Mieses DSG verbessern

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Sloop

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Hi zusammen,

nachdem ich nach langer Zeit Octavia 1Z5 jetzt auf einen Superb umgestiegen bin, muss ich sagen dass das Serien- DSG doch eine komplette Katastrophe ist. Scheinbar hat die Programmierung des DSG ein Benziner Fahrer gemacht und genau das wurde auch für den Diesel übernommen. So bremst auch der ACC immer nur über die Bremsanlage und schaltet nie runter um den Motor zu nutzen. Zudem dreht er auch immer übertrieben hoch.
Was habt Ihr hier so gemacht? Schließlich geht das auch ganz schön ins Geld da durch dieses miese Programmierung das Auto sowohl mehr Diesel als auch mehr Bremsen verschleißt. Kann man zudem den Tempomat so einstellen, dass er selber nicht ohne ein Auto aktiv bremst? Fahr ich z.B. einen leichten Hügel runter, bremst das Auto ja immer um das Tempo zu halten. Hier wäre es mir aber definitv lieber, wenn er mir das selber überlassen würde wie bei meinem alten 1Z5.
 
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FendiMan

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Schalt das ACC aus, wenn es dir nicht passt.

Das nur über die Bremsanlage Geschwindigkeit reduziert wird, ist absolut nachvollziehbar, eine Motorbremswirkung ist etwas nicht wirklich Kontrollierbares und wird daher auch nicht verwendet.

Wie gesagt, wenn du das besser machst - mach es.
 
irixfan

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Schließlich geht das auch ganz schön ins Geld
Das dürfte bei jedem Auto so sein und hat wenig mit dem DSG zu tun. Wenn unbedingt über den Motor gebremst werden soll, dann doch einfach mal die Schaltwippen benutzen. Ansonsten kann mal der "Fahrmodus" (wenn vorhanden) auf Eco eingestellt werden. Da geht es dann gemächlich zu.
Das unmotiverte hochtouren passiert eigentlich nur im Modus "Sport".
 

deliberabundus

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Hi zusammen,

nachdem ich nach langer Zeit Octavia 1Z5 jetzt auf einen Superb umgestiegen bin, muss ich sagen dass das Serien- DSG doch eine komplette Katastrophe ist. Scheinbar hat die Programmierung des DSG ein Benziner Fahrer gemacht und genau das wurde auch für den Diesel übernommen.
Hallo @Sloop
Ich kann Deine Beobachtungen (teilweise) bestätigen aber ehrlich gesagt finde ich das nicht so dramatisch.

Darf ich fragen, welchen Antrieb Dein vorheriger Octavia hatte? Auch DSG? Denn aus Deinen Aussagen werde ich den Verdacht nicht los, dass das Verhalten des DSG für Dich einfach ungewohnt ist und ihr (also Du und Dein Superb) einfach noch etwas Zeit braucht, um euch aneinander zu gewöhnen... aber eins nach dem anderen:


[...] So bremst auch der ACC immer nur über die Bremsanlage und schaltet nie runter um den Motor zu nutzen. [...]
In der Tat "bremst" ACC aktiv mit. Das macht mittlerweile aber auch jede GRA ("Tempomat"). Da hilft nur mit den Schaltwippen etwas nachhelfen.

Deine Beobachtung, dass der Motor "nie" herunterschaltet ist allerdings nicht ganz korrekt. Richtig ist, dass das Getriebe für den geübten Handschalterfahrer schlicht viel zu spät (und nur bei längerem Gefälle) zurückschaltet. Das gilt übrigens auch bei Steigungen. Auch da würgt er sich gefühlt selbst ab, bevor er endlich mit einem Ruck schaltet.


[...] Zudem dreht er auch immer übertrieben hoch. [...]
Mag sein, dass dem Fahrer es so vorkommt, dass das Getriebe die Drehzahl "übertrieben hoch" hält aber in dem Punkt ist die Software besser als der geübte Handschalterfahrer, denn die Software wählt auf Basis der Gaspedalstellung das optimale Verhältnis aus Drehzahl und Last.

Bedenke, dass wenig Drehzahl und gleichzeitig hohe Last nicht gleich Effizienz ist

Als Handschalterfahrer ist es einem also oft nicht bewusst, dass man je nach anliegender Last zu untertourig fährt. Bei Umstieg auf DSG muss man sich da einfach etwas umgewöhnen, was das Dosieren des Gaspedals angeht. Man bekommt ein Gespür, wieviel Gas man geben darf ohne das er schaltet.


