Mehr Sicherheit für Kinder

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    Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder ist innerhalb der vergangenen 30 Jahre deutlich gesunken. Nach Angaben von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig starben im Jahr 1970 fast 2.200 Kinder auf Deutschlands Straßen, im vergangenen Jahr waren es trotz eines immensen Verkehrswachstums noch 240. Bei einer Verkehrssicherheitsaktion des ADAC in Dormagen führte Bodewig am Montag (12.11.) den starken Rückgang auf die aktive Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland zurück.

    Der Verkehr werde aber weiter wachsen, sagte Bodewig. Wir gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2015 der Personenverkehr um 20 Prozent, der Güterverkehr sogar um mehr als 60 Prozent steigen werden. Viele Menschen beklagten, dass mit dem Verkehr auch Hektik, Aggressivität und Rücksichtslosigkeit zunähmen. Die Bundesregierung wolle mit ihrem Programm für mehr Sicherheit im Straßenverkehr das Verkehrsklima in Deutschland verbessern sowie Unfallursachen und - schwerpunkte entschärfen. Wir wollen den kindgerechten Verkehr und nicht das verkehrsgerechte Kind, betonte Bodewig.

    Appell: Eltern müssen ihre Kinder richtig sichern

    Bei der Aktion -Achtung Auto/Hallo Auto- des ADAC handelt es sich um einen praxisorientierten Verkehrserziehungsunterricht von Fünftklässlern fast im gesamten Bundesgebiet. Pädagogisch ausgebildete Moderatoren kommen an die Schulen und führen kostenlos praktischen Unterricht zum Thema Geschwindigkeit, Reaktionsweg, Bremsweg und Anhalteweg durch. Die Kinder lernen dabei neben der Perspektive des Fußgängers auch die Perspektive des Pkw-Insassen kennen. Dadurch bekommen die Kinder auch die lebensrettende Bedeutung der richtigen Sicherung im Fahrzeug vermittelt.

    Dies sei besonders wichtig, da ein erheblicher Teil der im Straßenverkehr verunglückten Kinder als Pkw-Insassen zu Unfallopfern würden, führte Kurt Bodewig weiter aus. Von 45.000 verletzten Kindern im Jahr 2000 seien 34 Prozent als Pkw-Insassen verunglückt. Von den 240 getöteten Kindern seien im Jahr 2000 sogar 103 Kinder (43 Prozent) im Pkw zu Unfallopfern geworden. Bodewig appellierte hier auch an die Eltern, dass Kinder im Auto stets ihrem Alter entsprechend optimal gesichert sein müssen. Die Zahl der verunglückten Kinder sei zwar insgesamt im Jahr 2000 gegenüber 1999 um 7,7 Prozent zurückgegangen, doch jedes Unfallopfer sei ein Opfer zuviel.

    Das erste ADAC-Aktionsprogramm wurde 1989 in Bayern durchgeführt. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Bundesländer hinzu, so dass das Programm inzwischen fast im gesamten Bundesgebiet läuft. Im Jahr 2000 nahmen über 100.000 Kinder teil.
     
  2. #2 ancient motorist, 19.11.2001
    ancient motorist

    ancient motorist Guest

    Wer weiß Bescheid über die Isofix Kindersicherung bei Skoda. Bei meiner damaligen Frage bekam ich von meinem Händler die Auskunft, das System wäre, weil nicht sicher, zurückgezogen worden. Skoda bietet keine Sitze mit Isofix-Sicherung an.
     
  3. Daniel

    Daniel Guest

    Meiner Information nach ist nicht das System das Problem gewesen sondern allein der damals von Skoda angebotene Isofix Sitz.
    Dieser Sitz ist wohl damals durch mehrere Tests gnadenlos durchgerauscht ... und wurde wieder vom Markt genommen.

    Aus diesem Grund befindet sich im aktuellen Zubehörprospekt auch nur ein normal zu befestigender Kindersitz.

    Isofix haben immernoch alle Skodas und die Verwendung mit einem gut getesteten Sitz sollte sicher sein.
     
  4. #4 KleineKampfsau, 29.07.2002
    KleineKampfsau

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    Hier mal ein aktueller Bericht zum Thema Kindersitze:

    Was taugen Billig-Sitze?

    Kindersitze vom Grabbeltisch gibt es bereits ab vier Euro. Mehr sind die auch nicht wert.

    Nicht zu fassen, was hier im Supermarktregal alles parkt. Dieser Kindersitz ist unbrauchbar, die Gurte defekt. Und so einem Ding sollen Eltern die Sicherheit ihrer Kinder anvertrauen? Kriminell. Geschenkt ist für diese Gurke noch zu teuer. Preis: 40 Euro. Gleich daneben liegt eine Babyschale mit zerbrochenem Styropor-Polster. Willkommen in der schaurigen Realität.

    Auf der Suche nach Billig-Kindersitzen in Verbrauchermärkten wie Wal-Mart, Metro, Toom und Real standen uns häufig die Haare zu Berge: Fehlende Bedienungsanleitungen, verknotete Gurte, veraltete ECE-Normen – keine Ausnahmen, eher die Regel. Und Eltern, meist chronisch blank, greifen bei einem Schnäppchenpreis ab vier Euro pro Kindersitz gerne zu. Markensitze kosten oft über 100 Euro. Während unserer Testrunden durch die Supermärkte stießen wir immer wieder auf Produkte des Herstellers IWH Distribution. Die französische Firma bietet ihre Sitze unter wechselnden Namen wie Vario Kid, Team Tex oder Novo Kid in verschiedenen Märkten an.

    Abschreckendes Beispiel: der IWH-Universalsitz für Kinder von neun Monaten bis zwölf Jahren (ab 39 Euro). Die Kopfstütze, die gleichzeitig der Gurtführung dient, ließ sich bei den gefundenen Sitzen nicht arretieren. Bei einem Auffahrunfall dürfte der Schultergurt zusammen mit der Stütze unkontrolliert nach oben gezogen und an den Hals des Kindes katapultiert werden. Was dabei passiert, kann sich jeder denken. Kaum besser sind größere Kinder untergebracht. In fast allen Supermärkten fanden wir Sitzerhöher zum Mega-Preis. Im Notfall halten diese Styropor-Klötze nichts, schleudern stattdessen eher selbst durchs Auto. Fazit: Wer beim Kindersitz spart, spart garantiert am falschen Ende.

    Andreas :headbang:


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