Neuwgenpreise in Deutschland 24% gestiegen

Dieses Thema im Forum "Skoda allgemein" wurde erstellt von shorty2006, 25.11.2007.

  1. #1 shorty2006, 25.11.2007
    shorty2006

    shorty2006 Guest

    kam gerade ein schöner bericht auf einsExtra:

    von 2000 bis 2007 sind die neuwagnepries um über 24% gestiegen! (alle autoanbieter, auch japaner und amis)
    hingegne sind die gehälter nur um 7% gestiegen

    gründe sind vor allem:

    - mehrwertsteuererhöhung
    - entwicklungskosten zur abgasreinigung um die forderungen der eu einzuhalten
    - hohe auswahl an extras die angeboten werden
    - besser und komfortabler ausgestattete autos bereits schon in den basis versionen gegenüber 2000

    folgen:
    das alles lässt auf dem privatmarkt die einkaufszahlen drastisch zurückgehen. privatkäufer fahren ihre alten autos länger und schauen eher nach gebrauchten welche oft firmenrückläufer sind und um die zwei jahre alt. anderes geht es für den normalverdiener nicht mehr und die preispirale dreht sich weiter, auch gebrauchtwagenpreise steigen parallel zu den neuwagenpreisen

    also eure gewerkschaft sollte beim nächsten arbeitskampf 30% fordern ,damit wenigstens 19% im endefekkt rauskommt, denn
    die steigerung der spritpreise ist hier bei den 24% noch gar nicht einberechnet
     
  2. AdMan

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  3. #2 stefan br, 25.11.2007
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    Wenn die Ausstattung auch immer mehr steigt und immer die Anforderungen an der Sicherheit steigen ist es doch kein Wunder das die Preise steigen.
    Die Entwicklungskosten der aktuellen Mercedes E-Klasse liegen bei über 2 Mdr. Euro und das muss erstmal wieder eingenommen werden.
    Dadurch das die EU ja einen Flottenverbrauch von 120g/km möchte wird der Preis noch weiter steigen.
     
  4. #3 turbo-bastl, 25.11.2007
    turbo-bastl

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    Solche Vergleiche finde ich arg problematisch, weil Ausstattung und Leistung der Autos zulegen. Bspw. ist jeder Fox heute "besser" als ein Golf I, trotzdem muss ein normaler Arbeitnehmer nicht mehr so lange für ihn arbeiten. Ein Golf V ist dagegen schwerer erschwinglich als seinerzeit der Golf I, dafür aber halt eine vollkommen andere Klasse.

    Es ist ja auch ganz klar, dass sämtliche Umweltvorschriften Geld kosten. Seien es DPFs, Euro-Normen oder CO2-Ausstoß: die Technik muss entwickelt, ge- und verbaut werden, und das kostet natürlich Geld, ohne, dass ich als Käufer einen Mehrwert erhalte.
     
  5. #4 Bergbauer, 30.11.2007
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    Die Folge istauch, das sich immer mehr Verbraucher, die sich nicht mehr für dumm verkaufen lassen wollen
    ihr Auto im Ausland kaufen. Wenn ich mir überlege was ein Golf in den USA kostet,- würde ich mir das vielleicht noch mal überlegen mit dem Kauf in D....
    Ironischerweise gibt Volkswagen auf USA Importe 2 Jahre Garantie. Wurde mir auch so von Volkswagen bestätigt.

    Selbst mit Zoll und Transport lohnt sichs immer noch!

    Grüsse

    Bergbauer
     
  6. #5 Geoldoc, 30.11.2007
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    Das ganze wird aber durch die enormen Rabatte auch wieder relativiert. Vor 10 Jahren hat man ein gutes Angebot für den Gebrauchten bekommen und vielleicht einen Satz Reifen. Heute sind durchaus 15% oder mehr üblich.

