Info: TSI + Kurzstrecke = erhöhte Ölverdünnung / Festintervall unverzichtbar!!!

Dieses Thema im Forum "Skoda Fabia II Forum" wurde erstellt von holzgewehr, 14.03.2012.

  1. #1 holzgewehr, 14.03.2012
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    Hallo Skoda Fans,

    Nachdem wir hier nun etliche Öl-Threads disskutiert haben, möchte ich euch nicht die Laboruntersuchnung meiner Ölprobe vorenthalten, zur reinen Information.
    Vorgeschichte:
    Im Oktober habe ich einen neuen Roomster 1.2TSI (63kw) für meine Frau gekauft. Da der Wagen fast nur Kurzstrecke fährt (bis 5km zur Arbeit), habe ich im Dezember ( mit 2000km) auf Festintervall umgestellt und Mobil1 0W-40 verwendet. Dieses habe ich auf 1200km bis März (3Mo.) verwendet. Jetzt war ich sehr neugierig und habe eine Ölprobe gezogen und an Oelcheck geschickt zur Analyse.

    Hier das Ergebins zum download (Word-Format+Virenfrei):

    www.workupload.com/file/5vEGmT0

    Die Ölverdünnung liegt bei 3,6%, was einen hohen Wert darstellt (5% absolutes K.O.-Kriterium). Normal ist 0,5 bis 0,8! Somit hat mein Öl bisher ca. 25% der Viskosität verloren und befindet sich jetzt auf dem Daten-Niveau zwischen 0w-20 und 0w-30! Und das nach nur 3Monaten und 1200km, mit einem der "besten" Motoröle. Nicht auszudenken, wie das normale (ab Werk befüllte) LL3-Motoröl abgeschnitten hätte. Auf jeden Fall noch schlechter!!!
    Die Verschleisswerte sind zwar ok, aber dennoch erhöht. Man kann die versiechende Visko hier auch schon feststellen.
    Im großen und ganzen, muß ich jetzt eigentlich im 3-monats Rythmus das Öl wechseln, sofern sich das Fahrverhalten nicht ändert.

    Nehmt diese Info bitte nicht zur Grundlage für "bösartige" Diskussionen, sondern als Warnung...vor drohenden Motorschäden. ;)

    Gruß holz
     
  2. AdMan

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  3. #2 bora0815, 14.03.2012
    bora0815

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    Andere Frage: Was kostet so 'ne Ölanalyse?

    Hoffentlich sieht es bei tägl. 18 km einf. Strecke besser aus. ;-)
     
  4. andi62

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    Nimm diese Info nebst zugehöriger Analyse doch einmal als Anlass für

    a) eine Anfrage bei Skoda
    b) eine Anfrage bei einer Fachzeitschrift

    Die Reaktionen wären sicherlich von allgemeinem Interesse.
     
  5. #4 bora0815, 14.03.2012
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    Gute Idee!
     
  6. #5 holzgewehr, 14.03.2012
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    Die Analyse kostet so 61,50 Euro + Steuer! Du hast 24h nach Eingang der Probe im Labor das Ergebnis!

    Im Moment will und kann ich Skoda noch nicht informieren, da der "zwischendurch" Ölwechsel von mir durchgeführt wurde.
    Im Oktober lasse ich das Öl offiziell bei Skoda wechseln und auf Festintervall umstellen. Das Öl mit Norm 502.00 (kein LL3-Öl) bringe ich aber mit, was ja nicht verboten ist.
    Dann werde ich zum Jahresende eine weitere Probe entnehmen und Skoda kontaktieren!

    Jetzt werde ich auf 5w-50 umsatteln (kompensiert Ölverd. besser) und das Ergebnis in 3 Monaten wieder analysieren lassen. Das dient dann nur mir zur Information und Vergleich zur ersten Probe.

    Gruß holz
     
  7. #6 dathobi, 14.03.2012
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    Aber mal ganz ehrlich...einen Fahrweg von 5 Km...

    Es weis doch wohl jeder das dies nicht gesund für den Motor sein kann oder?

    Bei 5 Kilometern würde ich das Fahrrad bemühen und nicht das Auto.
     
