Kann man die 1,2er als echte Skodamotoren bezeichnen?

Diskutiere Kann man die 1,2er als echte Skodamotoren bezeichnen? im Skoda allgemein Forum im Bereich Skoda Forum; Wir hatten gerade in nem anderen Thread die Diskussion, ob die 1,2er Motoren Skoda-Motoren sind oder nicht: Also ich würde sagen, es sind...

Tobi

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Wir hatten gerade in nem anderen Thread die Diskussion, ob die 1,2er Motoren Skoda-Motoren sind oder nicht:

Original von Tobi

Original von Geoldoc

Offtopic an:

Hoffentlich entschuldigen sich die Polofahrer nach dem unberechtigten Lynchmord wenigstens anständig, denn:
Original von Fabium
@Tobi
Falsch, der 1.2HTP ist nicht von Skoda, sondern von VW entwickelt und arbeitet auch im Polo (alle Polofahrer hätten dich an dieser Stelle :hammer: :clown: )

Die Vorgaben für die Techniker waren klar. Auf Grundlage des VW-Motors EA 111 sollte im Konzernverbund ein eigenständiger, wegweisender Dreizylindermotor entwickelt werden. Eine Herausforderung für Skoda. Nach 38 Jahren Motorenbau für eigene Modelle, musste sich das neue Aggregat im Konzern bewähren.
Der ganze Bericht:
Hier

genau.
Die Steuerkette ist z.B. typisch Skoda!
Skoda hat den Motor entwickelt. Und baut nebenbei auch die Getriebe für Polo und Ibiza.
Skoda war auch an der Entwicklung der Plattform maßgeblich beteiligt.
Das Werk in Bratislava wo die Polos gebaut werden war mal eine Skodafabrik...
Damit sollten die Polofahrer leben können...

Original von Fabium
@Geoldoc
nein, dein Link war beim Laden des Beitrages nicht zu sehen ... abgesehen davon sagt der Bericht das der Motor auf dem EA 111 basiert; ich rechne ihn damit VW zu, da die Entwicklung wohl als Joint Venture zwischen VW und Skoda zu sehen ist.[...]
Fabium

Original von Tobi
Wäre mal interessant, was vom EA 111 im HTP übrig geblieben ist.
Es steht ja was von "eigenständigem" Motor drin.
Wahrscheinlich verwendet er nur einige gleiche Teile.
Einen Motor zu entwickeln, und sei es aus einem Vorgänger heraus ist sicher nicht ganz einfach und erfordert viel Geduld, Geschick und Aufwand. Mit dem Streichen von einem Zylinder ist es jedenfalls nicht getan.
Da muß alles mögliche neu gemacht werden, und Skoda hat dafür auch einige Patente eingeheimst.
Deswegen und wegen der Steuerkette, die im Konzern bisher nur in Skodamotoren vorkam, würde ich sagen, die 1,2er sind echte Skodamotoren.

Also ich würde sagen, es sind Skoda-Entwicklungen und damit echte Skoda-Motoren!

Wie seht ihr das?
Kann ich theoretisch auf nen VW-Stammtisch gehen und das so sagen, ohne daß man Kleinholz aus mir macht?
 
skomo

skomo

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Skoda-Eigenentwicklung im Auftrag des VAG-Konzerns.
Mir wäre auch lieber, ich könnte behaupten, dieser Motor stamme nicht von Skoda .....

skomo
 

t.k.

Guest
@skomo
Warum wäre Dir den lieber der Motor käm nicht von Skoda? Ich finde den Motor nur genial egal ob mit 55 oder 65 PS. Meine fabias haben genau diese Motoren und ich bin damit zufrieden! Sie hören sichzwar an wie ein Diesel, aber aber auch einen Drehmomentverlauf der einem Diesel ähnelt. Der 55PS ist zwar in den oberen Drehzahlen ein wenig träge aber für den Stadt verkehr zählen für mich nur die unteren Drehzahlen und da ist das Drehmoment Bombastisch.
Auserdem find ich es echt geil das der Motor ne Steuerkette hat. So was findet man heute nur noch in der Automobilen Oberklasse und außerdem muß ich nicht alle 80tKm den Zahnriemen wechseln!
 
