Neuwagen/ Motor Einfahren

Dieses Thema im Forum "Skoda allgemein" wurde erstellt von Alter-Schwede, 21.01.2007.

  1. #1 Alter-Schwede, 21.01.2007
    Alter-Schwede

    Alter-Schwede Guest

    Moin Moin,

    da ich nun auch bald zu den Leid geplagten :achtungironie: Leuten gehöre die bald einen Neuwagen als ihr eigen nennen dürfen, mach ich mir nun riesige gedanken wie ich mein dritten Liebling einfahre. Da meine Freundin etwas kränkelt und kein IKEA- Marathon bevorsteht, und unser Hund den wütenden Sturm eher als Drachen anstatt als Hund überdauern würde ist
    dieser ebenfalls sehr wenig aktiv. Deshalb bot mir das Wochenende genug Zeit und Ruhe um mal ein wenig zu stöbern und mich zu informieren, wie man denn sein Neuwagen ordnungsgemäß einfährt. Dazu habe ich ein paar Testberichte aus renomierten Autozeitschriften, sowie verschiedener Automobilclubs durchforstet. Letzt endlich habe ich mir erlaubt einen Bericht zuverfassen, der alle meiner Meinung nach wichtigen und plausieblen Infos zusammenfasst hier reinzustellen. Dieser Bericht basiert auf gelesenen Berichten aus verschieden Informationsmedien, und sind aus meinem Verständniss geschrieben worden.

    Einfahren eines Benzin Motors

    Das Einfahren
    Wer nichts falsch machen möchte, wer zur ersten Fahrt mit seinem neuen Wagen (Motor) startet, sollte sehr viel Zeit mitbringen. Das „Einfahren“ sollte wenn möglich an einem Stück absolviert werden. Allerdings muss man sich auf einer solchen Fahrt Zeit zum Einfahren lassen können. Es darf keine Rolle spielen, wann man am Ziel ankommt. Jede Hast verführt dazu, dem Motor mehr als ihm dienlich ist abzuverlangen. Am besten ist es deshalb, wenn man sich am Wochenende aufmacht, ohne ein festes Reiseziel zu haben, wenn möglich natürlich. Nur richtiges Einfahren sollte auf dem Programm stehen, dann geht auch nichts schief.
    Aber wie beginnen? In der Betriebsanleitung für Neuwagen stehen nützliche Tipps, jedoch vielleicht manchmal etwas sehr unverständlich geschrieben, so das ich zum Schluss nicht mehr weiß, als vorher. Es gibt viele verschiedene Meinungen zum Thema Einfahren. Die einen sagen Einfahren? Wo zu ist doch ein Auto, so was muss das schon ab können, sonst hätte es keines werde dürfen. Andere sagen 1000- 1500 km vorsichtig einfahren. Dem letzteren stimme ich zu, jedoch nicht all zu vorsichtig und nicht in diesem Kilometerumfang. Man sollte eine Wagen eh nicht treten bis zum Erbrechen, denn richtig Eingefahren ist ein Motor eh erst nach 10-15 Tkm. Fahrzeughersteller raten in ihren Betriebsanleitungen selbst zu diesen Km- Leistungen. Diese hohen Zahlen kommen allerdings zustande, da die Hersteller davon ausgehen, dass man das Einfahren nicht an einem Stück absolviert, und nicht über eine längere Strecke am selben Tag. Kurz man hat sozusagen erst alle Fahrsituationen nach 1000- 1500 km dem Fahrzeug „zugemutet“.

    Hier das „Wie“: Das Einfahren eines neuen Motors geschieht nicht automatisch durch das Absolvieren einer bestimmten Anzahl von Betriebsstunden oder Kilometern. Das "Wie" hat also den größeren Einfluss.

    Schonung kann schaden. Wenn man neue Schuhe einläuft und zu diesem Zweck gleich einen Gewaltmarsch unternimmt, holt man sich mit Sicherheit Blasen an den Füßen, aber laufen muss man, bei zaghaftem „Tippeln“ passen sich die Schuhe nie den Füßen an. Ähnliches gilt für das Einfahren eines neuen Motors, bei dem sich Lauf- und Lagerflächen der sich bewegenden Teile glätten und aneinander anpassen müssen. Die Oberflächenbearbeitung ist jedoch heute schon so einwandfrei, dass die Einfahrerei keineswegs eine Wissenschaft darstellt. Während der ersten Betriebsstunden wird die gegenseitige Anpassung bewegter Teile, insbesondere von Kolben, Kolbenringen und Zylinderwandung, eigentlich nur vollendet. Optimale Voraussetzungen dazu bringt der nach modernen Gesichtspunkten konstruierte und montierte Motor bereits mit. Der neue Motor, mit dem man ohne weiteres gleich auf eine größere Tour gehen kann, verträgt das. Das ist sogar außerordentlich nützlich und dem Kurzstreckenbetrieb während der Einfahrzeit unbedingt vorzuziehen.

    Fleißig schalten heißt die Devise. Sinkt die Geschwindigkeit wegen einer Steigung oder starken Gegenwindes (Kyrill, Lanzelott) in den einzelnen Gängen unter diese Marken, fängt der Motor an zu schuften, und man quält ihn unnütz (den Motor). Selbst Vollgas macht den Motor unter diesen Bedingungen nicht schneller. Der Motor kann das ihm reichlich angebotene Gemisch nicht verdauen, weil die Getriebeübersetzung nicht stimmt, d. h. den auftretenden Fahrwiderständen (Steigung, Gegenwind) nicht angepasst ist. Seine Kraft kann er erst entwickeln, wenn er im Drehzahlbereich zwischen den Marken für das maximale Drehmoment und die Höchstleistung gehalten wird.