[...] Was habt ihr so gemacht? Schließlich geht das auch ganz schön ins Geld da durch dieses miese Programmierung das Auto sowohl mehr Diesel als auch mehr Bremsen verschleißt. [...]
ACC ist ein Assistenz-System und ersetzt nicht den Fahrer. Wenn man so will ist ACC nichts weiter als ein klassischer Tempomat mit adaptiver Zusatzfunktion. Das heißt, dass es einfach eine falsche Erwartungshaltung ist anzunehmen, dass dieses System dem Fahrer die Arbeit abnimmt. Ich muss als Fahrer als genau wie bei der kalssischen GRA eingreifen obgleich sich die Eingriffe erheblich reduzieren. Dabei gilt:
  1. Die Differenz zwischen gewählter und tatsächlich gefahrener Geschwindigkeit sollte möglichst gering sein. So werden Brems- und Gaseingriffe und damit Verschleiß und Spritverbrauch erheblich reduziert.
  2. In Fahrsituationen bei denen absehbar ist, dass ACC aktiv bremsen wird, dies aber nicht notwendig ist, macht es Sinn ACC einfach zu deaktivieren. Mit der klassischen GRA hat man das ja genauso gemacht
  3. Bei längeren Gefällestrecken auf der Autobahn (bspw. Kasseler Berge), greife ich bei aktivem ACC mit den Schaltwippen ein oder/und deaktiviere ACC und lasse die Fuhre einfach rollen

Diese Punkte reduzieren Spritverbrauch und Verschleiß trotz Verwendung von ACC erheblich.


Bremsenkiller beim Superb:
Dazu kommt beim Superb eine Eigenheit: Bei Verwendung der Parkbremse backen die Bremsbeläge je nach Witterung mehr oder weniger stark an der Bremsscheibe an. Erheblicher Verschleiß ist die Folge. Das war bei mir Bremsenkiller Nr1 - weit vor ACC!
Am besten also den Wagen (wo es sicher möglich ist!) ohne Parkbremse abstellen. (Ich habe auch Auto-Hold deaktiviert)


Fahrstufen beim DSG optimal nutzen:
Da gibt es glaube ich kein echtes "richtig" und "falsch". Für mich hat sich in der Praxis folgendes bewährt:
  • Fahrstufe E - hauptsächlich in der Stadt und beim cruisen, seltener bei Überland, da viel zu späte Schaltpunkte beim Beschleunigen
  • Fahrstufe D - hauptsächlich außerorts und auf Autobahn (90% meines Fahrprofils)
  • Fahrstufe S - bei bergigen, kurvigen Strecken und wenn es mal etwas flotter gehen soll
  • Fahrstufe M - bei langen Gefällestrecken, wo ich vermeiden möchte, dass das Getriebe von selbst in den Automatikmodus zurück wechselt


Anmerkung zum Spritverbrauch:
Der vermeintliche Mehrverbrauch beim DSG ist weit geringer als Du annimmst. Mit etwas Übung ist kaum ein Unterschied zwischen DSG und Handschalter feststellbar. Schlussendlich verbraucht ein nass gelagertes DSG aufgrund größerer Reibungsverluste nur marginal mehr als ein Handschalter. Trockene DSG (DQ200) bei drehmomentschwachen Benzinmotoren sind übrigens sogar sparsamer als Handschalter.


Anmerkung zu den Kosten:
Ja - DSG ist "teuer". Das liegt aber weniger am Bremsenverschleiß und dem Spritverbrauch als vielmehr an der Anschaffung und der Wartung (Stichwort: Getriebeölwechsel).


Kann man zudem den Tempomat so einstellen, dass er selber nicht ohne ein Auto aktiv bremst? Fahr ich z.B. einen leichten Hügel runter, bremst das Auto ja immer um das Tempo zu halten. Hier wäre es mir aber definitv lieber, wenn er mir das selber überlassen würde wie bei meinem alten 1Z5.
Kurz: Nein

Da hilft nur manuell eingreifen, deaktivieren oder ignorieren. Das liegt aber wie gesagt nicht am ACC. Auch wenn Du nur eine "normale" GRA hättest, würde das Fahrzeug bremsen.




