Recht: Verbringungskosten müssen von Versicherung ersetzt werden

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Versicherungen müssen auch für kleinere Kosten im Zuge einer Fahrzeugreparatur - so genannte Verbringungskosten - aufkommen. Diese verbraucherfreundliche Grundsatzentscheidung hat jetzt das Oberlandesgericht Dresden gefällt.

Der Hintergrund: In der Vergangenheit war es bei der Regulierung von Unfallschäden bei geringen Beträgen von 100 bis 200 DM immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den Versicherungen und Anspruchstellern gekommen.
Ein Beispiel: Wenn der Unfallgeschädigte seinen Wagen in eine Vertragswerkstatt bringt, hat diese oft keine eigene Lackiererei. Die Fahrtkosten zur Lackiererei und wieder zurück, die so genannten Verbringungskosten, werden dann oft von der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners als nicht notwendig abgelehnt. Damit wurden immer wieder die Amtsgerichte befasst mit dem Haken, dass in neuen Streitfällen die Versicherer frühere Entscheidungen der Amtsgerichte als unterste Instanz nicht anerkannten. Jetzt hat sich das Oberlandesgericht (OLG) Dresden erstmalig mit dieser Frage auseinander gesetzt und sich voll auf die Seite des Geschädigten gestellt.

Im entschiedenen Fall ging es um 174 DM brutto. Der Betrag sei in jedem Fall eine Summe, die ein verständiger wirtschaftlich denkender Mensch in der Lage des Geschädigten zur Schadensbeseitigung für zweckmäßig und notwendig halten durfte, urteilten die Richter - egal, ob der offizielle Reparaturweg beschritten werde, eine eigene Reparatur vorgenommen oder auf Gutachtenbasis abgerechnet werde. (OLG Dresden, Urteil vom 13.06. 2001, - 13 U 600/01 -, DAR 2001, 455)
 
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