Offroad- und Fahrsicherheits-Training im Yeti: Erlebnisbericht von einem spannenden und lehrreichen

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  1. #1 geronimo, 13.10.2014
    geronimo

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    Am vergangenen Wochenende habe ich an einem zweitägigen Training im Skoda Yeti teilgenommen, das sowohl ein normales Fahrsicherheitstraining als auch einen ausgiebigen Ausflug ins Gelände beinhaltete. Vor allem am zweiten Tag, der ausschließlich im Offroad-Park am Nürburgring stattfand, konnte der Yeti zeigen, welche Qualitäten in im stecken. Die perfekt organisierte Veranstaltung bot die ideale Mischung aus lehrreichem Programm und jeder Menge Spaß

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    Der erste Tag des zweitägigen und im Prinzip auf den Yeti 4x4 mit Allradantrieb ausgerichteten Trainings fand auf dem Gelände des Fahrsicherheitszentrums (FSZ) Nürburgring statt, wo diverse Übungen absolviert wurden. Dazu zählten unter anderem Notbremsung, Bremsen und Ausweichen, schnelle Kurvenfahrt auf wechselnden Straßenbelägen und Vollbremsung in der Kurve. Damit der Verschleiß an Reifen und Fahrzeug nicht allzu groß ist, sind die Fahrbahnoberflächen teilweise künstlich besonders glatt gemacht worden und zudem allesamt bewässert. Die Gleitflächen für die meisten Bremsübungen haben eine vergleichbare Glätte wie eine festgefahrene aber griffige Schneedecke. Das wurde dem einzigen Fabia im Feld der rund 15 Fahrzeuge schnell zum Verhängnis, denn die nicht mehr ganz taufrischen Niederquerschnitts-Sommerreifen des RS verloren deutlich früher an Haftung als alle anderen Reifen im Feld. Das andere extrem war mein geliehener Yeti, auf dem bereits Winterreifen der neusten Generation montiert waren. Diese erlaubten deutlich höhere Geschwindigkeiten als beim gesamten übrigen Teilnehmerfeld, bevor es zu Problemen wie einem ausbrechenden oder nicht mehr richtig steuerbaren Fahrzeug kam. Bei einer der Übungen war mein Tempo um bis zu 20 km/h höher als das der anderen Yetis, und fast doppelt so hoch wie das des Fabia RS.

    Erstaunlich und Ernüchternd dabei ist, wie schmal trotz der besseren Voraussetzungen der Grad zwischen "geht noch ohne Probleme" und "Mist, das war zu schnell" ist. Ganz egal in welchem Geschwindigkeitsbereich, die Grenze betrug jeweils nur 1 bis 2 km/h, die zwischen Wohl oder Wehe unterschieden haben. Das Bremsen und Ausweichen ging bei den besten anderen Yetis bis etwa 51 km/h gut, ab 53 km/h war Ende Gelände. Bei mir war das zwar schneller, aber ähnlich eng, denn 71 km/h gingen noch relativ locker, bei 73 km/h hätte es deutliche Schäden gegeben. Zumindest dann, wenn die Hindernisse nicht aus problemlos zu durchfahrenden Wasserfontänen bestanden hätten. Bei den anderen Übungen ergab sich ein ähnliches Bild, denn auch hier machten jeweils einige wenige km/h mehr oder weniger den Unterschied aus. Alles in allem kann ein solches Training wirklich nur allen Autofahrern empfohlen werden, denn es vermittelt und trainiert nicht nur das richtige Verhalten in Gefahrensituationen. Darüber hinaus verschafft es auch durchaus gute Erkenntnisse über das eigene Fahrverhalten, denn dieses ist oftmals für die Schwere der Unfälle entscheidend. Das fängt schon bei einer falschen Sitzposition an, die einerseits ein schnelles reagieren erschwert, als auch die Wirkung der Sicherheitselemente Gurt, Gurtstraffer und Airbag verschlechtert. Doch auch die "lässlichen Sünden" wie Tempo 55 bis 65 in der Stadt und ähnliches können Ursache dafür sein, dass es eben doch zum Unfall kommt, anstatt dass es gerade noch einmal gut ausgeht. Und dass dieser dann auch noch schwerer ausfällt, als es bei gemäßigterem Tempo der Fall gewesen wäre. Insofern veranlasst ein solches Training nicht dazu, schneller fahren zu können, denn es zeigt, dass auch der beste Fahrer in bestimmten Situationen einfach keine Chance mehr hat - weshalb es auch gilt, diese Situationen von vornherein zu vermeiden oder die Folgen zumindest zu minimieren.