    Die Auslandspreise sind zum Teil tatsächlich erschreckend. Aber insbesondere innerhalb der EU lohnt sich en Import nur noch selten. Bei den oben angesprochenen Rabatten kommen ausstattungsbereinigt die Importe nur sehr selten mit.

    Zu dem was Bastl geschrieben hat, gab es schon vor Jahren den entsprechenden Artikel in der Autobild (also eigentlich auch eher ein Hetzblatt), in dem ganz klar vorgerechnet wurde, dass der Golf zwar im Verhältnis zum Einkommen teurer geworden ist (Grundpreis zum Durchschnittslohn) der Polo, der ja mehr Austattung Platz und Sicherheit als ein Golf I oder II und mit der nächsten Generation deutlich über dem Golf II liegen wird, viel preiswerter ist als damals ein Golf war.
     
  7. #6 Supernova, 30.11.2007
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    Richtig, man kann es nicht direkt vergleichen.
    Man bekommt heute wohl für seine Arbeit ein besseres Auto wie früher, is aber logisch, techn. Entwicklung etc.

    Dennoch ändert sich nichts daran, das ein Golf V heute mehr bereinigt kostet, wie damals ein Golf II (auch im Bezug auf Reperaturen und Unterhalt), egal ob er jetzt mehr hat, oder nicht. Fakt ist, er kostet wesentlich mehr, und VW braucht sich nicht zu wundern, dass sie dadurch den Golf V wesentlich schwerer los bekommen wie damals den Golf II. Es wurden nicht halbsoviele Golf V oder IV verkauft, wie Golf II.
    Das Problem ist doch, dass viele Leute den ganzen Schnickschnack nicht haben wollen, und mehr Wert auf ein einfachen günstiges Auto legen, wie auf ein überteuertes, vollgestopftes Auto. Was bringt mir es, wenn ich heute mehr Auto bekomme wie früher, es aber nicht brauche ?
    Gerade deshalb hat ja Dacia und Co (und früher Skoda) so einen Erfolg, und die anderen Hersteller brauchen sich nicht wundern das sie ihre Kisten nicht mehr an den Mann bringen....

    Tschau
    Christian
     
  8. #7 Geoldoc, 30.11.2007
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    @Supernova
    Ja klar, das Größen-, Ausstattungs- und Preiswachstum macht unten Platz für neue kleinere und billigere Modelle und das passiert ja auch die ganze Zeit. Wobei da die Hersteller ja auch schon eine Menge anbieten. Fox und Logan und wegen mir auch der Fabia II (ohne Classic) sind doch die perfekten Beispiele, wie Hersteller darauf reagieren. Auch die Einführung von Polo Combi oder überhaupt 4-türigen Kleinwagen zeigt es gut. Meiner Meinung nach ist die (ja auch in einem anderen Thread geführte Diskussion, man könne den ganzen Schnichschnack nicht mehr vermeiden, an der Realität vorbei. Man kann auf nahezu jede Austattung verzichten. Nicht von jeder Marke in jedem Modell. Aber das ist beim Luxus ja genauso. Ich hätte auch gerne einen Roomster mit BiXenon-Kurvenlicht nur leider bietet es keiner an. Genausowenig wird an eine E-Klasse ohne Servolenkung finden. Irgendwo muss sich der Hersteller hlt doch an der Mehrheit des Marktes kümmern.

    Seltsamerweise meckern alle, wie teuer Autos geworden sind, aber obwohl schon ein Polo um Welten komfortabler und sicherer ist als ein Golf von vor 15 Jahren, kaufen sich viele Leute trotzdem lieber den Golf. Anscheinend reicht es dafür dann doch noch. Schlimm finde ich, wenn sie noch nicht mal merken, dass sie sich damit einen Luxus leisten, den man bei anderen Prioritäten auch einsparen könnte.

    Ich bin schon froh, dass die Autos sicherer und komfortabler geworden sind. Das Größenwachstum kann man umgehen, wenn man das nicht will und dann sind die Autos auch sparsamer geworden. Mal ein Beispiel :

    Der Kangoo I war 4 Meter lang. Der Kangoo II wird 4.22. Wenn man das nicht will, kann man sich zB einen Peugeot Bipper kaufen, der dann nur 3,86 lang ist.
     
