Interessante Hintergrundinfos zur Einführung der LKW-Maut zum 31.08.2003

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wie schon im radarfallen-thread erwähnt, wollte ich noch die wichtigsten punkte zur geplanten lkw-maut ins forum stellen und wieso sich eigentlich nur daimler und telekom über die einführung freuen können!!!!

LKW-Maut
Spediteure beklagen sich über aufwändiges und überteuertes Verfahren.


Autor: Michael Houben


In drei Monaten ist es soweit: Ab dem 31. August müssen LKW auf deutschen Autobahnen eine Maut bezahlen. Doch das deutsche Verkehrsministerium hat sich zum Einkassieren dieser Maut nicht nur das weltweit komplizierteste und teuerste System ausgesucht. Weil das versprochene High-Tech zur Einführung noch gar nicht in ausreichender Stückzahl verfügbar sein wird, droht zu allem Überfluss auch noch ein Chaos. Das befürchten jedenfalls die Spediteure.

Schon in der ersten rot-grünen Legislaturperiode wurde beschlossen, dass LKW ab Anfang des Jahres 2003 auf Autobahnen eine Maut zahlen sollen. Die Einnahmen sollen zum überwiegenden Teil dem Straßenbau zugute kommen. Ursprünglich wurden noch zusätzliche Gelder für einen „forcierten“ Ausbau der Fernstraßen in Aussicht gestellt, heute ist von zusätzlichen Investitionen kaum noch die Rede.

Schon die Ausschreibung, wer das technische System zur Mauterhebung betreiben darf, sorgte für Streit. Ein Konsortium geführt von DaimlerChrysler und der Telekom bekam den Auftrag. Sein Name: Toll Collect. Die Konkurrenz beschwerte sich, die Ausschreibung sei eine Farce gewesen, die Auftragsvergabe an die beiden großen Konzerne habe von Anfang an fest gestanden. Entsprechende Gerichtsverfahren verzögerten den Starttermin. Doch am 31. August soll es nun los gehen. Zurzeit läuft der Aufbau der technischen Infrastruktur auf vollen Touren. 600 Millionen Euro werden die Betreiber dafür vom Bund jährlich erhalten.

Und während auch der Rest Europas elektronische Mautsysteme einführt, zeigt sich, dass das so umstrittene System des von Daimler und der Telekom geführten Konsortiums teurer wird als irgendein anderes elektronisches System in irgendeinem anderen Land - und bei der Einführung häufen sich die Probleme.

High-Tech hat seinen Preis
Weil die neue Straßenbenutzungsgebühr ohne Mautstation und Stau, vollautomatisch, eingetrieben werden soll, sollen LKW mit so genannten „On-Board-Units“ (OBU) ausgerüstet sein. Die enthalten ein GPS-System, das jederzeit die Position des Fahrzeugs bestimmt und dabei feststellt, ob der LKW sich auf einer mautpflichtigen Autobahn befindet. Jeder dort gefahrene Kilometer wird gezählt und per Mobilfunk an Toll Collect übermittelt.

Für LKW, die nur selten auf deutschen Straßen unterwegs sind, lohnt sich der Aufwand nicht. Die sollen jede einzelne Autobahnstrecke an einem von 3.500 zusätzlich aufgestellten Maut-Terminals elektronisch buchen, ähnlich wie an einem Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn.

Das Großaufgebot an Technik ist nicht billig - von den 12,4 Cent, die pro Kilometer im Schnitt fällig werden, gehen rund 3 Cent an den Betreiber des Abrechnungssystems. 600 Millionen Euro fließen so Jahr für Jahr an die Toll Collect. Vertraglich garantiert bis zum Jahr 2015 summiert sich das auf 7,2 Milliarden Euro. Geld, das für den Straßenbau nicht zur Verfügung steht.