    Doch neben allem Ernst gab es auch wieder Spaß, so wie das bei den von Skoda selber veranstalteten und betreuten Trainings immer der Fall ist. Dementsprechend stand auch die Twist-Challenge (ehemals Rolli-Challenge) auf dem Programm. Dabei kommt ein umgebauter Fabia zum Einsatz, dessen Hinterräder durch frei drehende Rollen wie bei einem Einkaufswagen ersetzt wurden. Dadurch bricht das Heck auf dem abgesteckten Slalom-Parcours natürlich bei jeder Gelegenheit aus und muss durch gezieltes Gegenlenken und Spiel mit dem Gaspedal wieder eingefangen werden. Das ist ebenso unterhaltsam wie lehrreich, denn es trainiert das schnelle reagieren auf unvorhergesehen Richtungswechsel. Bei dieser Übung auf Zeit konnte ich ein wenig meinen Trainingsvorsprung vom diesjährigen Treffen am Nürburgring ausnutzen und eine gute Platzierung einfahren (siehe Foto oben). Am Abend gab es ein gemeinsames Essen der Teilnehmer und des Organisationsteams im "Kult-Lokal" Pistenklause in Nürburg.

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    Nach dem lehrreichen und unterhaltsamen Tages- und Abendprogramm gingen die Teilnehmer gut gelaunt in den zweiten Tag, der voll und ganz im Zeichen von Geröll, Sand und Matsch stand. Der Offroad-Park in der Nähe des Nürburgrings bietet zahlreiche Gelegenheiten, einen Geländewagen endlich einmal "artgerecht" zu bewegen. Steile Auf- und Abfahrten, natürliche Kletter- und Gefällstrecken oder Wasserdurchfahrten gehören ebenso zum Programm wie Sanddurchfahrten oder Geschicklichkeitsübungen. Welche Stationen abgefahren wurden und vor allem, wie sich der Yeti dabei präsentiert und geschlagen hat, lässt sich in einem eigenen Bericht nachlesen. Nur so viel vorab: der Yeti kann mehr, als man ihm zutrauen würde. Das Training selber war rundum gelungen, denn extrem kleinen Gruppen von 3 bis 4 Fahrzeugen standen jeweils 2 Instruktoren zur Seite. Das garantierte zum einen kurze Wartezeiten an den einzelnen Stationen, zum anderen war so natürlich eine ideale Betreuung inklusive individueller Tipps und Tricks gewährleistet. Die Trainer am Nürburgring haben dabei noch einen großen Vorteil, denn Skoda ist schon seit mehreren Jahren Partner des FSZ, weswegen die Autos der Marke natürlich in allen Details und inklusive der Stärken und auch Schwächen genauestens bekannt sind.

    Neben ihrer Kompetenz sind die Mädels und Jungs aber allesamt auch noch richtig nett, weshalb auch die menschliche Seite mit diversen Anekdoten und blöden Sprüchen niemals zu kurz kommt. Unterstützt werden die Instruktoren vom Skoda-Eventteam, das jedes Skoda-eigene Training zu einem ganz besonderen Ereignis werden lässt. Während die "normalen" Teilnehmer im FSZ üblicherweise den Tag nur mit den Trainern und eingeschränktem Service verbringen, sorgen die Damen von Skoda dafür, dass ihren Gästen quasi jeder Wunsch von den Lippen abgelesen wird. Neben eigener Kameraaufnahmen, zahlreichen Werbegeschenken und zahlreichen organisatorischen Infos beinhaltet dies bei einem zweitägigen Training wie diesem sogar den Check-In-Service im Hotel, was wirklich entspannend ist. Das hervorragende Zusammenspiel von Team des FSZ und dem Eventteam ist also ein weiteres angenehmes Argument, ein solches Training einmal mitzumachen. Und das Offroad-Training ist definitiv ein echtes Highlight, denn hier gibt es wirklich Action, Spaß und Verblüffung satt. Dabei muss im Vergleich zu sonstigen Veranstaltungen dieser Art nicht einmal allzu tief in die Tasche gegriffen werden, denn die Trainings von Skoda sind in der Regel deutlich preiswerter als beispielsweise im FSZ oder beim ADAC direkt gebuchte Veranstaltungen. In diesem Jahr gibt es allerdings keine Termine mehr, doch im Januar startet Skoda mit dem Wintertraining in die neue Saison. Informationen zu allen Möglichkeiten gibt es auf der Homepage unter Erlebniswelt und dann Fahrerlebnisse.

    Hier geht es zum zweiten Teil mit den Erlebnissen im Offroad-Park .

    (Diverse Bilder von: Hans Loistl)
     
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  3. horn3t

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    Es war wirklich toll! Wirklich gut geschrieben Text und schöne Fotos (meine sind nicht so toll :/)
    Mit freundlichen Grüßen :thumbsup:
     
  4. #3 Thomas Wiedau, 13.10.2014
    Thomas Wiedau

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    waren auch mit dabei, sind der selben Meinung. Haben auch Bilder und kleine Videos - einfach ein tolles Wochenende
     
  5. #4 Super-Matze, 14.10.2014
    Super-Matze

    Super-Matze

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    Gunter, schön geschrieben.

    Hab ja nun auch schon das eine oder andere Training absolviert und kann mich Deinen Erfahrungen nur voll und ganz anschließen. :thumbsup:

    Gruß,
    Matthias
     
  6. farmer

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    Danke für deinen Bericht, der mich mal wieder daran erinnert das ich sowas ja auch mal machen wollte.
    Manchmal sollte man Dinge einfach nicht so lange aufschieben sondern einfach TUN. Also checke ich mal
    die Termine und die Option des Wintertrainings in Östereich, wenn auch 600km entfernt..
     
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