch im neuen Audi A3/S3 einsetzen.

    Alte Motoren müssen nicht zwingend schlecht sein, sofern sie technisch immer schön nachgerüstet werden (siehe z.B. den 1.8T, der basiert auf einem Motor aus den 60er Jahren (Code 827) und ist nicht wirklich schlecht).

    Kurzfassung: Skoda und VW verwenden idetische Motoren mit teilweise anderer Steuersoftware, siehe auch Fabia 1.4 16V und Polo 1.4 16V (Fabia sportliche Software und VW Komfortmotorsoftware). Dies kann man als "Werkstuning" im weiteren Sinne bezeichnen. Die Chiptuner wären auch in der Lage, Euren Motoren eine andere Leistungscharakteristik nur mittels Softwareänderung zu verpassen.

    Die Motorenpolitik beim VW-Konzern ist nicht immer ganz transparent.
     
Thema: Skoda Superb 2.8 versus VW Passat V6 4Motion
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