Rußpartikelfilter...wann setzt sich der Bund endlich durch?!

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von Marccom, 12.01.2006.

  1. #1 Marccom, 12.01.2006
    Marccom

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    Hallo Leute,

    was sich unsere Regierung leistet empfinde ich mal wieder als bodenlose Frechheit.
    Da ruft unsere Regierung regelmäßig dazu auf, die Stimmung im Lande besser werden zu lassen, aber dann mal wieder sowas.

    Seit Ende 2004 geistert durch die Medien, dass ab 01.01.2006 Fahrzeuge mit Rußpartikelfilter ab Werk und mit Nachrüstung gefördert werden.

    Im Frühjahr des Jahres 2005 hiess es 350,- EUR für Werkseinrüstungen und 250,-EUR für Nachrüstungen.
    Gegen Mitte des Jahres hiess seitens Autofahrerverbänden, dass man gute Chancen sehe eine Erhöhung auf 600,- bzw. 300 EUR durchsetzen zu können.

    Seit über einem Jahr wird ein medialer Druck auf Autohersteller ausgeübt, entsprechende Filtersysteme bis spätestens 2008 auch sereinmässig zu verbauen.

    Heute haben wir den 12.01.2006. Gestern wurden 355,- EUR vom FA Siegen von meinem Konto abgebucht.

    Da frag ich mich:

    - Was sollte dieser Hokusbokus?!

    - Wann setzt sich der Bund gegenüber den Ländern durch?!

    - Wie lange werden Deutschlands Autofahrer noch vereppelt und verunsichert?!

    Für mich ist das ganze wieder "Betrug am Bürger"...aber das ist ja mittlerweile üblich in diesem Land.



    Gruß

    Marc
     
  2. AdMan

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  3. topu

    topu Guest

    Ich würd sagen: selbst schuld. :zunge:

    Ich warte damit, bis alles beschlossene sache ist. Dein umweltbewustsein in allen ehren, aber solange in diesem staate nichts geregelt ist, kann man sich nicht auf vermutungen verlassen.
     
  4. R2D2

    R2D2 Guest

    Na ja... der Bund kann sich nicht gegen die Länder durchsetzen, weil im Grunde der Bund das zu machen hat, was die Länder wollen. Ganz einfach oder? ;-)

    Das Problem hier ist, daß die Vorlagen und Beschlüsse, die das letzte Jahr über gemacht wurden einfach nicht zueinander passen.

    Eigentlich kann man nur hoffen, daß der ganze Schwachsinn mit der Nachrüstung des Partikelfilters sich tot läuft und sang- und klanglos von der Bühne verschwindet. Der erreichbare Nutzen ist einfach zu gering, als daß sich der Aufwand lohnt.

    An der Kfz-Steuer, die du zu zahlen hast ändert das momentan eh nix, als cool bleiben.
     
  5. #4 c.h.r.i.s, 12.01.2006
    c.h.r.i.s

    c.h.r.i.s Guest

    Laut Koalitionsvertrag soll irgendwann mal das Nachrüsten gefördert werden.
    Neufahrzeuge ohne Filtertechnik werden in Zukunft draufzahlen müssen. (Hat den gleichen Umweltnutzen wie eine Förderung, kostet dem Staat aber kein Geld)
    Ab 2008 wird durch die dann kommende Euro 5 Grenze kein Diesel ohne Filter mehr neu zugelassen.

    Das scheint bei aktueller Finanzlage des Staates alles zu werden, was an Förderungen und Vorschriften zu erwarten ist.
    Wann aber Details verabschiedet werden und ab wann das alles dann greift, weiß noch keiner.
     
  6. #5 turbo-bastl, 12.01.2006
    turbo-bastl

    turbo-bastl

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    Ich bin fast gewillt zu sagen: Welch ein Glück!

    Erstens hat uns die ideologisch motivierte, blauäugige und auch noch als nachhaltig verkaufte Öko-Politik der letzten sieben Jahre schon genug Geld gekostet (schon vergessen? Spritpreis, Strompreis, Bürokratiezuwachs).

