Gebrochene Kipphebel Ventile 2.0 TDI (Mkb: CUNA)

Diskutiere Gebrochene Kipphebel Ventile 2.0 TDI (Mkb: CUNA) im Skoda Octavia III Forum Forum im Bereich Skoda Forum; Hallo zusammen Seit bald 3 Wochen steht mein Octavia (Firmenwagen) beim Händler mit einem anfänglich eher kleinen hörbaren Problem welches in der...

Diablo_86

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Hallo zusammen

Seit bald 3 Wochen steht mein Octavia (Firmenwagen) beim Händler mit einem anfänglich eher kleinen hörbaren Problem welches in der Zwischenzeit ein enormes Ausmass angenommen hat. Aus diesem Grund wollte ich bei euch nachfrage ob jemand einen solchen Defekt bei einem 2.0 Tdi (184PS, Mkb: CUNA) mit 150'000 km, Jg. März 2018 schon einmal gehabt hat. Am besten beginne ich mit der Geschichte von ganz vorne...

Vor ungefähr 4 Wochen hörte sich der Motor bzw. das Luftansauggeräusch seltsam an. In meinen Ohren als ob etwas im Ladeluftsystem undicht ist und daher Falschluft angesogen wird. Da die 150t km Inspektion so oder so bald fällig war habe ich das Auto mit dem Hinweis des Geräuschs in der Garage angemeldet.
2 Tage später gib morgens bei der Fahrt zur Arbeit plötzlich die Motorkontrollleuchte (orange) an. Der Motor lief bis auf das Geräusch einwandfrei und ohne Leistungsverlust. Sicherheitshalber habe ich die Werkstatt (Offizielle Skodavertretung) angerufen mit der Bitte den Fehler noch am selben Tag auszulesen. Gesagt getan, Fehler im Motorsteuergerät P0101 Luftmengenmesser Signal ausserhalb des Bereichs. Der Mechaniker meinte ich könne problemlos noch bis zum Inspektionstermin (1.5 Wochen später) fahren. Den mehrfachen Hinweis dass sich der Motor seltsam anhört wurde nicht zu Herzen genommen. Man sagte mir dass man kein komisches Geräusch hört. Abends habe ich selbst versucht das Problem zu finden, leider war kein defekter / gerissener Schlauch der Ladeluftsystems zu finden so dass ich die Fehlersuche aufgab.

4 Tage später auf der Autobahn blinkte plötzlich der Glühwendel zusätzlich zur leuchtenden Motorkontrollleuchte. Auch dieses mal keinen spürbaren oder massiven Leistungsverlust. Zuhause habe ich das Motorsteuergerät selbst nochmals ausgelesen. Erstaunlicherweise war wieder bloss der Luftmengenmesser im Fehlerspeicher. Den Fehler habe ich dann gelöscht. Nach etwa 150km fahrt trat der Fehler wieder auf. Auch der Glühwendel blinkte von Zeit zu Zeit auch wieder. Da sich die Werkstatt ja dem Problem bei der Inspektion (1 Woche später) annehmen wollte habe ich nichts weiter gedacht und bin weitergefahren. Leider wurde das Problem bereits am nächsten Tag gravierender. Bereits am Morgen auf dem Weg zur Arbeit ruckelte der Octavia während der fahrt. Am Abend auf dem nach Hause weg wars dann so weit. Motorkontrollleuchte leuchtet, Glühwendel blinkt und keine Leistung mehr. Es fühlte sich so an als ob ich einen Sauger fahre. Ich schlich mit 80km/h nach hause und rief noch während der Fahr in der Werkstatt an mit dem Hinweis dass ich so nicht nochmals fast eine Woche herumfahren kann und das Auto am nächsten Morgen vorbei bringe. Ich schlich dann am nächsten morgen wieder 60 km zur Arbeit und bracht den Wagen dann in die Werkstatt.

