Schubabschaltung/Motorbremse beim SDI

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OJ

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Im Vergleich zu meinem alten Golf II 1.6 Saugdiesel ist die Motorbremse beim SDI recht schwach. Gibt es da generell eine Schubabschaltung? Oder liegt das an der höheren Masse oder Dieseleinspritzung?
Desweiteren kommt es vor, das er bei eingelegten zweiten Gang und eingekuppelten Zustand beim annähern an die Leerlaufdrehzahl zu einem regelrechten Schub kommt. Wer das nicht kennt, erschrickt davor im ersten Moment, ist das normal?
 

tigerduck

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Da die Drehzahl bei SDI/TDI Motoren nicht mehr via Fliehkraft in der Pumpe geregelt wird, sondern elektronisch geregelt wird, ist es normal, das der Motor "versucht" seine voreingestellte Leerlaufdrehzahl zu halten und somit bei unterschreitung dieser einfach etwas Gas gibt um sie wieder zu erreichen.Das erklärt den Schub.Man kann diese Motoren problemlos ohne Gas zu geben bis in den 3.Gang mit Leerlaufdrehzahl fahren.Die Dieselmotoren verfügen über eine Schubabschaltung.
Warum aber die Motorbremswirkung beim Alten 1,6er besser war kann ich mir nicht erklären.
Gruss TIGERDUCK
?(
 

stroblinger

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MSR

Motorschleppmomentregelung. Bezeichnet jene Funktion, die in das Traction Control System (TCS) integriert ist. Wird auf vereister Fahrbahn abrupt Gas weggenommen oder zurückgeschaltet, entsteht Schlupf an den Antriebsrädern. MSR registriert dies über die Sensoren des Antiblockiersystems und bewirkt durch gezieltes Anheben der Motordrehzahl eine Stabilisierung des Fahrzustandes


das gilt aber auch für nasse oder sonstige rutschige fahrbahnen.

gruß stroblinger
 

Daniel

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Das was Du mit dem Schub beschreibst ist ganz normal - ich weiß jetzt zwar nicht wie sich das genau bei einem Diesel auswirkt - aber da greift die Motorsteuerung eben ein und gibt entsprechend Gas, damit die Drehzahl im normalen Leerlaufbereich bleibt.
 

OJ

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Ok, die Schubgeschichte hab ich mir bald schon so gedacht. Nur das dieser Schub nicht immer auftritt. (Hängt währscheinlich von gewissen Nebenbedingungen ab, die das Steuergerät mit verarbeitet). Irgendwo müssen da ja sicherlich auch Grenzen in der Einspritzmenge gesetzt sein. Sonst könnte man ja ohne Gas zu geben einen Berg hochfahren:zwinker: .
Aber die MSR-Geschichte kann ich mir da nicht so recht vorstellen. Schließlich erfolgt die Sache ja nicht ruckartig.
Naja, bei 1.9L Hubraum und der hohen Kompression müßte unter Normalzuständen schon eine gute Bremswirkung des Motors zu spüren sein, ob aber dadurch gleich soviel Schlupf ensteht, das die MSR das ausregeln muss, kann ich nicht beurteilen.
Hätte eher gedacht, das nicht, wie beim Benziner eine komplette Unterbrechung der Spritzufuhr stattfindet, sondern immer die für den Leerlauf nötige Dieselmenge eingespritzt wird.

Danke für die schnellen Antworten und Sonnige Grüße aus Dresden
 

Benni

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Also mein 16V gibt so viel gas wie er braucht um die leerlaufdrehzahl zu halten, ich kann damit berge hochfahren.

Zu beachten ist dabei das die leerlaufdrehzahl vareiert wird, beim kaltstart ist sie z.B. ne ecke höher, und dann bringt der motor auch (wegen dem höhren drehmoment) mehr schub auf. Ist also alles normal bei dir.

Das zweite, macht meiner auch, der gibbt beim rollenlassen immer erst noch ein wenig gas damit es nicht so ruckt, nach dem man dann 5 sekunden gerollt ist verbraucht er nichts mehr und man hat die volle motorbremswirkung, das ist bei den neuen motoren auch normal umd ein seichtes fahren zu ermöglichen, ist aber gewöhnungsbedürftig.
 