    Und zweitens gibt es noch immer keinen seriösen wissenschaftlichen Beweis über die Schädlichkeit dieser sogenannten "Rußpartikel". Alles, was dazu gesagt wird, sind Untersuchungen über das Auftreten, konstruierte Zusammenhänge zwischen straßennaher Wohnlage und Krankheiten etc. Wirklich seriöse wissenschaftliche Beweise gibt es - nach meinem Kenntnisstand - zur Zeit nicht. Die Vermutung, dass Rußpartikelfilter umweltschonend sein können, liegt natürlich nahe. Aber darf eine Regierung auf Basis von Vermutungen handeln? Manche Länder vermuteten auch Massenvernichtungswaffen im Irak...

    Ein dritter Punkt: Schon im Zuge der Entbürokratisierung ist es angebracht, nicht schon wieder Ausnahmetatbestände zu schaffen. Man sollte sich langsam mal von dieser Umverteilungspolitik verabschieden, und wenn die Vernunft Regierungen nicht dazu bringt, dann wenigstens die Kassenlage. Wir können uns solche Förderungen einfach nicht mehr leisten!!!

    Oder würdet ihr einen Kredit aufnehmen und die Darlehenssumme Greenpeace spenden? Warum sollte dann der Staat ähnlich handeln?

    Einfach zu beantworten: So lange die, die nicht zwischen Diskussionsbeiträgen/Wünschen und Entscheidungen differenzieren können (und sich folglich in diesem Zusammenhang "verunsichert" vorkommen), sich diese Fähigkeit nicht aneignen.
     
  7. jabba

    jabba

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    Ganz genau :zwinker:

    Ich dachte alle Subventionen sollen abgeschaft werden, darunter fällt auch sowas wie Russpartikelfilter. Nein,abgeschaft werden Eigenheimzulage, Pedlerpauschale (gekürzt), aber dann fangen die schon wieder an, Kinderbetreuung und Handwerker zu subventionieren.
    Wenn wirklich was passieren soll, muss alles gekürzt werden.

    Einfach die Steuer für alle KFz lassen, und die Erstanmeldung darf ab einem bestimmten Datum nur mit Filter sein. Warum wird ein 3l-Auto gefördert, derjenige kann ja froh sein über den geringeren Spritverbrauch.

    Wir machen uns Sorgen um den Feinstaub, und die Ami´s entsagen dem Kyoto-Protokoll weil es ihrer Wirtschaft schaden würde.

    Die sollten den ganzen Blödsinn mal gemeinsam festlegen, z.B. werden die Eichzulassungen für Tankstellen in Deutschland weicher,weil die EU-Verordnung größere Abweichungen zulassen kann.

    Wenn Rußfilter, dann Pflicht für alle, von Spanien bis Litauen .
     
  8. andi62

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    Nun will ich hier nicht wieder eine schon viele Mal in diesem Forum geführte Diskussion lostreten. Trotzdem ein paar Punkte:

    1. Jeder weiß, dass Diesel mehr Steuern kosten, dafür aber beim Sprit deutlich sparen. Es ist also eine einfache Rechnung, was billiger kommt; dann kann jeder nach eigenem Ermessen entscheiden.

    2. Rußpartikel schädigen die Gesundheit; das ist in der grundsätzlichen Sache unbestritten. Es geht dabei meines Wissens u.a. um die Lungengängigkeit der Teilchen aufgrund ihrer geringen Größe, wie bei z.B. Asbest

    3. Einen letztgültigen Beweis gibt es in der Wissenschaft nie (kann es schon wissenschaftstheoretisch nicht geben!). Die Frage ist, welches Maß an Daten man für notwendig hält, um einen Sachverhalt als belegt anzusehen. Anmerkung an einem anderen Beispiel: Es hat sehr lange gedauert, um ausgehend von den ersten Vermutungen die krebserregende Wirkung von Rauchen nachzuweisen. Wollen wir solange warten, bis es "ganz sicher" ist? Was hier betrieben wird von einigen Vertretern der Autoindustrie und ihren Fürsprechern ist vor allem Lobbyismus; das gleiche hatten wir auch seinerzeit beim Kat!

    4. Es ist nicht Aufgabe des Staates, Umweltschutz zu subventionieren. Dieser Anspruch kommt noch aus der Fehlhaltung, der Staat macht alles und wir haben ein Recht darauf! Der Staat könnte auch anders: Fiskalpolitisch das Ganze so gestalten, dass wir gerne "freiwillig" selber den Partikelfilter einbauen lassen, weil es uns unterm Strich günstiger kommt.

    5. Die Tatsache, dass andere Länder nichts tun, kann doch kein Argument sein, um selber nicht írgendwann mal damit anzufangen.

