Junge Verkehrssünder: Fußgänger für ein Wochenende

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von ?, 11.02.2002.

  1. ?

    ? Guest

    Belgien plant ein Fahrverbot am Wochenende für junge Verkehrssünder. Auffällig gewordene junge Fahrer sollten den Führerschein von Freitagabend bis Sonntagabend entzogen bekommen, berichteten die Zeitungen "La Libre Belgique" und "De Morgen".

    "Wir wollen vor allem jene Gruppen von Straßenbenutzern hart anpacken, die am Wochenende durch Geschwindigkeitsübertretungen schwere Unfälle verursachen oder nach übertriebenem Alkoholgenuss rote Ampeln ignorieren", zitierte "De Morgen" den belgischen Premierminister Guy Verhofstadt. Die Maßnahme gehört zu einem ganzen Paket schärferer Strafen für Verkehrssünder, mit dem Belgiens Regierung den Straßenverkehr sicherer machen will. Das Parlament muss den geplanten Verschärfungen noch zustimmen.


    Quelle: dpa
     
  2. AdMan

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  3. #2 toaster, 11.02.2002
    toaster

    toaster Forenurgestein

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    Auch wenn ich eigentlich der Ansicht bin "wer heizt, heizt" bzw. "wer säuft, säuft".. Diese Art der "Bestrafung" finde ich eigentlich sehr gut. Sie zeigt den Betroffenen eindeutig was IHNEN passieren kann. Andererseits ist die Strafe "ein Wochenende" ohne Führerschein teilweise auch schon wieder zu mild. Aber ich denke auch, egal wie man es macht - nur ein kleiner Prozentsatz wird wirklich einsehen dass er etwas gefährliches für sich und auch für andere getan hat - leider!
     
  4. ?

    ? Guest

    Ich persönlich finde die Idee gar nichtmal so schlecht, denn es wird nicht gleich mit der Holzhammermethode gearbeitet, sondern es ist eher eine Art Fingerzeig des Staates das durchaus registriert wird wo Fehler gemacht werden und dennoch bekommt der Fahrer eine Chance sein Verhalten zu ändern. Hier in D gibt es ja doch recht schnell eine Probezeit verlängerung auch bei einmaligen Ausrutschern, auch dann wenn die Verkehrslage irrtümlich nicht richtig erfasst wurde. Sicher werden die Belgier bei mehrmaligen Verstößen auch zu anderen Maßnahmen greifen, aber eine derartige Strafe bei einem "Erstsünder" macht doch sicher Sinn, zumal dann wenn der Freundeskreis den Sünder auf die Rolle nimmt weil er an einem Wochenende auf Mitfahrgelegenheiten oder seine von Geburt an mitgelieferten Fortbewegungsmittel angewiesen ist.

    Gruß
    Mic
     
  5. #4 Marccom, 12.02.2002
    Marccom

    Marccom Guest

    Auch ich finde, die Idee hat was und könnte mir diese Lösung auch für den deutschen Straßenverkehr vorstellen.

    Nur eine Sache:
    Warum nur für 'junge' Autofahrer??? Warum wendet man diese Massnahme nicht einfach quer Beet an.

    Denn gerade für Midlifeguys wäre es eine alternative Bestrafung für Ersttäter oder bei kleineren Vergehen, statt des einmonatigen Fahrverbots, dass ja oft auch berufliche Folgen bzw. schwerwiegende Einschränkungen mit sich bringt. Vor allem für viele Selbständige. Meinereiner z.B. muss ständig auf jedes einzelne Km/h-chen achten und auch sonst aufpassen wie ein Luchs, denn wenn ich den Lappen für einen Monat abgeben würde, wäre das eine Katastrophe(müsste mir einen Chaffeur engagieren, um zu meinen Kunden zu kommen) und würde ich ihn für länger oder ganz verlieren, könnt ich mich aufhängen. Das gravierende dabei ist, dass ich mich in der verlängerten Probezeit befinde.

    Und ich denke jeder von euch gibt mir Recht, wenn ich sage, dass man kein notorischer Raser sein muss, um sich mal versehentlich mit 60-70 km/h in der Stadt zu erwischen oder um mal eine Geschwindigkeitsbeschränkung oder ein Überholverbot zu übersehen.

    Wie mein Vater mal so schön sagte:
    ' Bestraft gehören nicht die, die mal versehentlich nach der Ortseinfahrt nicht gleich von 70 runterbremsen oder mal das Gas zu tief treten, sondern die, die absichtlich mit 90 zum Einkaufen heizen. Nur ist das erstens von den grünen Männchen nur schwer zu unterscheiden und zweitens wollen die es ja auch nicht unterscheiden, denn dann würden die entsprechenden Einnahmen nur 1/10 betragen.'

