Immer mehr Autofahrer stehen unter Drogen

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von ?, 24.01.2002.

  1. ?

    ? Guest

    Verkehrsexperten haben eine härtere Gangart gegen Drogensünder im Straßenverkehr gefordert. Zu manchen Nachtzeiten erwische die Polizei inzwischen mehr Fahrer unter Drogen- als unter Alkoholeinfluss am Steuer, sagte der Präsident des Deutschen Verkehrsgerichtstages, Peter Macke, in Goslar.

    Dort beraten zum 40. Mal rund 1700 Experten über aktuelle Probleme im Straßenverkehr und im Verkehrsrecht. Die Empfehlungen des Kongresses gaben in der Vergangenheit häufig den Anstoß für gesetzliche Neuregelungen.

    Macke, der zugleich Präsident des Brandenburgischen Oberlandesgerichtes ist, wies darauf hin, dass Drogen am Steuer zwar grundsätzlich verboten seien. Es fehlten aber gesetzliche Regelungen und Grenzwerte, die den Drogeneinnahme genauso unter Strafe stellten wie einen Blutalkoholgehalt von mehr als 1,1 Promille. Bisher würden Drogenverstöße nicht als Straftat, sondern nur als Ordnungswidrigkeit geahndet. Drogen-Grenzwerte und Aufklärungskampagnen gerade für junge Autofahrer forderten auch der Deutsche Anwaltsverein und die Automobilclubs ADAC und ACE.

    Für Diskussionsstoff im Vorfeld des Verkehrsgerichtstages sorgte auch die Forderung nach einem generellen Überholverbot für Lastwagen auf Autobahnen. Die Behinderung des Autoverkehrs und die steigende Zahl von schweren Unfällen mit Lkw-Beteiligung mache diese Forderung populär, sagte Macke. Ein generelles Überholverbot für Laster auf Autobahnen, «das wäre wohl zu viel des Guten, besonders auf dreispurigen Abschnitten und nachts», sagte Macke. Auf zweispurigen Strecken könne ein solches Überholverbot zu bestimmten Tageszeiten aber sinnvoll sein.

    Auch das Bundesverkehrsministerium hält nichts von einem generellen Überholverbot für Lastwagen auf Autobahnen. Hinter dem langsamsten Lkw würde sich ein Stau bilden, der nicht aufgelöst werden könnte, sagte ein Sprecher. Damit würde die rechte Spur blockiert. Niedersachsens Verkehrsministerin Susanne Knorre (parteilos) sprach sich dafür aus, viel befahrene Autobahnen grundsätzlich dreispurig auszubauen, um den massiven Problemen zu begegnen. «Elefantenrennen müssen verhindert werden, wo immer es geht», sagte Knorre. Beim Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) stieß der Vorschlag ebenfalls auf schroffe Ablehnung: «Pauschale Überholverbote auf Autobahnen schaden der Verkehrssicherheit», ließ der Verband erklären.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Torwächter, 24.01.2002
    Torwächter

    Torwächter Guest

    Meine Droge ist der neue Fabia
    und daran werde ich mich umfassend berauschen:-)

    aber im ernst es stimmt schon das viele stoned durch die gegend fliegen. ich kenne genügend leute die nach nem guten tütchen noch fahren, oder nach dem obligatorischen pilleneinwurf mit dem auto zur disko fahren.

    Die strafen sind wohl zu niedrig / nicht abschreckend genug.

    also ich sage leute berauscht euch an autos, frauen, etc, aber behlatet die übersicht im straßenverkehr 8)
     
  4. #3 Marccom, 24.01.2002
    Marccom

    Marccom Guest

    In meinem bisherigen, noch recht jungen Autofahrerleben gab es doch schon 4 Vorkommnisse mit überholenden LKW´s die mich fast mein Leben gekostet hätten.

