Sind Skoda, Audi, VW Bratislava, VW Brüssel auch vom Streik in Ostdeutschland betroffen ?

Dieses Thema im Forum "Skoda allgemein" wurde erstellt von Martyn, 22.06.2003.

  1. Martyn

    Martyn Guest

    Im VW Werk in Wolfsburg soll nächste Woche wegen den Streiks in Ostdeutschland ja die Produktion vermindert werden.

    Aber sind Skoda und Audi davon auch betroffen, bis auf die Innenausstattung sind ja die meisten Teile gleiche. Und wie sieht es bei VW in Bratislava und Brüssel aus. Die müssten doch erst recht auch betroffen sein?
     
  2. AdMan

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  3. #2 skodafan, 22.06.2003
    skodafan

    skodafan Guest

    Das hängt daran, wie weit die bestreikten Zulieferer auch Skoda und VW im Ausland beliefern.

    Bei Skoda mache ich mir keine grioßen Gedanken, weil ja die meistens Zulieferer auch in CZ Firmen haben, die Skoda beliefern.

    Trotzdem finde ich das beschissen, mit dem Streiken.
    Ich hab`s in Dresden mitbekommen, die meisten Ostdeutschen wollen garnicht streiken, es sind nur vereinzelte. Wisst ihr wie es die IG Metall in Dresden gemacht hat, es wurden Extra Streikwillige aus den alten Bundesländern rangeholt, damit es so aussieht das viele Ostdeutsche streiken. (wurde auch in den Medien berichtet)

    Was soll eigentlich die 35 h Stundenwoche??

    Die meisten Branchen können sich sowas garnicht erlauben, da gibt keine unter 40 h Stundenwoche.

    Klar, das jetzt BMW sein Investionen im Osten überdenkt, ist bloß schlimm das dadurch noch mehr Menschen arbeitlos, b.z.w. keine Arbeit im Osten finden.

    Was sagt Ihr dazu??



    MfG skodafan
     
  4. Tobi

    Tobi

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    Zum Glück hat Skoda nicht im Osten investiert! :D

    Ich glaub auch, es sind zwar manche Teile mit denen von VW identisch, aber AFAIK werden die nach Originalplänen und -Formen von VW von tschechischen Zulieferern gefertigt!

    Die spinnen :duspinnst: , die Gewerkschaften!:toedlich: X(
    Am Anfang haben ja wirklich anscheinend in kleineren Betrieben die zwo drei streikwilligen Gewerkschaftsmitglieder der Belegschaft mit ihren 20 Genossen die sie aus dem Westen angekarrt haben :telefon:, die ganze Firma komplett blockiert! :-(




    Gibt es eigentlich überhaupt Skodawerke außerhalb der Ex-Tschechoslowakei?
     
  5. ?

    ? Guest

    Den Unternehmen geht es prima weil sie so gut wie keine Steuern mehr zahlen, die Aktionäre streichen fette Dividenden ein, die Politik unterstützt die Sache im Zeichen der Globalisierung und nimmt sich somit selber das Geld für den Staat weil die Unternehmen so gut wie keine Steuern zahlen.
    Dennoch glaubt jeder den Unfug mit den hohen Lohnnebenkosten in D oder das wir mehr Feiertage wie andere haben und nickt fröhlich ab zu allem was sowohl Regierung als auch Oposition an Müll verzapfen.

    Anstatt den Damen und Herren mal zu zeigen wo der Hammer (sprich die Produktivität und Inovation der Unternehmen herkommt), wird fleissig abgenickt.

    Gerade in den neuen Bundesländern gab es zusätzliche Steuergeschenke, Investitionsbeihilfen und und und .....
    Der kleine Malocher hat davon aber bislang nichts gehabt, selbst wenn die Unternehmen weiter entlastet werden, so werden dennoch von den Unternehmen keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, sondern es wird gefordert noch mehr zu arbeiten, für weniger Geld, denn ansonsten sinkt ja die Rendite der armen Arbeitgeber.

    Ich kann nur sagen Hut ab vor dem was die Österreicher auf die Beine gestellt haben, als es an die Renten und Pensionen gehen sollte, oder was die Franzosen abziehen wenn die Regierung oder die Wirtschaft den kleinen Mann verarschen will.
    In diesem unseren Lande wie unser dicker Exkanzler immer so schln sagte, hat jedoch kaum wer die Traute mal auf den Putz zu hauen, da macht man es sich lieber bequem und glaubt wieder den Leuten die uns ständig und seit Jahren auf den Arm nehmen, selbst zum Wählen ist ein Großteil der Bevölkerung scheinbar zu dämlich, wenn man sich die Wahlbetzeiligung so anschaut.