Preiswerte Alternativen
Das es preiswerter geht wird in Österreich gerade bewiesen. Ab kommendem Jahr gilt auch dort eine Autobahnmaut für LKW. Doch das System ist vergleichsweise simpel. An den mautpflichtigen Straßen werden alle paar Kilometer kleine Sender installiert. In den LKW befindet sich ein kleiner Empfänger, der wie die bisherigen Vignetten an die Scheibe geklebt wird. Seine Herstellungskosten betragen 15 Euro. Für fünf Euro werden sie an jeden LKW-Besitzer verkauft. Diese so genannte „Go-Box“ zählt schlicht die Impulse der Sender - und bucht den Zählerstand von einer zu kaufenden Mautkarte ab. Weil das System so simpel ist, können es auch Gelegenheitsfahrer nutzen. Die zahlen dann per Prepaid-Karte, wie beim Handy. Vielfahrer erhalten eine Art Kreditkarte. Das System ist ähnlich auch schon in Frankreich und Spanien in Betrieb. Die EU-Kommission, die zurzeit an einer Vereinheitlichung europäischer Maut-Standards arbeitet, sieht dieses ‘Low-Tech’-System bis zum Ende des Jahrzehnts als „europäischen Standard“ an, auch weil es vergleichsweise günstig ist.

Wozu eigentlich High-Tech?
Vom Bundesverkehrsministerium wollen wir wissen, was denn nun eigentlich der zusätzliche Nutzen des deutschen High-Tech-Systems sei und bekamen die Antwort: „Für die gebührenpflichtigen Fahrzeuge wird es keine Mautstationen, keine Bindung an bestimmte Fahrstreifen und keine spezielle Geschwindigkeitsbegrenzung geben.“
Mautstationen wird es in Österreich allerdings auch nicht mehr geben, doch das Ministerium schreibt weiter: „Zugleich sind für dieses System gegenüber dem in Österreich beabsichtigten System der Gebührenerhebung keine straßenseitigen Installationen für die Gebührenerhebung notwendig.“

Das allerdings stimmt auch nicht ganz, denn in Deutschland werden sogar 300 „straßenseitige Installationen“ entstehen: zur Entlarvung von Maut-Prellern - und sogar sehr viel komplizierter als das österreichische Gegenstück: An den Kontrollpunkten sollen Mikrowellensender den Zustand der On-Board-Units abfragen. Gleichzeitig überwachen Videokameras den Verkehr, wobei Personal nötig ist, das die Bilder auswertet und mit den Computerdaten vergleicht.

Weil das deutsche System selbst damit noch nicht vor Betrug gesichert ist, werden zusätzlich künftig 300 Kleintransporter für mobile Kontrollen über die Autobahnen rollen, in denen insgesamt 900 „Maut-Sheriffs“ ebenfalls per Mikrowelle den Zustand der On-Board-Units vorbeifahrender LKW abfragen. Falls ein potentieller Mautpreller nicht mit OBU ausgestattet ist, wird er zur Kontrolle auf den nächsten Parkplatz gewunken. Dieser Aufwand ist in den jährlich veranschlagen 600 Millionen für Toll Collect noch gar nicht enthalten. Dafür erhält das Bundesamt für Güterverkehr allein im ersten Jahr noch einen zusätzlichen Etat von rund 50 Millionen Euro.

Das Chaos ist programmiert
Doch nun, drei Monate bevor es offiziell losgehen soll, erleben die Spediteure ihr blaues Wunder. Denn sie können nicht einfach zur nächsten Werkstatt fahren und sich die zur automatischen Abwicklung der Maut nötigen On-Board-Units einbauen lassen. Erst einmal müssen sie sich bei Toll Collect anmelden und erhalten dann Geräte zugeteilt - mit Wartezeiten bis zu einem Jahr. Denn Toll Collect hat, so ist es vertraglich auch mit dem Verkehrsministerium vereinbart, zunächst nur 150.000 solcher Geräte zu liefern. Gebraucht werden aber Geräte für (je nach Schätzung) achthunderttausend bis eine Million LKW. Erst nach und nach soll die überwiegende Mehrheit der Fahrzeuge damit ausgestattet werden.

Damit brechen für die Trucker auf deutschen Autobahnen stressige Zeiten an. Denn ohne ein OBU müssen auch sie, wie Gelegenheitsfahrer, an die Maut-Terminals und jede Fahrt einzeln buchen. Wenn dann plötzlich doch noch ein Zwischenstop eingelegt werden muss, um noch Fracht aufzunehmen, wenn wegen Stau ein Autobahnabschnitt umfahren werden soll, muss der Fahrer jedesmal vorher ein Terminal ansteuern, um umzubuchen. Und weil nicht an jeder Autobahnauffahrt ein Terminal steht, wird er dafür sogar noch Umwege fahren müssen. Und er muss mit Wartezeiten rechnen. Mehr als 20 Buchungen pro Stunde schafft ein Terminal kaum.