Fazit
Auch wenn es nicht so wirkt aber ich kann Deine Beobachtungen (teilweise) bestätigen und auch mich hat das gerade am Anfang richtig genervt. Insbesondere mit dem älteren 6-Gang-DSG im ersten Superb (MJ2017) hatte ich so meine Startschwierigkeiten. Aber ich kann Dir aus Erfahrung sagen, dass man sich sehr gut daran gewöhnt und merkt, dass man am Anfang den Nachteilen viel zu viel Beachtung schenkt. Gib der Sache Zeit.
(Ich könnte jetzt hier mehr zu Vor- und Nachteilen beim Schaltverhalten schreiben aber ich glaube darum geht es hier gar nicht sooo sehr)
 
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FendiMan

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Übrigens wird die Bremse beim ACC nur verwendet, wenn eine stärkere Geschwindigkeitsreduktion passiert.
Beim leichten Reduzieren, zB durch Runterregeln um 10 Km/h, bremst meiner nicht.
 

hosand

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Mir ging es Anfangs genau anders herum....ich war der Meinung das DSG schaltet viel zu früh.

Ich habe dann gelernt, dass man beim DSG mit dem Gaspedal anders umgehen kann und muss. Es werden neben neben der Stellung auch (imho) das Tempo der Stellungsänderung ausgewertet. Hochschalten ist auch durch kurzes zurücknehmen des Pedals auslösbar.
 

dr.zitterhand

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Ich habe nur den Octi 5E, aber das DQ250 wird wohl das gleiche sein wie im Superb.

Ich kann nur sagen das ich mich auch nach knapp 5 Jahren immer noch nicht an das Verhältnis Gaspedalstellung / Schaltverhalten des DQ250 Getriebe gewöhnen kann.
Vorher bin ich gute 10 Jahre und 425tKm mit dem Octi 1Z 2 Liter PD und dem DQ250 herum gefahren. Das beste was ich an verbrauch hinbekommen habe waren ca 3,8 L/100Km, mit einer Tankfüllung über 1400Km. Im schnitt aber etwas unter 5 Liter. Ich denke mal dass das Getriebe im 1Z halt auf den PD Motor abgestimmt war. Der Motor ging gefühlt immer im unteren Drehzahlenbereich besser als im oberen Drehzahlbereich. Klar die maximale KW hat er irgendwo bei 4000 U/min. Aber das Getriebe hatte im 1Z immer erst kurz vom Kickdown zurückgeschaltet, beim Kickdown dann gleich 2 oder ganz selten 3 Gänge runter. Aber der Motor war im unteren Drehzahlkeller trotzdem sehr agil.

Bei meinem 5E 2 Liter und dem neueren DQ250 kann ich das Schaltverhalten von @Sloop bestätigen. Bei gefühlt leichten anhauchens des Gaspedals schaltet das DSG mittlerweile 2 Gänge runter und der Motor Schreit fast einen an, klar etwas überspitz dargestellt aber bei kalten Motor muss ich nicht unbedingt mit 3500 U/min beim beschleunigen fahren. Bei der Gaspedalstellung bis kurz vom Kickdown schaltet das Getriebe sogar gleich 3 Gänge runter.

Mit Tempomat 50 Km/h unterwegs, Getriebe im 5 Gang und D Modus, Ortsausgang und Gaspedal geht bis kurz vom Kickdown. Das Getriebe haut nach gefühlt einer Sekunde den 2 Gang rein ohne das man in dieser Sekunde gefühlt beschleunigt, dadurch schreit der Motor auf um dann eine Sekunden später in den 3 zu schalten. Ganz toll wenn man doch auf der Landstraße spontan was überholen muss.
Gut diese Gedenksekunde hatte das Getriebe im 1Z auch gehabt, aber nicht so ausgeprägt.
Da frage ich mich manchmal echt was die bei der Abstimmung des Getriebes genommen haben, vom E Modus fange ich erst lieber nicht an zu schreiben.
So ein verhalten hatte ich im 1Z nicht mal wenn ich im Sportmodus des Getriebes gefahren bin, nur dass das Aktuelle Getriebe im D Modus ist.

Wenn ich das Aktuelle Getriebe aber im S Modus fahre dann fährt es immer hochtourig. Das gesamte verhaltendes Getriebes wird aber wohl der anderen Charakteristik des common rail Motors angepasst worden sein.
Da kommt aber noch hinzu das ich diese Motor/Getriebe Kombi nie unter 5 Liter verbrauch bekomme, es sind eher immer so zwischen 5,5-6 Liter.
Da frage ich mich wo die Energieeinsparung im Vergleich zum niedrigtourigen fahrenden und schaltenden 1Z bleibt.
Da hilft wohl nur eine Abstimmung des Getriebes bei diversen Tunern des Vertrauens, da liest man immer wieder das man die Schaltpunkte anpassen lassen kann.

