Sind eigentlich die Hinterradbremsen kompletter Murks oder habe ich besonderes Pech damit?

Diskutiere Sind eigentlich die Hinterradbremsen kompletter Murks oder habe ich besonderes Pech damit? im Skoda Octavia II Forum Forum im Bereich Skoda Forum; Hallo, mein O2 (Bj 2007, 1,9 TDI, 105 PS) hat inzwischen ziemlich genau 100000km und ist bis auf Kleinkram zuverlässig und unproblematisch...
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jogo

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Hallo,
mein O2 (Bj 2007, 1,9 TDI, 105 PS) hat inzwischen ziemlich genau 100000km und ist bis auf Kleinkram zuverlässig und
unproblematisch gewesen....bis eben auf die Hinterradbremsen
X( :

  1. Im zweiten Winter stellte ich ein pfeifendes Geräusch von hinten fest. Die Werkstatt fand dass auf der einen Seite der
    bremskolbenseitige Bremsklotz festgegammelt war, deshalb schliff und ordentlich warm wurde. Man empfahl Austausch der Belege und das habe ich
    akzeptiert.
  2. Im letzten Winter löste die Bremse immer mal wieder nicht richtig auf der einen Seite (z.B. Stop an einer leichten Steigung,
    beim loslassen des Bremspedals rollte der Wagen nicht). Nach einer Fahrt war dann oft die eine Hinterradfelge deutlich wärmer als die andere.
  3. Im vergangenen Sommer entschied ich mich, Bremsscheiben und -belege zu tauschen. Alles war natürlich ordentlich
    vergammelt. Zu meiner Überraschung fand ich auf der rechten Seite, als ich den beweglichen Teil des Bremssattels abgenommen und die Bremskötze
    entfernt hatte, dass die Gummimanschette um den Bremskolben auf der Seite wo sie im Bremssattelgehäuse sitzen sollte, dies eben nicht tat.
    Ich habe hinter der Manschette saubergemacht so gut es ging und die Manschette wieder in die Nut zurückgedrückt.
  4. Am Beginn dieses Winters als der Frost eingesetzt hatte, merkte ich nach dem Losfahren, dass das Auto etwas schwer rollt.
    Ich musste ca. 2km fahren (ca. 60 km/h) bis eine Stelle zum Anhalten kam. Die linke hintere Bremsscheibe war dunkelrot glühend.
    Ich vermutete dass irgendetwas was mit der Handbremse zu tun hat eingefroren ist. Fuhr dann langsam zu einer Tankstelle und taute alles
    auf. Danach funktionierte die Bremse einwandfrei.
    In der Werkstatt sagte man mir es sei nicht ungewöhnlich, dass Feuchtigkeit in die Handbremsseile (zwischen Seil und Hülle) kommt und einfriert. Man
    baute die Seile aus, reinigigte und schmierte diese mit irgendeinem wasserabweisenden Zeug.
  5. Einige Wochen später, wieder bei Frostwetter, das gleiche wie unter 4. beschrieben. Also wieder auftauen und ab zur Werkstatt. Dort sagte man mir, dass dann wohl doch die Seile getauscht
    werden müssen. Die wurden bestellt und eingebaut.
    Dabei prüfte man ob den alles funktioniert wie es soll und fand, dass die Gummimanschette auf der einen Seite wieder aus der Nut gerutscht war, es
    nun gammelig dahinter war und der Kolben deshalb schwergängig. Der Bremssattel muss nun getauscht werden.
Hier wo ich wohne wird sehr viel Salz gestreut und zudem ist nicht selten stellenweise auch feiner Sand o.ä. auf den Straßen. Mir ist klar dass dadurch das Leben speziell der Hinterradbremsen
nicht einfach ist.


Gibt es etwas was ich tun kann damit nicht wieder Feuchtigkeit in die Handbremsseile kommt?

Sollte ich jedes Jahr die Bremsbeläge herausnehmen, dort alles reinigen und wieder einsetzen?

Soll man dabei Kupferpaste zwischen Belag und Bremssattel verwenden (die Werkstatt baut die trocken ein glaube ich)?




 
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brinkmann

brinkmann

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Hallo,
ich hatte in den 90er Jahren regelmäßig Probleme mit den hinteren Bremssätteln an meinem Golf II und auch beim Passat. Ob die Baugruppen immer noch so verwendet werden weiß ich leider nicht. Das waren jedenfalls Fehlkonstruktionen.