  8. #7 holzgewehr, 14.03.2012
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    Auch im Winter mit Kind und Kegel? Ohne Auto geht nicht...
     
  9. #8 dathobi, 14.03.2012
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    Und was ist das?

    "Da der Wagen fast nur Kurzstrecke fährt (bis 5km zur Arbeit), "
     
  10. #9 holzgewehr, 14.03.2012
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    Auf dem Weg zur 5km entfernten Arbeitsstelle, wird das Kleinkind namens XXXX, wochentags noch in die Kita verbracht. Auch gelegentliche Einkaufsfahrten und Verwandtenbesuch (bis 25km) sind möglich.
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  11. #10 Aspire87, 14.03.2012
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    was ihr alle habt :D 5km is doch viel, meine fahrtstrecke zu arbeit beträgt ca 800m :P
     
  12. andi62

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    Das Problem kann ich schon nachvollziehen. Alleine ist das etwas anderes als mit Kind und Kegel, äh Einkauf.

    Aber tatsächlich bekommt das keinem Auto wirklich auf Dauer. Mal abgesehen von diesem konkreten Öl-Problem: Besteht nicht die Möglichkeit, gelegentlich einmal zu tauschen und den Roomster auch einmal auf einer gewissen Strecke zu bewegen?
     
  13. #12 holzgewehr, 14.03.2012
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    Wir werden den Kleinen jetzt vermehrt auf Langstrecke nutzen müssen. Kommt zwar nicht oft vor, aber gelegentlich.
     
  14. #13 barney11, 14.03.2012
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    Interessante Info.

    Hatte mich auch schon gefragt, welches Auto für Kurzstrecke ideal ist (klick). Ist das Thema auch TSI-relevant oder sieht das Öl bei einem normalen Benziner gleich aus?
     
  15. #14 dathobi, 15.03.2012
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    Das hat damit nichts zu tun...wen Du es sofort so geschrieben hättest wie es tatsächlich ist währe dieser Hinweis wohl garnicht erst aufgekommen.
     
  16. #15 Roomidriver1706, 15.03.2012
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    Roomidriver1706 Guest

    ....also mal ehrlich.

    da sind hunderte von ingenieuren beschäftigt und werden millionen von euros investiert um diese motoren zu entwickeln die cnc-gesteuert hergestellt werden.

    und nun kommen wir und lassen eine ölanalyse machen 8| danach wir auch noch ein ölwechsel bei skoda gemacht um es zu dokumentieren, aber das öl wird selbsverständlich mitgebracht ( :D ich nehm übrigens auch immer mehl mit zum bäcker :D ). wie willst du da etwas nachweisen wenn auch schon vorher selbst ölwechselvorgenommen wurden und du dein öl auch mitbringst.???

    ich fahr auch nur kurzstrecke und mein BC sagt mir das die erste inspection ist erst bei ca.29000km fällig.

    und bis dahin werde ich auch mit diesem öl fahren und mich einfach nur an diesem geilen auto mit TSI motor erfreuen.

    gruß @all

    Michael

    ( und falls doch der tsi mist ist und kaputt geht, na dann freu ich mich auch über nen neuen motor 8o )
     
  17. #16 Bluewing, 15.03.2012
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    Das wäre doch ein 1A-Einsatzfeld für ein Elektroauto. :thumbup:

    Mal ehrlich. Dein Beitrag klingt, als wärst Du überrascht. Das die Viskosität und die Ölverdünnung eines Öl's nicht mit der reinen Laufleistung, sondern vielmehr mit der Anzahl der Aufwärm- und Abkühlvorgänge zusammenhängt, ist doch allgemein bekannt. Ein Auto mit 5km Arbeitsweg und 1200km hat davon genauso viele hinter sich wie ein Wagen mit 50km Arbeitsweg und 12000km. Zusätzlich fehlt die Regeneration des Öl's, da der Motor nicht auf Betriebstemperatur kommt und das Wasser nicht rausdampfen kann. Das ist auch kein Skoda-Problem, davon sind BMW, Mercedes und Toyota auch betroffen.

