Langlebiger und zuverlässiger Benzin-Motor?

Dieses Thema im Forum "Skoda Fabia II Forum" wurde erstellt von Trolli, 07.07.2012.

  1. Trolli

    Trolli

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    Hallo,

    als Nachfolger meines betagten Kombis möchte ich mir einen Kompaktkombi als Neuwagen zulegen. Diesen möchte ich mindestens 10 Jahre / 200.000 km fahren. Dabei ist mir Zuverlässigkeit – auch im höheren Alter - wichtiger als spektakuläre Fahrleistungen.

    Der Fabia Kombi mit 1,2 TSI-Motor (86 PS) erschien mir gut geeignet. Größe, Ausstattungsmöglichkeiten – alles schien zu passen. Nur im Hinblick auf die Benzin-Motoren bekomme ich zunehmend Zweifel.

    -> TSI-Motoren
    Die TSI-Motoren bieten sicherlich gute Fahrleistungen, sofern sie nicht unerwartet schnell kaputt gehen. Da sie aber mit hohen Drücken, hohen Temperaturunterschieden, schnell rotierenden Turbinen, hochbelasteten Lagern etc. arbeiten, befürchte ich, dass sie keine robusten Dauerläufer sein werden. Gegen TSI-Motoren sprechen auch die schon bei geringen Laufleistungen auftretenden Defekte (s. Thema „1,2 TSI Turbolader schon kaputt!“).

    -> Benzin-Saugmotoren
    Also vielleicht doch lieber einen traditionellen Benzin-Saugmotor? Aber auch hier lese ich von defekten Steuerketten, die schon bei weniger als 30.000 km gehäuft auftreten sollen. Keine beruhigende Aussicht für die Zukunft.

    Der 1,4l MPI Saugmotor (86PS) scheint mir dennoch der beste Kompromiss zwischen Fahrleistung und Haltbarkeit zu sein (ausgereifter Motor (?), Vierzylinder; Saugmotoren mit größerer Leistung werden für den Fabia leider nicht mehr angeboten). Wie seht Ihr das?

    Oder sind die Defekte, von denen ich lese, nur Einzelfälle und die Wahl des Motors ist im Hinblick auf die Haltbarkeit gar nicht entscheidend?


    Viele Grüße,
    Trolli
     
  2. AdMan

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  3. #2 sauerlaenderfred, 07.07.2012
    sauerlaenderfred

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    Hallo Trolli,

    mal ein paar allgemeine Sachen zum Thema "aufgeladener Motor"...

    Welcher Dieselmotor kommt heute noch ohne einen Turbolader aus? Die Drücke bei Diesel sind, der Selbstzündung geschuldet, entsprechend höher als beim fremdgezündeten Ottomotor. Die Drehzahlen der Turbolader werden (denke ich) ähnlich gleich hoch sein. Egal ob Diesel oder Benziner. Grundsätzlich sagt man ja, dass Dieselmotoren langlebiger seien als Benzinmotoren. Das heißt dann für mich, dass die von Dir aufgeführten Kontra-Punkte zum TSI so nicht ganz hinhauen...
    Wenn einzelne Komponenten schlichtweg falsch dimensioniert sind und deshalb kaputt gehen, ja dann muss der Hersteller halt was gscheites nehmen...
     
  4. gilga

    gilga

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    Meine Ansicht:
    Ganz nüchtern betrachtet kann man beim TSI ganz einfach nicht die gleiche Sicherheit haben wie beim 1.4 Sauger. Einfach weil der Motor bei weitem nicht so lange gebaut wurde (und das meine ich jetzt unabhängig von konezptbedingten Stärken/Schwächen). Vermutlich dürfte die Fahrweise und artgerechte Wartung (z.B. kein Longlife) hier, unabhängig von technischen Gegenheiten, den größten Einfluss haben.