Ob die zusätzlich angebotene Buchung per Internet wesentliche Entlastung schaffen kann, ist ebenfalls fraglich. Große Spediteure müssten für die Übergangszeit zusätzlich Personal anheuern. Für die immer zahlreicher werdenden Subunternehmer ist eine Buchung per Internet ohnehin nicht vorgesehen.

Schweizer Alternative ausgebremst
Eine Schweizer Firma, die FELA Management AG, hat ein System entwickelt, das dem deutschen in vielen Punkten ähnelt und in der Schweiz seit zwei Jahren ohne Probleme in Betrieb ist. Sie hat das Gerät inzwischen so modifiziert, dass es nicht nur mit dem österreichischen, sondern auch mit dem deutschen Mautsystem kompatibel ist. Damit sollen Schweizer LKW ausgerüstet werden, die auch in Deutschland fahren. In Deutschland hätte der Engpass bei den OBUs dadurch ebenfalls gelindert werden können. Doch obwohl der FELA die Lieferung der nötigen Abrechnungssoftware von der Toll Collect schon im letzten Jahr zugesagt war, ist sie bis heute nicht eingetroffen. Auf Anfrage erwidert Toll Collect dazu, das System der FELA AG sei nicht ausgereift genug, um es unterstützen zu können. Das Schweizer Unternehmen kann dies nicht verstehen, da sein System in der Schweiz seit mehreren Jahren problemlos funktioniere und auch für andere Länder zugelassen sei.

Mehr On-Board-Units von Toll Collect?
Noch Anfang letzter Woche schien klar, dass es zum Start des Systems nur die zwischen Verkehrsministerium und Toll Collect vertraglich vereinbarten 150.000 Geräte geben würde. Doch dann kündigte Bundesverkehrsminister Stolpe auf einem Präsentationstermin am vergangenen Mittwoch kurzfristig an, dass die Zahl der On-Board-Units bis zum Start von ursprünglich geplanten 150.000 auf 250.000 erhöht würde. Zwei Tage später wiederholte er die Ankündigung sogar im deutschen Bundestag.

Ernst Uhlmann, der Chef der Schweizer FELA Management AG, reagierte darauf erstaunt - denn er hat nicht nur das Schweizer Gerät entwickelt. Er ist auch Lieferant eines für das deutsche System zwingend nötigen Bauteils, das ebenfalls in seinem Unternehmen entwickelt worden ist. Gegenüber [plusminus erklärt er, bei ihm habe bis heute noch niemand gefragt, ob er innerhalb von 10 Wochen überhaupt so viele zusätzliche Bauteile liefern kann. Laut Ernst Uhlmann gibt es lediglich eine Vorbestellung über 150.000 Stück. Sogar nur 58.000 seien bisher mit konkretem Lieferdatum in Auftrag gegeben worden. Und da er pro Woche auch nur etwa 10.000 Stück herstellen und liefern könne, sei eine Steigerung der Stückzahl in der Kürze der Zeit auch überhaupt nicht möglich.
Auf die Frage, ob denn nicht jemand anders dieses Bauteil an Toll Collect liefern könne antwortet Ernst Uhlmann eindeutig: „Wir haben das selbst entwickelt, wir haben einen Exklusivvertrag - und selbst wenn jemand den brechen will, ist ein Nachbau nicht so ganz einfach und schnell zu schaffen.“

Als [plusminus das deutsche Konsortium damit konfrontiert, reagiert es auf zweierlei Weise: Wenig später verschickt Toll Collect eine Pressemitteilung: Man habe die Steigerung der Stückzahl dem Ministerium noch nicht konkret versprochen, sondern stehe erst in Verhandlungen. Außerdem legt der deutsche Mautbetreiber Wert auf die Feststellung, dass es aus seiner Sicht „keine lizenzrechtlichen Einschränkungen bzw. daraus resultierend keinen Einfluss auf die mengengerechte Lieferung von sogenannten Kombimodulen“ gebe, „die die Erhöhung der Zahl von Fahrzeuggeräten auf 250.000 beeinträchtigen könnten“. Es wären bereits andere Unternehmen mit der Entwicklung des fraglichen Moduls beauftragt worden. Toll Collect äußert sich nicht dazu, dass diese anderen Firmen innerhalb der nächsten zehn Wochen die fehlenden 100.000 Stück tatsächlich liefern können.