    Übrigens streiken kann nur jemand der auch in einem betroffenen Betrieb beschäftigt ist, die Gewerkschaften können natürlich auch Mitglieder aus anderen Bereichen zu Demonstrationen ranschaffen, nur haben die mit den bestreikten Betrieben nichts zu tun, sondern unterstützen lediglich die Kollegen die dort streiken durch ihre Solidarität. Das ist nichts anderes wie bei den Castortransporten, den Bürger-Demos zur Startbahn-West oder ähnliches, dort sind auch nicht nur betroffene Bürger sondern auch Menschen die sich nicht unpolitisch in die Ecke setzen und sich ihre Meinung von den Medien formen lassen (die ja zum Großteil auch durch die Wirtschaft finaziert werden), sondern einfach ihre Bürgerrechte wahrnehmen und somit zeigen das sie verantwortungsbewusst auf politische Entwicklungen in unserem Staat reagieren.

    Die Leute im Osten der Republik haben ihre Probleme und die sind politisch gewollt, selbst wenn wir eine 50 Std. Woche hätten, würde es dort niemandem besser gehen. Diejenigen die Arbeit haben sollen aber nach Westnieveau entlohnt werden und dieselben Arbeitsbedingungen haben, denn die Kosten sind auch die gleichen wie in den alten Bundesländern.

    Armes Deutschland kann man da nur sagen, wenn selbst die Leute um die es geht sich von Wirtschaft und Politik einwickeln lassen und jeden Müll glauben. :kotzwuerg:
     
  6. Reiner

    Reiner

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    Mickey, ich fürchte, ich bin gänzlich anderer Meinung wie Du, möchte mich aber hier zurückhalten, da wir ja kein Politikforum aus diesem Forum machen wollen, oder?

    Dazu nur kurz so viel:
    Natürlich versucht die Industrie, das Bestmögliche herauszuholen, aber ohne entsprechende Anreize wäre kaum Jemand bereit gewesen, in Ostdeutschland zu investieren. Neue Investitionen werden sicherlich nicht durch kürzere Arbeitszeiten gefördert.

    Gruß Reiner
     
  7. Tobi

    Tobi

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    wenn sich das häuft und dadurch immer öfters Unternehmen wie z.B. jetzt BMW in den (Stamm-)Werken auch außerhalb der neuen Länder durch diese Streiks betroffen sind weil die Lieferkette unterbrochen ist, macht das auf die Dauer sicher keinen guten Eindruck auf potentielle Investoren, die bei der Arbeitslosigkeit im Osten auch künftig noch dort gebraucht werden.
     
  8. ?

    ? Guest

    @Reiner
    Ja vollkommen richtig, aber es wird grundsätzlich nur dann investiert wenn es Vorteile für die Wirtschaft gibt, die Wirtschaft tut allerdings nicht das geringste für den Staat, im Gegenteil es wird mit Abwanderung gedroht. Sämtliche Einsparungen in die die Gewerkschaften und somit die Belegschaften eingewilligt haben, haben keinen Arbeitsplatz gebracht und haben keinen Arbeitsplatz gerettet.
    Im Gegenteil, umso mehr Einfluss die Wirtschaft bekommt umso mehr Existenzen gehen vor die Hunde, da ist nicht nur der Arbeitnehmer betroffen, sondern die ganze Familie.

    In meinem Job bin ich (auch) Arbeitgebervertreter, aber ich sehe jeden Tag wie mehr aus meinen Leuten gepresst werden soll und das für immer weniger Geld. Nein Danke, dafür habe ich keinerlei Verständniss, den geistig haben die Leute schon lange gekündigt und das schadet auf Dauer nicht nur dem Unternehmen sondern auch dem ganzen Staat.

    @Tobi
    BMW hat in den letzten Jahren Unternehmensgewinne wie nie eingefahren, Steuern zahlt man so gut wie keine, das findest du toll?
     