  9. #8 Supernova, 30.11.2007
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    Ja die Ausstattungdiskussion brauchen wir jetzt nicht wieder aufleben zu lassen.
    Ich wollte wie gesagt nur drauf hinweisen, dass man sich nicht wundern braucht das beim Golf (als Bsp.) aufgrund der Preisentwicklung die Absatzzahlen sinken.


    Der Meinung bin ich auch.
     
  10. #9 stefan br, 30.11.2007
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    Man kann die Autos doch mit wenig Ausstattung haben siehe den Fabia Classic. Ein Auto ohne Klimaanlage, möchten doch nur die wenigsten haben. Wenn das Auto zu wenig Ausstattung haben, ist der Wiederverkauf auch nicht immer einfach.
    Wenn man das so sieht, fragt man sich ja auch, wozu man eine Metallic Lackierung, elektrisch verstellbare Spiegel, elektrische Sitzverstellung, LM Felgen,... braucht. Es gibt so viel was Geld kostet und in Wirklichkeit überhaupt nicht notwendig ist. Aber die meisten haben es nun mal.
     
  11. #10 turbo-bastl, 30.11.2007
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    Die meisten wollen ja auch viel Ausstattung haben - möglichst zu bezahlbaren Preisen. Darauf haben die Japaner gezielt, als sie den europäischen Markt eroberten, manche Europäer folgen auch dieser Strategie (z.B.Skoda und Peugeot), mittlerweile auch die Koreaner. Die Basisvarianten dieser Marken finden ja kaum Käufer - die meisten Autos haben gehobenere Ausstattungslinien.

    Man müsste ja mal berechnen, wieviele Stunden man in verschiedenen Jahren für SEIN Auto arbeitete - ich glaube, dann würde man sehen, dass nicht nur die Autopreise, sondern auch die persönlichen Ausgaben für die Anschaffung deutlich gestiegen sind. Meines Erachtens sind die Menschen also auch bereit, für "mehr Auto" mehr Geld zu zahlen.
     
  12. #11 stefan br, 06.12.2007
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    Wir werden bald doch noch mehr abgezockt:

    Dies stand heute der Bild Zeitung

    "Der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller neuen Pkw soll von 170 auf 130 Gramm pro Kilometer gesenkt werden. Ein neuer VW Golf wird durch den technischen Mehraufwand um bis zu 5000 Euro teurer, soll diese Summe aber durch den niedrigeren Spritverbrauch in fünf Jahren wieder einsparen."

    Dann werden wir wohl bald alle Radfahren müssen. Wie soll man denn 5000 Euro wieder reinholen das ist absolute Abzocke.
     
  13. Limpi

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    Also ich finde nicht das die Autos teurer geweorden sind.

    Also ich vor 4 Jahren meinen O1 L&K damals gekauft habe kostete der laut Liste knapp 31.000 Euro. bei meinem :-) hab ich dann genau 26.600 Euro bezahlt.

    4 Jahre später bei meinem O2 RS kostete der ca. 31.500 laut Liste und ich habe bei meinem :-) 26.800 bezahlt.

    Unterschiede in der Ausstattung sind eigentlich stark zum Vorteil RS

    + O1 L&K Mehrausstattung zum RS

    - Vollederausstattung
    - Memory Sitze
    - Glas schiebedach
    - Grünkeil Frontscheibe
    - Doppelter Ladeboden

    + O2 RS Mehrausstattungen zum O1 L&K
    - wirklich hervorragende Sportsitze
    - Seitenairbags
    - 40 PS mehr und mit DPF
    - Größere LM Räder (2" Unterschied 16 zu 18)
    - Audience Radio mit Soundsystem 12 Boxen im vergleich zum Symphony mit 8 Boxen
    - Freisprecheinrichtung
    - Div technischen Schnick schnack wie z.B. Berganfahr Assistent, Tunnellicht, Leaving, Coming Home usw.
    - Automatisch Abblendbarer Innenspiegel
    - Sportfahrwerk
    - Anderes Bodykit