    Wie oft wird jeder einzelne von uns Zeuge, wie die Geier regelrecht an 'günstigen' Stellen auf uns warten? :fluch:


    Marc
     
  6. yifter

    yifter Guest

    Ich glaube nicht, das das Einziehen des Führerscheins am Wochenende funktioniert. Sollen die dazu Verdonnerten den Führerschein auf der Wache abgeben? Der Verwaltungsaufwand wäre viel zu hoch. Außerdem interessiert die meisten eh' nicht, ob sie den Führerschein abgegeben haben oder nicht. Die Kontrollmassnahmen wären auch viel zu teuer.
     
  7. Draco

    Draco

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    nä, ich bin da für härtere strafen, die aber nicht nur "junge" leute treffen.
    2 Wochen aufwärts ohne Schein, schon bei kleinigkeiten !
     
  8. Daniel

    Daniel Guest

    @draco

    Das sagt sich immer so leicht, wenn man nicht selbst betroffen ist.
    Ehrlichgesagt fand ich Nachschulung usw. auch für ein guttes Mittel, bis ich selbst zur Teilnahme gezwungen wurde, und für 700,- DM an ein paar Abenden ein bischen mit ein paar andern mit nem Fahrlehrer schwafeln musste.

    Meiner Meinung verdient da nur Staat und Fahrschule dran, aber kein Verkehrsteilnehmer hat was davon. Ehrlichgesagt sind 700,- DM plus Verwaltungsgebühren plus Strafe und Plus dem Zeitaufwand ein heftiger Brocken wenn man 18 ist... aber eine etwas sinnvollere Verkehrserziehung würde da mehr bringen.

    Zwar bin ich seitdem kein einziges mal mehr geblitzt worden, aber das hat wenig damit zu tun.

    Nicht härtere Strafen sollten her, sondern intelligentere!
     
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  10. #8 stroblinger, 12.02.2002
    stroblinger

    stroblinger Guest

    das finde ich auch... die ausbildung zum führerschein könnte besser sein.

    ich hatte mit 20 mal ein fahrsicherheitstraining gemacht. hab davon nur profitiert. das wäre eigentlich gut für jeden schüler... während der ausbildung mehr über fahrphysik zu lernen und das dann in übungen umzusetzen.. wäre ein samstag nachmittag extra... das kann man verkraften und auf die paar mark mehr kommts auch nimmer an.

    die schüler dürfen dadurch nur nicht verleitet werden, riskanter zu fahren.

    aber meiner meinung fehlt an ner korrekten fahrausbildung noch mehr. so wie es bei LKW's is, sollte auch etwas technik mit rein. Es kann ned angehen, das ein Fahrzeugführer ned mal weiß wie und wo man nach Öl, Wasser, Scheibenreinigung, Bremsflüssigkeit und Servo-Öl schaut. desweiteren wäre einmal rad wechseln in der Fahrshcule auch kein fehler. das alles zusammen würde 45 min dauern und grade eine Fahrstunde extra kosten.

    sorry is etwas weg vom Thema, aber ich denke das alles zusammen würde die Fahrsicherheit von anfängern sehr stark erhöhen. und wenns nur ein einziges leben retten würde hätt es sich gelohnt.

    und das mit dem WE-Fahrverbot finde ich gut für diverse Diskothekenunfälle. ein Fahrer der durch sowas aufgefallen ist sollte ein fahrverbot am WE bekommen. und das ned einmal sondern für einige wochen, aber halt nur am WE. mit ausnahme er muß zur arbeit.
     
  11. Draco

    Draco

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    @ Daniel : okok, da hab ich nicht weit genug gedacht bzw. zu schnell geschrieben. (ja ich schreibe schon schneller als ich denke :-) )

    Also ich bin auch nicht für Bußgelder. Weil davon hat wirklich nur der Staat was. Ich bin auch schon geblitzt worden. Aber ich hab diverse Freunde, bei denen ich wirklich denke, so wie die fahren, is das eine wirkliche Gefahr, nicht nur für die selber. Mir wäre schon 3 mal wirklich bald ein und die selber Person ins Auto gfahren. 2 mal hab ich reagieren können und einmal schob sich ein weiteres auto zwischen uns.
    Ok, ich bin noch nicht all zu lange Autofahrer, aber das was ich gesehen habe, reicht mir schon.
    Ich denke, dass bei solchen Fällen ein Führerscheinentzug mehr bringt, als Kohle hinblättern. :(
     
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