Nach Unfall vom „Retter“ (Airbag) erschlagen

Diskutiere Nach Unfall vom „Retter“ (Airbag) erschlagen im sonstige Autothemen Forum im Bereich Skoda Forum; Nichtgezündete Airbags sind lebensgefährlich für Rettungspersonal Eine Gruppe von Feuerwehrleuten steht um ein Unfallauto versammelt. Der Fahrer...

  1. ?

    ? Guest

    Nichtgezündete Airbags sind lebensgefährlich für Rettungspersonal
    Eine Gruppe von Feuerwehrleuten steht um ein Unfallauto versammelt. Der Fahrer befindet sich noch schwer verletzt im Auto. Einer der Retter krabbelt in das Wageninnere. Plötzlich löst sich der Fahrer-Airbag, trifft den Feuerwehrmann am Kopf und er fliegt in hohem Bogen aus dem Fahrzeug. Ein Raunen geht durch die Schulungsgruppe der Mönchengladbacher Polizei. Diese zufällig aufgenommene Unfallszene ist Bestandteil eines neuen Lehrfilmes für Polizei, Feuerwehr und Notärzte. Der Film soll aufmerksam machen auf die Gefahren von nicht ausgelösten Airbags nach einem Unfall. Die Luftsäcke sind teilweise noch aktiv und können während der Rettungsarbeiten plötzlich aufgehen. Plötzlich, das heißt mit einer Kraft von 1.000 Kilogramm und einer Geschwindigkeit von 300 bis 400 Stundenkilometern.

    Genickbruch durch plötzliches Auslösen
    "Wenn Sie von dem Airbag seitlich am Kopf getroffen werden, dann bricht garantiert das Genick", sagt Michael Nie, Geschäftsführer der ELN- Sicherheitstechnik. "Auch wenn Sie so gut durchtrainiert sind wie ein Michael Schuhmacher, da haben Sie keine Chance." Nie hat bereits 1995 eine Sicherheitsvorrichtung erfunden, die den Fahrer-Airbag nach dem Unfall sichert (siehe Foto unten). Weltweit ist dieses System bei Feuerwehr und Polizei im Einsatz. Laien haben ein solches Gerät nicht zur Verfügung und sollten daher bei der Ersten Hilfe besonders aufmerksam sein. Wer einem Verunglückten im Unfallauto hilft, der sollte auf seinen Kopf aufpassen. "Gehen Sie niemals mit dem Kopf zwischen das Unfallopfer und das Lenkrad", empfiehlt Frank Gerhards, Ausbilder der Mönchengladbacher Feuerwehr. Die Abstandsregel '90-60-30' gibt für alle Retter, ob Laie oder Profi: 90 Zentimeter vom Beifahrer-Airbag, 60 Zentimeter vom Fahrer-Airbag und 30 Zentimeter von Seiten-Airbags.

    Noch keine Statistiken
    "Auch beim Beifahrer und an den Seiten ist Vorsicht geboten, da hier ein Airbag losgehen könnte", warnt Frank Gerhards weiter. "Die Airbags sind alle mit Schriftzügen gekennzeichnet, also schauen Sie sich aufmerksam um. Telefonieren Sie nicht in der Nähe des Autos, die Funkwellen könnten den Airbag nachträglich zünden. Sie sollten den Sicherheitsgurt des Opfers durchschneiden, da der Gurtstraffer den Insassen behindern könnte." Wie oft es bereits zu Unfällen durch nachträglich gezündete Airbags gekommen ist, kann bislang keiner sagen. Es gibt noch keine Statistiken. "Ich habe von etwa vier Fällen gehört, aber es gibt bestimmt mehr. Auch in Autowerkstätten kommt es zu Unfällen durch spätgezündete Airbags. Die Industrie lässt sich jedoch bei diesem Thema ungern in die Karten gucken. Airbags sollen Leben retten und nicht selber zur Gefahrenquelle werden. Der im Lehrfilm gezeigte Unfall ist weltweit das bislang einzige Dokument für einen spätgezündeten Zusammenprall mit einem Retter", sagt Michael Nie. Ein Unfall mit tödlichem Ausgang - der im Film gezeigte Feuerwehrmann stirbt später an den Folgen des Airbagzusammenstoßes.