    Wenn an jetzt noch berücksichtigt, das der O2 grösser und wertiger verarbeitet ist als der O1 L&K und rein vom Handling, Bremsen und fahren doch deutlich besser ist als der O1 finde ich, das ich viel mehr Auto fürs Geld bekommen habe. Klar man kann es nicht unmittelbar vergleichen aber die Rechnung würde mit dem aktuellen L&K auch gehen.

    Gruss Limpi
     
  14. #13 Geoldoc, 06.12.2007
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    Auch wenn ich die Bildzeitung sowieso nicht gerade als die beste QWuelle für seriösen Journalismus halte, hab ich die Zahlen spasseshalber mal gerechnet.

    Eine Senkung des CO2-Ausstoßes von 170 g/km auf 130 g/km entspricht bei Benzin einer Verbrauchreduzierung von rund 7,3 auf 5,6 l/100km.

    Die Einsparung von 1,7 Litern führt bei 1,50 € pro Liter Super zu einer Ersparnis von 2,55€ pro 100km.

    Die 5000 € hätte man also nach knapp 200.000 km wieder raus.

    Steigen die Spritpreise weiter, geht es entsprechend schneller.

    Wie auch immer, es werden nur die wenigsten in 5 Jahren schaffen. Übers Autoleben gerechnet würde man aber eigentlich nicht drauf zahlen oder abgezockt werden.

    Der einzige Nachteil dieser Simpelrechnung ist, dass ein nicht geringer Teil der Mehrkosten durch den Einsatz von Leichtbaumaterialien entstehen wird, die deutlich energieintensiver als konventionelle Verfahren sind und oft auch schlechter zu reparieren oder recyclen.

    Daher macht das alles eigentlich nur Sinn, wenn man eine Gesamtbilanz für die Autos auflegt inklusive Herstellung, Nutzung und Entsorgung. Sonst verlagert man das ganze nur.
     
  15. #14 digiman25, 06.12.2007
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    Seit Sylvester 13: KIA Venga. Bis dahin: Skoda Fabia Combi 2.0 mit Prins Autogas
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    Den Artikel der Blödzeitung rechne ich mal zu den üblichen Panik-Artikeln wie "wenn wir alle Kat haben müssen werden die Autos unbezahlbar" oder "mit bleifreiem Bezin beginnt das große Motorensterben". Die angeblichen Mehrkosten wird heute niemand kennen und sie werden in der allgemeinen Modellpflege verschwinden. Der Airbag oder Kat hat seinerzeit auch nicht zu Preissprüngen geführt.

    Gruß aus Lippe

    Walter
     
  16. #15 Geoldoc, 06.12.2007
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    Vielleicht liegt es ja auch an meiner Beschäftigung im öffentlichen Dienst, aber dem Geschrei der Industrie und ihren Lobbys glaube ich schon lange nichts mehr.

    Ohne FCKW werden Kühlschränke unbezahlbar, die komplette Getränkeindustrie geht pleite, weil es Dosenpfand gibt etc.

    Im Endeffekt waren fast alle Probleme, die bei solchen Umstellungen kamen, darauf zurückzuführen, dass sich die Industrie zu sehr auf die Lobbyisten verlassen hat, die irgendwelche Regelungen noch entschärfen sollten, statt sich auf die neue Lage einzustellen. Ausbaden muss es natürlich doch der Verbraucher (uneinheitliches Pfandsystem, schlechte VW-Partikelfilter).

    Aber dafür die Schuld (nur) bei der Politik zu suchen, ist deutlich zu kurz gesprungen.
     
