Knollen-Hagel jetzt auch für "Baumparker"

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von gp, 15.11.2003.

  1. gp

    gp Guest

    Knollen-Hagel jetzt auch für "Baumparker

    Hipos gehen in proppenvollen Innenstadt-Bezirken mittlerweile bis tief in die Nacht auf Jagd

    Wiesbaden. Ein Treffen im eigenen Stadtbezirk ist so gut wie nicht mehr möglich. Seit zum Argument "Bei euch gibt's ja kaum Parkplätze" noch dazu kommt, dass mit schöner Regelmäßigkeit 15 Euro berappt werden müssen, weil bis fast Mitternacht niemand mehr sicher sein kann, auf bislang geduldeten "halblegalen" Parkplätzen ungeschoren davon zu kommen, meiden Besucher von auswärts die City-Quartiere wie die Pest.
    Das mag gewollter Effekt der neuen städtischen Ordnungspolitik sein, für die Bewohner der verdichteten Innenstadt bedeutet es eine zunehmende Einschränkung sozialer Kontakte. Gäste empfangen ist nicht mehr.

    Damit nicht genug. Die städtische Hipo-Truppe geht nicht nur gerne zu Zeiten auf Beutezug, wo sich's garantiert lohnt, nämlich dann, wenn die Bewohner von der Arbeit zurück und die Viertel vollgelaufen sind, jetzt wird auch noch der Parkraum verknappt. "Das Parken auf Gehwegen", so jüngst eine Pressemitteilung der Stadt, "wird mit der Einführung des Bewohnerparkens in den betreffenden Gebieten nicht mehr toleriert." Grund: Weil nun nämlich "legale Parkmöglichkeiten bereit stehen".

    Grau ist alle Theorie. Die Realität indes sieht anders aus und ist denen möglicherweise nicht so bekannt, die zwar die Bestimmungen verschärfen, für die selbst aber Parknot ein Fremdwort ist. Und Realität in den Citybezirken ist, dass mit dem Wegfall des seit 1995 amtsintern geduldeten Gehwegparkens zahlreiche "Baumbuchten" tagsüber nun zu "Knollenfallen" werden. Und der Parkdruck steigt. Ordnungsdezernent Peter Grella beteuert zwar, man werde "die Praktikabilität prüfen und gegebenenfalls korrigieren". Und OB Hildebrand Diehl (beide CDU), der 2002 zusätzlich 25 Hipos einstellte, sagte damals, dass "nicht zur Jagd auf Parksünder geblasen" werde, sondern diese auch andere Aufgaben wahrnehmen würden, der Eindruck vor Ort ist indes ein ganz anderer. Rheingauviertel-Ortsvorsteherin Angelika Kopp (SPD) berichtet, dass man im Stadtbezirk parteiübergreifend gegen die neue Regel sei: "Wo sollen die Leute denn hin?" Die Hipos haben dieser Tage schon mal fleißig geübt: Obwohl das Bewohnerparken erst im Februar 2004 eingeführt wird, gab's für Baumparker Knollen.


    Quelle:
    Birgit Emnet, Wiesbadener Kurier, 15.11.2003
     
  2. AdMan

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  3. #2 Red-Eagle, 15.11.2003
    Red-Eagle

    Red-Eagle Guest

    Jaja das Anwohnerparken....was ein Dreck!!!
    Wohne (falls das jemand kennt) hinterm Kurhaus, nähe Sonnenberg (Wiesbaden), also ganz nah an der Innenstadt. Bei uns werden die Strassen schon jetzt zu geparkt wegen dem Gymmi und ner neuen Berufsschule, wenn dann noch das Anwohnerparken kommt, dann weichen alle zu uns aus.
    Der Bereich des APs ist nämlich bei uns zu ende, d.h. weniger parkplätze bei mir.

    Und damit noch nicht genug...meine Freundin wohnt in dem Bereich des APs. Also heißt es ab nächsten Jahr....."wann kommt nochmal der Bus :-(!

    MfG Marcus
     
  4. paddy

    paddy Guest

    Die Ecke kenne ich zufällig, war nämlich letzten Samstag im Kurhaus. Ich dachte, mein Schwein pfeift, als ich gesehen habe, dass die schamlos bis Mitternacht auf dem großen Parkplatz rund um Theater, Casino und Kurhaus kassieren. 22,50 max. Parkgebühr, wenn ich mich recht erinnere. Also bin ich eben auch ein paar Meter weiter gefahren und irgendwo in ein Wohngebiet geflüchtet. Was hätte ich auch sonst tun sollen? Fünf bis sechs Stunden parken wären ein relativ teurer Spaß geworden …

    Wahrscheinlich interessieren die Preise den durchschnittlichen Besucher des Kurhauses nicht … Mich dagegen schon.
     
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