    Eventuell lässt sich das Problem aber auch anders aus der Welt schaffen, denn bei 10 Jahren und 200.000km hast du ja 20.000 im Jahr und solltest mit einem Diesel eigentlich besser laufen. Und da hat es sich dann mit der Betrachtung direkteinspritzender Turbomotor/Sauger erledigt

    Angenommen das war nur so dahingeschrieben und es ging eher darum so viel Jahre/km wie wirtschaftlich sinnvoll:

    Der 1.2 TSI mit 86 PS steht beim F2 Combi mit 121g CO2 auf 100km in der Liste. Im Spritmonitor stehen ca. 6,2l /100km zu buche.
    Der 1.4 MPI mit 86 PS hingegen steht 156g und ca. 7 l/100km in den gleichen Listen/Quellen.

    Daraus folgen nach aktuellem Stand und soweit ich das ermitteln kann die folgenden Kosten:

    Steuer:
    1.2 TSI => 32€ im Jahr
    1.4 MPI => 98€ im Jahr

    Spritkosten bei (durchschnittlich in Dtl. üblichen) 12.000km im Jahr (Basis 1,50€/l Benzin):
    1.2 TSI => 1.134€ im Jahr
    1.4 MPI => 1.260€ im Jahr

    Den Unterschied bei der Versicherung kann man wohl Vernachlässigen, da meines Wissens nach zumindest momentan die gleiche Einstufung vorgenommen wurde.

    Heißt also wir machen bei der angegeben Kilometerleistung im Jahr mit dem TSI 192€ gut. Der Preisunterschied bei beiden Modellen liegt im Straßenpreis bei etwas über 700€, womit es ca. 4 Jahre dauert, bis der TSI sich rentieren würde. Aber auch wenn man den Wagen länger fährt summieren sich hier keine Unsummen auf, insofern man doch nicht den TSI wählt.
     
  5. andi62

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    Das Ganze gleicht dem Blick in die Glaskugel - wer möchte ernsthaft abschätzen oder gar berechnen können, wie sich diese Motoren hinsichtlich Haltbarkeit und Kosten über 10 (!) Jahre entwickeln.


    Noch dazu wird kaum jemand sein Auto nur unter ökonomischen Gesichtspunkten kaufen.

    Kurzum: Die Entscheidung zwischen beiden Motoren sollte man auch davon abhängig machen, was man von einem Auto erwartet.

    Der 1.4 16 V ist ein problemloser Motor mit absolut ausreichenden Fahrleistungen; verglichen mit den TSI-Motoren ist die Leistungsentfaltung aber zäh und die Laufkultur schlechter.
     
  6. #5 Octavia-Patrick, 07.07.2012
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    Zum 1,4MPI muss ich gegensteuern:Die KFZ Steuer ist 86 Euro im Jahr , der Verbrauch liegt bei einem Fahrzeug im Freundeskreis bei 5,8 - 6,2 L/100km.
    Zum Verbrauch beim 1,2TSI kann ich nichts sagen,aber die Steuer bewegt sich hier bei 46 Euro im Jahr.
    Ich persönlich halte den 1.4 MPI für den ausgereifteren Motor.
     
  7. #6 mschcar, 07.07.2012
    mschcar

    mschcar Guest

    Das Steuerketten Problem ist durch Preisdruck bei den Zulieferern entstanden, woraus magelnde Qualität resultierte.
    Die betraf Motoren aus den Baujahren 2009 und 2010.

    Wenn du jetzt einen Neuwagen kaufst, kannst du wohl davon ausgehen, dass die Steuerketten ein Lebenslange Qualität besitzen.

    TSI fahren macht einfach Spaß. Der Sauger dagegen ist doch langweilig.
    Allerdings ist der Sauger tatsächlich "ausgereift"
    Wenn dir die Fahrleistung egal ist und der höhere Spritverbrauch und CO2 Ausstoß egal ist, dann greif zum Sauger.