    6. Und schließlich kann es langfristig nur darum gehen, Subventionen jedweder Art abzubauen und zu entbürokratisieren. Das schafft Transparenz, erhöht die Staatseinnahmen und lässt uns letztlich an einigen Stellen auch mehr Geld.



    Sorry, wie gesagt, soll keine politische Diskussion werden, aber der Ruf nach dem Staat kann keine Lösung sein.

    Grüße
    Andreas
     
  9. #8 c.h.r.i.s, 13.01.2006
    c.h.r.i.s

    c.h.r.i.s Guest

    @ andi62: volle Zustimmung!

    ich habe vor kurzem eine Anfrage an den ADAC gestellt zum Thema DPF und folgende Antwort bekommen. Ist wirklich lesenswert:

    Ich denke, das ist relativ eindeutig und läßt für mich nur einen Diesel mit DPF zu. Selbst, wenn es dafür kein Geld vom Staat geschenkt gibt.

    Gruß, chris
     
  10. #9 Marccom, 13.01.2006
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    Tach,

    also man merkt schon, dass ich dieses Thema hier in ein Forum geschrieben habe, wo der Rußpartikelfilter-Anteil bei knapp über 0% liegt. :D

    In einem anderen Forum ging die Diskussion in eine andere Richtung. Das wollte ich doch einmal auprobieren.

    Einigen Argumenten möchte ich durchaus Recht geben, andere widerum sind schon etwas merkwürdig.

    Es geht doch nicht darum, dass ich jetzt nicht damit gerechnet habe, dass das FA die Steuer abbucht.

    Ich fahre mittlerweile den 4. Diesel...da weiß ich durchaus, was ein Diesel in der Steuer kostet und hätte mein voriges Auto nicht EURO4 erfüllt oder ihn nicht im letzen Jahr noch abgegeben, hätte ich für diesen sogar noch mehr Steuern bezahlt. Das ist einfach nicht das Thema.

    Weiter ist es ja nicht so, dass der CoVer jetzt bei mir nur das Rennen gemacht hat, weil er einen Rußpartikelfilter hat und ich auf die Steuerersparnis gepocht habe.

    Ich habe nur mal die Schlagzeilen des letzten Jahres zu diesem Thema Revue passieren lassen und festgestellt, dass wir uns einfach nur, wie immer, vereppeln lassen. Ob durch Regierung, Bund, Länder oder Lobbies, sei jetzt mal einfach dahin gestellt.

    Die Abbuchung des FA von meinem Konto war letztendlich nur der Auslöser mal das Thema aufzugreifen und brachte mir die Idee mal etwas auszuprobieren bezüglich der Themen-Behandlung und Entwicklung in zwei verschiedenen Foren mit unterschiedlichem Anteil an Dieselfahrzeug-Besitzern mit RPF.


    Gruß

    Marc
     
  11. #10 c.h.r.i.s, 13.01.2006
    c.h.r.i.s

    c.h.r.i.s Guest

    Knapp über 0% ist gut. Bisher wurde noch keiner zugelassen. Einige warten noch auf ihre Octavias, die in KW 1 produziert wurden.
    In diversen Audi und VW-Foren sieht die Diskkussion aber nicht anders aus. Und da gibt es die Option DPF schon etwas länger.
     
  12. #11 Marccom, 13.01.2006
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    Hi,

    dass mit den knapp über 0% war teilironisch...war mir schon bewußt, dass es hier keinen RPF-Besitzer gibt.

    Ich rede hier aber auch nicht über Audi oder VW sondern von Toyota und noch mal zur Verdeutlichung:

    Exakt gleiches Thema wurde von mir in diesen beiden Foren gestartet und der Verlauf ist einfach ein anderer.

    Hier sagt die Masse auf gut deutsch, ich bin ein Idiot, der nicht weiß, wieviel Steuern ein Diesel kostet und nutzlos ein RPF kauft...

    ...und im anderen Forum hat jetzt einer meinen Beitrag zum Anlass genommen unserer Bundeskanzlerin einen Brief zu schreiben (was ich affenscharf finde) und schwebt in Vorfreude bezüglich der Reaktion.

    Und wie gesagt: Die Reaktion hier war so absehbar wie das tägliche Morgengrauen...is halt so.