Ich muss es mir aber auch auf die eigene Nase schreiben, ich bin selber mit diesem Getriebe nicht 100% zufrieden, war aber auch noch bei keinem Tuner, also ich lebe selber noch mit diesem, für mich, Makel des Getriebes.

Gruß
 

Sloop

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Schalt das ACC aus, wenn es dir nicht passt.

Das nur über die Bremsanlage Geschwindigkeit reduziert wird, ist absolut nachvollziehbar, eine Motorbremswirkung ist etwas nicht wirklich Kontrollierbares und wird daher auch nicht verwendet.

Wie gesagt, wenn du das besser machst - mach es.
Was ein Quatsch. Programmierst du etwa den Müll für den VAG Konzern? Mit einem Handschalter schalte ich schließlich, wenn ich Auto fahren kann, auch erst runter und erst wenn das nicht langt, bremse ich aktiv. Aber hier tummeln sich ja scheinbar vermehrt entweder Benziner fahrer oder Leute, die ernsthaft an diesen "Drive Green" Müll glauben.
Mit wirklichem Grünen fahren würde man nicht bis in den Abstand mit Vollgas rein fahren um dann runter zu bremsen sondern rechtzeitig vom Gas gehen und als nächstes erst einmal mit dem Motor bremsen. In der zeit hat der Fahrer schließlich immer noch genug Zeit, den Blinker zu setzten und raus zu ziehen.
Aber nachdem es ja scheinbar dem Fahrer nicht einmal zuzutrauen ist, dass er seine Geschwindigkeit selber überwachen kann und ihn daher zwangsweise im Unverstand runter bremsen muss, wundern mich solche Antworten nicht wirklich.
 
FendiMan

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Was ein Quatsch. Programmierst du etwa den Müll für den VAG Konzern? Mit einem Handschalter schalte ich schließlich, wenn ich Auto fahren kann, auch erst runter und erst wenn das nicht langt, bremse ich aktiv.
Noch einmal:
Wenn es dir nicht passt, fahr ohne ACC und wenn dir das auch nicht passt, kauf dir einen Handschalter. :rolleyes: X(
Hier herummotzen nutzt dir nichts.
 

deliberabundus

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Was ein Quatsch. Programmierst du etwa den Müll für den VAG Konzern?
Ich habe den Eindruck, dass Du überhaupt nicht an einem sinnvollen Dialog interessiert bist, sondern einfach nur deinen Frust darüber ablassen möchtest das falsche Fahrzeug gekauft zu haben. Dennoch möchte ich noch mal versuchen auf Dein Problem einzugehen:

Das was Du beschreibst ist sowohl für ein Automatikgetriebe als auch für das Assistenz-System "(p)ACC" vollkommen normal und gehört zu den grundlegenden Systemeigenschaften. Das betrifft ALLE Hersteller.

Mit einem Handschalter schalte ich schließlich, wenn ich Auto fahren kann, auch erst runter und erst wenn das nicht langt, bremse ich aktiv. Aber hier tummeln sich ja scheinbar vermehrt entweder Benziner fahrer oder Leute, die ernsthaft an diesen "Drive Green" Müll glauben.
Um (p)ACC sinnvoll nutzen zu können, ist es zwingend erforderlich damit auseinander zu setzen, wie dieses System eigentlich funktioniert. Dazu muss man sich auch damit auseinandersetzen, welchen Einfluss welche Parameter/Settings auf das System haben. Wenn Du bei Deinem Kaffeevollautomat nicht die Richtigen individuellen Einstellungen vornimmst brauchst Dich auch nicht zu wundern wenn der Kaffee nicht schmeckt. ;)

Zusätzlich musst Du Dir auch klar machen, dass das System so programmiert ist den Sicherheitsabstand einzuhalten respektive so schnell wie möglich wieder herzustellen. Das hat Systemseitig selbstverständlich mehr Priorität als die Effizienz.

Du wirst Dich also etwas an das System anpassen und gewöhnen müssen um es sinnvoll einsetzen zu können... Das Du das aktuell (noch) nicht machst, geht aus Deinem nächsten Satz hervor:
Mit wirklichem Grünen fahren würde man nicht bis in den Abstand mit Vollgas rein fahren um dann runter zu bremsen sondern rechtzeitig vom Gas gehen und als nächstes erst einmal mit dem Motor bremsen.
Wenn das System "mit Vollgas" in den Sicherheitsabstand des vorausfahrenden Fahrzeugs einfährt liegt der erste Fehler vermutlich darin, dass die Differenzgeschwindigkeit zum fließenden Verkehr zu groß ist, denn genau das löst den Gas-Bremse-Dauerloop in erster Linie aus.

