Langzeiterfahrung O3 1.4TSI (150) DSG (Bj.2014)

Diskutiere Langzeiterfahrung O3 1.4TSI (150) DSG (Bj.2014) im Skoda Octavia III Forum Forum im Bereich Skoda Forum; Mit viel Wehmut habe ich gestern meinen O3 an die Leasingbank zurückgegeben. Als Teil der seelischen Aufarbeitung verspüre ich das Bedürfnis, für...

xng

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Mit viel Wehmut habe ich gestern meinen O3 an die Leasingbank zurückgegeben. Als Teil der seelischen Aufarbeitung verspüre ich das Bedürfnis, für die Nachwelt (oder vielleicht Gebrauchtwageninteressierte) meine Langzeiterfahrungen mit dem Auto zu teilen.

Vorab: Der Abschied tat weh. Der O3 war von all den Autos in meiner Nutzung (Besitz und unzählige Mietwägen) der angenehmste, wenn nicht beste.

Daten:

  • O3 1.4TSI (150PS) DSG (7-Gang trocken) Elegance Combi in Topaz Braun
  • Innenraum: Leder/Stoff beige (Shine)
  • Proaktiver Insassenschutz und Seitenairbags hinten
  • Fahrprofilauswahl
  • Fernlichtassi (inkl. elektr. einklappbare Außenspiegel)
  • Frontradarassi
  • Lehnenfernentriegelung
  • Paket Ablage Plus (Ladeboden, Mülleimer etc.)
  • Paket Business Columbus (Navi, Sunset, Gepäcknetz, elektr. Heckklappe)
  • Paket Licht & Design Denom (Xenon, LED-TFL und Rückleuchten, 17'' Denom, Reserverad)
  • Parksensoren vorne & hinten
  • 230V Steckdose
Laufleistung: 79.000km in 38 Monaten

Das Gute
Der Octi war ein unglaublich angenehm zu bewegendes Auto. Die wesentlichen Kategorien, auf die es mit meinem Anforderungsprofil ankam, hat er mit Sternchen bestanden.
Die Anmutung des Innenraums war für die Preisklasse nobel, Oberflächen und Bezüge robust (2 Kinder haben's nicht kleingekriegt). Nach der Aufbereitung vor der Übergabe sah der Innenraum fast wie neu aus, die hellen Stoffe waren also kein Problem. Lediglich die Lederflanken des Fahrersitzes hatten etwas nachgedunkelt. Zudem sah man den Oberflächen der Fahrertüre meine Ellenbogennutzung an und die Abdeckung des Kofferaums war auch nicht mehr ganz frisch.
Das Fahrverhalten empfand ich als erfrischend, spritzig, sicher, stark. Die Motorisierung war mehr als ausreichend. Nach wie vor bin ich begeistert, was der downgesizete Turbomotor auf die Straße zaubert. Und das in jedem Geschwindigkeitsbereich. Überholen war nie ein Problem, Mitschwimmen eh nicht. Hier leistete das DSG auch sehr gute Dienste mit intelligenter Gangwahl. Ausnahme hierbei natürlich der Eco-Modus, dazu aber unten mehr. Straßenlage war ebenfalls sehr gut (auch wenn er an einen mal als Mietwagen gefahrenen älteren Mondeo nicht herankam). Die Xenon-Lampen waren im Übrigen hervorragend.
Über den Laderaum brauche ich nicht viele Worte verlieren. Sowohl Familienurlaub als auch Möbelkauf steckte der Wagen locker weg. Einziger Wehrmutstropfen beim Beladen sehr langer Gegenstände war, dass die Kopfstütze des Beifahrersitzes nicht umstandslos zu entfernen ist (ist nicht vorgesehen, geht aber mit etwas Fummelei).
Die Verbrauchswerte waren wirklich bemerkenswert. Natürlich reden wir nicht von den Luftschlössern des Normverbrauchs. Bei einem hohen Anteil von Bundesstraße (70%) plus Stadt und gelegentlich Autobahn war mein geschätzer Nutzungszeitverbrauch um die 6,7 Liter. Lange Autobahn liegt bei etwa 7,5. Sehr günstige Verbrauchssituationen drückten den Verbrauch auf gerade mal 5 Liter runter. Öl musste ich in der gesamten Laufzeit (in der aber auch zwei Services enthalten waren) zwei mal nachfüllen. Mit einer Flasche kam ich komplett durch.