    Immer schneller werden. Das Gaspedal wird probeweise etwas mehr als bisher durchgedrückt (erst bis max 2500 U/min hochziehen) – (dann bis max 3500 U/min hochziehen ABER erst nach den unten beschriebenen 100-150 km) Zunächst geschieht das nur 100, 200 m lang, dann immer wieder und für längere Zeit, und man wird spüren, dass der Wechsel zwischen Tempospurts und zwischendurch eingeschobenen Verschnaufpausen bei kleineren Drehzahlen den Motor merklich drehfreudiger macht. Hatte man anfangs das Gefühl, als nähme der Motor das ihm angebotene Mehr-Gas nicht an, so reagiert er schon nach 100 bis 150 Kilometern sehr feinfühlig auf den Druck des Gaspedals. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Kraftverluste durch die Reibung der bewegten Teile im Motor geringer geworden sind.

    Einfahrregeln
    1. Einfahrregel:
    Den Motor niemals untertourig fahren! Das heißt, mit Drehzahlen, die unter dem maximalen Drehmoment liegen, geht man keine Steigung an oder beginnt Überholmanöver.
    2. Einfahrregel:
    Konstante Drehzahlen vermeiden! Wer auf der Autobahn fährt, hat keine guten Einfahrvoraussetzungen. Der Wechsel zwischen niedrigerem und höherem Tempo, wie es auf der Landstrasse der Fall ist (Kurven, Berge, Gefälle, Ortschaften) und deshalb zu häufigem Schalten zwingt, bekommt dem Motor bedeutend besser.
    3. Einfahrregel:
    Die Drehzahlen allmählich, am besten mit immer länger werdenden Zwischenspurts, erhöhen!

    Hoffentlich konnte ich damit allen helfen die sich die gleiche frage stellen wie ich!!

    In diesem Sinne

    MfG
    Alter Schwede
     
  2. AdMan

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  3. w0tan

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    Eine Anmerkung:
    Da würde ich ergänzen, dass es sich um einen Benziner handeln sollte, dem Diesel dürfte das Drehzahlniveau nach 150km Laufleistung nicht gut bekommen ;-)
     
  4. Tatze1

    Tatze1

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    @Alter-Schwede,
    bin auch gerade dabei einen neuen Motor im Benziner (2,8 V6) einzufahren. Bin die ersten 1000 Km auch mit höchstens der halben Max-Drehzahl angegangen. Jetzt steigere ich so langsam die Drehzahl.
    Wo ich ganz besonderas drauf geachtet habe und immer wieder drauf achte:
    Der Motor sollte erst mal seine Betriebstemperatur haben. Soll heissen, jetzt drehe ich erst höher, nachdem ich auf der BAB so ca. 15 Km gefahren bin.
     
  5. #4 MrBlack19, 22.01.2007
    MrBlack19

    MrBlack19 Guest

    So eine Anleitung sollte es auch für den DIesel Motor geben.
     
  6. #5 Superb_TDI, 22.01.2007
    Superb_TDI

    Superb_TDI Guest

    Klasse gemacht und interssant zu lesen...
     
  7. macloh

    macloh Guest

    Toller Beitrag, vielen Dank dafür. Ergänzend dazu würde ich noch empfehlen, nach den ersten 1500-2000Km einen Ölwechsel durchzuführen, um eventuellen Spanabrieb, und Verbrennungsrückstände aus dem Ölkreislauf zu eliminieren. Das Kostet zwar ein wenig, gerade bei Longlife-Ölen, tut dem Motor aber sehr gut. Ansonsten gilt für den Diesel im Endeffekt das gleiche wie für den Benziner. Man sollte nur berücksichtigen, dass beim Diesel (TDI) das max. Drehmoment schon deutlich früher anliegt, und die Drücke im Inneren durch die Turboaufladung um einiges höher sind, als beim Benziner. Moderne Motoren nehmen einem einen kurzzeitigen höheren Leistungseinsatz aber auch nicht wirklich krumm.
     
  8. #7 crossover, 19.04.2009
    crossover

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    bin grad auf diesen Thread gestoßen - zwar schon ein paar Jahre her, aber super Beschreibung :thumbup:

    optimal für meinen kleinen, den ich diese Woche abholen werde
     
  9. ALWAG

    ALWAG

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    Das mit dem Ölwechsel kommt alle paar Wochen/Monate regelmäßig wieder. Moderne Motoren haben auch in der Einlaufphase keinen nenenswerten Spanabrieb, der einen Ölwechsel bedingen würde. Wäre es so, dann würden schon die Autohersteller diesen vorschreiben. Wäre doch billig verdiente Kohle für sie. Aber nein, sie verzichten drauf, weil es für Alltagsautos absolut nicht notwendig ist und eine Verschwendung von Geld und Ressourcen bedeutet.
    Alles was dem Motor nicht bekommt (Verbrennungsrückstände) werden von den modernen Ölen gebunden, bzw. von den Feinstfiltern weggefiltert.
     
  10. AdMan

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  11. #9 james_blond, 10.05.2013
    james_blond

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    Diese 1500 KM Einfahrvorschrift halte ich fuer veraltet. Ich bin der Anhaenger der Motoman Methode. Das heisst, kurz und bedacht den Motor beanspruchen und dann keine Sorgen mehr.
     
  12. #10 PilsnerUrquell, 10.05.2013
    PilsnerUrquell

    PilsnerUrquell Guest

    Steht doch alles in der Bedienungsanleitung, ganz hinten meistens nach km geordnet.
     
Thema: Neuwagen/ Motor Einfahren
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