Neues zur Kernmarke Volkswagen

Diskutiere Neues zur Kernmarke Volkswagen im sonstige Autothemen Forum im Bereich Skoda Forum; @andi62 Doch, ich denk genau das ist das Thema. Volkswagen muss unter allen Umständen schlecht gemacht werden. Egal ob es um einen nicht...

  1. #1481 PolenOcti, 22.05.2020
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    @andi62
    Doch, ich denk genau das ist das Thema. Volkswagen muss unter allen Umständen schlecht gemacht werden. Egal ob es um einen nicht stattfindenden Prozess geht, was in gewissen Fällen durchaus üblich zu seien scheint, siehe „Love Parade“, oder die alltäglichen, überall in allen Branchen vorkommenden Software Probleme, wie auch das Thema E-Mobilität, welches natürlich auch Schwierigkeiten mit sich bringt, da es ein komplett neues Thema für VW ist und in dem Maß kein Vergleich hat.
     
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  2. #1482 tribal-sunrise, 22.05.2020
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    Wie geschrieben habe ich genau das getan und gedacht ‚was soll das?‘ Und trotzdem habe ich den Spot danach _nicht_ unter diskriminierenden oder rassistischen Aspekten analysiert. Nein, ich habe ihn kurz gesagt nämlich gar nicht analysiert sondern einfach nur für schlecht befunden und abgehakt. Ohne den Text dazu gelesen zu haben ist mir nicht mal aufgefallen dass der Mensch dort dunkle Haut hatte und die Hand helle. Ich habe das schlicht und ergreifend gar nicht wahrgenommen eben weil solche Dinge für mich schon immer Nebensächlichkeiten waren und ich jeden Menschen genau gleich anschaue. Ist wahrscheinlich eine Frage wie und in welchem Umfeld man aufgewachsen ist.

    Und zum Thema zurückrudern: Sorry aber sei ehrlich. In so einer Situation kann man es als Firma schlicht nur falsch machen egal was man tut. Ignoriert man es steht man am Pranger. Kommentiert man es wird jedes Wort haarklein auseinandergenommen und erst recht aufgebauscht und rudert man zurück heißt es ‚siehste, sie geben es sogar zu‘.

    :rolleyes:
     
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  3. Tuba

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    Ich muss den beiden Recht geben @andi62. Es gibt x Verhandlungen, die im Sande verlaufen, das beste Beispiel war der Love-Parade-Prozess. Eingestelllt wegen Verjährung. Und? Medienecho? Nada. Nüx. Dabei sind dort Menschen gestorben, nicht eine Software manipuliert worden. Das soll den Betrug nicht aufhübschen, es soll zeigen, dass VW aktuell mitten in der Schusslinie steht. Und nur VW. Nachdem die Medien das höchste deutsche Staatsamt schwer beschädigt haben (was ich ihnen in diesem Leben nicht mehr verzeihe), ist es jetzt der größte Konjunkturmotor, den Deutschland hat. Was ist denn Diskriminierung? Oder genauer: was ist Beleidigung? Beleidigend kann doch nur sein, wenn der Angesprochene durch das Wort verletzt wird. Aber frag doch bitte bitte in Köln oder Berlin mal einen Menschen mit dunkler Hautfarbe, ob er den Begriff "Neger" als Beleidigung auffasst. Ich wette, es wird eine Zeit dauern, bis Du einen findest, der "ja" sagt. Karl May beschrieb im ausgehenden 19. Jahrhundert den Begriff "Nigger" als Schimpfwort - jetzt frag mal, wie sich die schwarzen Rapper in den USA gegenseitig (!!!) nennen.

    Es ist an der Zeit, mal wieder den Verstand einzuschalten und die heillose Kopfeinziehundallesentschuldigen-Haltung auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen. Wenn Sinti und Roma sich nicht "Zigeuner" nennen lassen wollen, ist das völlig okay. Aber jeden, der in seinem Stammbaum vor 4 Generationen einen Mischling aufweisen kann und leicht lockige Haare hat, in Watte zu packen und bloß kein Wort gegen irgendwen zu richten, der eventuell ... bloß niemanden, der nicht Weißer (was für ein blödes Wort) ist, in eine Rolle stecken, die einen Hauch von Ahnung von weniger als 100% hat. Der Judas im Kinofilm "Jesus Christ Superstar" von 1973 ist ...? Richtig, schwarz. Damals hat es keine Sau gekratzt, dass Judas von einem Schwarzen gespielt wurde. Und warum? Weil Carl Andersson die perfekte Besetzung war, nicht weil er schwarz war.