Wenn Du die gewählte Geschwindigkeit (dynamisch) an das Verkehrsgeschehen anpasst, reduzierst Du dieses unerwünschte Verhalten drastisch.

Zusätzlich solltest Du in der Fahrprofilauswahl ACC auf ECO schalten. Dadurch rollt das Fahrzeug häufiger. Diesen Effekt man man etwas verstärken, in dem der Abstand nicht zu gering gewählt wird. Hat aber gleichzeitig den Nachteil, das ACC auch beim Beschleunigen sehr träge und verzögert reagiert.

Durch diese drei Parameter kommt mehr Ruhe ins Fahrzeug. Spiel einfach mal ein wenig damit herum - dazu hast Du die Fahrprofilauswahl schließlich. :)

Das hilft aber natürlich nicht gegen "Störungen" im Verkehrsfluss - beispielsweise wenn ein deutlich langsameres Fahrzeug vor einem die Spur wechselt. Das sind Situationen, wo der Fahrer eingreifen manuell eingreifen sollte, bspw. um einen stärkeren Bremseingriff vom System präventiv zu unterbinden. Das ist ein Fingergriff und reine Gewöhnungssache.


In der zeit hat der Fahrer schließlich immer noch genug Zeit, den Blinker zu setzten und raus zu ziehen.
Randbemerkung: Wenn Du den Blinker setzt, wird das vom ACC erkannt und je nach Fahrsituation der (Brems-)Eingriff sogar aufgelöst. Zusätzlich kann man mit Druck aufs Gas den Bremseingriff des Systems aufheben. Auch das ist reine Gewöhnungssache.


Aber nachdem es ja scheinbar dem Fahrer nicht einmal zuzutrauen ist, dass er seine Geschwindigkeit selber überwachen kann und ihn daher zwangsweise im Unverstand runter bremsen muss, wundern mich solche Antworten nicht wirklich.
Erkennst Du den Logikfehler selbst?

Dir als Fahrer ist nicht nur zuzutrauen, dass Du die Geschwindigkeit überwachen "kannst", sondern das "musst" Du, denn das ist und bleibt Deine originäre Aufgabe.

FAZIT:

Bei (p)ACC handelt es sich um nichts weiter als "dummes" Assistenz-System, dass die klassische GRA um eine Zusatzfunktion erweitert, um nicht auf den Vordermann aufzubrummen. Das System macht nichts weiter als Stumpf zu "verzögern", wenn es ein langsameres Objekt auf der eigenen Fahrspur identifiziert. Die Verzögerung ist dabei so stark, wie es die fest definierten Systemgrenzen erfordern. Ein "intelligentes" und logisches Abwägen oder gar ein Abweichen von den definierten Parametern gibt es nicht. Und genau das ist es, was dieses System von Dir als intelligentem und individuellem Wesen unterscheidet.

Mir bleibt nur folgendes übrig:
  • An das Funktionsprinzip des Systems anpassen UND UNTERSTÜTZEND EINGREIFEN
  • Mit den Schwächen des Systems leben
  • Das System abschalten

Ist wie im Job:
Wenn ich eine Assistenz habe, muss ich deren Arbeit überwachen und (führend) eingreifen, wenn dies erforderlich ist. Dieser Eingriff sollte möglichst präventiv erfolgen. Mache ich das nicht muss ich entweder damit leben, dass das Arbeitsergebnis nicht passt oder ich muss es alleine machen. Thats it - Ende der Geschichte


PS:
Aktuell fahre ich übergangsweise (von Januar bis Juli / 25.000km) ein Fahrzeug mit klassischer GRA. Ich weiß also genau wovon ich im direkten Vergleich rede und bin mir der Vorteile des klassischen Tempomaten durchaus bewusst. Am Ende überwiegen aber die Vorteile von (p)ACC deutlich.
 