    Ich wünsche dir viel Glück bei deiner Entscheidung
     
  8. andi62

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    Das halte ich im normalen Fahrbetrieb für eine Illusion. Ich habe diesen Motor selbst zwei Jahre im Fabia gefahren, tägliche Fahrstrecke zweimal 50 km im Normalfall. Da liegt der Effektivverbrauch trotz großer Anteile an verbrauchsgünstigen Landstraßen bei 6,5-7 Liter/100 km. Unter 6 Liter lässt sich das mal schaffen, wenn man sehr moderat auf längeren Strecken unterwegs ist - aber im Normalfall geht das nicht.

    Der TSI ist schon etwas sparsamer - allerdings fragt sich, ob das im Alltag ausschlaggebend ist.
     
  9. andi62

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    Auch das ist leider nicht so.

    Es finden sich auch Autos aus 2011 und später, die mit gelängten Steuerketten aufwarten.
     
  10. Zombie

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    Das mit dem CO2-Ausstoß ist in puncto Umweltschutz das eine.

    Bei Benzin-Direkteinspritzern geisterte mal ganz kurz was über deren hohen Feinstaubbelastung durch die Medien, und genauso schnell war das Thema wieder weg. Wer weiß, ob das nicht in ein paar Jahren wieder auf der Matte ist, und dann hat man einen Direkteinspritzer ohne Filter.
     
  11. #10 bjoernst, 07.07.2012
    bjoernst

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    Also die 5,8 bis 6 Liter Verbrauch halte ich beim 1,4er schon für sehr real.
    Fahre auch jeden Tag 2x knapp über 50km und schaffe es im idealfall sogar auf 5,4 L/100km.
    Natürlich muss man dann abwägen - Fahr ich ne halbe stunde eher los - ist es mir egal das ich auf der Autobahn brummis mit 10kmh unterschied überhole?!...

    laut spritmonitor hab ich mich bei 5,8 eingependelt... (wird aber mit der nächsten Tankung hoch gehen da ich freitag und heut ordentlich das gas getretten habe^^)


    Mir wurde z.B. der 1,4er empfohlen auch in hinblick auf die langlebigkeit. und wenn ich hier Pietstrock (hoffentlich richtig geschrieben) im Forum sehe der mit dem Fabia erster generation bald die 1 Mio KM Fahrt macht dann wäre die wahl des Ausgereiften Motors schon die bessere, meiner meinung.
     
  12. andi62

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    Es tut mir leid, aber da muss ich noch einmal widersprechen. Ich will nicht bezweifeln, dass es unter bestimmten Fahrbedingungen möglich ist, so einen Verbrauch zu erzielen.

    Aber mit einem durchschnittlichen Fahrprofil hat das wenig zu tun. Da kommt man durchaus auf die beschriebenen 6,5-7 Liter/100 km bei moderater Fahrweise.

    Und damit liegt man noch im Bereich des unteren Durchschnitts, wie nachstehende Auswertung von Spritmonitor zeigt. Man beachte nur das Histogramm...

    http://www.spritmonitor.de/de/ueber...r_s=86&power_e=86&exactmodel=1.4 &powerunit=2
     
  13. Stich

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    Leider weicht bei mir zumindest die Anzeige vom Bordcomputer deutlich vom aus den gefahrenen Strecken und den getankten Litern errechneten Wert ab, der Anzeige traue ich jedenfalls nicht mehr.
    Die Geschwindigkeitsanzeige vom Tachometer war im Vergleich zum GPS ok, wie es also zu der Abweichung kommt weiß ich auch nicht.

    Auf jeden Fall komme ich mit Sommerreifen und normaler bis sparsamer Fahrweise, meistens alleine im unbeladenen Wagen, beim 70PS 1.2l Modell nicht leicht unter 6l.

    Erstellt mit Acer Iconia A700.
     
