Portrait: Der neue Boss bei VAG

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von ?, 12.03.2002.

  1. ?

    ? Guest

    Bernd Pischetsrieder
    Perfektionist im Geschwindigkeitsrausch

    Er liebt Snowboarden, raucht leidenschaftlich gern Zigarren und fährt gern schnelle Autos. Der künftige VW-Chef Bernd Pischetsrieder würde von den Modellen des Wolfsburger Konzerns am liebsten den Lamborghini fahren.

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    Doch der Ur-Bayer gilt nicht nur als Genussmensch, sondern als kenntnisreich, penibel und qualitätsversessen. «Null Prozent Fehler bedeuten für mich Qualität», sagte er in einem Interview. Unzuverlässige Menschen etwa könnten ein «Qualitätsproblem» werden. «Mich ärgern nicht eingehaltene Zusagen oder Versprechen und schlecht erfüllte Aufgaben.» Wenn etwas daneben geht, «kann ich sehr ungemütlich werden».

    Neuling in VW-Führungsetage
    Der 53-jährige gebürtige Münchner sitzt erst seit knapp zwei Jahren als Chef der Tochter Seat und Qualitätsbeauftragter mit am Wolfsburger Vorstandstisch, denn eigentlich ist Pischetsrieder ein Mann von BMW. 1973 kam der Maschinenbau-Ingenieur - seine Diplomarbeit schrieb er über strategische Unternehmensplanung - als Fertigungsplaner in das Münchner Werk. Schon zwei Jahre später wurde er Abteilungsleiter. 1982 ging er für drei Jahre für BMW nach Südafrika und leitete dort Produktion, Entwicklung, Einkauf und Logistik. Zurück kehrte er als «Qualitätskommissar» von BMW. 1993 wurde er schließlich - für viele sehr überraschend - zum Nachfolger von Eberhard von Kuenheim als Vorstandsvorsitzender ausgerufen. Er war noch nicht lange im Amt, da übernahm BWM 80 Prozent der Aktien der britischen Rover-Gruppe.

    Rover - der Zacken in der Krone
    Damals konnte niemand ahnen, dass dies der Anfang vom Ende der Ära Pischetsrieder bei BMW sein sollte. In den ersten Jahren noch lief das Geschäft unter seiner Federführung durchaus erfolgreich. Ende der neunziger Jahre aber zog das Engagement auf der britischen Insel das Ergebnis der bayrischen Vorzeigemarke immer weiter nach unten. 1998 musste BMW einen Rover-Verlust von 1,87 Milliarden Mark (0,96 Milliarden Euro) verkraften. Pischetsrieder räumte ein, er habe Rover zu lange an der langen Leine laufen lassen. Im Februar 1999 nahm er seinen Hut. Mit seinem Noch-Chef bei VW, Ferdinand Piech, verbindet den Vater von zwei Kindern die Technikbegeisterung und der Hang zum Perfekten.
     
  2. AdMan

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  3. Reiner

    Reiner

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    Skoda Fabia Combi TDI 1,9 Elegance 2001; Peugeot 206 CC HDI 2006 ; Mitsubishi Colt CAOGLXI 1992
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    Anmerken möchte ich noch, daß "Kollege" Pischetsrieder zur Zeit noch nen Ferrari fährt, wahrscheinlich unter anderem.

    Der VW Konzern hat übrigens im letzten Jahr einen Rekordgewinn gemacht. Seit dem Antritt von Piech wurde der Gewinn jedes Jahr größer (im Antrittsjahr noch Verlust).
    Nicht unwesentlich dürfte Skoda beigetragen haben, sowie die Unfähigkeit der Mittbewerber, wie z.B. Opel.
    Interessant ist übrigens, daß der Gewinn 2001 trotz geringerer Absatzzahlen gestiegen ist. Auf die Preise...Prost!

    Gruß Reiner
     
  4. ?

    ? Guest

    12.03.2002 - 14.00 Uhr - dpa
    Der neue VW-Chef Bernd Pischetsrieder will den Konzern mit Turbo-Tempo weiterführen - trotz deutlich spürbarer Konjunkturbremse.

    "Es ist unser Ziel, das Rekordergebnis des Jahres 2001 mindestens zu halten", kündigte er am Dienstag (12.3.) bei der Vorlage der Bilanz in Wolfsburg an. Der Konzern hatte bei einem Umsatzplus von 6,5 Prozent auf 88,54 Milliarden Euro einen Gewinn nach Steuern von knapp 2,93 (2000: 2,61) Milliarden Euro erzielt. Bei leicht auf 5,1 Millionen Fahrzeuge gesunkenem Absatz wurde der Weltmarktanteil um 0,2 Punkte auf 12,4 Prozent ausgebaut. VW peilt einen Anteilsgewinn bei rückläufigem Weltmarkt an.

    Pischetsrieder räumte ein, dass die Auslieferungen des Konzerns im ersten Quartal mit rund 1,18 Millionen Fahrzeugen um 6,5 Prozent zurückgehen werden, während der Markt nur um 3,9 Prozent verliere. Dafür sei vor allem die VW-Markengruppe (VW, Skoda, Bentley, Bugatti) mit einem Minus von neun Prozent auf 816.000 Fahrzeuge verantwortlich. Die Markengruppe Audi (Audi, Seat, Lamborghini) werde um 1,7 Prozent auf 300.000 Stück zulegen. VW Nutzfahrzeuge werde um 8,8 Prozent auf 68.000 Fahrzeuge verlieren. Er sei aber für das Gesamtjahr im Konzern "durchaus guter Dinge".

    VW wird sich nicht an Rabattprogrammen beteiligen

    Das Ergebnis des ersten Quartals werde unter dem Vorjahresniveau bleiben. Dafür seien unter anderem Restrukturierungskosten von 105 Millionen Euro in Argentinien verantwortlich. Dort werde angesichts der Wirtschaftskrise die Pkw-Produktion der "Marktnachfrage angepasst". Eine Gefahr für die Arbeitsplätze in Deutschland sehe er trotz der schwierigen Marktsituation nicht. Durch das Modell 5000 mal 5000 würden sogar neue Arbeitsplätze geschaffen.

    Pischetsrieder betonte, dass sich VW nicht wie Wettbewerber in den USA an Rabattprogrammen beteiligen werde, "auch wenn dies mittelfristig Marktanteil kosten könnte". Langfristig werde sich dies aber auszahlen. Diese Strategie hatte Pischetsrieder bereits als Seat-Chef gefahren. Die spanische VW-Tochter setzte 2001 laut Geschäftsbericht 551.000 Fahrzeuge ab nach zuvor 616.640, produzierte nur noch 480.000 nach zuvor 516.000 Stück. Damit wurde der Lagerbestand abgebaut und gleichzeitig die Absatzförderung via Tageszulassung unterbunden. Dementsprechend drehte das operative Ergebnis von minus 47 auf plus 63 Millionen Euro.

    Piech wies darauf hin, dass VW 2001 mit einer Kapitalrendite von 9,4 Prozent erstmals den "Zielkorridor" erreicht habe. Dies werde kein "einmaliger Ausreißer nach oben bleiben", legte Pischetsrieder nach. Das Unternehmen habe durch Kostensenkungsprogramme rund eine Milliarde Euro eingespart und werde weiter an der Profitabilität arbeiten.
     
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