skomo

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Tja, in der Tat laufen die Motoren nicht schlecht, ein Kollege hatte mal einen Polo 1.2 htp und war sehr zufrieden. Allerdings entspricht der tatsächliche Verbrauch seltenst den Werksangaben. Kein Wunder bei der schweren Kiste (Fabia).
Bauchschmerzen bereiten mir bei diesem Motor 2 Dinge.
Erstens die Zurücksetzung auf 3 Zylinder, dessen Rundlauf aber eine Ausgleichswelle erfordert. Diesem kleinen Motor mutet man Ausstattungsvarianten zu, die man vernünftigerweise nur mit mindestens 100PS-Motoren kombinieren sollte. Ergebnis ist ein Dschungel von Riemenscheiben und Spannrollen, die über 2 oder 3 Riemen am verlängerten Zapfen einer relativ kurzen Kurbelwelle zerren. Ergo ist von Tuningmaßnahmen an diesem Motor abzuraten. Hätten wir bei einem 3Zylinder sowieso nicht gemacht ....
Zweitens beunruhigt mich, dass dieser Fliegenschissgenerator das einzige Aggregat ist, welches momentan in Eigenentwicklung bei Skoda Auto gebaut wird. Seit Ewigkeiten werden Skodamotoren mit mindestens 4 Zylindern gebaut. 1L bis 2L waren den letzten 40 Jahren in Entwicklung und Verwendung, 1988 wurde für den 130 LR Gruppe B ein 3L V6 bereitgestellt, allerdings nur als Motorsportvariante Mittelmotoreinbau.
Ein komplett neu entwickelter 1.6L ohc wurde 1992 von VW wieder eingestampft, lediglich die alten 1.3L ohv durften weiterentwickelt werden (135i, 136i, 1.0mpi 37kw, 1.4mpi 44/50kw).
Es ist eine Schande, das sich ein so alter Motorenbauer NUR mit der Lächerlichkeit der Entwicklung eines 3Zylinders befassen „darf“.
Sicher sieht man am htp die Erfahrung von Skoda. Alublock, Alukopf, und Steuerkette sind Technologien, mit denen sich Skoda bestens auskennt.
Ich sag auch nicht, das es ein schlechter Motor ist, vom Ansaugtrakt bin ich sogar begeistert, aber in meinen Augen ist es ein Rückschritt.

skomo
 

Tobi

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Also ich denke, die fähigen Leute die in Mlada Boleslav Motoren entwickeln können, wollen auch in Zukunft ausgelastet werden.
Daher wird das nicht der letzte Motor gewesen sein, denke ich mal. Und nachdem die unteren Leistungsklassen jetzt erstmal auf dem neuesten Stand sind, kommt sicher auch mal was größeres von Skoda.
Vielleicht für den Superb?
Und zum Thema Dreizylinder, es sollte halt ein kleiner sparsamer Motor werden, wie ihn andere Hersteller auch schon länger im Programm haben.
Und wenn im Heimatmarkt noch Fabias ohne Klima, Airbag und Servolenkung gebaut werden verbrauchen die Motoren da auch weniger.

Steht eigentlich beim HTP noch irgendwo fett Skoda auf dem Motorblock, wie bei den MPIs?
 
skomo

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Wollen wir's hoffen. Allerdings werden es erstmal sicher nur Fabia- und Octaviamotoren werden.
Für den Superb waren ja sogar mal BMW-V8 Motoren im Gespräch. Sollte über einen Ringtausch mit Audi-Aktien oder -Anteilen laufen. Die Info ist aber schon 3 oder 4 Jahre alt.
Ob da noch Skoda drauf steht ? HTP-Fahrer werden aufgerufen, ihre Motorenabdeckungen zu entfernen und nachzuschauen .....
Im Museum steht so ein Motor, ich schau mal nach.

skomo
 
skomo

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Also auf dem Museumsteil war nichts zu entdecken. Ist allerdings auch ein Schnittmodell, bei dem große Teile des Motorblocks fehlen. Kenner können aber den Block als Skoda-Gußteil identifizieren.

skomo
 

Tobi

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gerilja

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Fabia (11/02-03/07), jetzt Honda Jazz
Der Link funzt nicht.
Also hier ein Foto vom Teil einer Motorabdeckung 1.2 40kW.
Also ich erkenne da klar und deutlich Skoda.
Und hier ist es auch gut zu erkennen
b_1534.jpg
.
 

Tobi

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Ich meinte ja auch nicht die Abdeckung, sondern den Block!


Hier ist das was ich meine, unter der Abdeckung:
6VBlock.JPG


Mich wundert und ärgert daß etwas, da der Motor von Skoda entwickelt wurde, und weils der einzige 3-Zylinder im Konzern ist, gibts dieses Teil auch nur bei dem Motor.
(das heißt es ist kein Teil das von woanders her kommt)

Und Skoda steht nicht drauf!
Stattdessen VW und ausgerechnet Audi, obwohl Audi ja wohl am allerwenigsten mit dem Teil zu tun hat...

Warum sind die nur so bescheiden? Es hätte sich sicher niemand beschwert, wenn da wenigstens zusätzlich noch ein Skoda-Salatblatt irgendwo drauf wäre...
Spätestens, wenn Skoda z.B. mal in Zukunft nen 8-Zylinder entwickelt, sollte sich das ändern.... :könig:
 

Arnulf_

Guest
Moins!

Zunächst mal zu den Pros und Cons von Dreizylindermotoren:

Grundsätzlich bin ich gegen Dreizylindermotoren, denn weniger ist definitiv nicht mehr! Besonders, weil sich die Teil schrecklich anhören und in meinen Augen relativ unrund laufen. Habe nur mal einen im Polo gefahren und der war damit auf jeden Fall auch hoffnungslos untermotorisiert, mit vier Leuten drin sind wir fast garnichtmehr vom Fleck gekommen (ein Lupo mit 50PS geht *deutlich* besser).

Andererseits muss man einfach sagen, dass in Deutschland zum einen die Gesetzgebung und zum anderen der Kundenwunsch zu Motoren mit immer weniger Hubraum und trotzdem immer mehr Leistung bzw. Fahrspaß oder Dynamik geht.