Das Merkwürdige/Nervige
Die Verbindung von Navi und MFA war etwas unausgegoren. Menüpunkte faden sich hier und/oder dort. Eine bessere Synchronisation von Anzeigen (beim Telefonieren bspw.) wäre wünschenswert. Es ist schwer auf den Punkt zu bringen, aber das Gesamtsystem wirkte nicht homogen.
Die Bedienung des Navi/Infotainments war in Ordnung (gerade im Vergleich zu anderen mir bekannten Navis bei Renault und Fiat) aber auch nicht viel mehr. Als Dauermusikhörer fand ich die Darstellung und Bedienmöglichkeiten der Anlage bescheiden. Vor allem die Nicht-Nutzung vielerlei Metadaten von gut getagten Musikdateien macht mich irre. Das wäre wenig Programmierarbeit für viel Nutzen. Ist für die Masse aber wohl egal genug, um es zu ignorieren. Navigation selbst war meistens OK. Natürlich ist in der Gerätegeneration die Verfügbarkeit aktueller Verkehrsinfos ein Witz. Man sollte da bei Strecken, die man kennt, noch selbst mitdenken. Zudem hatte es das Gerät nicht so mit USB-Sticks. Da sprang es gerne mal nach Neustart in das erste Lied des ersten Ordners und hatte vergessen, wo es vorher aufgehört hatte. Telefonerkennung war dafür unproblematisch.
Die Autolichtfunktion funktionierte sehr gut, jedoch kam es manchmal (in Dämmerungssituationen, waldiger Abschnitt etc.) zu der seltsamen Situation, dass zwar das Licht eingeschaltet wurde, jedoch die Cockpit-Beleuchtung nicht. Bug oder Feature?
Die Autofunktion der elektrisch anklappbaren Außenspiegel war völliger Humbug. Die Spiegel klappen auf, wenn man das Auto öffnet, nicht wenn man es startet. Kurz was rausholen: Spiegel auf, Spiegel zu. Unsinn. Habe ich gleich wieder abgeschaltet.
Obskure Fehlermeldungen gab es immer wieder mal, zum Ende der Laufzeit hin gehäuft. Vermutlich lag das an einem nervösen Sensor in der Fahrertüre, ich habe das aber nicht weiter verfolgt, da es sich normalerweise in weniger als einer Sekunde wieder erledigt hatte. Selten hat das Navi seine Daten auf der Festplatte nicht mehr gefunden. Ein oder zwei mal hatte die Uhr einen Schluckauf. Beide Szenarien liesen sich durch Neustart (Zündung aus und im schlimmsten Fall 'ne Nacht drüber schlafen) lösen.
Die Pieptöne der Parksensoren waren nicht ganz meine Frequenz. Selbst auf leisester Einstellung hab ich's oft auch ausgelassen, weil zu arg. Das automatische Einschalten hab ich irgendwann ausgemacht, aber das hat mit meiner speziellen Parksituation mit Büschen und so zu tun. Nervig war die auch in Stop-and-Go-Situationen. Ansonsten war die Funktion der Parksensoren präzise.

Das Inakzeptable
Der doppelte Ladeboden hat an seinem Knick bereits nach ein paar Tausend Kilometern Bindegewebsstörungen bekommen und war hernach nicht mehr wirklich flach. Der Händler sagte, Škoda würde das sicher nicht als Garantiefall akzeptieren, da große Wahrscheinlichkeit der Fehlbeladung blahblah. Ich hab's dann gar nicht erst versucht.
Das Fassungsvermögen des Wischwassertanks war unter aller Kanone. Gefühlt hab ich das Wasser alle drei Monate nachfüllen müssen. Im Winter gerne auch öfter.
Fernlichtassi hab ich bald wieder abgeschaltet. Die Bedienung, wann ich mit welcher Hebelbewegung von welchem Lichtzustand zu welchem anderen gelangen konnte, hab ich einfach nicht in den Kopf gekriegt. Dafür war dann Eingreifen zu oft nötig, da die Automatik oft zu spät oder gar nicht reagiert hat.
Dass bei verbauter Fahrprofilauswahl das Navi statt des aktuellen Straßennamens den Fahrmodus anzeigt und man dies auch nicht ändern kann, ist ein unentschulbarer Skandal!