    Die heutigen Autos sind nicht für dauernden Betrieb ausgelegt, bei dem die Betriebstemperatur nicht erreicht wird. Und das ist bei 5km nun mal der Fall. Da gibt es nur folgende Alternativen:
    -öfters mal Langstrecke einlegen
    -alle 3-6 Monate Öl zu wechseln
    -über ein Fahrzeug mit anderem Elektroantrieb nachzudenken
    -hinzunehmen, dass der Wagen mit X0.000km das Zeitliche segnet


    Gruß
    Blue
     
  18. #17 Richter86, 15.03.2012
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    Komisch das der User "Kojum" diesen Thread auf seiner Mission noch niht gefunden hat ;)

    Aber danke für die Info. Vielleicht lasse ich das bei unserem auch mal anfertigen. Der wird allerdings täglich 15km eine Strecke gefahren.
     
  19. #18 holzgewehr, 15.03.2012
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    Eigentlich hatte ich nicht umsonst geschrieben, "bösartige" Diskussionen zu unterlassen...!
    Was ihr für Öl fahrt und wie lange ist mir auch egal. Die Erkenntnis das Kurzstrecke nicht gut ist war vielen bekannt, nur das genaue Ausmaß ist hier mal belegt worden.

    Ein Elektroauto wäre schon genial, aber wo bekomm ich Roomstergröße zum Roomsterpreis?
    Als Mieter ohne eigenen PKW Stellplatz, ist die nächste Steckdose mindestens 50m entfernt!

    Jetzt wird das Beste aus der Situation gemacht, und das Öl regelmäßig gewechselt...
     
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  21. #19 Bluewing, 15.03.2012
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    Daran ist doch nichts bösartig gemeint. Hier übrigens mal ein Artikel des ADAC zur Ölverdünnung bei Dieselfahrzeugen in Zusammenhang mit den DPF:


    Beim Kurzstreckenbetrieb von Dieselfahrzeugen mit Rußfilter tritt oft eine mysteriöse Ölvermehrung auf, die zudem oft unentdeckt bleibt. Ursache der Vermehrung ist die Einspritzung einer extra Portion Kraftstoff – eigentlich zur automatischen Reinigung des Russfilters gedacht. Doch häufig sorgt diese extra Portion auch für eine extreme Ölverdünnung und das ist schlecht für den Motor. Denn verdünntes Öl schmiert schlechter und auch zuviel Öl kann gefährliche Folgen haben.

    Den ADAC haben in den letzten Monaten Klagen seiner Mitglieder erreicht, die bei ihren Diesel-Fahrzeugen „steigende Ölstände“, also eine offensichtliche Ölverdünnung festgestellt hatten. Deshalb hat der ADAC im ersten Halbjahr 2009 Motorenöle von 30 Fuhrpark-Dieselfahrzeugen mit Partikelfiltersystem untersuchen lassen, die überwiegend im Kurzstreckeneinsatz genutzt werden. Die Ergebnisse inKürze: 21 Ölproben offenbarten eine mindestens 7-prozentige Verdünnung durch Dieselkraftstoff (Mineralöldiesel- und Biodiesel-Anteile zusammen). Die Hälfte der Fahrzeuge hatte eine Ölverdünnung von mehr als 10 Prozent. Klar wurde auch, die Ölverdünnung steigt mit zunehmender Laufleistung: Denn etwa jedes zweite Testfahrzeug zwischen 10.000 und knapp 27.000 Kilometern Laufleistung des Öls hatte eine Verdünnung von über 15 Prozent.

    Mit den aktuellen Abgasvorschriften (ab Euro5) gelten scharfe Partikelgrenzwerte, die nur noch mit speziellen Filtersystemen zu erfüllen sind. Für die Regeneration der üblicherweise eingesetzten Filter ist aufgrund der niedrigen Abgastemperaturen beim Dieselmotor im Schwachlastbetrieb (z. B. bei niedriger Geschwindigkeit) eine Kraftstoffnacheinspritzung erforderlich. Andernfalls würden die für das Abbrennen des Rußes erforderlichen Temperaturen von etwa 200 bis 400° Celsius bei Additivsystemen beziehungsweise 500 bis 700° Celsius nicht erreicht werden, wodurch letztlich der Filter mit Ruß verstopft und das Auto liegenbleibt.Weil die Kraftstoffnacheinspritzung weit nach dem oberen Totpunkt des Kolbens erfolgt und deshalb die eingespritzte Kraftstoffmenge auch unverbrannt an der Zylinderwand landet, gelangt hierbei eine bedeutsame Kraftstoffmenge in das Motoröl. Unter ungünstigen Betriebsbedingungen findet die Filterregeneration etwa alle 200 bis 400 Kilometer statt, wobei – je nach Systemauslegung – auch erheblich kürzere oder längere Regenerationszyklen möglich sind. Eine Regeneration dauert – je nach System und Fahrbetrieb – etwa 10 bis 30 Minuten.

