Mehr Fußgängerschutz durch ein geändertes Auto-Design

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Guest
Unfälle sollen bald durch ein geändertes Auto-Design für Fußgänger glimpflicher verlaufen.

Eine entsprechende Selbstverpflichtung der europäischen Automobilindustrie billigten die für Verbraucherschutz zuständigen EU-Minister in Brüssel. Der Europäische Verkehrssicherheitsrat kritisierte die Zustimmung zu dem freiwilligen Abkommen und verlangte ein verbindliches EU-Gesetz für mehr Fußgängersicherheit. Nach offiziellen Angaben kommen in der EU bei Verkehrsunfällen jährlich mehr als 40.000 Menschen ums Leben, darunter etwa 2000 Fußgänger.

Ab 2003 schaltet sich das Licht in Neuwagen von selbst an

Die Selbstverpflichtung der Industrie zur Erhöhung der Sicherheit von Fußgängern sieht unter anderem vor, starre Schutzrahmen an Fahrzeugfronten vom nächsten Jahr an nicht mehr zu montieren und auch nicht mehr als Ersatzteile anzubieten. Von 2005 an sollen schrittweise die Karosserien neu entwickelter Fahrzeuge so gestaltet werden, dass die Verletzungsgefahr für Fußgänger bei einem Aufprall verringert wird.

Eine Vorrichtung für ein automatisches Einschalten des Fahrlichts soll vom nächsten Jahr an in 90 Prozent aller Neufahrzeuge serienmäßig vorhanden sein, von Oktober 2003 an in allen neuen Autos. Weiter werden nach der Selbstverpflichtung Antiblockiersysteme 2003 in 90 Prozent aller Neufahrzeuge Serienstandard, von Juli 2004 in allen neuen Autos.

Freiwilliges Abkommen soll Gesetzgebung überflüssig machen

Das freiwillige Abkommen der Industrie mit der EU soll eine entsprechende europaweite Gesetzgebung überflüssig machen. Die EU- Kommission hatte den Plan der Autobauer bereits akzeptiert. Nach der jetzigen Billigung im EU-Ministerrat muss nun noch das Europäische Parlament zustimmen.

Der Europäische Verkehrssicherheitsrat, eine Nicht- Regierungsorganisation, zeigte sich enttäuscht darüber, dass der EU- Ministerrat kein Gesetz gefordert hat. Wir sind sehr besorgt über die Entscheidung des EU-Rates, die Interessen der Industrie so deutlich über die Sicherheit der verletzlichsten Verkehrsteilnehmer zu stellen, hieß es in einer Reaktion auf die Minister-Billigung vom späten Montagabend.
 

toaster

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Würde es nicht auch schon Sinn machen Karosserieteile wie die z.B. die Motorhaube aus Kunststoff zu bauen (also wie generell beim SMART praktiziert). Das würde doch auch schon etwas nachgeben und ein wenig die bei einem Zusammenprall mit Fugängern entstehende Energie dämpfen.
Wäre zumindest ein erster Schritt der auch nebenbei Gewicht und somit Sprit sparen würde.
Aber wie sieht es dann mit der Stabilität aus?
 

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Guest
Da gibt es sicher unzählige Möglichkeiten genug Stabilität und dennoch Elastizität zu erhalten, z.b. Kunststoffhauben in Verbindung mit Kohlefaserverstrebungen. Allerdings ist ja auch bereits der 'Fußgängerairbag' in Entwicklung (Beitrag im alten Forum). Lassen wir uns überraschen, was in den nächsten Jahren an Neuheiten auf uns zu kommt.

Gruß
Mickey
 

ancient motorist

Guest
Honda hat seinen neuen Civic bereits mit einer neuentwickelten Motorhaube und für Fußgänger ungefährlicheren Scheibenwischer (Sollbuchstelle?)ausgerüstet. Der Dank dafür ist die höhere Einstufung in der Kaskoklasse durch erhöhte Reparaturkosten bei einem Unfall. Tolle Logik. Auf der einen Seite wird mehr Sicherheit gefordert und auf der anderen Seite darf Sie nichts kosten.
 
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