    Nein, ich rege micht nicht. ICH REGE MICH NICHT AUF! Ich finde diese Heuchlerei einfach nur zum Kotzen.
     
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  4. andi62

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    Nein, das sehe ich wirklich nicht so. Das hat für mich überhaupt nichts mit VW zu tun. Das wäre jedem anderen Hersteller auch so gegangen.

    Du siehst meiner Zustimmung zu Deinem Beitrag, dass ich Dir fast durchweg zustimme...
    Ich habe den Spot auch nur als schlecht angesehen und mir fiel dabei der alte Satz ein, weil das wohl besonders kunstvoll sein sollte: "Kunst kommt von können. Käme sie wollen, so hieße sie Wulst". Ein schlicht schlecht gemachter Spot, der eigentlich nicht einmal zum Hinschauen animiert.
    Erst wenn man wirklich anfängt, sich damit zu beschäftigen, wird er zweifelhaft.

    Ansonsten stellt sich die Frage Rassismus für mich persönlich genauso wenig für Dich. Ich muss allerdings - nicht auf diesen Fall bezogen - Leuten zugestehen, dass sie vielleicht sogar als Betroffene Dinge anders sehen als ich (oder in dem Fall als wir), für die das keine Rolle spielt.


    Ja und nein - und wieder weg von VW. Es gibt Unternehmen, die haben eine gute Krisen-PR und andere nicht.

    Unterm Strich - und da sind wir uns wohl alle einig - hätte man das Geld für so einen schlechten Spot schlicht sparen können. Es gibt gute Autowerbung, es gibt auch gute provokative Autowerbung - aber das hier ist als Werbung einfach nur schlecht.
     
  5. #1485 PolenOcti, 22.05.2020
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    @andi62
    Keinem anderem Hersteller wird, beispielsweise, das jeweilige Versagen beim Diesel Skandal jahrelang vorgehalten. Und jetzt komm nicht mit: VW war der einzige....
     
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  6. andi62

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    @Tuba: Wir sind ja nun beide mit Negerküssen und Zigeunerschnitzeln aufgewachsen. Und wir haben uns dabei alle nichts gedacht.

    Die Sensibilität für Herabwürdigung (wie schon geschrieben, es geht nicht um Rassismus) oder Ungleichbehandlung ist in den Jahrzehnten gestiegen, manchmal ins Absurde, was sich in der Genderdiskussions zeigt und aus meiner Sicht der Gleichstellung eher schadet als nutzt (möge man doch meinetwegen gerne in Zukunft die weibliche Anrede nutzen und auf die männliche verzichten) und vieles ins Lächerliche zieht. Sprachvergewaltigung um Neutralität in der Formulierung zu finden ist eine Konsequenz dessen.

    Aber es gibt auch viele Bereiche, in denen diese Sensibilität berechtigt ist. Sehr deutlich derzeit in den USA. Nicht ohne Grund sind es vor allem Afroamerikaner, die gesellschaftlich benachteiligt, an COVID-19 sterben.

    Insofern finde ich durchaus, dass eine grundsätzliche Sensibilität richtig und wichtig ist. Das im Hinterkopf zu behalten ist ebenso bedeutsam wie sich von den Auswüchsen mancher Bewegungen zu distanzieren.

    Ob das nun in diesem Spot eine Rolle spielt, das sei mal dahingestellt.

    Nur eines bitte: Nicht "Müllhaufen der Geschichte". Das erinnert mich dann tatsächlich an diejenigen, denen Rasissmus und Faschismus tatsächlich nicht fern zu sein scheint.


