Renault soll seit mehr als 25 Jahren Abgastests manipuliert haben

Diskutiere Renault soll seit mehr als 25 Jahren Abgastests manipuliert haben im sonstige Autothemen Forum im Bereich Skoda Forum; Jetzt geht es auch bei einem anderen Hersteller los...
tschack

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Jetzt geht es auch bei einem anderen Hersteller los...

Die französische Anti-Betrugs-Behörde verdächtigt den Autohersteller Renault laut übereinstimmenden Medienberichten "betrügerischer Strategien" bei Abgastests.
Beim französischen Autobauer Renault gibt es womöglich schon seit mehr als 25 Jahren Abgasmanipulationen. "Betrügerische Strategien" zur Senkung der Abgaswerte seien möglicherweise schon 1990 eingeführt worden, heißt es in einem am Mittwoch bekannt gewordenen Bericht der französischen Anti-Betrugs-Behörde DGCCRF.
Mittels einer Technik hätten die Fahrzeuge erkannt, wann sie einem Abgastest unterzogen würden. Die Elektronik habe den Motor dann so gesteuert, dass der Ausstoß an Schadstoffen gesenkt wird. Dabei geht es demnach um Dieselautos, aber auch um Benziner.
https://www.heise.de/newsticker/mel...ren-Abgastests-manipuliert-haben-3655140.html
http://derstandard.at/2000054244459...rt-seit-ueber-als-25-Jahren-Diesel-Abgaswerte
 
chris193

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Das war irgendwie klar, die anderen Hersteller waren einfach viel zu ruhig nach dem Bekanntwerden des Diese-Skandals. Was mich allerdings wundert, das es so lange gedauert hat.
 
dathobi

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Warum tritt man wieder was los was noch nicht 100%ig ist?
 

Gast003

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Hehe, die Energie hätten sie bei Rönooo mal lieber auf etwas anderes verwenden sollen...
 
Rumgebastel

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NEIN! Wer macht denn sowas?! Die bösen Deutschen wieder! Ach nee warte mal... Würde mich wundern, wenn das der letzte Hersteller wäre, der auffliegt. Letztlich bewegen sich doch technische alle ungefähr auf einem Level und wer vom Verbrauch her das Rennen machen will, bescheißt eben ein Stückchen mehr als die anderen. Gab ja auch schon genug "merkwürdige" Messergebnisse, nachdem vermeintlich unabhängige Institutionen am Anfang des VW-Skandals auch andere Marken getestet haben.
Gibts Renault eigentlich auf dem amerikanischen Markt? Zumindest die Motoren dürfte ja dort als Nissan unterwegs sein.
 

Karamaru

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Wenn die Vorschriften aus technischer und kaufmännischer Sicht einen viel zu hohen Aufwand in der Entwicklung bedeuten, dann muss man halt schummeln. Habe keine Lust für ein Auto 3000€ mehr zu bezahlen nur wegen der Abgasreinigung. Und in 10 Jahren kommen wir drauf das der Benziner wieder schädlicher ist. Dann wieder der Diesel dann vielleicht noch das Elektroauto wegen der Batterie.

Dann kommen vielleicht die Grünen mal drauf das der Strom nicht aus der Steckdose sondern von einem Kraftwerk kommt. Und wir die Energie die im Moment durch Öl verbraucht wird nicht einfach durch alternative Energien bereitstellen können. Und dann fahren wir wieder Diesel.
 

andi62

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Wenn die Vorschriften aus technischer und kaufmännischer Sicht einen viel zu hohen Aufwand in der Entwicklung bedeuten, dann muss man halt schummeln.

Das ist der falsche Ansatz. Dann muss "man", die Entwickler umdenken, querdenken und kreativ denken.
Die "geht nicht"- und "ist zu teuer"-Haltung ist so alt wie Neuerungen im Automobilbau, besonders wenn sie Sicherheit und Umweltschutz betreffen.

Am Ende geht es dann immer doch - und zwar zu moderaten Preisen und teilweise solchen, die sich (fast) nicht bemerkbar machen.
Beispielhaft genannt seien ABS, Airbag, Katalysator.

Der Aufschrei der Industrie ist immer groß. Das gehört einfach dazu, besonders wenn Konzerne, wie immer noch in vielen Bereichen der Fall, von Leuten gelenkt werden, die eher tradtionsverhaftet als innovativ sind.
 
MrMaus

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GANZ GANZ GANZ GANZ schlechte Beispiele.
ABS--> Das Teure hier ist die Rechenleistung... und die Wurde generell billiger.... Die paar ventile kosten 3 mal nichts...
Airbag--> ein beschleunigungssensor eine Zündkapsel und ein Schneller REchner... Der Beshcleunigungssensor und der rechner
kosten heute kaum mehr was...
Dazu ESP--> ESP benötigt zusätzlich zum ABS nur etwas Sensorik(ist im Airbag beispielsweise vorhanden)
KAT---> Die Kosten Merkst du heute noch bei jedem Wagen. Der kostet für die Golf4 gen immernoch rund 1000 CHF, also rund 400 CHF Produktionspreis... die Kriegst du garantiert aufgebrummt... Und Merkst sie Nur nicht weil an einem Anderen Ort gespart wird...
Die Entwicklungskosten sind Mitlerweile aber abbezahlt..