Nun endlich nahm sich die Werkstatt dem Problem an. Ca. 1/2 Tag später kam der Anruf... Angeblich sei der Turbo defekt (zu grosses Spiel der Welle so dass dieser zeitweise blockiere)... Ich konnte dies kaum glauben da 150'000km welche ich vorwiegend auf schweizer Autobahnen mit Tempolimit abgespult sowie den Motor nie im kalten Zustand getreten habe. Zudem ist die nervige Start-Stoppautomatik bei mir stets ausgeschalten und ich lasse den Turbo immer auslaufen. Zudem verbrauchte der Motor weder zuvor noch seit dem die Motorkontrollleuchte brannte übermässig Öl (etwa 1 Liter auf 10'000km).
Wir entschieden uns den Turbo welcher angeblich defekt ist zu ersetzten. Wir dachten uns, dass bei uns bloss ein Montagsmodell verbaut wurde... 2 Tage später meldete sich die Garage wieder: Der Turbo ist nun gewechselt, aber nun haben wir den Fehler mit den AGR-Ventilen. Der Mechaniker meine man müsse diese vielleicht bloss reinigen, jedoch kommt man nun sehr schlecht dazu seit der Turbo wieder drin ist. Ich dachte mir bloss: Bravo... Es ist bei sämtlichen Herstellern bekannt dass AGR-Ventile häufig Probleme machen, warum hat man diese nicht gleich gereinigt wenn diese bedingt durch den Ausbau des Turbos besser zugänglich sind... Alles ärgern brachte nichts, wir warteten ab und liessen den Fachmann seine Arbeit machen. Wieder einen Tag später kam der nächste Anruf, nun soll der DPF mechanisch defekt sein, jedoch sieht man ihm nichts an. Da hatte ich ein weiteres mal grosse Fragezeichen im Gesicht. Wenn der DPF mechanisch defekt wäre sollte man dies doch von blossem Auge sehen... Gut im blinden Vertrauen in die Fachwerkstatt beauftragten wir diese den DPF (mit kleiner Kostenbeteiligung seitens Skoda bzw. der Werkstatt) zu ersetzen. Doch leider war das Problem auch damit nicht behoben. Weitere 1.5 Wochen kam der nächste Anruf: Nach dem Wechsel des DPF's und der AGR-Ventile sei der Fehler nun weg, jedoch höre sich der Motor nicht gesund an und man müsse weitere Abklärungen treffen... Man vermute eine gebrochene Ventilfeder heiss es weiter...

Wieder verstrichen ein paar Tage bis dann gegen ende der letzte Woche die Diagnose mitgeteilt wurde. 2 Kipphebel der Ventile defekt. Sowas habe ich in den letzten Jahren von keinem Autohersteller gehört was mich dazu bewog beweise der Werkstatt anzufordern. Und tatsächlich wie man auf den nachfolgenden Bildern sieht sind diese Kipphebel defekt. Kostenpunkt weitere rund 5'000 Chf ohne Kostenbeteiligung, jedoch laufen diesbezüglich noch Abklärungen mit Skoda.

Nun die ganze Reparatur übersteigt bald den Restwert des Fahrzeugs. Aus meiner Sicht wurde das Problem total falsch angegangen da dieses seltsame Luftansauggeräusch immer bestand. Statt sich erst jenem zu widmen konzentrierte man sich auf Teile welche vermutlich nicht defekt sind / gewesen sind. Jedenfalls nicht beim Zeitpunkt als ich mit dem Auto nachdem die Kontrollleuchte anging in der Werkstatt war.


Da ich im www leider nichts zu diesem Thema gefunden habe möchte ich von euch wissen ob ihr dieses Problem kennt bzw. ob bei jemandem von euch dieser Defekt auch schon aufgetreten ist. Ich freue mich auf eure zahlreichen Antworten.



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Darkking

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Wenn das Internet nichts hergibt und du selber auch nichts davon gehört hast, dann wird das auch kein bekannter (Serien)Defekt sein. Ich habe bei allem, was ich so an Motorenschraubern anschaue, auch noch nie von defekten Kipphebeln gelesen/gehört/gesehen. Da sollten eher andere Dinge defekt gehen.

Zum mechanischen Defekt DPF: Je nachdem was die Werkstatt alles draußen hatte, kann man mechanische Defekte des Gitters nicht unbedingt von außen sehen. Allerdings wundert es mich irgendwie nicht, dass man fast alles hinter dem Motor tauschen wollte (AGR-Ventil, Turbo, DPF), schließlich dürfte das ja auch eines der Auslassventile am 1. Zylinder sein, wenn ich mich nicht täusche. Nur das zweite betroffene Ventil habe ich noch nicht gefunden.
 
