Motorschaden nach 56.000 km...Kulanz?

Dieses Thema im Forum "Skoda allgemein" wurde erstellt von superb_witten, 26.09.2007.

  1. #1 superb_witten, 26.09.2007
    superb_witten

    superb_witten Guest

    Liebe Community,
    ich benötige ein wenig Hilfe.
    Vor 13 1/2 Monaten habe ich mir einen gebrauchten Superb 1,9 TDI, Baujahr 12/2003, mit 24.000 km und Chiptuning (96 =>117 KW) von Speedsystem gekauft.
    Laut (Skoda)-Händler sollte dieses Tuning keinerlei Nachteile mit sich bringen. Es sei eher mit einem geringeren Verbrauch zu rechnen.
    Dies kann ich absolut bestätigen. Ein nachgewiesener Verbrauch von unter 6 Litern über die 13 Monate spricht für sich, zeigt aber auch, dass ich den Motor nicht "gequält" habe.
    Letzte Woche, also 1 1/2 Monate nach Ablauf der Gebrauchtwagengarantie, ist mir nun bei einem Kilometerstand von 56.000 ein Ventil abgerissen und hat den Motor zerstört => 4688,- € Reparatur.
    Der Händler weist natürlich jede Garantie ab und will auch keinen Kulanzantrag bei Skoda stellen.
    Meine Fragen sind nun:
    - Wie sind Eure Erfahrungen in ähnlichen Fällen?
    - An wen wende ich mich mit welchen Unterlagen?

    Mit lieben Grüßen aus Witten
     
  2. AdMan

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  3. #2 Supernova, 26.09.2007
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    188000
    Warum will er denn keinen Kulanzantrag stellen ?
     
  4. #3 ChrisLE, 26.09.2007
    ChrisLE

    ChrisLE Guest


    jeder Kulanzantrag zwecklos
     
  5. #4 fabia12, 26.09.2007
    fabia12

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    ja sobald eine veränderung am Motor durchgeführt wurde lehnen die sofort den antrag ab.


    Mfg Fabia12
     
  6. #5 turbo-bastl, 26.09.2007
    turbo-bastl

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    Kann man irgendwie einen Zusammenhang zwischen diesem "Ventil" und dem Chiptuning herstellen? Dann ließe sich vielleicht was beim Chiptuner holen (Garantie oder Kulanz oder ein nachgewiesener Einbaufehler o. ä.).

    Ansonsten muss man halt sagen: Pech gehabt! Du hast das Risiko "Chiptuning" in Kauf genommen und mußt die Sache ausbaden. Das ist zwar bitter und tut mir leid für dich, aber dass ein Autohersteller bei gravierenden Veränderungen am Motor noch Kulanz leisten sollte wäre zu viel des Guten.

    Ist eigentlich vertraglich die Gewährleistung auf 12 Monate vereinbart worden? Wenn nicht, würden 24 Mon. gelten...
     
  7. #6 superb_witten, 28.09.2007
    superb_witten

    superb_witten Guest

    Vielen Dank für die Rückmeldungen.
    Der Händler bzw. die Werkstatt stellt keinen Kulanzantrag, da er/sie es wegen des Chiptunings für zwecklos hält (wie ihr ja auch).
    Zum Thema Risiko beim Chiptuning: Mir war ja vorher versichert worden, dass es keine negativen Auswirkungen hätte. Das ärgert mich schon maßlos!!!
    Die Garantie von 12 Monaten steht so im Kaufvertrag, leider.

    Da ich mich so einfach nicht geschlagen geben möchte, würde ich mich freuen, wenn jemand einen Kontakt kennt, wo ein Kulanzantrag meinerseits am besten gestellt werden könnte.

    Gruß
     
  8. #7 Sgt.Paula, 28.09.2007
    Sgt.Paula

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    fahre doch mal zu einem anderen händler.

    einfach bei mehreren probieren
     
  9. #8 Bergbauer, 28.09.2007
    Bergbauer

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    In meinen Augen wirst Du mit deinem Antrag keinen Erfolg haben. Ausser du kannst mit einem GUtachten nachweisen, das ein Fehler seitens des Tuners gemacht wurde.

    Grüsse

    Bergbauer
     
  10. Berni

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    Das ist aber eine sehr abenteuerliche Aussage. :rolleyes:

    Selbstverständlich muss man im Zweifel bei Chip-Tuning immer von Nachteilen und Überbelastung des Motors ausgehen. Das Spritspar-Argument ist allenfalls ein Trostpflaster für die Ehefrau, die zur Finanzierung des Chips ihren nächsten Friseurbesuch ausfallen lassen muss. :whistling:

    Ich sags mal ganz pragmatisch: Wer Sprit sparen will, kauft keinen Chip sondern lieber gleich ein sparsameres (und preiswerteres) Auto und fährt langsamer. Wer aber sein Auto per Chip tunt, will vor allem mehr Leistung abrufen, als das Auto von Haus aus bietet. Die Hersteller haben in der Dimensionierung aller Antriebs-Bauteile zwar eine Reserve eingebaut, und diese Reserven können mit einem scharfen Chip zugunsten von mehr Leistung genutzt werden. Ob diese Reserven durch die erhöhte Leistungsinanspruchnahme jedoch nur reduziert, komplett aufgebraucht oder sogar überschritten werden, kann niemand mit Sicherheit sagen, das hängt von vielen Faktoren ab. Ganz besonders auch von der Fahrweise des Vorbesitzers.