    Die Ölverdünnung wird im Kurzstreckenbetrieb – etwa unter fünf KilometerFahrstrecke – mangels ausreichender Öltemperaturen nicht oder nur ungenügend abgebaut. Mit längeren Fahrstrecken und höheren Öltemperaturen kann nur die Ölverdünnung durch mineralischen Dieselkraftstoff wieder abgebaut werden. Biodiesel-Anteile im Motoröl steigen stetig; ihr Eintrag verdampft kaum.

    Mit dem Eintrag von Kraftstoff in das Motorenöl sinkt grundsätzlich die Viskosität (Zähflüssigkeit). Eine verminderte Viskosität hat besonders in den Bereichen mit Mischreibung (wenn der Ölfilm so dünn werden kann, dass Metallflächen direkt aufeinander reiben) ungünstige Auswirkungen auf den Verschleiß. Mineralischer Dieselkraftstoff oder Biodiesel haben anfangs, was die Auswirkungen auf die Viskosität angeht, nahezu die gleichen Eigenschaften. Biodiesel bewirkt bei fortschreitender Alterung jedoch eine leichte Viskositätssteigerung aufgrund chemischer Reaktionen. Biodiesel, derzeitzu sieben Prozent im Dieselkraftstoff enthalten, trägt wegen seiner geringen Langzeitstabilität erheblich zur schnelleren Motorölalterung durch die Bildung von flüssigen und festen Reaktionsprodukten bei.

    Zur Absicherung der Analyseergebnisse der Fuhrparkfahrzeuge hat der ADAC zusätzlich Ölproben von Mitgliederfahrzeugen von einem Labor analysieren lassen. Um aus einer großen Gruppe möglichst geeignete Fahrzeuge herauszusuchen, hat der ADACim Dezember 2009 mittels seiner Internet-Homepage zur Teilnahme an einer Öluntersuchung aufgerufen. Fünfzig Fahrzeuge wurden ausgewählt undin ein ADAC-Prüfzentrum zur Ölentnahme eingeladen. Das Einsammeln und Analysieren der Proben erfolgte im ersten Halbjahr 2010. Die Ölverdünnungen sind hier grundsätzlich mit denen der Fuhrparkfahrzeuge vergleichbar. Die Maximalverdünnungen erreichen allerdings Werte bis etwa 25 Prozent, was möglicherweise auf noch ungünstigere Einsatzbedingungen zurückzuführen ist.

    Kraftstoffeintrag in das Motorenöl führt bei Motoren mit einem moderaten Ölverbrauch zu einem deutlichen Anstieg des Ölpegels. Dabei besteht die Gefahr von „Ölziehern“ – also dem Ansaugen des Motorenöls über die Kurbelgehäuseentlüftung. Dieselmotoren können das Motorenöl quasi als Kraftstoff verbrennen, was zur Folge hat, dass die Fahrzeuge unerwünscht beschleunigen und sich die Motore nicht mittels Zündschloss abschalten lassen. Beim Betätigen der Kupplung überdrehen die Motoren bis zu ihrer mechanischen Zerstörung. Von diesem Effekt sind nur sehr wenige Fahrzeugmodelle betroffen – es handelt sich um einen vermeidbaren Konstruktions- bzw. Applikationsfehler, der bei massiven Ölverdünnungen zu kostspieligen, zusätzlichen Problemen führt. Fahrzeughersteller (z. B. Volvo) haben bei betreffenden Modellen Rückrufaktionen eingeleitet.
    Die Wirkungen und Folgen einer Ölverdünnung sind von mehreren Faktoren abhängig: von der konstruktiven Auslegung des Motors, dem verwendeten Schmierstoff, der Alterungsstabilität des eingetragenen Kraftstoffes und natürlich den Einsatzbedingungen. Deshalbscheuen sich die Fahrzeughersteller häufig, konkrete Zahlen für eine dem Motor noch zuträgliche Ölverdünnung zu benennen. Es wird auf die Ölwechsel- und Serviceanzeige des Bordcomputers (so weit vorhanden) verwiesen, die anhand der Fahrzeugbetriebsdaten den Fahrer über den fälligen Ölwechsel informieren soll. Im Allgemeinen sind Ölverdünnungen bis 10 Prozent für den Dieselmotor unkritisch. In Einzelfällen erlauben Hersteller für einige Motorkonzepte Verdünnungen bis zu 25 Prozent. Ob diese extremen Verdünnungen tatsächlich für Motoren auf Dauer unschädlich sind, werden erst in den nächsten Jahren unabhängige Forschungsprojekte belegen.