Weiter Anmerkungen zu einzelnen Baugruppen
Serienbereifung hat mir zunächst nicht gefallen (ich weiß jetzt aber gar nicht mehr, was das war: Dunlop Sportsirgenwas?). Handling schien sehr ruppig, Später hatte ich mich dran gewöhnt und war eigentlich zufrieden. Verschleiß war top! Hatte nach Laufzeit (minus Kilometer auf Winterreifen < 50%) noch 5mm Profil drauf. Als Winterreifen hatte ich die traumhaften Conti TS850.
230V-Steckdose war eine unnötige Bestellung, da kaum benutzt, aber dafür kann das Auto nichts.
Fahrprofilauswahl hat sich gelohnt, auch wenn ich zuletzt nur in modifiziertem Normalmodus gefahren bin. Eco-Modus, den ich zunächst wegen des Segelns benutzt hatte, war mir dann doch zu schnarchig, da er halt auch mit sehr langer Gedenksekunde kommt. Das wäre selbst für meine Oma zu viel gewesen, und die ist schon tot. Hatte aber ungünstige Auswirkungen auf die Navianzeige, s.o.


Mehr fällt mir nicht mehr ein, vielleicht auf Nachfrage. Bitte keine Kommentare der Marke "Wenn's Die nicht gefällt, dann..." Ist alles nur ein subjektiver Erfahrungsbericht.

Gerne gebe ich per PM Auskunft zu den Themen Online-Vermittler Neuwagenexperten, Leasing-Erfahrung mit ALD(i), Rückgabeerfahrung bei DEKRA, guter und schlechter Service im Raum LB.

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Fireheart

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Schönes Resume, wo bei dir ja doch wirklich das positive mehr überwiegt :)
Bei mir steht auch im Februar ein Fahrzeugwechsel an, wird aber kein Skoda :/
 

ftpih

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Ich ahne Schlimmes. Als Vielmusikhörer habe ich einige gut sortierte Alben auf eine SD Karte gezogen. Sämtliche Musikdateien habe ich auf dem Rechner sauber geordnet und in iTunes die Metadaten bearbeitet.
Im Octavia wurden die Alben/Titel kreuz und quer dargestellt.
Als ich die SD Karte in ein anderes Auto einlegte, wurde Interpreten und Alben sauber geordnet mit Cover und richtiger Reihenfolge der Titel dargestellt.

Damit könnte mich der Octavia definitiv nerven, da ich meinen iPod Classic/Shuffle nicht weiterverwenden möchte (zumal über Aux sicher auch keine Informationen auf das Display übertragen werden?) und die Musik über SD Karte regeln wollte.

Hast du dafür eine Lösung gefunden?
 

ede83

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Im Octavia wurden die Alben/Titel kreuz und quer dargestellt.
Im Menü kann man immerhin bei der Auswahl von "SD-Karte" auch die Interpreten anzeigen lassen. Aber diese - auf mich völlig willkürlich wirkende - Anordnung der Alben auf der "Startseite" von Media ist wenig gelungen.

Was aber auch bedeutet, dass man das positiv sehen kann, wenn etwas derartiges für mich schon ein "größeres" Problem ist. Der Wagen an sich ist grundstabil.
 

trainer22

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Den Bericht kann ich genau so bestätigen. Auch leider die ewige Geschichte mit den Musiktiteln. Bei meiner jetzigen Kiste funktioniert das so wie es sein soll, doch eine Wohltat...
 

xng

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Im Grunde hat das mit der Musik schon funktioniert. Man hat ja die Auswahl zwischen Ordnungsprinzip "Ordner" und "Datenbasis". Bei letzterem kann man dann bspw. die Musik nach "Interpret" darstellen, was funktioniert, wenn die Dateien ordentlich getagt sind. Doof sind halt so Sachen, dass dann bspw. bei Interpreten mit 15 Alben, alle Platten in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet sind und nicht nach Erscheinungsjahr. Hilft nur, den Albumtitel in den Metadaten z.B. um ein "[19xx]" zu ergänzen. Aber das sind Bequemlichkeitsdetails und Sonos macht das bspw. auch nicht besser.
Was mich echt gestört hat, war die fehlende Suchfunktion und dass man die Spracherkennung nicht zur Auswahl einsetzen konnte. Musiksuchen beim Fahren war dann nicht viel besser als Handy in der Hand.
Bizarr war, dass bestimmte Album-Covers nicht angezeigt wurden, obwohl wohlgeformt vorhanden und abgelegt.
 