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Alfred_ML

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Was das DSG angeht: Auch beim iV ist das in seiner Logik nicht perfekt. Wenn man im Sportmode mal zügig überholt und danach vom Gas geht und den Tempomat einschaltet, jault der Motor trotzdem noch gefühlt ewig im 3. oder 4. Gang, bevor dann endlich für die gewollte Konstantweiterfahrt die akustisch erlösende höchste Fahrstufe eingelegt wird. Daran muß man sich als bisheriger "Handschaltungsüberzeugter" wirklich erst mal gewöhnen. Bremsen bergab kann der iV-Tempomat ja zum Glück fast ausschließlich elektrisch, da hab ich persönlich wenig Sorgen wegen weggerubbelter Bremsbeläge.
 
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Aber das DSG schaltet deutlich besser. Aber auch sonst kann ich als Beifahrer bei Kollegen und Bekannten mit Schaltung nur das DSG loben. Sicher nie perfekt aber besser als was sonst so rum fährt.
Wenn es auch noch langlebig wäre.....
 
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Was das DSG angeht: Auch beim iV ist das in seiner Logik nicht perfekt. Wenn man im Sportmode mal zügig überholt und danach vom Gas geht und den Tempomat einschaltet, jault der Motor trotzdem noch gefühlt ewig im 3. oder 4. Gang, bevor dann endlich für die gewollte Konstantweiterfahrt die akustisch erlösende höchste Fahrstufe eingelegt wird. Daran muß man sich als bisheriger "Handschaltungsüberzeugter" wirklich erst mal gewöhnen. Bremsen bergab kann der iV-Tempomat ja zum Glück fast ausschließlich elektrisch, da hab ich persönlich wenig Sorgen wegen weggerubbelter Bremsbeläge.
Du kannst sofort an der Schaltwippe ziehen👍

Das DSG kann nicht sehen ob nicht gleich die nächste Beschleunigung ansteht.

Sport ist sport.
 
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Ich hoffe meine Frau liest nicht mit ;-)
Aber das DSG schaltet deutlich besser. Aber auch sonst kann ich als Beifahrer bei Kollegen und Bekannten mit Schaltung nur das DSG loben. Sicher nie perfekt aber besser als was sonst so rum fährt.
Wenn es auch noch langlebig wäre.....
Warum sollte es nicht langlebig sein? Ich kenne mittlerweile einige Fahrzeuge aus dem Konzern mit über 300.000 km die keine Probleme mit dem DSG haben/hatten!
 
Ummel

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Was das DSG angeht: Auch beim iV ist das in seiner Logik nicht perfekt. Wenn man im Sportmode mal zügig überholt und danach vom Gas geht und den Tempomat einschaltet, jault der Motor trotzdem noch gefühlt ewig im 3. oder 4. Gang, bevor dann endlich für die gewollte Konstantweiterfahrt die akustisch erlösende höchste Fahrstufe eingelegt wird. Daran muß man sich als bisheriger "Handschaltungsüberzeugter" wirklich erst mal gewöhnen. Bremsen bergab kann der iV-Tempomat ja zum Glück fast ausschließlich elektrisch, da hab ich persönlich wenig Sorgen wegen weggerubbelter Bremsbeläge.
Genau dieses "Bereithalten" des DQ400e beobachte ich bei meinem iV in identischen Fahrsituationen

Zum Thema: Ich denke, dass das DSG und auch (P)ACC) des TE genau so funktioniert, wie es soll.

Der gemachte Vorschlag, an den Einstellungen des (P)ACC zu spielen wird Besserung herbeiführen, wenn der TE es zulässt.
:)

Ummel
 

deliberabundus

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Zum Thema: Ich denke, dass das DSG und auch (P)ACC) des TE genau so funktioniert, wie es soll.

Der gemachte Vorschlag, an den Einstellungen des (P)ACC zu spielen wird Besserung herbeiführen, wenn der TE es zulässt.
Das ist der entscheidende Punkt
 
DialMforMarius

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Ich hatte ACC im Touran und hab für mich festgestellt, dass ich meistens einen normalen Tempomat besser finde. Ich fand das ACC im Stau ganz cool, aber nachdem es da ein paarmal fast gerappelt hätte bei Stop&Go hab ich es halt einfach nicht mehr benutzt. Grenzen des Systems kennen, ggf. probefahren, Erwartungen anpassen und dann Augen auf beim Autokauf.
Da man (warum auch immer) bei ACC nicht einfach auf dummen Tempomat umstellen kann, hab ich es halt jetzt schon in zwei Superbs nicht bestellt und vermisse nichts.
 
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ACC Stop&Go mit dem TJA läuft bei mir absolut reibungslos.

Per Codierung kann man sich den 'dummen' Tempomaten wieder an Bord holen, evtl. ist das ja auch was für den TE.
 
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