Wenn die Bremsflüssigkeit zu alt ist und Wasser gezogen hat, könnten auch die Bremszylinder vergammelt und schwergängig/fest sein.

jogo schrieb:
Gibt es etwas was ich tun kann damit nicht wieder Feuchtigkeit in die Handbremsseile kommt?
Ich hatte das Problem (bei anderen Fahrzeugen) auch schonmal, aber die Regel dürfte das nicht sein. Manchmal ist auch die Schutzummantelung des Bowdenzugs defekt und so kann Wasser in den Zug eindringen. Einmal mit ausreichend Fett versorgt sollte das Problem erledigt sein. Zusätzliches Fett in die Bowdenzüge zu bekommen ist allerdings nicht ganz einfach.
Es dürfte aber Sinn machen, wenn schon ausgebaut, gleich neue Züge zu kaufen und einzubauen.

Sollte ich jedes Jahr die Bremsbeläge herausnehmen, dort alles reinigen und wieder einsetzen?
Also schaden tut es sicher nicht, aber das kann ja nicht der Sinn sein. Bei meinem letzten BMW wurde das aber tatsächlich jedes Jahr im Rahmen der kleinen & großen Inspektion in der Werkstatt gemacht.

Soll man dabei Kupferpaste zwischen Belag und Bremssattel verwenden (die Werkstatt baut die trocken ein glaube ich)?

Man sollte die Rückseiten der Beläge (gegen Quietschen) und die Schachtführungen der Beläge (gegen Klemmen) mit etwas geeignetem bestreichen. Kupferpaste ist dafür nicht unbedingt das ideale. Es gibt für diesen Zweck auch Keramikpaste, die allerdings relativ schnell ausgewaschen wird.
Empfehlen würde ich daher ATE Plastilube

Grundsätzlich sollte man bei Belägen und Scheiben Markenware verwenden und die Bremsflüssigkeit alle 2 Jahre wechseln - das ist die halbe Miete. Wenn´s dann doch Probleme gibt, kann Plastilube helfen.

Gruß, Michael


p.s.: Jetzt bitte keine Grundsatzdiskussion, ob sowas überhaupt an Bremsenteile gehört. Ich weiß, dass auch manche Bremsenhersteller davon abraten, aber ich verwende solche Schmierstoffe seit über 20 Jahren und habe noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Auch BMW verwendet solche Mittelchen (zumindest haben sie es bis vor ca. 4 Jahren. Ob es noch so ist weiß ich nicht).

p.p.s.: Und ja - man sollte nur an Bremsen arbeiten, wenn man weiß, was man tut. Ich gehe davon aus, dass der Threadersteller das selbst auch so sieht.
 
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jogo

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Vielen Dank Michael!
Ich werden dann wohl den ganzen Klöterkram auseinanderbauen, reinigen usw. wenn ich die Sommerreifen montiere und hoffen dass die Probleme mit dem Handbremsseil sich nicht wiederholen. :S
 
  • Sind eigentlich die Hinterradbremsen kompletter Murks oder habe ich besonderes Pech damit? Beitrag #4
agneva

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ich hatte beim Fabia 1 EZ 2003 (gekauft im Sommer 2012) Probleme mit der hinteren Bremse, ähnlich wie du: leichte Steigung = Fahrzeug rollt nicht. Die Beläge waren ein wenig festgerostet im hinteren Sattel.

Habe dann die Beläge ausgebaut und alles tiptop sauber geschliffen (u.A. mit einem kleinen Dremel): die Belagkanten, unter den Metallclipsen, welche vom Rost hoch gedrückt wurden, die Matallclipse an sich. Alles mit Plastilube eingefettet und wieder zusammengebaut. Das ist jetzt bald 1/2 Jahr her und wir hatten ordentlich Schnee: alles einwandfrei.

Achja die Führungsbolzen waren alle 4 einwandfrei i.O.

Wenn die klemmen ist es schon schlecht, schau mal hier http://www.pimpowski.de/bremskloetze_scheiben_wechseln_ha.htm

Dort wird beschrieben wie man u.A. die Bolzen wieder richtig fettet.
 
  • Sind eigentlich die Hinterradbremsen kompletter Murks oder habe ich besonderes Pech damit? Beitrag #5

leonity

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Mit den hinteren Bremsen gibt und gab es immer Probleme, egal welches Auto.
Die Dinger bremsen einfach zuwenig, Immer wieder mal eine ordentliche Vollbremsung (mind. einmal im Monat) hilft ein wenig.
Bei unserem heutigen Verkehr vergammeln die Bremsen leicht, auch vorne, aber Achtung auf den Verkehr hinter Dir !
 
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