    Gruß

    Marc
     
  13. #12 fox1966, 13.01.2006
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    Wenn ich mir die Verbrauchs und Emissionswerte der beiden Diesel 103 kw
    ansehe, habe ich nicht wirklich die veranlassung mir einen Partikelfilter
    einbauen zu lassen, der Verbrauch ist etwas höher und die anderen Emissionswerte sind auch höher, also belaste ich die Umwelt auf andere weise mehr. Hier sollte jeder selbst entscheiden können was er möchte und nicht der Bund oder die Länder.
    Der Pkw macht ohnehin nicht den Löwenanteil bei den Partikeln aus, hier sollte erstmal bei den großen "Dreckschleudern" angefangen werden.
    Das ist nur meine Meinung, also erschlagt mich nicht gleich.
     
  14. #13 c.h.r.i.s, 13.01.2006
    c.h.r.i.s

    c.h.r.i.s Guest

    Meinst Du nicht, der ADAC hätte das nicht auch gegeneinander abgewägt?

    Ich habe den Eindruck, dass in dieser Diskussion einige nach Argumenten gegen den DPF suchen, wie nach einem Strohhalm unter Wasser. Wenn sie aber ehrlich gegenüber sich selber sind, müssen sie eingestehen, dass ihnen die Umwelt eigentlich egal ist, und sie nur nicht bereit sind, den Aufpreis für den DPF zu zahlen.
    Wenn der DPF ohne Aufpreis wäre, würde die Diskussion sicher überall anders verlaufen.
    Auch nur meine Meinung.

    Gruß, chris
     
  15. JensF

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    NOCHMAL:
    Der DPF schont die Umwelt NICHT!

    a) Der Anteil am Feinstaub durch PKW liegt unter 10%.
    Die "Entlastung" ist also eh gering.

    b) Fahrzeuge mit DPF verbrauchen etwas mehr Sprit und haben dadurch bedingt einen höheren Ausstoß an den anderen Schadstoffen.
    Es ist jetzt nicht viel, aber wenn Du das dann auch wieder hochrechnest, ist das eine ganze menge.

    c) Der DPF selbst muß auch produziert und entsorgt werden.

    Fazit: Wenn all in Deutschland zugelassen Diesel-PKW einen DPF haben würde, würde Belstung durch Feinstaub/Rußpartikel vielleicht um 7% sinken.
    Dafür würden sicher aber der Vebauch an Diesel und der Ausstoß an z.B. CO2 und anderen Schadstoffen erhöhen (wie hoch, habe ich jetzt nicht im Kopf).

    Will man wirklich was gegen Feinstaub / Rußpartikel tun, müßte man die Industrie (Hauptverursacher) und die LKWs angehen - alles andere ist nur Makulatur!

    Gruß, Jens
     
  16. #15 Marccom, 13.01.2006
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    Hi,

    naja...außer gegebenenfalls einem Aufpreis, wird man wohl nicht viele Argumente gegen den RPF finden.

    Fakt ist natürlich schon, dass PKW bezüglich RP tatsächlich eigentlich nur eine Randerscheinung sind.

    In meinem speziellem Fall kostet der RPF ja noch nicht mal einen greifbaren Aufpreis, da ja sowohl D-CAT als auch RPF serienmäßig sind und -wie gesagt- diese Ausstattung allein garantiert nicht zu meiner Entscheidung geführt haben. Letztlich war es nur ein Tüpfelchen auf dem "I" des Gesamtkonzepts.

    Das Fahrzeuge mit DPF mehr verbrauchen ist nicht zwangsläufig der Fall. Selbst bei Nachrüstsystemen so gering, dass man schon lange hochrechnen muss. Die Differenz soll ja nicht mal 0.1 Liter betragen. Da ist das Einschalten der Klimaanlage verbrauchsintensiver.

    Dass die ganze PKW-RPF-Diskussion ein bisschen hochgetrapt wurde ist ja fast so lange bekannt, wie das Thema selbst.


    Gruß

    Marc
     
  17. #16 c.h.r.i.s, 13.01.2006
    c.h.r.i.s

    c.h.r.i.s Guest

    @JensF:
    Du hast Dir den ADAC-Text nicht wirklich durchgelesen, oder?
    Dass ein Großteil des nach unsinnigen EU-Grenzwerten gemessene Feinstaub auch ohne die Diesel-PKW besteht, darüber diskutiere ich nicht. Interessant sind die Feinstpartikel , die Lungengängig sind und damit wirklich unsere Gesundheit gefährden.