  9. #8 Xelasim, 22.06.2003
    Xelasim

    Xelasim Guest

    Da schließe ich mich Reiner an, und ich kann echt nicht mehr hören. was die Gewerkschaften da veranstalten! Fakt ist, dass "Ost-Arbeiter" Weniger Lohn beziehen, als "westdeutsche" (laut meinem VWL Prof. 75%), gleichzeitig ist aber die Produktivität, von der der wirtschaftl. Erfolg eines Unternehmens abhängt, schlechter als im Westen, d.h. ca. 66%. Wenn man jetzt knallhart wirtschaftlich und ohne ein Gefühl von Menschlichkeit kalkulieren würde, so wären die Arbeiter in den neuen Ländern sogar überbezahlt.
    Deswegen bin ich der Meinung, dass es die 35 Stunden Woche noch nicht geben darf, da dies wieder neu Firmen in den BAnkrott treiben wird. Warum verstehen wir Deutschen eig. nicht, dass wir in wirtschaftl. schwierigen Zeiten auch mal ein bisschen zurückstecken müssen!!!
    Jetzt kommt bestimmt wieder gleich der Kommentar: Aber die Manager....... Richtig, ich finde es auch scheiße, wenn diese sich mit Millionen-Abfindungen zur Ruhe setzen. Aber pauschal gesehen finde ich die Entlonung dieser Menschen absolut in Ordnung, denn sie tragen eine riesige Verantwortung, und wenn sie Fehler machen, sind sie ganz schnell privat bankrott, und auch ganz schnell im Knast.......
    Mein persönl. Fazit: Nullrunden für alle, auch Politiker, und mal gehörig das Steuersystem durchkramen, so wie die Iren es auch gemacht haben......

    MFG Simon
     
  10. Tobi

    Tobi

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    @Mickey: Daran sind aber auch die inzwischen teilweise überzogenen Erwartungen der Aktionäre schuld.

    :D Die Kapitalistenschweine! :D

    Wenn eine Aktie eines grundsoliden Unternehmens heute abstürzt, nur weil der Vorstandssprecher gerade verkündet hat, daß die Gewinnsteigerung(!!) doch nicht ganz so hoch ausfallen wird wie angekündigt, ist es klar daß sie immer Rücksichtsloser vorgehen müssen.
    Aber sie werden gebraucht, oder wäre es dir lieber gewesen, BMW hätte gar nix in den Osten investiert?
    Einige dringend benötigte Arbeits- und Ausbildungsplätze sind ja da wohl schon entstanden.
     
  11. ?

    ? Guest

    @Xelasim
    Im Knast landet kein Manager wenn er sich an Gesetze hält (genauso wie jeder andere Bürger auch) und er haftet auch nicht mit seinem Privatvermögen, schau dir mal das Gesellschaftstrecht an. Ein kleiner Unternehmer der keine Gesellschaft gegründet hat, der haftet mit seinem Privatvermögen, bei einer GmbH ist das schon auf die Einlage beschränkt genauso wie bei den weiteren juristischen Personen wie z.b. einer AG.

    Ich frage mich eher warum ein Großteil der Deutschen einfach so dumm ist sich alles gefallen zu lassen, von dem Wirtschaftswundervolk das politisch interessiert war, sind wir scheinbar zu einem Volk der Ja-Sager verkommen, das finde ich sehr traurig. :nieder:

    @Tobi
    So in etwa sieht das aus, nur sind wir dumm genug uns an dem ganzen Scheiß auch noch zu beteiligen, aber es ist ja so geil seinen eigenen Arbeitsplatz durch Aktienanteile wegzurationalisieren.
     
  12. Tobi

    Tobi

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    Ihn sich wegzustreiken ist aber auch nicht viel geschickter...:D

    Auf die Dauer wird alles was das Unternehmen nicht produktiv genug macht, irgendwie verschwinden.
     
  13. ?

    ? Guest

    Ja Tobi, abnicken und ja sagen ist viel besser, viel Spaß dabei :troesten:
     
  14. Tobi

    Tobi

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    Du mußt halt Kompromisse schließen, und das waren im Osten halt bisher andere Tarifverträge.
     
  15. ?

    ? Guest

    Gut erkannt, Vertragsverhandlungen sind immer ein Geben und Nehmen, genauso wie beim Autokauf, man verhandelt solange bis beide Seiten zufrieden sind. Nur wer sofort aufgibt bekommt auch nichts und wer nur abnickt ist von Anfang an ein Looser, mehr ist das nicht.
    Aber in Deutschland hat ja auch kaum jemand mitbekommen das das Rabattgesetz gefallen ist, also doch ein Volk der Abnicker???
     
