Mit Leichtmetallrädern durch den Winter

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von ?, 15.01.2002.

  1. ?

    ? Guest

    Leichtmetallräder gehören bei aktuellen Autos fast schon zum Standard. Doch während Techniker für die wachsende Verbreitung der Räder vor allem technische Vorteile wie das geringere Gewicht anführen, steht für den überwiegenden Teil der Fahrer wohl doch die schickere Optik an der Spitze der Gründe für den Leichtmetallrad-Kauf.

    Gerade die Optik ist es aber, die in den Wintermonaten immer wieder für Kopfzerbrechen sorgt. Denn während die Hersteller die Wintertauglichkeit ihrer Räder preisen, muss mancher Eigner nach ausgiebigen Touren durch Eis, Salz und Split mit mehr oder weniger lädierten Rad-Schönheiten umher fahren.

    «Gute Leichtmetallräder haben drei Lackschichten und sind damit sehr resistent gegen Witterungseinflüsse», sagt Harald Schmidtke vom Radhersteller Zender in Mülheim-Kärlich. Eine Ausnahme sind demnach nur Räder mit Hochglanz-gedrehten Flächen. Die glänzenden Bereiche - meist einfach als «poliert» bezeichnet - sind laut Schmidtke nur mit einer einzigen Lackschicht überzogen. «Sie sind daher eigentlich auch nicht für den Winter geeignet.»

    Doch auch dickere Lackschichten sind kein Garant dafür, dass ein Rad nach dem Winter noch so glänzt wie im vergangenen Sommer. «Der Lack kann zum Beispiel durch Steinschlag oder auch durch den Kontakt mit der Bordsteinkante beschädigt werden», sagt Ruprecht Müller, Räder-Experte des ADAC in München. Ist die Lackschicht dann derart geschädigt, ist es für das Salz ein leichtes, unter die Lackflächen zu kriechen und die Oberfläche des Metalls sichtbar zu verunstalten.

    Das Risiko, dass solche Lackschäden überhaupt entstehen, ist laut Müller im Winter wesentlich größer als im Sommer. So verbirgt sich manche Bordsteinkante nahezu unsichtbar im Schnee; und die Steinschlagschäden werden meist durch Split ausgelöst, der in der kalten Jahreszeit häufiger auf der Straße liegt als etwa im Sommer.

    Den Hinweis von Rad-Herstellern, dass die beschädigte Oberfläche von jeder Autolackiererei so neu lackiert werden kann, dass sie wie frisch aus dem Laden aussieht, sieht Müller ebenfalls kritisch: «Da sollte man sich keine Illusionen machen - so eine Lackierung kann sehr teuer werden. Denn um optisch den Neuzustand zu erzeugen, muss oft erst der gesamte alte Lack entfernt werden.»

    Rainer Hillgärtner, Sprecher des Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart, empfiehlt daher, die Felgen regelmäßig und besonders vor Touren über salzige Straßen auf Beschädigungen hin zu untersuchen. Diese Schäden sollten dann natürlich möglichst schnell ausgebessert werden. Auch die regelmäßige Behandlung der Räder mit speziellen Pflegemitteln sei ratsam. Ohnehin ist regelmäßige Pflege für Leichtmetallräder im Winter das A und O. «Wir empfehlen im Sommer eine gründliche Wäsche etwa alle 14 Tage», sagt Harald Schmidtke von Zender. «Im Winter sollte ein wöchentlicher Rhythmus eingehalten werden.»

    Wer seine Räder so behalten will, wie sie ohne schädliche Wintereinflüsse waren, muss sich also über die Mühen klar sein - oder sich überlegen, ob es im Winter nicht auf andere Werte als die Optik ankommt. «Im Winter sollte ein Auto einfach so praktisch wie möglich sein», sagt ADAC-Mann Müller. Und da brächten Stahlräder eben manchen Vorteil - auch den, dass mögliche Beschädigungen nicht so kostspielig werden. Wer nicht ganz auf den Alu-Glanz verzichten will, dem rät Rainer Hillgärtner, wenn möglich für den Wintereinsatz einen älteren Satz Leichtmetallräder aufzuheben - und die guten Felgen für den Sommer zu schonen.
     
  2. AdMan

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  3. #2 andredomin, 15.01.2002
    andredomin

    andredomin Guest

    Hi,
    das wirklich wichtige Argument gegen Alufelgen im Winter ist m.A.n. aber weniger die Optik, sondern die Tatsache, daß die oberflächliche Beschädigung und Korrosion bei Alu prima unter dem danebenliegenden, unbeschädigten Lack weiter wandert und sich damit großflächig und vor allem in die Tiefe fortsetzen kann. Diese Tiefenkorrosion kann dann leicht zu einem Riß oder Bruch führen. All das weiß ich durch meine Radsportkarriere, d.h. die geschilderten Korrosionen führen bei den sehr dünnwandigen Alurahmen und -teilen zu extrem gefährlichen Ermüdungsbrüchen. Ich könnte mir vorstellen, daß dies generell auch für Autofelgen gilt.
    André
     
  4. ray

    ray Forenurgestein

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    Hallo!

    einen Beitrag dazu gab es gerade in einer der letzten AutoBild-Ausgaben. Dort haben sie verschiedene Felgen auf die "Wintertauglichkeit" getestet. Sicherlich auch unter www.autobild.de nachzulesen.

    Überraschender (!?) Weise ist nicht immer die teuerste Markenfelge die beste... ;-)

    CU
    B.S.
     
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