Foo

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Das Fassungsvermögen des Wischwassertanks war unter aller Kanone. Gefühlt hab ich das Wasser alle drei Monate nachfüllen müssen. Im Winter gerne auch öfter.

Alle drei Monate Wasser nachfüllen??? Das ist ja schrecklich! Ich finde die Hersteller sollten endlich Wischwassertanks so dimensionieren, dass nur noch bei den Inspektionsterminen alle 2 Jahre Wasser nachgefüllt werden muss.

Als grobe Abschätzung nehme ich mal 5 Nachfüllungen pro Jahr an (alle 3 Monate + im Winter etwas öfter). Demnach sollte der Wischwassertank ca. 5 l * 5 (Nachfüllungen) * 2 (Jahre) = 50 l fassen. Damit auch bei Fahrern, die mehr Wasser verwenden als du die 2 Jahre erreicht werden schlage ich mal 70-90 l vor.

Ansonsten kann ich den Ausführungen zustimmen.
 

xng

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Hmm, ich verstehe Deinen Einwand. Die Zahl war relativ willkürlich gewählt. Besser gesagt hätte ich: "Alle 10-15 mal reinigen." Das käme dann ungefähr hin.
 

Foo

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Meinst du damit, dass nach 10-15 mal am Wisch-Wasch-Hebel ziehen das Wasser leer war?
Dann hast du evtl. nur den kleinen Tank verbaut (keine Ahnung wieviel da drin ist). Da du Xenons hast und damit die Scheinwerferreinigung vorhanden sein sollte, sollte auch der große Tank da sein.

Aber selbst wenn man alle 4 Wochen nachfüllen muss, wo ist das Problem kurz zum Wasserhahn zu gehen und das Wasser (+Frostschutz) zum Auto zu tragen.
 

xng

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Weißt Du, ich will mich echt nicht rumstreiten. Meine Nutzungszeiterfahrung ist schlicht, dass mir die Nachfüllerei zu häufig war. Wenn's für Dich cool ist, dann freue ich mich für Dich für Deinen Langmut.
 

ftpih

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Was aber auch bedeutet, dass man das positiv sehen kann, wenn etwas derartiges für mich schon ein "größeres" Problem ist. Der Wagen an sich ist grundstabil.

Tatsächlich habe ich über mehrere Monate zwischen Leon ST und Octavia hin und her überlegt. Mit der Zeit wurde es mit dem Octavia immer sicherer.
Als dann die Musiksache dazu kam, war ich mir zwei, drei Tage nicht mehr ganz so sicher.

Weißt Du, ich will mich echt nicht rumstreiten. Meine Nutzungszeiterfahrung ist schlicht, dass mir die Nachfüllerei zu häufig war. Wenn's für Dich cool ist, dann freue ich mich für Dich für Deinen Langmut.

So und nicht anders. :thumbup:
 

Clemens1

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Guten Abend, schau doch in der BE unter Füllmengen nach, da müsste es drinnen stehen, wieviel Wischwasser reingeht. Wenn dich das zufrieden stellt. Wenn es bei mir leer ist füllen ich es auf und gut ist es
 

AMenge

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Seit ich eine Scheibeversiegelung verwende, ist bei mir der Wischwasserverbrauch massivst zurück gegangen. Mit einer Füllung komme ich meist über den Sommer, im Winter brauche ich etwas mehr.
 
#
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Octiman

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in der regel ca 2 bis 3 mal nachfüllen (nicht komplett) im jahr.
der tank bei xenon ist ca 5 liter groß.
nach 2,5 jahren sind auch meine hellen teilledersitze wie am ersten tag, man muss eben alle 3 monate mal reinigen und nachfetten.
 

Gast113216

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Guten Abend, schau doch in der BE unter Füllmengen nach, da müsste es drinnen stehen, wieviel Wischwasser reingeht. Wenn dich das zufrieden stellt. Wenn es bei mir leer ist füllen ich es auf und gut ist es
Laut BA sind es 3 Liter bzw. 4,7 Liter bei vorhandener Scheinwerferreinigungsanlage. 3 Liter hat auch der Citigo und ich fülle auch häufiger nach. Nicht sehr bequem, aber kein Beinbruch und für mich auch kein Argument gegen das Auto.
 
Thema:

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