  16. #15 fabicountry, 22.06.2003
    fabicountry

    fabicountry Guest

    Hi allemiteinander

    Ja AUDI ist auch betroffen. Allerdings momentan nur der A4.


    @Reiner
    Könnte auch daran liegen, daß die Ostbetriebe Subventioniert sind. Und die Produktivität Auslastungsbedingt gesteuert ist. Ich glaub nicht, daß im Osten schlechter gearbeitet wird. Nur solange es billiger ist, werden die Manager aus dem Westen im Osten Deutschlands produzieren. Wenn Löhne, Gehälter und aufgrund der €-bedingten Preissteigerung von 30% angepasst werden (und damit mein ich nicht die, für Idioten bestimmte Inflationsrate der Beamtenregierung von 1,XXX %), werden die Geldgeier sehr schnell auch die Ostdeutschen Arbeitsplätze noch weiter in die Niedriglohnländer verlagern.

    Möchte mich gleich für "die Idioten" entschuldigen. Natürlich ist seit der Euro-Einführung jeder in der Lage noch mehr auf die hohe Kante zu legen (wer mir widerspricht, kann in die Politik gehen).

    Da Mickey schon sehr gut über die Problematik berichtet hat, kann ich nur noch sagen: Bravo. Zivilcourage ist selten. Aber so wie Mickey es sagt trifft es den Kern der Sache. Dem ist nichts hinzuzufügen, ausser dies :LOL:


    Klar ist das hier kein Politikforum. Aber ich hätt mir auch lieber einen AUDI aus bestimmten Gründen gekauft. Leider brauch ich aber auch Geld für andere Anschaffungen. Und da reichts nimmer. Und nach gründlichem Überlegen hab ich herausgefunden, daß der EURO ein Grund ist, und 42% fressen die Beamten mit ihren Alimentationen und die Pensionäre mit den Pensionen auf vom Staatshaushalt !!!!!!!, und das ist eine nicht Leistungsbezogene Geldzuwendung. Sprich... wenn er morgens erscheint und so tut als ob er arbeitet (und das tut Holz auch :] ) hat er sich die Geldzuwendungen schon verdient. Und das ist nur ein Beispiel, die Kosten fürs heizen von Behörden, und anderer Bedürfnisse sind nicht in den 42% beinhaltet, sondern gehen zu lasten des Restes des Staatshaushaltes.

    Auch das Ausklammern der Beamten aus den sozialen verpflichtungen ist ein grund, warum hier alles aus dem ruder läuft. keine beiträge zur rentenversicherung..... obwohl täglich mehr und mehr fremdrentenbezieher von den beamten in die rentenversicherung überführt werden. und die rentenzahlungen sind doch ebenfalls ein erheblicher faktor für die lohnnebenkosten......
    ABER DER BEAMTE hält sich vornehm zurück.

    Krankenkassenbeiträge. Ein erheblicher Faktor bei den Lohnnebenkosten. Aber der Beamte ist nicht dabei.


    Und überigens auch die Selbstständigen nicht.

    Es lebe der Beamtenstaat. Beamte aller Bundesländer vereinigt euch. Dann kann man wenigstens alle asozialen am gleichen Ort auffinden.

    Ach ja Streichung der 13ten Alimentation für Beamte (und des Weihnachtsgeldes). Selbst ein Beamtenpensionär bekommt das 13te. Erzähl das mal einem Renter.

    Bei meiner Firma gibts das Weihnachtsgeld schon seit 12 Jahren nimmer und nur ein Anteiliges 13tes.

    Und natürlich wird dieses Thema wie so oft in der Versenkung verschwinden. Nix wird gestrichen werden bei den Beamten. Und sie werden sagen, daß sie sowieso weniger verdienen als in der freien Wirtschaft verdient wird.

    Nur ein Beispiel: Mein Schwester hat einen sehr anspruchsvollen Beruf, der trotz Kindern zum Teil eine 60Stunden-Woche erfordert. Doktortitel. Monatsnetto....
    zur damaligen Situation 4200.-DM

    Schwester von Schwager ist Oberlehrerin am Gymnasium. Sport und Deutsch.
    23-Stundenvertrag zur damaligen Situation.
    Die Korrektur von Prüfungen und Aufgaben erfordert Zeit, die aber im häuslichen bereich durchgeführt werden kann. Damit gehören Lehrer zur kleinen Minderheit, die Wohnfläche steuerlich geltend machen kann.