    @PolenOcti: Was die Dieselgeschichte anbelangt, da gebe ich Dir völlig recht und da habe ich auch keine andere Meinung gehabt.
    Das hat aber natürlich auch etwas mit dem Umgang mit dieser Krise zu tun. Das Thema könnte schon lange abgehandelt sein, wäre man strategisch anders vorgegangen.

    Man kann diskutieren, ob die Rasissmus-Vorwürfe berechtigt sind oder einfach nur mangelnde Sensibilität in einem schlechten Spot vorliegt.

    Nur würde ich wirklich nicht jede Kritik an VW als Bashing sehen.
     
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  7. #1487 Skodakenner, 22.05.2020
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    Also ich finde das hier echt zu viel reininterpretiert wird es ist keine Gute werbung aber sie ist jetzt auch nicht übertrieben rassistisch ist hald nur ne schlechte Werbung.
     
  8. Tuba

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    Weißt Du noch, wer da jahrelang mit nur ein paar Fahrstunden ohne Führerschein durch das Ruhrgebiet gefahren ist?

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    Ich helfe mal. Ein Fußballprofi.

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    Marco Reus. Multimillionär. Strafe? Medienecho? Strafe: weiß ich nicht, Medienecho: 2-3 Tage. Wenn's hochkommt.

    Dafür ist die Einstellung des Prozesses gegen Diess und Pötsch tagelang Titelthema. Überall Aufregung, dass das begraben wird. Und worum ging es? Nein, nicht um den Betrug an sich. Weit gefehlt. Angeklagt waren die beiden wegen "Marktmanipulation", also nichts anderem als Geldgeschäften. Und wenn jemand persönlich angeklagt ist, warum soll dann der Arbeitgeber die" Vergleichs"zahlungen übernehmen? Ich denke, die beiden zahlen das aus eigener Tasche (okay, bringt sie nicht ins Armenhaus, aber darum geht es mir nicht; wer anderes belegen kann, darf mich gern korrigieren). Essenz aus dem gerade gesagten: Egal was es ist - wenn es sich dazu eignet, medienwirksam auf VW drauf zu dreschen, passiert das auch. Schöne deutsche Medienwelt.

    Nein, ich bin kein VW-Fan. Ich halte Gerechtigkeit aber für ein hohes Gut. Wer verfehlt, muss dafür büßen, keine Frage. Aber nicht umsonst gibt es den Grundsatz des Rechts, der jemanden solange als unschuldig ansieht, bis das Gegenteil bewiesen ist. In Deutschland gilt aber mittlerweile der Nachsatz "... oder die Presse von der Schuld auch ohne Verhandlung überzeugt ist."
     
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  9. Tuba

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    ... haben auch schon Leo Trotzki und Ronald Reagan gesagt. Das ist also keine Erfindung der letzten Jahre.
     
  10. andi62

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    Ist mir klar, worum es ging... Ich hatte nicht mal hier in Niedersachsen den Eindruck, dass das besonders Furore in der Presse gemacht hat. "Dank" Corona gehen im Moment viele Dinge unter, die sonst in Saure-Gurken-Zeiten den Weg auf die Titelseiten geschafft haben.
    Nur am Rande: Der Arbeitgeber zahlt, nicht die beiden selbst. Aber auch das hätte ihnen sicherlich nicht wehgetan.

    Ich denke beim Thema VW liegt der Kern des Problems an ganz anderer Stelle - am lange Zeit großspurigen und vor allem selbstgefälligen Auftreten der Führungsriege, allen voran der Herren Winterkorn und Piëch. Das hätte auch keinem andern Konzern gut gestanden. Das ist wie Ackermann und die deutsche Bank.


    Das haben wir doch nun schon vor vielen Jahren gehabt und das Hetzblatt mit den vier Buchstaben schafft das schon lange. Und beim Spiegel heißt es nicht umsonst, dass man nach der Lektüre einen Hass auf sieben Leute hat, die man vorher nicht mal kannte...

    Für mich ist die Empörungswelle bei vielen Dingen aber nicht primär die Folge von Zeitungsberichten, sondern der asozialen Medien, in denen sich die Dinge hochschaukeln, Behauptungen zu Wahrheiten werden usw.