    Das mit dem geringeren Verbrauch kann sogar stimmen, interessiert aber nicht wirklich und nur ein Ablenkungsmanöver des Händlers. "Keinerlei Nachteile" ist eine glatte Lüge, selbst ohne Motorschaden ist bei Chiptuning mindestens von reduzierten Haltbarkeitsreserven und geringerem Wiederverkaufswert auszugehen.
    Kulanz von Skoda ist in solch einem Fall aussichtslos und meiner Einschätzung nach auch nicht gerechtfertigt.

    Wenn jemand in diesem Fall haftet, dann ausschließlich der Händler. Wenn Du Zeugen hast für die verhängnisvolle Kaufberatung, sieht es gar nicht so schlecht aus für Dich. Das wäre das einfachste. Oder Du hast Glück, und der Händler ist so ehrlich und steht zu seiner Aussage von damals.

    Du erwähnst nur die Garantie von 12 Monaten. Was ist mit der gesetzlichen Gewährleistung? Das eine schließt das andere nicht aus, und wenn er die Gewährleistung nicht ausdrücklich auf 12 Monate begrenzt hat, gilt diese 24 Monate, auch wenn es zusätzlich noch eine 12monatige Garantie gab. Vorausgesetzt, ein Sachverständiger bestätigt Dir den Zusammenhang zwischen dem Chiptuning und dem Motorschaden. Merkwürdig finde ich auch, warum ein chipgetunter TDI in den ersten zweieinhalb Jahren weniger als zehntausend km pro Jahr bewegt wurde. Wurde möglicherweise der Tacho manipuliert, oder gab es lange Standzeiten wegen (verschwiegener) Unfallreparaturen? Kontaktiere doch mal den Vorbesitzer, das Herumstochern in der Vergangenheit könnte sich lohnen. Oder, wenn Du im Rechtsschutz bist, geh ruhig mal zum Anwalt und einem Sachverständigen.

    Viel Glück! :thumbup:
     
  11. AdMan

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  12. #10 Octi2007, 30.09.2007
    Octi2007

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    @Bernie

    bezüglich der Gewährleistung ist das grundsätzlich richtig was du da sagst. Nur du vergisst dabei eines: Bei der "Gewährleistung" gilt die Beweislast-Umkehr. Das heißt in diesem Falle muss @superb-witten beweisen, dass der Fehler, der nun zum Schaden geführt hat, zum Zeitpunkt des Kaufes bereits bestanden hat. Und das halte ich für sehr schwierig. In diesem Falle wird ihm die Gewährleistung nicht sonderlich viel nützen.

    Das Skoda die Kulanz ablehnt ist aufgrund des Tunings zu vermuten und auch gut nach zu vollziehen. Die Frage ist nur, ob die Aussage des Händlers (von wegen keine Nachteile und so...) irgendwo schriftlich dokumentiert, durch Zeugen belegbar und sonst irgendwie gerichtlich verwertbar nach zu weisen sind. Ist das nicht der Fall wirst du auch über die Schiene Pech haben.

    Einzige (wenn auch zunächst kostspielige) Möglichkeit die sehe: Verschiedene Werkstätten aufsuchen und nachfragen, ob Zusammenhang zwischen Tuning und Schaden stehen kann. Wird das in dem meisten Fällen mit "Ja" Beantwortet, entsprechendes Gutachten erstellen lassen und den Hersteller des Chip-Tunings bzw. das Einbau-Unternehmen in Regress nehmen. Das geht natürlich nur so lange, wenn die Garantie noch nicht abgelaufen ist. Müsstest also mal in deren Garantie-Unterlagen schauen, wie lange sie geben. Auch dabei ist natürlich wieder der Unterschied Garantie und Gewährleistung zu beachten. Im Falle der Gewährleistung wirst du auch hier schlechte Karten. Da ich selbst jedoch kein Rechtsgelehrter bin, kann ich dir in diesem Falle nur den Weg zum Anwalt empfehlen. Der wird dir sagen können, was möglich ist und was nicht.

    Gruß

    Octi2007
     
  13. Berni

    Berni

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    Das könnte so ein spezieller Fall sein, wo der Käufer ausnahmsweise mal trotz Beweislastumkehr Chancen hat. Ich bin zwar kein Jurist, aber was wäre, wenn ein Sachverständiger zu dem Ergebnis kommt, dass der Motorschaden mit 80%iger Wahrscheinlichkeit eine Folge der durch das Tuning erst ermöglichten Überbeanspruchung ist? Dann wird es sehr dünn für den Händler, und er kann nur hoffen, dass der Richter den Beteiligten einen entsprechenden Vergleich nahelegt, die Kosten 80:20 aufzuteilen.
     
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