Abgesehen davon ist die Abgasreingungstechnik schon gewaltig ausgeschöpft. Was den Ksoten/nutzen Faktor anbelangt. Klar kriegst du am Ende alles irgendwie weg, aber wenn dann 400 Liter flüssigkeiten zur Abgasreinigung, und 200 kilo Filter Material irgendwo mitgetragen und untergebracht werden müssen............
 

mck

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Komisch: Seitdem die LKW Anfang der 2000er mit AdBlue ausgerüstet wurden, sind sie aktuell sauberer als jeder Diesel-PKW. Warum? Weil dort nicht weiter geschummelt wurde und die LKW auch tatsächlich auf der Straße nur den NOx-Ausstoß haben, den sie auch auf dem Prüfstand haben.

Bei den PKW wurde fleißig weiter geschummelt, um die Umstellung auf AdBlue so lange wie möglich hinauszuzögern. Selbst bei den PKWs, die schon AdBlue haben, wurde der Verbrauch soweit reduziert, dass erst zur nächsten Wartung AdBlue nachgefüllt werden muss, damit der Kunde möglichst wenig davon merkt und nicht selbst Hand anlegen muss.

Der eigentliche Skandal bleibt, dass das Ganze unter Duldung der Politik stattfindet. Alle Hinweise auf Manipulationen wurden immer ignoriert, bis es nicht mehr anders ging.
 

andi62

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GANZ GANZ GANZ GANZ schlechte Beispiele.

Das sehe ich nicht so. Als die ersten Katalysatoren in Deutschland auftauchten, hat die Automobilindustrie auch den Untergang des automobilen Abendlandes prophezeit. Es geisterten Mehrkosten durch die Gazetten, die den gleichen Aufregungsfaktor hatten wie der derzeitige Diskussion. Die Geschichte zeigt, dass es nicht so gekommen ist...

Abgesehen davon ist die Abgasreingungstechnik schon gewaltig ausgeschöpft.

Sicher? Wer sagt das? Es gab schon so manche Technologie, die erschien "ausgeschöpft" - bis dann doch der Durchbruch kam.


mck hat völlig recht: Solange die Politik die Betrugs- und Schummellösungen geduldet hat und noch duldet, fehlten auch die Anreize wirklich etwas zu ändern. Zumal, wie es nun VW in Europa macht, die Rechtsinterpretation vertreten wird, diese Herangehensweisen seien legal.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: In USA hat VW Betrugstatbestände zugegeben, in Europa vertritt der Konzern inzwischen (!) die Auffassung, man bewege sich im gesetzlich zulässigen Bereich.

Das ist schlicht eine Folge von Lobbyismus; wo die Grenzen der Realisierbarkeit liegen, das dürfte eine ganz andere Frage sein.
 

Skoda Yeti

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Zudem glaube ich, dass VW die "Messlatte" bei Anzahl/Stückzahl der Betrügereien schon in kaum jemals wieder erreichbare Höhen gelegt hat. Gepaart mit unglaublicher Verachtung für die deutsche Kundschaft ist das schon ein kaum zu wiederholendes "Kunststück" in der Automobilgeschichte und noch lange nicht abgearbeitet.
 
TheSmurf

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Wenn nur akribisch genug geforscht wird, kann man bei so ziemlich jedem Hersteller was finden. Die Frage ist nur, wer daran ein Interesse hat und welchen Maßstab man anwendet. Es gibt genügend geduldete Möglichkeiten ganz legal ohne Abgasreinigung spazieren zu fahren! Mein Fiat Ducato KaWa hat einen 2.3l Diesel der Euro 6 ohne AdBlue erreicht... da kann man mal hinterfragen wie, oder?

Renault wird nicht der letzte unter Verdacht geratene Fahrzeughersteller sein. Beachtenswert finde ich, daß eine französische Behörde gegen den französischen Konzern ermittelt...
 

Citigo RS

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....das Problem bei Renault ist aber, dass sie im Grunde dem Kunden ebenso wie VW vorgegaukelt haben, das die Fahrzeuge besonders sauber sind.
Gerade Renault hat sich damit gebrüstet und geworben besonders sauber zu sein, weil sie als erstes einen DPF in Serie gebracht haben.
 

mck

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Laut wikipedia gab es den DPF in Europa zum ersten Mal im Jahr 2000 bei Peugeot 406 und 607 sowie Citroën C5.
 

Gast107399

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Ist das eigentlich bedenklich, wenn ich bei dem Wort "Abgas" langsam allergische Reaktionen erlebe - so ein leichtes Zucken um die Stirn und ein Anflug von Brechreiz?

Jahrelang haben sich Hersteller, Behörden, Politik und Verbände international in die Tasche gelogen und jetzt will jeder sich die Hände in Unschuld waschen - verlogene Bagage
 
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