GolfCR

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Also das mit den Kipphebel habe ich bis jetzt noch nicht gehört, was mich natürlich aber nachdenklich macht...
Hast du den Wagen damals als Neuwagen gekauft??

Also das die Werkstatt nicht gerade die beste zu sein scheint sehe ich leider auch so!
Aber die Fehler die sie da gefunden haben sind leider auch bekannt, nur ist die Frage ob sie auch wirklich alle defekt waren?? Würde die alten teile mir zeigen bzw mit geben lassen.
 

Imploder

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Diese Kipphebel werden seit Jahrzehnten in allen möglichen VW-Motoren in millionenfacher Anzahl verbaut. Immer die selbe Teilenummer. Benziner und Diesel.
Große Probleme sind da nicht bekannt.
5000 CHF zum Tauschen der Kipphebel? Uff...
Das defekte Turbolager bei 150000 ist auch seltsam.
Ich phantasiere mal so dahin:
Kann es sein, dass am Turbo das Schaufelrad im Abgasteil gebrochen ist, die Teile den DPF kaputtgemacht haben und der Turbo wegen der Unwucht erst danach mit Lagerschaden verschied?
Stimmen denn die Steuerzeiten? Nicht dass der Zahnriemen übergesprungen ist und die Kipphebel wegen vom Kolben zurückgehauener Ventile gebrochen sind.
Passiert das bei Zylinder 2 oder 3, hauts die lager am Nockenwellenmodul auseinander, passiert das aber bei 1 oder 4, dann glauben eher die Kipphebel dran.Ich würde auf alle Fälle den Zahnriemen prüfen lassen und ein endoskopischer Blick in die Brennräume würde auch nicht schaden.
 

Diablo_86

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Hallo zusammen

Besten Dank für eure zahlreichen Antworten.

Seit etwas längerer Zeit läuft der Wagen nun wieder und hat auch bereits 10000km mehr auf der Uhr. Gemäss dem Werkstattleiter gab es ein Problem mit der Spannrolle des Zahnriemen wodurch dieser übersprang und dadurch die Kipphebel brachen. Was in welcher Reihenfolge kaputt ging und was wirklich kaputt war können wir nicht oder nicht mehr nachvollziehen.
Ob ich die ganze Geschichte mit zahlreichen wiedersprüchlichen Aussagen glauben soll bezweifle ich noch immer. Da dies nun "Geschichte" ist habe ich einen Hacken darunter gesetzt.
Was weiterhin bleibt ist ein fader Beigeschmack und eine gewisse Unsicherheit wann bzw. was als nächstes (an meinem Montagswagen) das Zeitliche segnet...


Zu den Kosten mussten wir lediglich die Arbeitszeiten bezahlen. Die Materialkosten wurden zwischen Garage und Importeur aufgeteilt.
 

Imploder

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Aha, hatte ich doch recht mit dem Zahnriemen....danke für die Info!
Ich habe vor ein paar Monaten einen gut 3 Jahre alten 7er Golf mit 1.6er 115PS TDI (DGTE) aus meiner Firma rausgekauft, gleiches Problem, Spannrolle locker, Zahnriemen übergesprungen, Ventile im Eimer und Nockenwellenmodul kaputt. 10000 EUR Schaden, selber von mir repariert für 900 EUR...Dort war es aber ursprünglich die Wasserpumpe, die gewechselt wurde und dann beim Wiederauflegen des Zahnriemens geschlampert wurde. Da es aus Zeitgründen eine freie Werkstatt war und die sich dort dumm stellten, kam keiner für den Schaden auf..
Du hattest nicht zufällig vorher einen Wasserpumpenwechsel?
 

Diablo_86

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Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinen grösseren Defekt am Motor geschweige denn an der Wasserpumpe.

1 Jahr zuvor mit knappen 110t km musste der Anlasser getauscht werden da dieser Versagte (war komplett tot) . Dies war schon die erste Enttäuschung da das Fahrzeug hauptsächlich im Langstreckenverkehr und ohne Start-Stopp-Schrott gefahren wird.
 
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