Konsequenzen bei falschen Reifen

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von diet, 09.03.2010.

  1. diet

    diet

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    Ein Bekannter ließ sich bei einer großen bundesweiten Kette neue Winterreifen aufziehen.
    Der Fahrzeugschein lag bei der Auftragserteilung vor (dokumentiert im Abholschein).
    Bereits hier wurde (automatisch?) eine falsche Reifengröße eingetragen, was zunächst nicht auffiel.
    Bei der Auftragserteilung angegeben wurde 185/60 R14.
    Montiert wurde 185/65 R14, also etwas größer (und in der Hersteller-Liste der Serienbereifung nicht enthalten).
    Auch bei der folgenden Fahrwerksvermessung fiel der Fehler nicht auf.

    Welche Konsequenzen drohen dem Fahrer bzw. Halter?
     
  2. AdMan

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  3. andi62

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    Das lässt sich vermutlich kurz und knapp zusammenfassen: Das Fahrzeug verliert seine allgemeine Betriebserlaubnis und damit u.a. auch den Versicherungsschutz.

    Haftbar ist der Halter des Fahrzeuges; er könnte natürlich im Schadensfall versuchen, den Reifenhändler seinerzeit in die Haftung zu nehmen. Aber das wird aufwändig.

    Also zurück zum Reifenhändler und ändern lassen.
     
  4. R2D2

    R2D2 Guest

    Die allgemeine Betriebserlaubnis erlischt nicht, die ist schließlich für den Fahrzeugtyp und nicht für das einzelne Fahrzeug. Es kann nur das Erlöschen der Betriebserlaubnis (ohne allgemeine ;) ) drohen, es wäre aber erst zu klären, ob die BE überhaupt erlischt, denn die Änderung ist m.E. mitunter nicht so schwerwiegend, dass die BE dadurch zum Erlöschen kommt, beim F1 ist genau diese Reifengrößenänderung z.B. völlig unproblematisch. Da Reifen eine EG bzw. ECE Genehmigung haben (müssen) ist auch nicht mal eine Abnahme des ganzen nötig, sofern die sonstigen Rahmenbedingungen eingehalten werden.

    Der einfachere Weg wird u.U. aber der zum Händler sein, wobei das auch heiter werden kann.
     
  5. andi62

    andi62

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    Danke für die Klarstellung!

    Aber wir sind uns in jedem Fall einig, dass die Angelegenheit geklärt werden sollte oder gar muss. Hier ist der Reifenhändler zumindest in der Pflicht.
     
  6. #5 Heartland, 09.03.2010
    Heartland

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    So ist es. Meine Freundin fuhr mit ihrem Citroen auch wochenlang mit falschen Reifen durch die Gegend, weil der Vorbesitzer diesbezüglich offensichtlich etwas nachlässig war. Es erfolgte ein schnellstmöglicher Tausch der Räder.

    Inwiefern Verischerungen im Falle eines Unfalls den Versicherungsnehmer in Regress nehmen können, weiß ich nicht. Ich vermute jedoch, dass das abgeänderte Bauteil mitverantwortlich für den Unfall sein müsste. Wenn jemand also mit beleuchteten Ventilkappen einen Auffahrunfall verursacht, wird die Unfallursache sicherlich nicht in den Ventilkappen liegen.
     
  7. Timmy

    Timmy

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    Als Verursacher ist ganz klar die Werkstatt in der Schuld ihren Fehler zu korrigieren bzw vorher zu fragen, ob eine andere Größe montiert werden darf, wenn sie gleichzeitig belegen kann, dass diese Größe vom Hersteller für den Fahrzeugtyp freigegeben ist und ohne zusätlichen Eintrag in die Fahrzeugpapiere gefahren werden darf.

    In die Pflicht genommen wird hier aber m.E. ganz allein der Fahrzeughalter, da es ihm (oder einem Bevollmächtigtem) obliegt die Rechnung der Werkstatt zu prüfen und bei einer Kontrolle ist ganz allein der Halter für sein Fahrzeug verantwortlich. Sicher wird ein Richter dem Halter nicht zumuten, die fachgerechte Reparatur zu attestieren, wohl aber kann er auch von einem Laien erwarten, eine Reifengröße von einem Reifen abzulesen, um festzustellen, ob die montierte Größe der Beauftragung entspricht.

    Würde es nun tatsächlich zu einer Kontrolle kommen, so sollte man versuchen freundlich und nett, den Kontrollierenden davon zu überzeugen, das der Fehler erkannt wurde und ein Termin zu Behebung des Fehlers angesetzt ist. So kann man u.U. mit einer mündlichen Verwarnung davonkommen.

    In ähnlichen Fällen wurde auch der Halter abgestraft und der Fahrer kam ungeschoren davon. Begründet wurde das damit, dass von einem Fahrer, der sich kurz ein Auto ausleiht, kaum erwartet werden muß, dass er vor Fahrtantritt eine "Hauptuntersuchung" durchführt.
    Das sind aber Einzelfallentscheidungen.
     
  8. Lucky

    Lucky

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    Das kann schon mal passieren. Auch bei mir wurde versehentlich der falsche Satz 185/65R14 statt
    185/60R14 montiert (beim Reifenhändler). Als ich den Irrtum 1 Woche später bemerkte, wurde
    anstandslos ein neuer Satz montiert, da die 65er nicht eintragfähig waren (Schreibfehler bei der
    Bestellung durch Sekretärin - Aushilfsmonteur hatte nicht aufgepasst ;) ).

    Also hin und wechseln lassen - die Auftragsscheine geben Dir Recht. War das bei A.*.U ? :D

    Michael
     
  9. R2D2

    R2D2 Guest

    Wie an anderer Stelle schon gesagt, stimmt das mit der Eintragungsmöglichkeit nicht, bzw. müsste hier erst mal genau geprüft werden.
     