Das Bundesverkehrsministerium bleibt dabei: Die Verfügbarkeit der zum Starttermin versprochenen 250.000 On-Board-Units sei zugesagt und nicht in Gefahr. Doch selbst wenn diese optimistische Einschätzung sich doch noch als wahr herausstellen sollte: Mehr als zweidrittel aller LKW-Fahrer müssten trotzdem noch monatelang jede Fahrt von Hand einbuchen - während das von DaimlerChrysler und der Telekom geführte Konsortium Toll Collect für jeden gefahrenen Kilometer schon rund 3 Cent kassiert.
quelle plusminus daserste.de
 
StefanS

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The Riddler
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ohne Worte... :loben:

Die Konzerne verdienen sich dumm und dusselig und die kleinen (Spediteure) können immer weniger dem steigenden Wettbewerbsdruck standhalten...

Toll, 900 zusätzliche Arbeitsplätze bei der Polizei für Kontrollen - dafür wahrscheinlich 1000de weniger bei den Spediteuren, die aufgrund der unzulänglichen Abrechnungssysteme evtl. der ausländischen Konkurrenz weichen müssen... Super ausgedacht ROT/GRÜN :verwirrt: macht doch gleich ganz Deutschland :tot:

Gruß

StefanS
 
olbetec

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Die Aussage von Stolpe und Co ist leider symptomatisch:
Frei nach dem Motto:
- erstmal einen Gedankenfurz abdrücken
- dann prüfen, wie doll er stinkt
- und wenn dann -wie so oft- festgestellt wird, dass es wohl nicht so gut war, wird versucht, den gestank wieder aufzusaugen
- es stinkt aber leider weiter...
Munter drauf losregiert
OlBe
 

klausi88

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ich hab mich auch geärgert, und zwar über den artikel.

die art wie da diskutiert wird, spiegelt in etwa das wieder, wie im moment in D alle probleme angegangen wird

1. die regierung ist doof
2. die regierung ist doof
3. wir sind alles arme leute

das ist doch nicht konstruktiv...

klar, die abrechnung und überwachung kostet halt geld, das ist aber überall so, und andere maßnahmen kosten auch geld. die begründung, das geld stünde nicht dem straßenbau zur verfügung , ist einfach flacher unsinn. ich beschwer mich doch auch nicht darüber, dass das finanzamt geld kostet, dass dann nicht mehr dem haushalt zur verfügung steht.

und natürlich spart man sich bauliche maßnahmen durch das mautsystem. wenn man jetzt die kontrollstellen aufführt, vergleicht man doch äpfel mit birnen. schliesslich sind die ja was ganz anderes als die mautpunkte in österreich. die österreicher werden nämlich ZUSÄTZLICH auch solche kontrollstellen einrichten. und damit wird mehr gebaut.

der normale leser müsste sich von so einem beitrag fast beleidigt fühlen, weil der autor wohl glaubt, mit seiner hausfrauenargumentation hier durchzukommen, weil wir zu blöde sind ein bischen weiter zu denken.

ich kanns echt nicht mehr haben, dass alle meckern und sich bemitleiden, aber gleichzeitig 100% verlangen und nichts dafür tun wollen.
 
olbetec

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Ich behaupte, daß die Geschichte der zusätzlichen 100.000 Geräte ohne Belang sein wird und das Einrichten der Maut-Terminals zum Buchen/Umbuchen ja auch ein Bauaufwand darstellt. Es wird letztendlich daran scheitern, daß durch die Knappheit (wer hat das bloß kalkuliert) an Geräten das Chaos ausbrechen wird, und um diesen Gedankenfurz wieder aufzusaugen, wird womöglich der Termin verschoben oder eine Übergangsregelung in das Übergangschaos beschlossen...
Ich meckere nicht, ich leide (wie andere auch).
Für die Verantwortlichen empfinde ich kein Mitleid (mögen sie an ihren Gedankenfürzen ersticken) nur die Spediteure und Kraftwagenfahrer tun mir jetzt schon leid...
Munter gemau(l)t
OlBe

edit: Daß Maut verlangt wird, ist meiner Meinung nach mehr als überfällig. Wie man die Spediteure in ihrer dadurch eingeschränkten Wettbewerbsfähigkeit entlastet, ohne die EU-Kommisare auf dem Hals zu haben, steht auf einem anderen Blatt...
 