  17. #16 turbo-bastl, 06.12.2007
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    Aber die Oberflächlichkeit vieler Politiker kann einem doch gewaltig auf die Nerven gehen. Deutschlands Autohersteller sind in ihren Klassen (und das ist halt hauptsächlich der Premiumbereich) Vorbilder beim Umweltschutz, langfrisige Forschung und Entwicklung in dieser Richtung (Brennstoffzelle & Co.) werden intensiv und mit vielen Zwischenerfolgen betrieben, während andere kurzfristige Effekthascherei betreiben (Hybrid, Dieselpartikelfilter, ...). Trotzdem werden entsprechende Industriesektoren öffentlich schlecht gemacht und klein geredet von deutschen Mandatsträgern (das wäre in anderen Ländern undenkbar!)
    In das selbe Bild passt dieser Unsinn mit der reinen Fokussierung auf CO2-Emissionen: wie Geoldoc schreibt fehlt einfach das vernünftige, ganzheitliche und langfristige Konzept (in diesem Fall die Gesamt-Ökobilanz).

    Ich kann mir schon vorstellen, dass auf Dauer gesetzliche Regelungen die Autos verteuern (stärker als die übliche Inflation). Dass die Kosten für Leichtbauteile, Partikelfilter und andere Einbauten noch nicht voll auf die Kunden übergewälzt wurden liegt allein an dem Marktumfeld ("Käufermarkt"). Noch können die Hersteller diesen Mehraufwand schlucken, aber irgendwann ist auch die größte Marge zusammengeschrumpft. Wenn dann noch die Nachfrage auf einem hohen Niveau ist, wird es für die Käufer wirklich teurer.
     
  18. #17 Geoldoc, 07.12.2007
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    @Bastl

    Jupp.

    Besonders toll finde ich, wie Marken wie Fiat gelobt werden, weil sie schon die Vorgaben der EU einhalten. Also ist die Lösung einfach:

    Man baut möglichst keine konkurrenzfähigen Autos größer als untere Mittelklasse

    oder man lagert die Sportwagen und Premiummodelle in andere Marken aus und schon sind die Ziele eingehalten.

    Das Umweltschutz erst einmal Geld kostet ist ja auch keine neue Erkenntnis. Ohne Kat wären die Autos bestimmt etwas billiger. Das muss man halt volkswirtschaftlich (Krankheiten, neue Arbeitsplätze) gegenrechnen. Das sollte eigentlich schon reichen. Aber natürlich muss man auch nicht monetär denken und Naturschutz und Nachhaltigkeitsaspekten würdigen. Die klassische Frage: Was ist ein Kammmolch wert??

    Aber wenn ich mir anschaue, wie bereitwillig die Leute Geld für mehr Komfort und mehr Verbrauch ausgeben (Mehrleistung, Automatikgetriebe) ist zumindest bei vielen Autokäufern Wirtschaftlichkeit nicht an oberster Stelle.

    So absurd finde ich die 130 g übrigens trotzdem nicht. Mein Fabia Combi hat mit LPG (60/40) einen CO2-Ausstoß bei Normverbrauch +20% von ziemlich genau 130g/km. Das Auto hat genug Platz für die kleine Familie und mit 100 PS un einigen extras ist er auch nicht gerade leicht oder einfach. Und das mit Technik der späten 90ger... Ich denke im Schnitt könnte man mit einem Auto dieses Formats schon glücklich werden...

    Zur Politik:
    Ich gebe Dir recht, was die Oberflächlickeit der Politik angeht, aber die Politik kann auch nur die Sprache sprechen, die die Leute verstehen und hören wollen. CO2 runter auf 130g passt in die Bildzeitungsüberschrift und in den Kopf der Leute. Integrierte Mobilitätskonzepte kaum.
     