  10. laluce

    laluce

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    Entweder der Händler trägt sie dir auf seine Kosten ein oder er montiert die richtigen - sonst anwalt
     
  11. Lucky

    Lucky

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    Sorry, aber die Grösse 185/65R14 ist auf meinem Golf 1 Cabrio nicht eintragungsfähig (nur mit Tachonagleichung
    und wer will das schon ;)) deshalb auch der sofortige Wechsel. Und so ist es bei vielen Autos, da der Threadersteller
    ja kein spezielles genannt hat.

    Michael
     
  12. R2D2

    R2D2 Guest

    Nicht umsonst habe ich den Nebensatz noch geschrieben. Es wird aber nur andersrum, als du geschrieben hast ein Schuh draus; von einem Autotyp auf alle anderen schließen ist der falsche Weg. ;) Das gilt auch für beide Richtung, daher vorher prüfen.
     
  13. Lucky

    Lucky

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    Nochmal sorry, aber in gar keinem Fall ist ein Wechsel auf die Grösse ohne Probleme möglich,
    egal in was für einem Auto. Die Differenz liegt immer bei mindestens -3% Tachoabweichung
    und der legale Bereich ist 0% bis +7% egal ob die Basis 185/60R14 oder wie bei mir 175/70R13 war.

    Also nicht den Threadersteller in Hoffnung versetzen. Er soll die Teile sofort tauschen und gut ist.

    Michael
     
  14. R2D2

    R2D2 Guest

    Sorry fürs OT im Vorraus... Richtig, der Abrollumfang ist um 3,1 % größer, aber das ist u.U. noch i.O., kommt drauf an, was sonst noch genehmigt ist. Die Tachoabweichung darf 10% + 4 km/h der tatsächlichen Geschwindigkeit betragen (natürlich nur nach oben), d.h. bei echten 100 kann darf der Tacho 114 anzeigen, da ist u.U. verdammt viel Luft nach oben. Darum habe ich ja auch gesagt, es muss geprüft werden, wobei der Tacho noch das uninteressanteste an der ganzen Geschichte ist. Wenn man das wirklich sauber durchziehen will, muss man aber einfach noch mehr über das Auto wissen, insbesondere, welche Reifen für die Typgenehmigung herangezogen wurden; wissen wir aber nicht...

    Grundsätzlich ist es aber nach wie vor möglich, die Reifen in der Konstelation OHNE Tachoangleichung eingetragen zu bekommen aber das muss wie bereits mehrfach gesagt, eben geprüft werden, es von vorneherein auszuschließen halte ich für den komplett falschen Weg. Muss sich der Bekannte vom TE halt anhand der Möglichkeiten entscheiden, was ihm taugt.

    Ich sehe das in übrigens lieber so, dass man Leute nicht mit Halbwissen verunsichern sollte, das ist das, was wirklich gefährlich ist. ;)
     
  15. Lucky

    Lucky

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    Das ist ja das gefähliche an Deinem Halbwissen, das Du hier was behauptest was nicht korrekt ist :thumbdown:

    Also bitte erst einmal richtig überprüfen, und ich habe das schon mehrfach, weil ich inzwischen beruflich
    damit zu tun habe (siehe hier <klick>)

    Ich denke, es kann sich jeder jetzt selbst ein Bild machen ;) ob er das Risiko wie Du eingeht.

    Zurück zum Topic

    Michael
     
  16. R2D2

    R2D2 Guest

    Jo, klick nur. ;) Hier schreibe ich zu dem Thema jetz nix mehr, ist mir um die Zeit zu schade.
     
  17. diet

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    Danke für die Antworten.

    Ja, der Händler ist A*U. Schon merkwürdig, daß deren System so etwas zuläßt.

    Mittlerweile haben wir per GPS getestet. Der Tacho geht immer noch vor, allerdings etwas weniger.
     
  18. Lucky

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    Das mit dem GPS ist unerheblich, das dient nur Deiner Überprüfung. Wie schon gesagt bedarf
    die Reifengrösse bei einem Fahrzeug mit 185/60R14 Ausstattung in jedem Fall eine Eintragung.

    Ich persönlich würde auf einem Wechsel bestehen.

    Michael
     
  19. R2D2

    R2D2 Guest

    Q.e.d. und ebenso natürlich nicht zu beweisen war aber, dass das nicht jeder akzeptieren wird, das war schon vorher klar. ;)
     
  20. AdMan

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  21. Lucky

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    @R2D2

    Du darfst gerne zu Deinem Tüv gehen und sagen:

    "Wieso muss ich denn zur Tachoangleichung/-überprüfung ? Mein TomTom sagt doch, das der Tacho immer noch vorgeht !"

    Soviel Fachwissen ist echt unschlagbar :D :thumbsup: :whistling: und ab sofort kein Kommentar mehr von mir - ist mir echt zu dumm.

    Michael
     
  22. R2D2

    R2D2 Guest

    Ja, ja, ich sehe schon, dein Fachwissen ist allumfassend da braucht man auf andere Meinungen und Argumente nicht hören. ;)

    Sicherlich ist das GPS nicht die abschließende Methode zur Prüfung aber es ist schon recht zuverlässig und sicher deutlich genauer als ein Wald und Wiesen Tacho aus einem Kraftfahrzeug, der echt große Abweichungen nach oben haben darf und daher viel Spielraum zulässt. Insofern war das mit dem GPS hier ein recht eindeutiger Wink mit dem Zaunpfahl; schade, dass du es nicht verstehen willst/kannst...
     
Thema: Konsequenzen bei falschen Reifen
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