Superb02

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Ganz alleine meine Meinung :

Überall in Europa wird Maut verlangt, nur bei uns nicht. Überall machen die schweren LKW die Straßen kaputt, was durch die Maut bezahlt wird - nur eben bei uns nicht. Da kommen Schweden, Holländer, Tschechen, Rumänen und was ich nicht alles, fahren kostenlos, machen die Straßen kaputt - und wer zahlt ? Wir die Steuerzahler.
Einheitliche Maut für alle Autobahnen (siehe Italien oder Frankreich - ohne dieses öde Bapperl aus Austria), dafür Abschaffung der KFZ-Steuer - und die Maus hat sich !

Wie gesagt, ganz alleine meine Meinung !
 
Kay

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Ganz alleine meine Meinung :

Überall in Europa wird Maut verlangt, nur bei uns nicht. Überall machen die schweren LKW die Straßen kaputt, was durch die Maut bezahlt wird - nur eben bei uns nicht. Da kommen Schweden, Holländer, Tschechen, Rumänen und was ich nicht alles, fahren kostenlos, machen die Straßen kaputt - und wer zahlt ? Wir die Steuerzahler.
Einheitliche Maut für alle Autobahnen (siehe Italien oder Frankreich - ohne dieses öde Bapperl aus Austria), dafür Abschaffung der KFZ-Steuer - und die Maus hat sich !

Wie gesagt, ganz alleine meine Meinung !

Ob ich die Autobahn nun als Steuerzahler oder als Konsument finanziere ist letztendlich egal! Daß das Transportgewerbe die Mehrkosten durch die Maut an ihre Kunden weitergibt ist logisch, dieser Kunde gibt es auch weiter und am Ende zahlt "der kleine Mann" als Verbraucher sowiso den ganzen Schrott!
Eine saubere Lösung wäre eine pauschale Maut und eine entsprechende Senkung der Kfz-Steuer!
Nur glaube ich nicht im Geringsten daran, das die Rot-Grünen Ganoven auch nur eine Chance auslassen werden den Bürger auszunehmen.
Nein die Regierung ist nicht doof, sie ist gerissen und in ihrer Geldgier auch noch gemeingefährlich!

Vater Staat bringt uns noch alle unter Mutter Erde!

(meine Meinung!)

Beste Grüße, Kay
 
Torfnase

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Hi!
Ob ich die Autobahn nun als Steuerzahler oder als Konsument finanziere ist letztendlich egal!
Nö, ist es mir nicht! Der Verursacher sollte die kaputte Autobahn finanzieren - und das ist nun mal letztendlich der Konsument, der im Februar unbedingt frische Erdbeeren aus Nordafrika haben muss, die dann per LKW quer durch Europa gekarrt werden. Die Maut sorgt dafür, dass diese Transportkosten auf die Produkte umgelegt werden (müssen).

Und das Gemaule der Spediteure über Wettbewerbsnachteile im Zusammenhang mit der Mauteinführung kann ich schon gar nicht verstehen. Die Maut gilt schließlich für alle und verteuert für alle die Transporte. Wo da der Wettbewerbsnachteil liegt wird wohl auf immer ein Geheimnis der Lobbyisten des Transportgewerbes bleiben. Aber es kommt halt immer gut, mit Wettbewerbsnachteilen und Arbeitsplatzabbau zu argumentieren...
 
Kay

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Wenn Du die unterschiedlichen Kfz-Steuern (für LKW) in Europa mal vergleichst, weißt Du was ich meine.
Es geht ja nicht nur darum im Februar Erdbeeren haben zu wollen - selbst wenn Du soweit weit möglich Produkte aus Deiner Region verwendest, müssen die auch erstmal in den Laden geliefert werden - der Laden muß gebaut und eingerichtet werden etc. Hast Du alles was man dafür braucht gleich in Deiner Nähe??
Auch Dein Skoda muß ja irgendwie transportiert werden, die einzelnen Teile dafür müssen auch erst zum Werk geliefert werden.......
Denke mal Du verstehst wie ich es meine.............
 
Torfnase

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Hallöle!