    Hier nochmal die entscheidende Stelle aus der ADAC-Mail:

    Im Visier der Forscher sind dabei die feinen (kleiner 2,5 Mikrometer/25oo Nanometer) und ultrafeinen (kleiner 0,1 Mikrometer/100 Nanometer) Partikel, die zu 40-60 Prozent vom Verkehr kommen.

    Wer hat eigentlich gesagt, dass bei LKW und Industrie überhaupt nichts gegen Feinstaub gemacht wird? Gibt´s da gesicherte Quellen?

    Gruß, chris
     
  18. JensF

    JensF

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    Dann schau mal auf www.skoda.de.

    Und dort auf die Daten vom Skoda Octavia.

    Skoda Octavia Limosine 2.0TDI PD 103 kw:
    Innerorts - l/100km 6,9 - 7,1*

    Skoda Octavia Limosine 2.0TDI PD DPF 103 kw:
    Innerorts - l/100km 7,2 - 7,3*


    D.h. hier macht der DPF einen mehrverbrauch von 0,25 Litern aus....

    Gruß, Jens
     
  19. JensF

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    Marktwirtschaft.

    Industrie und Speditionen tun nichts, was keinen Finanziellen vorteil bringt oder durch neue Bestimmungen notwendig wird.

    Und hier habe ich noch nichts von neuen Bestimmungen oder Förderungen gehört
     
  20. AdMan

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  21. #19 turbo-bastl, 13.01.2006
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    Es gibt keinen DPF ohne Aufpreis! Wie soll denn das gehen? Glaubst du, ein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen würde einfach so, ohne Grund, seinen Gewinn um mehrere Hundert Euro pro Auto reduzieren? Und selbst wenn es serienmäßíg wäre, würde sich der DPF eben im Kaufpreis niederschlagen. DPF ohne Mehrkosten gibt es nicht!

    Man könnte hier polemisch auf die "Erfolge" anderer deutscher Alleingänge verweisen (Atomkraft, Umsetzung der Anti-Diskriminierungsrichtlinie etc.).
    Denn der Effekt ist absehbar: Autos, die in Deutschland verkauft werden, würden gleich um mehrere Hundert Euro teurer werden. Hat ein Nachbarland keine DPF-Pflicht für Neuwagen, so wird eben die Nachfrage dorthin abwandern (über Importeure bspw.). Und selbst wenn Neuwagen nur mit DPF zugelassen werden dürfen: dann werden Tageszulassungen importiert. Die Folgen für die deutschen Autohäuser und deren Mitarbeiter wären wohl verheerend.
    Fazit: Ein Alleingang wäre das Unsinnigste, was die BRD in diesem Zusammenhang tun könnte. Solange es keine EU-weite Regelung gibt, sollte gelten: Wer Wert auf einen DPF legt, kann sich den ja als Option ordern; wer darauf verzichten möchte, dem stehe dies frei.

    Ich finde es immer wieder beeindruckend, welche Probleme manche Bürger dieses Landes haben bei Massenarbeitslosigkeit, Wachstumsschwäche und anderen "Nebensächlichkeiten" im Vergleich zur Förderung des DPF!
    Ich würde das ganze fast als "unmöglich" bezeichnen, doch wie warb noch die Automarke dieses Briefeschreibers: "Nichts ist unmöglich" :D

    @Marccom:
    Herzlichen Glückwunsch zu deinem ausgeprägten Umweltbewusstsein beim Thema DPF. Schade allerdings, dass dieses beim Fahrstil endet - der Durchschnittsverbrauch, den du angibst, wäre selbst mit einem alten VW Transporter 2.4D nur durch chronisches Bleifußfahren zu erreichen :fahren:
     
  22. #20 Marccom, 13.01.2006
    Marccom

    Marccom

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    Na dass ist ja nun ganz einfach zu beantworten. Meine Frau sagt immer Männer sind wie kleine Kinder.

    Hier haben wir ein beweisfähiges Beispiel dafür. Wir beschäftigen uns mit dem, was uns betrifft. Das Niveau des Leids ist hier uninteressant.

    Der kleine Junge dem das Eis aus der Hand gefallen ist, kann mindestens genauso laut brüllen, wie der der sich gerade das Kinn am Asphalt aufschlägt.

    Das ist ganz normal. :schlumpf:


    Gruß

    Marc
     
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