    Die Fahrzeughersteller geben Ölwechselintervalle von 20.000 bis 40.000 Kilometern bei günstigen Betriebsbedingungen vor. Die vorliegenden Analyseergebnisse zeigen, dass rund die Hälfte der im Kurzstreckenbetrieb genutzten Fahrzeuge bereits nach 10.000 Kilometern eine Ölverdünnung von etwa 10 Prozent aufwiesen.Ab dieser Laufleistung beträgt der Biodiesel-Anteil des Motorenöls imDurchschnitt etwa 5 Prozent und steigt etwa proportional zur weiteren Laufleistung.
    Die theoretisch erwarte proportionale Steigerung des Biodiesel-Anteils im Motorenöl bei steigenden Anteilen im Kraftstoff (B7) konnte indes bei unseren Analysen nicht nachgewiesen werden.

    Eine regelmäßige Kontrolle des Ölstandes ist auch bei modernen Autos – besonders im Kurzstreckenbetrieb – unverzichtbar. Deutlich steigende Ölstände sind ein sicheres Indiz für eine signifikante Ölverdünnung. Viel zu hohe Ölstände – also deutlich über der Maximum-Markierung – sollten unbedingt durch die Werkstatt korrigiert werden; im Regelfall ist ein Ölwechsel ratsam.
    • Die Fahrzeughersteller sind aufgerufen,
      • Partikelfilter-Regenerationsverfahren weiter zu entwickeln, die auch im
        Kurzstreckenbetrieb keine Verkürzung der Ölwechselintervalle
        erforderlich machen und die volle Gebrauchsfähigkeit des Fahrzeuges ohne
        Nachteile sicherstellen
      • Die Fahrzeughersteller bzw.
        Vertragswerkstätten sollten ihren Kunden attraktive Ölwechselangebote –
        speziell für Diesel-Kurzstreckenfahrer – anbieten. Ölpreise von 25 bis
        über 30 Euro je Liter sind dafür nicht hinnehmbar
    Quelle: ADAC
     
  22. #20 holzgewehr, 15.03.2012
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    Ein sehr guter Artikel!
    Also scheinen Dieselmotoren (mit DPF) ein noch höheres Risiko zu besitzen...

    Gestern Abend hatte ich eine Analyse einer TU im Netz gefunden. Dort wurde ein VW 2.0 TDI CR DPF Motor mit LL3 Öl im Kurzstreckenbetrieb untersucht. Es wurden hunderte Testzyklen gefahren. Anschliessend konnte man sagen, das mit jedem Freibrennprozess, zusätzlich 8ml Dieselkraftstoff zum Öl hinzukommen. Das Öl wurde über 15% Prozent verdünnt. Es wurde angeraten die (Warm) Viskosität von SAE 30 werksseitig zu erhöhen, um Schmierfilmabrisse+Verschleiss zu vermeiden. Das widerspreche aber der VW Norm 507.00 bzw. 504.00 und gefährdet die Garantieleistung.
     
Thema: Info: TSI + Kurzstrecke = erhöhte Ölverdünnung / Festintervall unverzichtbar!!!
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