Proteste in Mlada Boleslav gegen Konzernpolitik

Dieses Thema im Forum "Skoda allgemein" wurde erstellt von Rolli, 25.10.2002.

  1. Rolli

    Rolli Guest

    Hallo, zusammen,

    dass VW mittlerweile Angst vor seinen eigenen "Töchtern" hat, möge folgender dpa-Text belegen:

    Vor dem Sitz der tschechischen Volkswagen-Tochter Skoda in Mlada Boleslav (Mittelböhmen) haben am Freitag etwa 200 Arbeiter gegen eine angeblich geplante Änderung der Firmenpolitik protestiert. Ein Gewerkschaftssprecher sagte der Prager Nachrichtenagentur CTK, er befürchte, dass Skoda wegen einer Umstrukturierung im VW-Konzern künftig keine Mittelklasse-Wagen mehr bauen werde. Bei einer Produktionsänderung zu "billigen Autos" seien jedoch Image und Arbeitsplätze bei Skoda gefährdet, warnte er.
    Skoda-Vorstandsvorsitzender Vratislav Kulhanek nannte die Vorwürfe unbegründet. Kündigungen innerhalb der Stammbelegschaft seien nicht geplant. Das nächste Skoda-Modell, das sich bereits in der Planung befindet, werde "nicht klein und qualitätslos" sein, betonte er. Zwar verkaufe das Unternehmen in diesem Jahr wegen des Hochwassers und der starken tschechischen Währung vermutlich nur 445 000 Fahrzeuge und damit 15 000 Autos weniger als 2001, sagte Kulhanek. Dies wäre dennoch das zweitbeste Ergebnis der Skoda-Geschichte.
    Die Demonstranten waren mit Sprechchören wie "Wir wollen keine Trabbis bauen" und "Wir sind zwar kostengünstige, aber keine dummen Arbeitskräfte" vor den Firmensitz gezogen. Redner verlangten von der Skoda-Leitung "eindeutige Aussagen" zur Zukunft des Betriebs. "Wir wollen nicht, dass Skoda ein bloßer Erfüllungsgehilfe des Konzerns wird", kritisierte der Gewerkschaftssprecher.

    Ciao, Rolli
     
  2. AdMan

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  3. ?

    ? Guest

    Die Proteste gibt es wohl aufgrund einer Skoda-Pressemeldung vom 14.10.02.
    Hier die dpa-Meldung vom 15.10.:

    Die tschechische Volkswagen-Tochter kürzt 1300 Zeitarbeits-Jobs – weil Superb und Fabia nur schleppend laufen.

    15.10.2002 - Prag Der tschechische Automobilhersteller Skoda streicht 1300 Stellen. Grund dafür sei die geringe Nachfrage. Dies gab die tschechische Volkswagen-Tochter am Montag (14.10) bekannt. "Bis Jahresende sind 1300 Stellen betroffen", sagte Pressesprecher Jaroslav Cerny. Dabei handele es sich ausschließlich um Personal mit Zeitarbeitsverträgen einer tschechischen Arbeitsvermittlungsagentur. "Das direkt bei Skoda angestellte Kernpersonal wird nicht berührt", betonte Cerny.

    Ende September beschäftigte Skoda insgesamt 21.700 eigene und knapp 3000 weitere Mitarbeiter. Betroffen seien ausschließlich polnische und slowakische Arbeiter, deutsche Mitarbeiter oder Arbeitsplätze seien nicht in Gefahr. Das Unternehmen hatte die Produktion des Fabia Anfang Oktober um 100 auf 940 Einheiten am Tag heruntergefahren. Auch der Suberb verkauft sich nicht wie erwartet. Statt der ursprünglich geplanten 150 Fahrzeuge rollen derzeit täglich nur noch 100 Modelle vom Band.
     
  4. #3 scranton, 27.10.2002
    scranton

    scranton Guest

    Hallo zusammen!

    Mann der neue Chef von Volkswagen HERR PISCHETSRIEDER hat es echt Faustdick hinter den Ohren! Lest was die automobilwoche.de gepostet hat! Echt krass. Wenn das echt so kommt wird es Skoda nicht mehr geben.... aber lest selbst warum´

    Skoda-Arbeiter protestieren in Tschechien
    Änderung der Firmenpolitik geplant – in Zukunft werden vielleicht keine Mittelklasse-Wagen mehr produziert

    Automobilwoche/26. Oktober 2002


    Proteste bei tschechischer Volkswagen-Tochter Skoda



    Prag. Vor dem Sitz der tschechischen Volkswagen-Tochter Skoda in Mlada Boleslav (Mittelböhmen) haben am Freitag etwa 200 Arbeiter gegen eine angebliche geplante Änderung der Firmenpolitik protestiert. Man befürchte, dass Skoda wegen einer Umstrukturierung im VW-Konzern künftig keine Mittelklasse-Wagen mehr bauen werde, sagte ein Gewerkschaftssprecher der Prager Nachrichtenagentur CTK. Bei einer Produktionsänderung zu "billigen Autos" seien jedoch Image und Arbeitsplätze bei Skoda gefährdet, warnte er. Die Demonstranten waren am Morgen mit Sprechchören wie "Wir wollen keine Trabbis bauen" und "Wir sind zwar kostengünstige, aber keine dummen Arbeitskräfte" vor den Firmensitz gezogen. Redner verlangten von der Skoda-Leitung "eindeutige Aussagen" über die Zukunft des Betriebs. "Man füttert uns mit minimalen Informationen", kritisierte der Gewerkschaftssprecher. "Wir wollen nicht, dass Skoda ein bloßer Erfüllungsgehilfe des Konzerns wird." Von der Firmenleitung lag zunächst kein Kommentar zu den Protesten vo
     
  5. facom

    facom Guest

    Hi,

    das ist Kapitalismus in Reinstkultur.
    Nur weil VW nicht seine hochpreisigen Autos an die Leute bringen kann müssen andere bluten.

    Obwohl die Skodas nun nicht gerade bilig angeboten werden, aber Preis und Leistung stimmen.

    Dieses Hick-Hack ist nur Wasser auf die Mühlen der Asiaten. Gibt es keinen Skoda mehr, dann kaufen die Leute nicht die überteuerten VW`s, sondern gehen zu KIA und Co. Nichts gegen diese Automarken. Hier macht es der Preis wegen der schmalen Lohntüten der Autokäufer.

    Ich sage nur SKODA muss weiter leben, denn VW stirbt nicht davon.

    Guss

    facom
     
  6. #5 Štefan, 27.10.2002
    Štefan

    Štefan

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    Kilometerstand:
    499
    Ich weiß ja nicht, aber irgendwie lese ich aus den Pressemeldungen nicht heraus, dass es Skoda bald nicht mehr geben soll :grübel: . Und in einem anderen Thread wird geschrieben, dass es einen Superb - Nachfolger geben soll (Octavia - Langversion), das wäre ja dann wieder ein Mittelklassefahrzeug.

    Andererseits sollte man dem Herrn Pischetsrieder mal mitteilen, was wir davon halten, dass Skoda künstlich klein gehalten wird (z.B. dass Skoda nicht entwickeln kann was und wie es will).

    Gruß Stefan :wink:
     
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Proteste in Mlada Boleslav gegen Konzernpolitik

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