    Mit dem Müllhaufen: Ja, das mag sein. Aber dass historische Zitate sich von Leuten in einer Form zu eigen gemacht werden, über die man nur den Kopf schütteln kann, das gab es leider auch schon immer.
     
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  11. Jopi

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    Die Frage ist immer die nach der Absicht*, warum jemand jemand anderes wie nennt. Und durchaus auch, wer wen wie nennt.
    Es ist auch ein Unterschied, ob mich ein Freund einen alten Sack nennt oder ein junger Typ, der mir auf der Straße begegnet.
    Ich hatte mal einen Kollegen, der hat seine Frau mit einem Kosenamen am Telefon (vor allen Leuten) begrüsst, für den würde man von jedem anderen angeschaut werden, als wäre man der letzte Assi. Zwischen den beiden war das lieb gemeint.
    Es ist also auch ein Unterschied, ob sich "Kanacken" untereinander so nennen oder ob jemand, der kein "Kanacke" ist, jemanden einen "Kanacken" nennt.

    *Ich denke, wir sollten uns hier in nichts verrennen. Unter dem Strich ist es immer noch nur ein Clip auf einem Medienkanal.
    Ob es hier eine Absicht gab und welche es war oder ob es sich "nur" um eine völlige Gedankenlosigkeit oder auch um tatsächlich unterschwelligen Rassismus handelt, durch den eine gewisse Sensibilität fehlt und wodurch verhindert wurde, dass dieser Clip veröffentlicht wurde, das werden wir wahrscheinlich nie heraus finden.
    Wir werden nur vielleicht (wenn bis dahin nicht wieder was anderes passiert ist) eine Stellungnahme zu lesen bekommen, die mehr oder weniger den Karren aus dem Dreck zieht.

    A propos Karren im Dreck.
    Für mich liegt hierin übrigens auch ein Problem: diese hier angesprochenen sozialen Medien bergen die Gefahr, dass einem irgendwann die Ideen ausgehen und man irgendwann jeden Sch... erschafft bzw. durchwinkt. Man muss ja mittlerweile permanent präsent sein. Auch, wenn man eigentlich überhaupt nichts mitzuteilen hat.

    VW steht eben gerade besonders im Fokus. In solchen Phasen gibt es meiner Ansicht nach nur 2 Möglichkeiten:

    a) versuchen, möglichst unter dem Radar zu bleiben. Dazu gehört dann umso mehr Vorsicht in jeder Beziehung und da stellt sich VW nicht gerade geschickt an.
    b) versuchen, mal wieder positiv über dem Radar zu erscheinen.

    Beides nicht ganz einfach.

    Meiner Meinung nach sollte man VW gegenüber genauso objektiv, kritisch, aber auch fair sein wie anderen Herstellern gegenüber auch.
    Man muss etwas nicht, weil es von VW kommt, kritisieren, sondern weil bzw. wenn die Kritik selbst gerechtfertigt ist.
    Ich habe hier nicht den Eindruck, dass es um VW an sich geht, wenn ich mir die Beiträge so durchlese. Es geht den Kritikern wirklich um den Inhalt des Clips bzw. die Message, die der Clip ihrer Meinung nach transportiert. Und die Message ist wohl wirklich einfach blöd, selbst wenn man das Thema Rassismus mal komplett aussen vor lässt.

    Man sollte vielleicht mal mit jemandem sprechen, der sich mit PR und solchen Clips auskennt und fragen, was er oder sie davon hält.
    Soweit ich das kenne, wird bei solchen Clips ziemlich genau überlegt, was zu sehen sein soll.
    Da wird jedes kleine Detail in Betracht gezogen, von der Schuhsorte der Darsteller bis zur Wahl der Location, was für Gläser und Getränke auf Tischen stehen, was für eine Farbe die Kopfhörer haben, die die Darsteller tragen - und ganz wichtig - was für Personengruppen in dem Clip auftauchen sollen.
    Da ist es nur schwer vorstellbar, dass die Verantwortlichen hier so gar keine Sensibilität ausgerechnet für diesen Zusammenhang, der anderen ziemlich schnell aufgefallen und aufgestossen ist, gehabt haben sollen. Wenn es also - was ich weiterhin nicht unterstellen möchte - keine Absicht war, so war es doch zumindest mit ziemlicher Sicherheit nichts, worauf man antworten kann "Das war mir so nicht klar.", ohne dabei auch zugeben zu müssen, dass man von dem Job, für den man teuer bezahlt wird, nicht wirklich viel Ahnung hat.
     