    Daher vertrete ich folgende Meinung:

    1. Jeder LKW-Fahrer sollte eine umfassende MPU mitmachen müssen. Ich hab immer wieder den Eindruck, dass viele vor allem jüngere Brummilenker überhaupt keinen Schimmer haben was sie da für eine Verkehrsbombe unterm Hintern haben und was sie damit anrichten können. Eins meiner o.g. Vorkommnisse sah nämlich z.B. so aus, dass ca. 200m vor mir auf der linken Spur ein 5er BMW mit ca. 160 km/h fuhr, ich im konstanten Abstand bei ca. gleicher Geschwindigkeit hinterher, auf der rechten Spur umfangreiche LKW-Kolonne. Plötzlich schert fast unmittelbar vor dem BMW ein Tieflader aus, jagt den bald in die Leitplanke, merkt das wohl dann auch und zieht wieder zurück, ich denk noch: wohl Spiegelgucken vergessen, da zieht der direkt vor meiner Nase nochmal raus, ich voll in die Eisen, Heck bricht rechts aus, beweg mich mit Nase Richtung Leitplanke, fang in letzter Sec. ab und fuhr wild hupend weiter und überlegte dreimal ob ich den Spinner nicht anzeige. Der hatte doch wohl sein Gehirn am Rastplatz abgegeben oder war besoffen.
    2. Der Gedanke an generelles Fahrverbot für die Spinner gefällt mir zwar, halte ich aber für unrealistisch und nicht durchführbar.
    3. Daher wäre ich für ein Linke-Spur-Verbot. Das würde heissen bei 2-spurig Überholverbot, bei 3-spurig nur rechts und mitte.
    4. Bei Verstoss langfristiges Fahrverbot für alle Fahrzeuge über 3.5 to.

    Gruß

    Marc
     
  5. ?

    ? Guest

    @Marccom
    Wie schon oben geschrieben würde ein Überholverbot oftmals erst Staus produzieren, denn es gibt viele LKW die schwer beladen gerade einmal 60 km/h erreichen, alle anderen LKW würden dann auflaufen und langsam aber sicher baut sich werder ein Stau auf. Genauso wie heute würde dann auch verbotwiedrig überholt werden.
    Das Problem liegt eigentlich ganz woanders, die Jungs auf den schweren LKW stehen unter argem Zeitdruck, die Fracht muß zu bestimmten Terminen abgeliefert werden, der Chef/Vorgesetzte hängt ihnen im Nacken und nur dann wird gutes Geld verdient. Dazu kommen Arbeitszeiten, die zu schnell zu übermüdungen führen, das ist nicht vergleichbar mit einem netten Bürojob, die Fahrer müssen Tag und Nacht fahren und Lenkzeiten(!) von 96 Std. in 2 Wochen sind schon vom Gesetzgeber erlaubt und ein 40 Tonner läßt sich nicht so "nett" fahren wie ein PKW.
    Der Knackpunkt ist einfach der, das durch den riesigen Konkurenzdruck nur der schnellste Frachtführer/Spediteur/Hersteller Geld verdienen kann, verschärft wird die Sache noch durch den freien Wettbewerb in der EU und die Globalisierung (ausländische Anbieter kommen mit Dumpingpreisen auf den Markt), die auch durch unsere Politiker immer weiter gefördert wird. Gewerkschaften, Autoclubs, Polizei und das Transportgewerbe überwachende Verbände versuchen durch Aufklärungskampagnen die Fahrer dazu zu bewegen sich zu organisieren, damit sie ihre Interessen durchsetzen können, nur androhung der Kündigung und illegale Prämien sorgen leider weiterhin dafür das gerast wird und auch Verbote mißachtet werden.
    Auf der rein menschlichen Seite kommt noch zum Wochenende hinzu das die Fahrer Gas geben, damit sie das WE bei ihren Familien verbringen können und nicht weil die Lenkzeit ausgeschöpft wurde den Sonntag (oder Feiertag) wegen des LKW Fahrverbotes auf einem Rastplatz verbringen müssen.

    Ich will hier nicht das Fehlverhalten mancher LKW Fahrer gut heissen, aber es nutzt nichts Verbote zu fordern, sondern die Ursachen müssen bekämpft werden.

    Gruß
    Mic
     
  6. #5 Marccom, 24.01.2002
    Marccom

    Marccom Guest

    @ Mickey

    grundsätzlich gebe ich Dir recht, aber die Vergangenheit hat immer wieder bewiesen, dass langes Verhandeln Aufklären und Vermitteln nichts bringt und das merken die Autofahrer jeden Tag auf den Strassen.

    Die Probleme mit ausländischen Mitbewerbern sehe ich auch, lassen sich aber auf Dauer nicht vermeiden, der deutsche Logistik-Markt muss sich eben verändern, neuorganisieren.

    Die betroffenen mögen ja die kleinen BrummiFahrer sein, das gebe ich ja zu. Aber die Sicherheit im Straßenverkehr geht vor. Das Rowdytum muss ein Ende haben und zwar bald und nicht viele Verhandlungen und 20 Jahre später.