@Kay
Ich verstehe wohl was Du meinst, aber das hat nichts mit dem Thema Maut zu tun. Es ging mir darum, dass man schon im Vorfeld der Mauteinführung das Speditionsgewerbe laut "Wettbewerbsnachteil!" schreien hörte. In der darauf folgenden Diskussion wurden dann die Themen Maut, Kfz-Steuer und Subventionierung munter vermischt - was am eigentlichen Thema vorbei geht, aber natürlich den Spediteuren ganz recht war...

Die Einführung der Maut bringt für niemanden Wettbewerbsnachteile, da sie alle gleichermaßen trifft und dafür sorgt, dass letztendlich die Verursacher zur Kasse gebeten werden. Und das ist IMO vollkommen OK!

Was den Ausgangspunkt für diesen Thread (den Bericht in der Sendung Plusminus) angeht, fand ich die Sendung eher auf dem Niveau von RTL2 oder ProSieben. Beispiel:

600 Millionen Euro fließen so Jahr für Jahr an die Toll Collect. Vertraglich garantiert bis zum Jahr 2015 summiert sich das auf 7,2 Milliarden Euro. Geld, das für den Straßenbau nicht zur Verfügung steht.
Die Aussage als solche ist korrekt. Aber hier wird (bewusst?!) der Eindruck erweckt, es würden sich zwei Firmen mit Steuergeldern die Taschen füllen, die sonst für den Straßenbau verwendet würden. Die Tatsache, dass der Aufbau eines solchen Mautsystemes natürlich Geld kostet und dass ohne das Mautsystem die genannten Summen plus der Anteil der an den Staat geht überhaupt nicht zur Verfügung stünden, wird hier ausgeblendet. Das ist in meinen Augen Stimmungsmache auf dem Niveau der "Steuern runter!"-Aufkleber der B***zeitung.

Natürlich muss man hinterfragen, ob die Ausschreibung für die technische Ausführung des Mautsystems korrekt gelaufen ist (IMO nein!) und ob die technische Umsetzung nicht viel zu aufwändig ist (IMO ja!), aber dann bitte auf einem etwas sachlicheren Niveau und ohne diesen schwarz-weiß-malenden Sensationsjournalismus, der nur noch auf die Quoten schielt.

Ich habe fertig :peace:
 
Örnie

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Zur Erklärung: Meine Eltern besitzen eine seit bald 130 :einfall: Jahren betehende Spedition.

Das Problem der Maut ist aus unserer Sicht, dass sie einen zusätzlichen Kostenfaktor darstellt. Dieser wird einem jedoch von den Auftraggebern nur zu einem geringen Teil erstattet. Auch die kaum erwähnenswerten Ausgleichszahlungen von Papa Staat gleichen das bei weiten nicht aus.
Dadurch ist eine Chance vertan, den deutschen Spediteure gegenüber den ausländischen Firmen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, da wir in unserem schönen Lande wesentlich höhere Lohnkosten haben als im benachbarten Ausland. Hinzu kommt die Ökosteuer (wer hat bloß dieses schöne Synonym für Geldabzockerei erfunden? :hammer: ), welche bei Holländern, Dänen etc. ebenfalls nicht anfällt.
Das ist hier kein Gejammer und wir gehören nicht zu denen mit x Autos, Wohnungen, Auslandskonten und Ferienhäusern. Aber die Sache wird halt langsam unbezahlbar. Und anschließend wundern sich alle, dass zum einen die Fahrzeitüberschreitungen zunehmen und zum anderen die Produkte aufgrund gestiegener Frachtkosten teurer werden. 8o

Wir werden unseren Betrieb jedenfalls demnächst aufgeben ... und sind weder die ersten noch die letzten in dieser Branche. :graus:

Einfach schade :wall: :anbeten: :heul: ... und leider auch der Grund, warum ich den Betrieb nicht übernommen habe, sondern als Beamter quasi zur Gegenseite gewechselt bin :traurig:

Nordische Grüße

Örnie
 
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Es wird letztendlich daran scheitern, daß durch die Knappheit (wer hat das bloß kalkuliert) an Geräten das Chaos ausbrechen wird, und um diesen Gedankenfurz wieder aufzusaugen, wird womöglich der Termin verschoben oder eine Übergangsregelung in das Übergangschaos beschlossen...

So und nun munter den üblichen Gedankenfurzstaubsauger rausgeholt...
Nachzulesen beim Spiegel...
:schuss:

Munter regiert
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