    Gute Schulung hilft Patienten und Retter vor Airbags
    "Erst vor zwei Wochen ist ein Airbag nach einem Unfall auf der A 52 plötzlich losgegangen. Aber da unsere Leute schon gut geschult waren, ist nichts passiert", sagt Ausbilder Frank Gerhard. Der nichtgelöste Airbag kann bei der professionellen Bergung durch verschiedene Faktoren nachträglich gezündet werden, zum Beispiel durch Funkwellen oder durch die Hitzeentwicklung von Schweißgeräten. Zudem könnten die Retter bei Schneidearbeiten am Rahmen des Autos den Airbag auslösen oder das ätzende, giftige Airbag-Gas Natrium-Azid freisetzen. Deshalb müssen die Retter sich vor ihrer eigentlichen Arbeit das Auto sehr genau ansehen, nachschauen wo sich überall noch ein Airbag lösen könnte. In der Anfangsphase dieser neuen Sicherheitstechnik gab es den Fahrer- und Beifahrerairbag. Mittlerweile gibt es darüber hinaus Seitenairbag, Kopfairbag, Knie- und Fußairbags. Lauter Luftsäcke die Insassen schützen, aber nach einem Unfall zu gefährlichen Katapulten werden können.

    Handlungsbedarf bei der Autoindustrie
    Unterschiedliche Fahrzeughersteller sorgen für unterschiedliche Deaktivierungszeiten der Airbags, obwohl die Batterien abgeklemmt sind. Dies erschwert die Arbeit der Rettungskräfte enorm. Mittlerweile beträgt diese Deaktivierungszeit zwischen einer und 60 Sekunden nach unterbrechen der Stromversorgung. Die Feuerwehr bemängelt, einige Fabrikate können noch bis 20 Minuten später auslösen. Die Autoindustrie ignoriert bislang diese Problematik.

    [​IMG]
    Mit diesem Sicherheitssystem kann der Fahrer-Airbag nicht zur Gefahr für den Retter werden​
    [​IMG]
    Michael Nie mit seiner Erfindung​

    Quelle
     
  2. Anzeige

    Schau mal hier: (hier klicken). Dort wird jeder fündig!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 toaster, 06.04.2002
    toaster

    toaster Forenurgestein

    Dabei seit:
    09.11.2001
    Beiträge:
    1.311
    Zustimmungen:
    6
    Ort:
    kurz vor dem Sauerland
    Warum koppelt man die Elektronik der Airbags nicht einfach mit der Spritzufuhr? Ein kleiner Timer dazwischen so dass der Airbag in der richtigen Situation auslösen kann und danach halt nicht mehr? Allerdings ist auch wieder die Frage ob die Elektronik einen "richtigen" Crash übersteht.

    Die Erfindung halte ich jedoch für ziemlich unsinnig. Bis ich dass Ding angelegt habe hat sich entweder der Airbag eben doch selbstständig gemacht oder der Verunfallte ist tot...
     
Thema: Nach Unfall vom „Retter“ (Airbag) erschlagen
Die Seite wird geladen...

Nach Unfall vom „Retter“ (Airbag) erschlagen - Ähnliche Themen

  1. Privatverkauf Superb II: Blende (Bolero u. Swing), Ascher, Airbag-Lampe

    Superb II: Blende (Bolero u. Swing), Ascher, Airbag-Lampe: Hallo, da ich vor einiger Zeit von meinem guten Superb II auf einen VW-Bus umgestiegen bin habe ich einige Teile noch gefunden (Teilweise von...
  2. Beifahrer-Airbag Warnleuchte im Tacho

    Beifahrer-Airbag Warnleuchte im Tacho: Hallo zusammen, ich habe in meinem Oct RS (Neuwagen) den Beifahrer-Airbag zwecks Maxi Cosi ausgeschaltet. Als ich ihn wieder eingeschaltet habe,...
  3. Unfall beim Einfädeln

    Unfall beim Einfädeln: Hallo zusammen! Große Sch... ist heute passiert. Ich war mit meinem Octavia in Karlsruhe unterwegs und wollte auf die hiesige Südtangente...
  4. Skoda Fabia 2 1.6 TDI springt nach Unfall nicht mehr an, Hilfe erbeten

    Skoda Fabia 2 1.6 TDI springt nach Unfall nicht mehr an, Hilfe erbeten: Hallo habe ein Skoda Fabia 2 baujahr 2013 1.6 tdi hat erst 80000km hate vor paar tagen ein unfall Gehabt hinten rechts an der tür Airberg sind...
  5. Airbag Fehler - G179 Crashsensor Fahrerseite

    Airbag Fehler - G179 Crashsensor Fahrerseite: Hi, ich habe folgenden Fehler ausgelesen: 01221 - Crashsensor Seitenairbag Fahrerseite (G179) 010 - Unterbrechung/ Kurzschluss nach Plus -...