OJ

Guest
Nur Benni, ich hab den Eindruck, das sich da nach Sekunden auch nichts ändert. Im direkten Vergleich zu unserem "Zweitauto" :hihi: Postgolf II 1.6 Saugdiesel schneidet er da wesentlich schlechter ab.
Wollte eigentlich mit meinem Posting hier sichergehen, ob das normal ist, oder evtl ein Defekt vorliegt (Jaja, wir hatte auch schon mal ein Lenksensorproblem), bei der vielen Elektronik kann das ja mal schnell vorkommen.
Da meine Frau damit fast nur auf der Autobahn unterwegs ist, kann durch eine entsprechende Fahrweise schon einiges an Bremsenverschleiß und ein wenig Diesel (eben durch die Schubabschaltung) gespart werden.

Zum Vergleich, Vorgängerauto Suzuki Swift kam über 120000km mit einem Satz Scheiben und Belägen. Gott sei trotzdem gedankt für den Umstieg. Wir haben es nie bereut.
 

Benni

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Ich würde die aber nicht Unbedingt vergleichen. Schau doch mal in die momentanverbrauchsanzeige (wasn wort *puh*) wenn da beim schieben 0,0 steht ist alles okay.

Ich hab bei mir manchmal beim bremsen das gefüht das in dem moment der motor auch mehr bremst, wer weiß was da noch so in der technik steckt, man kann ja nix mehr nachvollziehen.

jg
Benni
 

Gremlin

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also, mir ist beim octavia aufgefallen, dass der wahnsinnig gut rollt. sprich, wenig widerstand bietet, wo auch immer. meine alt-opa-kiste(tm) kam da bei weitem nicht mit. das mag ein grund sein dafür, das er so "wenig bremst"

dann: ein TDI/SDI hat ein verdichtungsverhältniss von 19,5:1
der alte vorkammerdiesel hatte 23:1.
dazu kommen die starken strömungsverluste im vorkammerdiesel. und die altertümliche technik ;-)

die MSR hat damit nix zu tun, die greift nur ein wenn die antriebsräder langsamer drehen als sie eigentlich sollten.

der ruck kommt vom wiedereinsetzen der einspritzung. je nach randbedingung (gang, geschwindigkeit) spürt man das überhaupt nicht bis stark. achte mal auf das motorgeräusch, du hörst deutlich wann die ESP wieder loslegt. man siehts auch an der momentverbrauchsanzeige.

CU Gremlin
 

Jordan

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Also zu möglichen technischen Ursachen bzw. Gründen kann ich nichts sagen, aber die etwas lasche Motorbremse (zumindest mal im Vergleich zu meinem vorherigen Auto) ist mir auch schon aufgefallen.

Gruß, Jordan
 

OJ

Guest
Ich muss den alten Tread nochmal rauskramen.
Mittlerweile (km 105000) hat sich die Motorbremswirkung sehr stark verschlechtert Er rollt fast ungebremst weiter. Ich hab das Gefühl, er spritz wirklich immer beim Rollen die für den Leerlauf nötige Menge mit ein und rollt dadurch viel leichter. (oder die Kompression ist stark gesunken - na hoffentlich nicht).
Auch diesen Schub beim Erreichen der Leerlaufdrehzahlgegend beim Rollen ist nicht mehr vorhanden. Der Verbrauch ist auch um bis zu 1,5l gestiegen. Ansonsten fährt er sich normal. Was mir auch noch aufgefallen ist, vorher gab es beim Motorabstellen immer einen kleinen "Rüttler", nun läuft viel ruhiger aus.
Was kann da faul sein und wo sitz der "Schubabschaltungs-Geber" (in der ESP?)?
Der Fehlerspeicher enthält keine Fehler, aber die ESP tropft ein wenig (vermutlich Biodieselschaden, wird demnächst von Bosch gecheckt und wenn es geht, neu abgedichtet, sonst ausgetauscht). Vielleicht liegt dort auch die Ursache, oder irgenwas stimmt vielleicht mit dem AGR-Ventil nicht.
Wäre sehr dankbar über jede Information, hab nämlich den Eindruck, die Skoda-Werkstatt will hier ordentlich abkassieren für ne AT-ESP (1000€).
 
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