  14. kojum

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    wenn man sich die historie der beiden motore ( 1.4mpi/ 1.2tsi) im fabia2 ansieht,kann man feststellen,daß die 1.4mpi`s bisher relativ unauffällig sind.
    lang/aktuell laufende problem-threads zu diesem motor sind mir jedenfalls nicht bekannt. sehr vereinzelt kann man von defekten an einzelnen ventilen und den zündspulen beim bxw lesen.das war`s dann aber auch schon...
    bei den tsi`s sieht es (nach meiner pers. beobachtung) doch etwas anders aus.
    ohne hier übertreiben zu wollen, seit erscheinen dieser motore beim fabia ist (nicht nur in diesem forum) eine regelrechte lawine an problemberichten zu beobachten. die tsi-"krönung" ist der im rs verbaute cave,hier werden die motore in der garantiezeit mittlerweile reihenweise komplett ausgetauscht...

    derzeit laufen unterschiedliche "tsi-serviceaktionen" des herstellers,ob hiermit die eigentlichen mängel dauerhaft beseitigt werden? nach meiner pers.meinung erfolgt hier nur ein verschieben in die (nahe)zukunft...
    ob dies nun alles die "bedauerlichen problem-einzelfälle " sind ,oder ob es sich hier womöglich um ein grundlegendes problem des tsi-motorkonzepts handelt,kann man nicht beurteilen,denn es gibt keinerlei konkrete schadenzahlen.
    für mich steht jedenfalls fest,daß die wahrscheinlichkeit eines rel.problemlosen betriebs über 10 jahre mit dem 1.4mpi deutlich höher ist,als mit einem 1.2tsi . deshalb würde ich auch heute bei einem neukauf (als langzeitnutzer) den 4-zylinder sauger bevorzugen,im family u. cool edition bekommt man ihn ja noch...

    zu den hier genannten zahlen in bezug auf verbrauch,schadstoffemission etc.
    interessant ist,daß der aktuell angebotene 86ps mpi (cggb ?) offensichtlich einige änderungen im vergleich zum bxw,der vorher angeboten wurde, hat.
    habe mal eine kleine tabelle mit den konkreten daten gemacht.

    fabia.86ps.jpg

    hier kann man sehen,daß der aktuelle 1.4 mpi sowohl beim verbrauch,als auch beim co2-ausstoß einen nicht unerheblichen schritt nach vorn gemacht hat!
    das erklärt vielleicht auch die doch abweichenden verbrauchszahlen,die hier von den einzelnen usern genannt wurden.
    selbst fahre ich den "alten" 1.4 (bxw) im fabia combi (modell 2010) und kann die verbrauchsangaben von "andi62" (post 11) bestätigen. den wagen längerfristig unter 7,0l /100km zu fahren,halte ich in der praxis für sehr,sehr schwierig.
    da muß man dann schon die "pietsprock-tricks" anwenden...
    nach rund 30.000km in 3 jahren bin ich mit dem bxw bei 7,3 liter/100km (viel kurzstrecke,ruhige fahrweise,autobahn meist tempomat 130)
     
  15. edith

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    Ich bezahle für meinen 1,2 TSI 86 PS, 26 Euro Steuer !
     
  16. andi62

    andi62

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    Vermutlich bei Zulassung in 2011?

    Dann sind es dieses Jahr 20 Euro mehr und damit die oben erwähnten 46 Euro.
     
  17. #16 JulianStrain, 08.07.2012
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    JulianStrain

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    Fabia 2 Kombi, 70Ps Dreizylinder
    Kojum
    Wenn ich nicht irre, müste Skoda auch beim 1,4 die Gesamtübersetzung deutlich erhöht haben, bei den VFL ist sie doch eher recht kurz, und man hat da schon einiges gewonnen.
    Naja, wenn man schon kein 6. Gang Handschaltgetriebe anbieten will. :thumbdown:
    Und nein, DSG ist zu teuer und zu Unzuverlässig. ;)
     
  18. Trolli

    Trolli

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    Vielen Dank für Eure umfangreichen Antworten.