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  12. andi62

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    Genau so ist es. Und es ist auch nicht so, dass das immer von Anfang an in der gewünschten Form klappt. Allerdings ist es VW leider auch nach knapp 5 Jahren nicht wirklich gelungen, Variante b) zu realisieren. Es ist hier auch die Summe der schief laufenden Dinge, die den Gesamteindruck entstehen lässt: Dieselskandal, Verhalten gegenüber Kunden, juristische Aufarbeitung, Probleme mit neuen Modellen, Lieferverzögerungen.
    Das führt sicherlich auch dazu, dass bei manchem Schreiber die Objektivität verloren geht.



    Und 200 % Zustimmung.
    Das lässt sich noch erweitern und findet sich in vielen Diskussionen: Die Richtigkeit einer Aussage bemisst sich nicht daran, wer sie macht. Das hatten wir hier schon an vielen Stellen, wenn der Eminenzbeweis (wer hat es gesagt?) als gleich- oder höherwertig gegenüber der Evidenz (was ist denn wirklich belegt?) gewertet wird.


    Gute Diskussionen gelingen ohnehin nur, wenn jeder sich auch auf den Standpunkt des anderen einlässt und nicht nur vehement die eigene Meinung vertritt.
    Ansonsten ist es ohnehin keine Diskussion...
     
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  13. #1493 PolenOcti, 23.05.2020
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    Ich denke VW sieht, das die Medien (Politik?) kein anderes Opfer zu vordern scheinen. Deshalb wird überall an allem „Fronten“ gekämpft. Ich kann die Haltung VW‘s durchaus nachvollziehen. Vielleicht gab es eine Abmachung zwischen dem deutschen Dreien?! Absprache waren ja nicht selten, habe ich zumindest mal so gehört. Ich denke auch Diess kann aus BMW Zeiten das ein oder andere zum Thema beitragen. Vielleicht ist das für die Politik auch nicht erstrebenswert.... :whistling:
     
  14. andi62

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    Nee, die Politik nicht. Im Gegenteil: Hier in Niedersachsen ist der politisch Kurs komme was da wolle darauf ausgelegt, dass es VW gut geht.
    Denn dann geht es auch dem Land gut. Das ist schon sehr deutlich spürbar.

    Es kommt nicht von ungefähr, dass Weil als Ministerpräsident zu den vehementen Verfechtern einer Kaufprämie gehört.
    Wirtschaftsförderung ist sicherlich im Moment mehr als sinnvoll, aber am Sinn einer Kaufprämie habe ich in mehrfacher Hinsicht Zweifel.
    Aber das ist ein ganz anderes Thema.
     
  15. Tuba

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    Solange ihr meiner Meinung seid, ist das auch in Ordnung ... ;)

    Werbung muss nichts mitteilen. Werbung muss nur im Kopf bleiben,und wenn es noch so'n Blödsinn ist. Was fällt Dir als erstes bei Müsli ein? ...... genau, Seitenbacher. Völlig nervtötende Werbung. Aber wirksam. Was fällt Dir bei einem wütenden Kind ein? ..... richtig. Netto. ("DANN GEH DOCH ZU NETTO!!!"). Wirkung erreicht.

    Richtig erkannt: HIER. Die Diskussion hier ist ja auch ruhig, sachlich und problembezogen. "Da draußen" diskutieren ganz andere, und ich bin sicher, nicht so sachlich wie wir hier. Und da braucht es nur relativ wenig, ein bisschen Pfeffer hier, etwas Wahrheitsbeugung da, und schon ist Stimmungsmache ganz einfach.
     
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  16. #1496 PolenOcti, 23.05.2020
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    @andi62
    Mir ging es um den Diesel Skandal....
     