    Monatsnettoeinkommen Lehrer ohne Kind 3950.-DM.
    Mit gleicher Anzahl Kindern würd die Lehrerin damals (1995) um 450.-DM mehr bekommen als meine Schwester. Warum ???????? Ja weil der Beamte selber bestimmen kann, daß seine Kinder mehr wert sind.

    Und da kommt noch Müntefering (wie dieser Ministername genau geschrieben wird, interessiert mich nicht, denn der Beamte ist jetzt schon negative Geschichte für mich). Geht der doch glatt an den Kameras vorbei und erzählt, daß mehr gearbeitet werden muß in Stunden bei der Industrie. Ja klar, damit die Beamten nochmal ne 4%-Erhöhung durchführen können, wie erst dieses Jahr 2003 geschehen. 4%...... das ist mehr als jemals in der industrie an erhöhung erreicht wurde, und dies in der schlechtesten zeit seit dem zweiten weltkrieg. Zeigt nur, daß beamte keine zukunft haben, weil die industrie ist produktiv und nicht destruktiv.

    Und dann geht dieser Müntefering weiter und flüstert noch im vorbeigehen "und besser". Damit meint er wohl, daß der Arbeiter in der BRD schlecht arbeitet.

    Also Herr Müntefering..... wenn es jemals zu meinen Aufgaben gehört, nur aufrecht gehen zu müssen, und die menschliche sprache beherrschen zu müssen, was uns Menschen ja gemeinhin gerade mal vom Primaten unterscheidet, dann übernehm ich ihren Job. Falls ich mich auch zum Affen machen will...... aber da ist noch eines dazwischen. Ich denke bevor ich rede. :smoke:

    Und all dies trägt zur schlechten lage bei.

    Gruß Fabicountry
     
  17. SiCN

    SiCN Guest

    Beitrag entfernt, da ich keine noch grössere politische Diskussion entfachen will...
     
  18. Reiner

    Reiner

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    Lieber Gott, entschuldige, aber ich kann nicht anders...

    @fabicountry
    Sicher gibt es Ungerechtigkeiten bei der Bezahlung, aber Vieles von dem, was Du angeführt hast, ist eher Klischee.
    Seit wann bekommen Lehrer ein 13.Monatsgehalt? Davon weiß meine Frau (Lehrerin) nichts. Die Bezahlung der Lehrer ist sehr unterschiedlich von der Schulart, d.h. Gymnasiallehrer bekommen erheblich mehr als z.B. Hauptschullehrer (bei gleichzeitig kürzerer Stundenzahl).
    Ein Lehrer darf nicht streiken, sondern muß hinnehmen, was ihm geboten wird. Die Lohnerhöhungen werden z.B. gerne mal ein halbes Jahr verschoben, usw.
    Gut, ein Arbeitszimmer kann abgesetzt werden, aber es wird in der Regel auch dringend benötigt (Sportlehrer etc. ausgenommen). Und daß die Arbeitszeit der Lehrer nur auf die Schulzeit beschränkt ist, kann nur Jemand behaupten, der sich noch nie näher mit der Materie beschäftigt hat.
    In vergleichbaren Berufen in der freien Wirtschaft bekämen Beamte in der Regel eine erheblich bessere Bezahlung. Der größte, und nicht unerhebliche Vorteil ist der des sicheren Arbeitsplatzes (heute sicherlich viel wert) Selbst was Versicherungen und Rentenzahlung angeht, ist die Sache vielschichtiger als von Dir angegeben.

    @Mickey
    Ich gebe Dir Recht, daß das Betriebsklima in der Regel sehr schlecht ist, was sich natürlich auch auf die Arbeit auswirkt. Ich glaube allerdings schon, daß niedrigere Arbeitskosten zumindest bei der Erhaltung der Arbeitsplätze einen Beitrag geleistet haben.
    Es ist nun einmal so, daß viele Firmen heute globaler Konkurrenz gegenüberstehen. Da sind viele arbeitsintensiven Bereiche praktisch konkurrenzlos, weil in Deutschland einfach zu teuer (Werftindustrie, Textilindustrie,....) Das läßt sich nicht ändern, wenn man die Grenzen nicht dicht machen will, was auch wegen der gewünschten Exporte nicht geht. Solche Bereiche dauerhaft zu subventionieren (wie z.B. Kohleindustrie) führt in die Sackgasse und endet letztendlich im Staatsbankrott, wie er in der Ex-DDR faktisch vorhanden war.