Was ich damit sagen will: Zunächst mal haben wir eine hubraumabhängige Steuer, mit anderen Worten je weniger Hubraum desto weniger Geld müssen die Kunden zahlen und da die deutschen besonders sensibel auf laufende Kosten reagieren ist das ein gutes Verkaufsargument. Das ist in meinen Augen der Hauptgrund warum (immer mehr) Dreizylinder gebaut und verkauft werden.

Trotz der möglichst geringen laufenden Kosten wollen die Leute natürlich auch keine "lahme Ente" kaufen. Also muss der "kleine" Motor zumindest eine annehmbare Leistung mit einem nicht zu kleinen Drehmoment kombinieren um gut beim Kunden anzukommen und genau das leisten ja die 1.2l HTP Motoren.


So, jetzt noch was zu dem Punkt der hier ja wohl die meisten stört, nämlich dass Skoda "nur" die kleinen Motoren entwickeln darf. Naja, aber genau passt doch auch in die Markeinteilung der Marken des VW Konzerns und daher halte ich das für nicht weiter verwunderlich.

Skoda ist doch die Marke des Konzerns für die die VW Qualität zum kleinen Preis haben wollen (quasi für Sparfüchse) und auch wenn das einige hier vielleicht anders sehen, so ist es doch trotzdem so. Skoda ist die günstigste Marke des Konzerns, so ist sie positioniert und so wird sie beworben.

Dazu kommt nun, dass Skoda Know How und freie Entwicklungskapazitäten hat und deshalb wurden sie wohl dann damit beauftragt die 1.2l Dreizylinder zu entwickeln (ehrlichgesagt wusste ich garnicht, dass das so ist). Das ist doch nur logisch.

Dazu muss man auch noch folgendes beachten:
Skoda verwendet drei Plattformen: Polo, Golf/Bora, Passat (China). Der Passat läuft aus, dafür neue Motoren zu entwickeln wäre also blödsinnig. Der Golf ist schon ausgelaufen, der Bora wird folgen, dafür Motoren zu entwickeln wäre also genau blöd. Bleibt der Fabia.

Dazu kommt noch, dass halt die Frage ist was man für Motoren braucht. Diesel entwickeln VW und AUDI immer selbst... da ist einfach das beste Know How vorhanden. Und bei den Benzinern ist immer die Frage des Bedarfs... die FSIs werden eben aufgrund des Know Hows auch von VW/AUDI gemacht, bleiben also nur "normale" MPI Benziner und da brauchte man halt gerade kleine.

Also ging (anscheinend) der Auftrag an Skoda, eine normale wirtschaftlich korrekte Enscheidung, wo also ist das Problem?


So, muss essen, hätte noch weiter geschrieben.

Arnulf
 

Arnulf_

Guest
So, nochmal kurz:

Es sieht wohl so aus, als seien die 1.2l HTP Motoren eine Art Gemeinschaftsentwicklung von Skoda und VW gewesen. Die 2V Motoren sind von Skoda, die 4V von VW, Skoda hat den Basisblock entwickelt.

Gebaut werden die Teil wohl (angeblich) von VW, deshalb auch die VW-Logos überall. Überhaupt scheint das Konzernstrategie zu sein auf alle Motoren VW/AUDI zu schreiben.


Arnulf
 

Tobi

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Die Motoren entdecken die neuen Leichtigkeit des Seins. Entwicklungstechniker von Skoda machen?s möglich. In Halle M6 in Mladá Boleslav, der Geburtsstätte unseres neuen Dreizylinders, tüftelten sie ein neues Industriepatent aus.

Die Vorgaben für die Techniker waren klar. Auf Grundlage des VW-Motors EA 111 sollte im Konzernverbund ein eigenständiger, wegweisender Dreizylindermotor entwickelt werden. Eine Herausforderung für Skoda. Nach 38 Jahren Motorenbau für eigene Modelle, musste sich das neue Aggregat im Konzern bewähren.

Die Halle M6 des Skoda Werks in Mladá Boleslav, die Geburtsstätte der Drei-Zylinder-Motoren, besticht durch penible Ordnung. Perfektion auf 65 000 Quadratmetern. Alle hundert Meter befindet sich eine Qualitätsecke, in der Probleme notiert werden können. Dem Zufall wird hier kein Raum gelassen. Schließlich spielt Skoda ganz weit oben mit in der Weltliga der Produktionsstätten des VW Konzerns.
Die rund 1100 Arbeiterinnen und Arbeiter fertigen am Tag 1200 Motoren. Ein Kamerasystem überwacht die Roboter und sichert die Qualität. Bei aller Technik setzt Skoda auf gut motiviertes und engagiertes Personal. Die leitenden Techniker treffen sich jeden Tag, diskutieren Verbesserungsmöglichkeiten, analysieren Fehler und leiten deren Behebung ein. Ein Kalttest dient der Kontrolle der Dichtigkeit, ein heißer Test heizt dem Motor kurzzeitig ein und zeigt seine Alltagstauglichkeit.
 
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