  19. #18 turbo-bastl, 07.12.2007
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    Zu dem Fiat-Beispiel passt auch Toyota: hier verkaufen sie biedere Autos bis zur Mittelklasse und einige "Leuchttürme" mit Hybrid - in den USA dagegen die dicksten PickUps mit Verbräuchen und einer Umweltbelastung, gegen die ein Q7 wie ein 3L-Lupo aussieht. Nur sieht man so etwas in Europa halt erst auf den zweiten Blick - und damit scheinen auch Repräsentanten der Bundesrepublik wie Frau Künast ("Kauft Toyota!") überfordert zu sein.

    Ein anderes Thema, das mich immer ärgert, ist diese Forderung nach "Downsizing". Das geht bei den Automodellen los (Beck: ein Golf reiche auch) und reicht bis zum Tempolimit (130 fürs Klima).
    So etwas kann für mich aber keine Lösung sein. Fortschritt ist nicht, einen Schritt zurückzugehen, sondern sein Mobilitätsniveau bei weniger Umweltbelastung halten zu können. Übertragen auf die Wohnsituation hieße Downsizing konsequenterweise: ich heize im Winter nur auf 16°C und lasse nachts das Licht aus. Das kann ja keine Lösung sein.
    Das zweite "Problem" an der Sache: die wirklichen Innovationen im technischen (und umweltfreundlichen) Bereich kommen ja nicht aus den Massenmarken oder dem Kleinwagensegment. Die Leichtbauweise stammt aus dem A8, TDIs sind eine Audi-Innovation, die Hybrid-Aufpreise schultert ein Lexus-Käufer eher als ein Toyota-Käufer etc... die Entwicklungen werden erst teuer in höheren Klassen verbaut und kommen dann erst in den Massenmarkt. Würden wir also alle nur noch mit Golf 1.2 und 60 PS durch die Gegend fahren, wäre doch das technische Innovationspotential gleich Null. Der selbe Effekt tritt imho auch bei einer sinkenden Nachfrage nach großen Motoren bei Wegfall des Tempolimits (dann reicht auch ein 2.0 TDI, keiner braucht den 2.7 oder gar 3.0 TDI) ein.
    Solche Überlegungen werden bei politischen Entscheidungsträgern oder in meinungsbildend tätigen Medien kaum angestellt - und das finde ich persönlich wirklich traurig.
     
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  21. #19 turbo-bastl, 07.12.2007
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    Zu dem Thema passt auch gut folgender Artikel: FAZ.NET: EU kommt deutscher Autobranche entgegen

    Da wird beschrieben, was es für ein Gezerre um die Grenzwerte gibt - es klingt auch an, was die "wahren" Hintergründe davon sind: Es ist ein Spiel darum, welches Land unter dem Deckmantel des Umweltschutzes für sich bzw. seine Industrie das beste herausholt.
    Zum Glück scheint sich am Ende noch die Vernunft durchzusetzen - Verheugen hat einen guten Job gemacht.
     
  22. Redfun

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    Stimmt nur theoretisch, dass bei Tempolimit keine Nachfrage an grossen Motoren mehr da ist. Praktisches Beispiel ist das UK, hier fahren die grössten deutschen Premiummarken ebenso häufig wie 4x4s und der Skoda Octavia kommt gern und oft als vRS. Zur Erinnerung: Wir haben ein nationales Speedlimit von 70mph (112km/h)
    Der Mensch geht eben nicht nur nach der Vernunft - da müssten hier nur 60 PS Autos ne Chance haben.
    Umweltschutz ist zwar schön, doch die Gesamtbilanz, die ein neues Auto mit sich bringt, schaut nicht mehr so rosig aus wie ein geringer Co2 Ausstoss eines Fahrzeugs. Wenn man ein Auto 10 Jahre fährt, hat man die Verschmutzung von 3 Neufahrzeugen vermieden( nach den Wünschen der Verkäufer sollte ja aller 3 - 4 Jahre ein neues Auto her)
    Der Lobbyismus der speziell deutschen Autobranche ist schon reinster Psychoterror. Lassen wir uns als Skodafahrer davon ärgern ? Wenn ja- selbst schuld, notwendig isses nicht.
     
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