    Im Gegensatz dazu bin ich der Meinung, daß die Besteuerung inländischer Firmen auch von der Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze abhängig gemacht werden sollte. Nicht die Industrie macht den Fehler, indem sie die Kosten zu senken versucht, sondern die Politik, wenn das Streben nach Kosteneinsparungen nur in die Richtung geht, daß Arbeitsplätze abgebaut werden.
    Und Die, die einmal weg sind, sind meist für immer weg.
    Daß die Besteuerung der Großunternehmen so läuft wie derzeit, findet auch meine Kritik, da so die Gewinne einfach immer dort anfallen, wo die geringste Steuer anfällt, und das ist in der Regel im Ausland.
    Trotzdem führt kein Weg daran vorbei, daß die Lohnnebenkosten gesenkt werden müssen, auch um die Schwarzarbeit zu reduzieren.

    Was die Bezahlung von Politikern und Managern angeht, so bin ich der Meinung, daß man Politiker sogar besser bezahlen sollte. Allerdings dann ohne Zusätzliche freie Pauschalen, Aufsichtsratspöstchen, und anderen Nebeneinkünften. Dann gäbe es vielleicht auch keine so hohen Managergehälter, die ja von den Aufsichtsräten abgesegnet werden. Ach ja; und eine zumindest teilweise persönliche Haftung bei Beamten wäre auch nicht schlecht..... :grübel:

    Ich habe fertig. :beifall:

    Gruß Reiner :nieder:
     
  19. AdMan

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  20. ?

    ? Guest

    @Reiner
    Sehr interessant dein Vorschlag mit der Besteuerung von Unternehmen nach Anzahl der geschaffenen Arbeitsplätze, das ließe sich dann sogar so flexibel gestallten, das sich das Schaffen von Arbeitsplätzen auch in Bundesländern mit höherem Lohnniveau wieder lohnen würde. Warum denken unsere Plitiker nicht mal so kreavit? :prost:

    Zum Thema Betriebsklima kann man eigentlich nur sagen, das wenn der Druck und die Arbeitszeit ständig erhöht werden und dafür weniger Geld gezahlt wird, so rächt sich das auf andere Weise.
    Im Unternehmen wo ich beschäftigt bin, wurde bisher nach dem Bundsmanteltarifvertrag für den öffentlichen Dienst bezahlt, nun gibt es seit einiger Zeit einen sogenannten Spartentarifvertrag. Danach wurde die Jahresarbeitszeit erhöht, durch das Streichen von freien Tagen, Urlaub und die verlängerung von Dienstzeiten, die Kollegen arbeiten zum Großteil im täglich wechselnden Schichtbetrieb (Ruhezeit zwischen den Diesnten 10 Std.) und bekommen nach diesem Tarifvertrag auch noch weniger Geld (extrem ist das bei neuen Kollegen, da ist es 1/3 weniger, bei den Altbeschäftigten etwa 10%).

    Anfangs wurde auch kräftig gespart, aber die Motivation der Mitarbeiter hat nun ihren Tiefpunkt erreicht, die Motivation zu Mehrarbeit ist extrem gesunken und der Krankenstand hat sich gegenüber den Vorjahren etwa verdoppelt, d.h. das Unternehmen zahlt nun wieder drauf, weil man es sich einfach mit der Belegschaft verscherzt hat.
     
  21. #19 Štefan, 25.06.2003
    Štefan

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    Um nochmal zum ursprünglichen Thema zurückzukommen: Škoda wird auch bald betroffen sein. Habe heute bei DNES (große tschechische Tageszeitung) gelesen, dass die Produktion von Fabia und Octavia angehalten werden muss, wenn nicht bis Ende der Woche eine Einigung stattgefunden hat. Anscheinden gibt es noch für eine knappe Woche Teile.

    Hier gehts zur Quelle (tschechische Sprache)

    Gruß Stefan :wink:
     
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