Pressebericht: Škoda Deutschland nicht zu bremsen

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SkodFather

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Škoda Deutschland nicht zu bremsen

Imagewandel der VW-Tochter bietet Anschauungsunterricht für Marketingprofis


„Wir sind derzeit sehr zufrieden.“ Diese Aussage können in der Wirtschaft im allgemeinen und in der Autobranche im besonderen momentan nur wenige treffen. Dieter Sitz (63), Geschäftsführer der Skoda Automobile Deutschland GmbH in Weiterstadt aber lenkt mit der VW-Tochter seit geraumer Zeit einen Importeur, der auch in der Krise wächst und dessen Imagewandel Anschauungsunterricht für Marketingprofis bietet.

An die große Glocke hängt Sitz, seit 1994 bei Skoda, derlei im Gespräch mit dem ECHO nicht. Fakt aber ist, dass in Weiterstadt, wo das Unternehmen seit zwölf Jahren und „auch künftig“ seinen Sitz hat, weitere Flächen angemietet wurden, die Zahl der Arbeitsplätze bis Jahresende auf 180 (2002: 151) steigt. Damit hätte sich die Zahl der Stellen seit 1996 verdoppelt.

Vor allem die technische Mannschaft und der Vertrieb wurden gestärkt. Derweil droht bei Mitsubishi in Trebur durch Umzug des Teilelagers nach Holland ein massiver Stellenabbau, strafft Seat Deutschland (Mörfelden-Walldorf).

Im Plan steht bei Skoda für das laufende Jahr ein Umsatz von rund einer Milliarde (2002: 890 Millionen, 1996: 160 Millionen) Euro bei 80 000 (78 900, 21 611) Zulassungen. Dahinter sollen 2,5 (2,4, 0,61) Prozent Marktanteil und wieder schwarze Zahlen stehen.

Denn Hagelschäden und Hochwasser bei zum Teil nicht versicherten Neuwagen führten (wie berichtet) im vergangenen Jahr zu einem Minus von 3,9 Millionen. Aufgrund der roten Zahlen wurden auch Baupläne für eine repräsentative Dependance erst einmal auf Eis gelegt.

Die Gründe für den Erfolg? „Der Markt ist derzeit auf unserer Seite“, so Sitz. Preisgünstig und hochwertig zu kaufen liegt im Trend. Deshalb kann Skoda Sonderkonditionen, wie am flauen Markt üblich, um die Zulassungszahlen zu frisieren und manche Eitelkeit zu befriedigen, weiterhin beruhigt ablehnen.

Statt dessen packt man lieber mehr Ausstattung in die Autos hinein. Die Wertstabilität bei gebrauchten Skoda belegt, dass dies letztlich dem Kunden zugute kommt.

Dass der tschechische Autobauer zudem mit drei „relativ zeitlosen Baureihen“ mehr absetzt als Wettbewerber mit zehn und mehr Modellen, belegt die hohe Akzeptanz des Angebotes. Erfolge in Vergleichtests von Fachzeitschriften gegen namhafte Wettbewerber vergisst Sitz nicht zu erwähnen.

Allein im ersten Quartal gab es ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 20 685 Einheiten. Der Fabia ist dabei das beliebteste Modell. 42 000 bis 44 000 Einheiten sollen im Gesamtjahr allein auf den kleinen Tschechen entfallen. Beim Spitzenmodell Superb rechnet Sitz mit 5000 bis 6000 Einheiten. Aber hier ist am Markt mehr drin, heißt es.

500 zusätzliche Vorführwagen, Vertriebstrainer für Händler und Roadshows, etwa bei der Kieler Woche, sowie gezielte Ansprache von Kleingewerbetreibenden soll die Qualitäten bekannter machen.

Auch hier zeige sich, dass die Marke „emotional noch nicht genug aufgeladen ist“, noch zu wenig Skoda kennen oder der Name des erfolgreichen Modells Octavia bisweilen geläufiger sei. Aber das soll sich ändern. Denn das „machbare“ mittelfristige Ziel heißt weiter 100 000 Autos pro Jahr, drei Prozent Marktanteil und die Nummer vier der Importeure hinter Renault, Peugeot und Toyota.

Wie attraktiv die Marke mit dem geflügelten Pfeil im Logo inzwischen ist, zeigt sich an den 1300 Werkstattbewerbern, welche die Liberalisierung des Marktes mit der neuen Gruppen-Freistellungs-Verordnung nutzen und mit Skoda ins Geschäft kommen wollen. Dass diese Zahl bei 360 000 Autos im deutschen Fahrzeug-Bestand für eine vernünftige Auslastung zu groß ist, weiß Sitz. Das werde sich jedoch von selbst regeln, sagt er. 500 Händler und maximal 1000 Servicepartner sind letztlich das Ziel.

quelle: echo online (südhessische zeitung) 19.05.2003
 

Kurt M

Guest
Hallo,

Skoda wird sicherlich die Anzahl der japanischen Autos in Deutschland deutlich zurückdrängen, bzw tut das ja bereits.
Wer früher mal aus Kostengründen einen Japaner kaufte, braucht jetzt nicht mehr so weit zu gehen.
Und das beste ist ja, dass in einem preiswerten Auto viele bewährte VW Teile zu finden sind.

Kurt
 

Paramedic030

Guest
@Octavius:

Nein, Škoda wird über die Japaner (berechtigter Weise) erhoben und darauf haben wir doch irgendwie alle schon gewaret, oder? Schließlich ist Škoda auch nur eine "Spartenmarke" gewesen und nun wird sie zum vollwertigen Automobilhersteller.
Gute Entwicklung, in meinen Augen!!!

Grüße aus BErlin!

Paramedic030
 

saVoy

Skoda ade
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ex Skoda Fabia RSC
Die Entwicklung in Deutschland oder Österreich ist die eine Sache.Da hat sich Skoda wirklich prächtig entwickelt. In ganz Europa hat unsere Marke aber noch Nachholbedarf. Bei etwa 1,6%MA ist Skoda doch ein relativ kleines Licht und etwa so erfolgreich wie Hyundai, die 1,7%MA haben.Seat liegt bei 2,6%.
Siehe:www.dinside.no/php/art.php?id=89519

Savoy
 

Kurt M

Guest
Hallo,

der Name "Škoda " suggeriert bei vielen immer noch das Image vom alten Ostblock-Auto.
War bei mir auch nicht anders, als ich vor kurzem den Octavia gekauft hatte, habe ich mich mit den vielen VW Teilen beruhigt (da kann man ja nichts falsch machen...).

Nach den ersten paar tkm haben sich aber die letzten Vorurteile verflüchtigt und ich bin inzwischen vollkommen überzeugt von dem Auto und würde es jederzeit wieder kaufen.

Wahrscheinlich geht es vielen so und das größte Hindernis ist die alte Ostblock-Vergangenheit die dem Namen Škoda anhaftet. Viel Arbeit für die Marketingleute.

Grüße
Kurt
 

dsrazor

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also mir ist es doch egal wie gut sich Skoda im Ausland verkauft. Für mich zählt das ich ein gutes, zuverlässiges und preiswertes Auto habe, das mir Spaß macht.
Trotz allem kommen Deutsche Autos nicht an die Zuverlässigkeit von z.B. Toyota ran! Bin zwar kein Fan von denen und hatte noch nie einen aber die Pannenstatistik zeigt das jedes Jahr aufs neue!
 
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