  17. andi62

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    @Tuba: Ja, ja, bei den Aluhutträgern bekommt auch das Wort "chippen" eine völlig neue Bedeutung.
    Da werden die Thesen dann immer kruder...




    @PolenOcti: Ach so, habe ich missverstanden. Dass dort nur VW im Fokus steht, dürfte u.a. daran liegen, dass sie zuerst in der Kritik standen und immer nur scheibchenweise Dinge zugegeben und sich auch sonst einfach ungeschickt verhalten haben.
    Mit anderen Worten: Die Krisen-PR hat versagt und es nicht geschafft, frühzeitig gegenzusteuern. Hier glaube ich allerdings sehr ernsthaft, dass das etwas mit den Konzernstrukturen und den vorhin schon angeführten selbstgefälligen Konzernlenkern zu tun hat, die davon überzeugt waren, sie alleine bestimmten die Dinge und diktierten der Politik ihre Vorstellungen. Das hat ja lange Zeit im Prinzip auch gut geklappt.
     
  18. #1498 PolenOcti, 23.05.2020
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    @andi62
    Das denk ich nicht, VW hat doch direkt alles zugegeben. Die PR war schlecht, stimmt, eben weil sie alles eingeräumt haben. Ganz im Gegenteil zur Konkurrenz, die bestreiten heute noch, fast 5 Jahre nach bekannt werden des Skandals, überhaupt was falsch gemacht zu haben. Egal ob Strafen gezahlt, oder Rückrufe angeordnet wurden. Da wird medial zu wenig drauf aufmerksam gemacht, warum? Eventuell weil mit VW in der Headline mehr Leser gewonnen werden kann? Das ist eine bewusste Verzerrung der Medien!
     
  19. andi62

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    Anfangs war VW schon sehr zögerlich, auch mit Blick darauf, dass die Dinge in den USA schon bekannt waren.

    Ich sehe es wirklich nicht als Medienproblem an sich, sondern zumindest in großen Teilen als Konsequenz schlechten Krisenmanagements.
    Insbesondere das anfängliche Verhalten von Winterkorn in der Öffentlichkeit hat seinen Beitrag dazu geleistet. Der Mann mag ein guter Techniker gewesen sein, aber - so wird es nun berichtet - jemand mit autoritärem Führungsstil. So lässt sich kein Konzern leiten, wenn alle nur Angst vorm Chef haben und deshalb nicht offen Dinge angesprochen werden. Wirkt vielleicht in der Formulierung etwas scherenschnittartig, aber so scheint es gewesen zu sein. Nicht umsonst ist ja von VW selbst viel über die neue Unternehmenskultur gesprochen worden.
    Es ist übrigens nicht so, dass es gute PR gewesen wäre, die Dinge NICHT zuzugeben. Gute PR muss glaubwürdige PR sein, sie muss nach außen transparent nachvollziehbar, überzeugend und in einer Form vorgetragen werden, die auch akzeptiert wird. Winterkorn ist von seinem gesamten Auftreten kein Sympathieträger, sondern wirkt abgehoben, in gewisser Hinsicht sogar unbeholfen. Das Verhalten von Piëch war - neutral formuliert - noch sonderbarer...

    Im Grunde genommen ist VW nicht zu schlecht weggekommen, sondern die anderen zu gut. Man hat also insgesamt nicht zu viel über VW, sondern zu wenig über die anderen berichtet. Das hätte die Sache relativiert.

    Das ist das eigentlich erstaunliche an der Geschichte. Die anderen Hersteller haben es geschafft, sehr schnell wieder aus der Schlagzeilen zu verschwinden.
    Man müsste sich einmal rückblickend und im Detail anschauen, wie deren Kommunikation rückblickend aussah.

    Die Presse nimmt, was sie kriegen kann. In dieser Hinsicht war VW dann doch freigiebig...
     
  20. irixfan

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    Lobbyismus funktioniert und der Größte im Geschaft ist nun mal VW. Viel erstaunlicher ist doch, dass trotz der Milliarden-Strafzahlungen der Laden immer noch läuft und auch für so schwachsinnige Spots noch Geld da ist. Das sollte "uns Schafen" auch mal zu Denken geben ...
     
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