    Außerdem: wenn das Überholverbot durchgesetzt wird, gilt das für alle und somit müssen auch alle die daraus resultierenden Zeitverluste einplanen. Bei Verstössen müssen eben auch die Auftraggeber belangt werden und zwar empfindlich. Wenn alles europarisiert werden soll, dann bitte schön auch die Srafverfolgung, so dass auch im Verkehr gleiches Recht für alle gilt.

    Gruß

    Marc
     
  7. ?

    ? Guest

    Die Zeitverluste werden nie und nimmer eingeplant werden. Ausserdem was nutzt das Überholverbot wenn du dann auch dahinter im Stau stehst, denn auch wenn 80 Brummis rechts fahren und nur 2 oder 3 zum überholen ansetzen, dann hängst du als PKW Fahrer wieder dahinter?
    Unternehmer und Disponenten werden bei Übertretungen übrigens genauso wie der Fahrer belangt (wenn nachweisbar), aber es gibt immer wieder Lücken, so ist eine fehlende Tachoscheibe als Vergehen billiger wie eine nachgewiesene Lenkzeitüberschreitung.
    Und einfach mal angenommen, das Transportgewerbe würde wirklich darauf reagieren, das Transporte länger dauern (oder auch auf die Bahn verlagert werden), die Gewinnspanne im Speditionsgewerbe liegt bei nichteinmal 2 Prozent, alles was du einkaufst würde dadurch noch teurer werden, denn jede Ware muß ersteinmal zum Verbraucher gelangen und nirgendwo zählt der Spruch "Zeit ist Geld" mehr wie im Transportsektor.
     
  8. ?

    ? Guest

    Hier noch eine Meldung vom heutigen Tage:

    Keine Chance für Lkw-Überholverbot

    Ein generelles Überholverbot für Lastwagen auf Autobahnen wird es aller Voraussicht nach nicht geben.

    Bereits vor dem offiziellen Beginn des 40. Deutschen Verkehrsgerichtstages in Goslar zeichnete sich ab, dass diese Forderung unter Rechtsexperten, Verbänden und Politikern keine Mehrheit findet. Automobilclubs wie ADAC und AvD lehnen ein flächendeckendes Überholverbot ebenso ab wie das Bundesverkehrsministerium und der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL).

    Für den verkehrspolitischen Sprecher der FDP im Bundestag, Horst Friedrich, wäre ein generelles Überholverbot "unangemessen und ein neues fatales Signal" für den Lkw-Verkehr. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) bezeichnete die Forderung nach einem völligen Lkw-Überholverbot als "populär, aber nicht gut".

    Auch der Präsident des Verkehrsgerichtstages, der brandenburgische Oberlandesgerichtspräsident Peter Macke, sagte, ein generelles Überholverbot zu verhängen, "wäre zu scharf geschossen". Man müsse sich nur vorstellen, wie nachts lange Lkw-Karawanen auf der rechten Spur hinter dem langsamsten Fahrzeug her schlichen, während die linke Spur frei wäre. Ebenso wie andere Verkehrsexperten sprach Macke sich dafür aus, Überholverbote für Lastwagen nur zu Stoßzeiten an bestimmten Abschnitten zu verhängen.
     
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  10. #8 Marccom, 24.01.2002
    Marccom

    Marccom Guest

    Das ist ein Anfang, den man akzeptieren kann. Wie in meinem Posting erwähnt, würde auch ich ein generelles Überholverbot nicht unterstützen.

    Gruß

    Marc
     
  11. Reiner

    Reiner

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    Kilometerstand:
    200000
    Auf der A61 auf der ich regelmäßig unterwegs bin, gilt streckenweise tagsüber ein Überholverbot für LKW.

    Das führt immerhin dazu, daß nur noch ca 30 % überholen. Eine größere Sicherheit für den PKW auf der linken Spur gibt es dadurch nicht. Man denkt, man könne schneller fahren und tut dies auch.....bis eben ein LKW ausschert.

    Übrigens ist man bei einem Unfall, bei dem man vorher mit über 130 km/h unterwegs war, leider mitschuldig.
    Aber selbst wenn nicht, möchte ich nicht, daß einmal auf meinem Grabstein steht: " wenn der LKW nicht überholt hätte, würde er noch leben..."

    Gruß Reiner
     
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