    Es freut mich, dass viele von Euch den 1,4 MPI Motor als problemlos und ausgereift einschätzen.

    Die geringen Mehrkosten bei Steuer und Spritverbrauch gegenüber dem TSI-Motor halte ich nicht für entscheidend. Die Gesamtkosten werden meines Erachtens viel stärker durch ungeplante Reparaturkosten beeinflusst.

    Und da mir die Zuverlässigkeit sehr wichtig ist, werde ich mal in Richtung 1,4 MPI Motor weiterdenken.

    Beste Grüße,
    Trolli
     
  19. Uduz

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    Moinsen.
    Ebendies schrieb der Originalposter... Bei all meinen letzten 4 Turbodieseln sind die Turbolader kaputt gegangen, das geht mächtig ins Geld. Nachdem auch noch mein DPF voll war und getauscht werden musste hab ich ernsthaft überlegt, auf nen Benziner zu wechseln, bei meiner Fahrleistung von >50.000km/Jahr hat sich das aber knapp nicht gerechnet (auch, wenn man DPF und Turbo weglässt). Nein, ich bin kein heizer, ich bewege meine Fahrzeuge i.d.R. bei knapp 10-15% unter dem vom Hersteller angegebenen Durchschnittsverbrauch.

    Solch eine Aussage hilft meiner Meinung nach niemandem, so lange "lebenslang" nicht definiert wird. Meiner Einschätzung nach halten Hersteller das Leben der von ihnen gefertigten Fahrzeuge bei 150.000km für beendet, bzw. nicht mehr lebenswert, EVENTUELL noch 200.000.

    Ich kenne keinen der beiden Motoren und würde vom Gefühl immer zu einem "einfacheren" Motor tendieren, wenn mir Lebensdauer wichtig wären.

    Meiner persönlichen Meinung nach baut oder entwirft kein Hersteller (seis Fahrzeuge, Teile, Komponenten, ...) Teile für >100.000km. In den meisten Fällen funktioniert es trotzdem, und wenns denn mal nicht klappt, dann gibts entweder "Kulanz" oder ne Garantieversicherung zahlt oder der Eigentümer hat das Nachsehen.

    Gruß

    Felix
     
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  21. FeilFe

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    Hallo zusammen,

    Wie lange ein Motor hält und ob er anfällig wird oder nicht, hängt im wesentlichen davon ab, ob materialschonend mit dem Aggregat umgegangen wird oder nicht.
    Leider höre ich von fast keinem Hersteller oder Werkstatt die nötigen Tipps für die Anwender. Es würde mich freuen, wenn ich dem ein oder anderen hier ein bisschen weiterhelfen könnte:

    Turbomotoren sind nichts außergewöhnliches und besonders empfindliche Geschöpfe sind sie auch nicht, ebensowenig wie Sauger, wenn man folgendes beachtet:
    • Der Turbo braucht zur Kühlung und Schmierung den vollen Öldruck. Die Ölpumpe wird von der Kurbelwelle angetrieben, also beginnt sie erst den Öldruck aufzubauen, wenn der Motor schon läuft. D.h. wenn der kalte Motor gestartet wurde, ca. 10-15 Sekunden im Standgas warten, dann erst Gas geben. In vielen Werkstatthandbüchern, die der Kunde natürlich nie zu Gesicht bekommt, steht das auch mit drin.
    • Motoren müssen warm gefahren werden. Selbst bei kleinen Hubräumen dauert das noch gut und gerne knapp 10 Minuten. Erst dann ist der Motor durch und durch gleichmäßig warm und kann maximal belastet werden. Einen kalten Motor treten ist eine Materialschlacht zulasten der Lebensdauer.
    • Verbrennungsmotoren sind für Langstrecken gedacht. Hauptsächlich Kurzstrecke verringert die Lebensdauer des Motors von Haus aus. Knappe 300.000km unter sonst guten Voraussetzungen sind trotzdem fast immer drin.
    • Motoren müssen auch wieder kalt gefahren werden. Läuft der Motor unter hoher Last, z.B. BAB, dichter Verkehr, ständig zwischen 140-180 km/h, dann kann man schon ein paar km vor der Ausfahrt die Geschwindigkeit langsam drosseln, damit man vor der Ausfahrt schon bei den LKWs mitfährt und so von der BAB runter kommt.
    • Wird ein Turbomotor ausgeschaltet, sollte man ihn zuvor immer noch einen Moment nachlaufen lassen. Auch Sauger danken das. Die Temperatur vieler Komponenten am Motor wird wesentlich durch die Abgastemperatur beeinflusst. Im Standgas ist diese sehr niedrig und so wird vieles vor dem Ausschalten "heruntergekühlt".
    • (Allgemein sollten natürlich starke Lastwechsel vermieden werden, also sachte Gas geben usw. und regelmäßig das Öl+Filter gewechselt werden.)
    Gerade das im Standgas laufen lassen ist so ziemlich genau das Gegenteil, was viele "Spritspar-Tutorials" sagen. Auch sowas wie eine Start-Stop-Automatik hat eine ganz andere Botschaft, aber das ist enorm wichtig gerade für den Turbo. Ich behaupte, 95% aller Turboschäden ließen sich so vermeiden.

    Unterhaltet euch mal mit jemandem, der nen älteren Sportwagen wie den Nissan 180SX fährt oder sonst was mit nem riesigen Turbo. Mit "normaler" Fahrweise (ist der Motor kalt, dreh bis sechseinhalb 8|; dreieinhalb reichen auch schon :cursing: ) kriegst Du sowas in weniger als 50.000 km kaputt. Ebenso andere, etwas seltsame Motoren z.B. von Landrover, der TD5 im Defender oder Discovery. Manche haben ihn nach weniger als 100.000 km hingerichtet, andere reiten mehr als 400.000 drauf ohne kapitale Schäden zu haben.
    Ich hoffe das nimmt jetzt niemand persönlich, aber dagegen sind die Motoren von VW wirklich idiotensicher :D

    Nur Mut zum Turbo! Kinderkrankheiten haben fast alle neuen Aggregate, langsam sollte der TSI rausgewachsen sein. Alleine systembedingt kann ein Sauger nie so viele Vorteile für den Nutzer haben wie ein Turbomotor.

    LG Ferdinand
     
  22. #20 Dhaouadi, 09.07.2012
    Dhaouadi

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    Neuss
    Hallo liebe Forenmitglieder,

    da muss ich doch auch mal meine Meinung kundgeben:

    Wenn ich lese das hier einige 50.000km im Jahr fahren? Da frage ich mich mit einem 1.2TSI Motor bzw. mit einem Fabia?

    Da gibt es definitiv bessere Motoren! Eventuell ist da Skoda nicht die richtige wahl? :S

    Ich selber fahre schon mein lebenlang VW & Skoda. Zur Zeit einen YETI mit dem 122PS TSI... Da ich aber nun nicht mehr so viel fahre,

    wird es jetzt auch ein Fabia mit dem 105PS TSI... Einfach günstiger in der Anschaffung und im Unterhalt. Wahrscheinlich hätte der 86PS gereicht...

    Was natürlich klar ist, je mehr Leistung abgerufen wird, je größer ist der Verschleiss an einem Motor...

    Aber was soll man machen das ist halt der Stand der Technik bei allen Neuwagen. Mal über einen Diesel ohne Turbolader nachgedacht?

    Oder ist dieser eventuell zu langsam? :whistling: Man kann nicht alles haben. Viel Erfolg beim suchen...

    Ich fahre ca. 15.000km im Jahr. Allerdings hatte ich bei 50.000km im Jahr definitiv ein anderes Auto gewählt.
     
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