Ford Black Mamba - Killer on the Road

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von Mic, 30.09.2003.

  1. Mic

    Mic Guest

    FORD, eher eine Marke für Biedermänner, statt für Brandstifter. Abgesehen von den seligen Zeiten des Ford Capri, dem Grand Tourismo des kleinen Mannes. In den Tourenwagenrennen der siebziger Jahre konnte er seinen Gegnern erfolgreich den Auspuff zeigen. Und Heute: Ka, Fiesta, Focus und Mondeo, Modelle mit dem Überholprestige eines russischen Trucks. Für sportliche Fahrer ein wahrer Graus. Einspruch! Einspruch? Die Kölner Ford Werke wollen den Brandstifter im Biedermann wieder beleben. Grundlage des neuen Pistenschrecks ist der Ford Mondeo Turnier, ausgestattet mit einem 5-Liter großen Achtzylinder. Der Name des neuen, fünftürigen Porschekillers: Black Mamba.

    Nach den Fakten zu urteilen ist der Black Mamba nicht der Nachfolger des Ford Capri, sondern des wildesten Tieres was sich je auf den Straßen schlängelte, der Cobra. Die Leistungsdaten des Black Mamba lesen sich wie ein Menu für Potenzprotze. Der V8 mit einem Hubraum von 4992 Kubikzentimetern ist gespickt mit je zwei Roots-Kompressoren und KKK-Turboladern, deren Kombination eine Weltneuheit darstellt. Das Aggregat ist keine Neuentwicklung, sondern stammt aus dem amerikanischen Mutterkonzern. Als Basis diente der 4,6 Liter V8 des Ford Mustang GT, der 315 PS leistet. Mit vergrößertem Hubraum und verbunden mit den Kompressoren und Turbos mobilisiert er im Black Mamba gigantische 550 Pferdestärken, 700 Newtonmeter werden ab 2.000 Umdrehungen/Minute auf die beiden Achsen gewuchtet. Vierradantrieb ist bei solcher Leistung Pflicht. Kurzum, eine Kraftmaschine pur!

    Wird das Gaspedal voll durchgetreten, das 7-Ganggetriebe perfekt malträtiert, durcheilt die Tachonadel nach 4,7 Sekunden die 100-Kilometermarke. Der V8-Sound gleicht dabei einer tierischen Symphonie schierer Leistung. Er erinnert eher an das Fauchen einer Horde wild gewordener Grizzlys, als an das Zischen aus einer Schlangengrube.

    Zum Glück enthält sich Ford einer freiwilligen Selbstbeschränkung, was es dem Black Mamba ermöglicht die 300-Kilometer Schallmauer zu durchbrechen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 313 km/h kann er sich selbst mit Supersportwagen vom Schlage eines Ferraris oder Aston Martins messen.

    Wie es einem Fahrzeug mit diesen Leistungsdaten entspricht, ist es mit allerlei elektronischen Helferlein ausgestattet, die es dem Fahrer ermöglichen die Spur zu halten. Das Fahrwerk glänzt durch seine sportlich komfortable Härte und hält auch noch bei Höchstgeschwindigkeit Kontakt zum Asphalt. Verbunden mit der "Allspeed-Tractioncontrol" und dem doppelt-binär geregeltem elektronischen Stabilitätsprogramm CATS (Computer Active Technology Suspension) mit computergesteuerter Dämpfereinstellung, die Komponenten stammen von der Konzerntochter Jaguar, werden aus Kurven Graden. Querbeschleunigungen von 3g sind selbst für ungeübte Fahrer spielend möglich. Ein Wert, an dem sich selbst ein Porsche Turbo seine Giftzähne ausbeißt. Verzögert wird mit Bremsscheiben aus Keramik, doppelt geschliffen. Von 300 Stundenkilometer auf Null heruntergebremst, benötigt der Black Mamba nur eine Strecke von einhundert Metern. Ein Wert, der einmalig ist.

    Von außen ist der Black Mamba eher unscheinbar, ein Ford Mondeo im Schafspelz, ausgenommen die 21-Zoll-Felgen mit Pneus der Größe 275/40 VR. Auch der Innenraum ist Mondeo-Like. Ein großzügiges Raumgefühl empfängt den Fahrer und seine Mitreisenden, die auf komfortablen Recaro-Sportsitzen Platz nehmen. Die Sportsitze im Fond sind zu dem umklappbar, womit die Ladefläche des ursprünglichen Turniers erhalten bleibt. Hundehalter können zusätzlich für das Heckabteil einen Recaro-Hundekorb ordern mit entsprechenden Sicherheitsgurten für ihren Wauwi.

    Das Cockpit bietet dem "Piloten" alle wichtigen Informationen über den Zustand seiner Giftschlange. Hinzu kommt das obligatorische Navigationssystem, dessen 16 : 9 Bildschirm ebenso einen ständigen Zugang zum World Wide Web bietet. Obligatorisch das Bose 100-Watt-Sensurround-System, was den Wagen in einen fahrenden Konzertsaal verwandelt und das Fauchen des Motors in den Hintergrund drängt.

    Ein weiteres Highlight dieses Leistungspaketes ist der Preis, den die Ford Company für den Black Mamba verlangt: 49.900 Euro. Zu dem ist er komplett ausgestattet. Potentielle Kunden müssen sich daher nicht mit entsprechenden Aufpreislisten herumschlagen. Ein wahres Schnäppchen, Komfort und Leistung all inclusiv.

    Fahrzeuge dieser Kategorie sind ansonsten nur für den Preis eines Einfamilienhauses zu haben. Für Leistungsfetischisten und Rabattjäger ist dieser Wagen ein Muß.

    Allen zukünftigen Fans des Black Mamba sei gesagt, er wird nächstes Jahr einen prominenten Auftritt erleben. Hollywood plant das Remake des Thriller-Klassikers "Bullit". Damals jagte Steve McQueen als Cop in einem Ford Mustang die Killer, mit ihrem Dodge Charger, durch die Straßen von San Francisco. In der Neuverfilmung wird Nicolas Cage mit dem Ford Black Mamba auf Jagd gehen, Gegner ist diesmal ein BMW M5.

    Fahrbericht

    Ein Sonntagmorgen im Sommer. Der Autobahnparkplatz in der Nähe Schweinfurts ist menschenleer, die A70 wenig befahren. Unscheinbar steht der Black Mamba vor uns. Unser erster Eindruck, ein Ford Mondeo Turnier in schwarzmetallic mit gigantischen einundzwanzig Zoll Felgen und entsprechender sportlicher Bereifung. Kein Wagen den ein Porschefahrer zur weißglut treiben könnte, eher was für Angeber.

    Der Innenraum ist geräumig, die Recaro-Sportsitze bequem, das Cockpit übersichtlich. Auffällig allein der Tachometer, er reicht bis 340 Stundenkilometer. Ein bisschen viel, für den sonst üblichen Ford Mondeo. Ein Dreh am Zündschlüssel lehrt uns schnell den Unterschied zwischen einem biederen Mondeo und dem bissigen Black Mamba. Das Tier wird zum Leben erweckt. Das tiefe Brabbeln eines V8 ist zu hören, gleich einem Grizzly, der in seiner Höhle aus dem Winterschlaf erwacht. Ein Tritt auf das Gaspedal lässt das Herz des Black Mamba fauchen, 550 PS melden sich zu Wort.

    Mit einem weiteren Tritt betätigen wir das Kupplungspedal. Ein Automatikgetriebe wird bei Ford als Luxus für Weicheier angesehen. Die Kupplung ist entsprechend dimensioniert um 700 Newtonmeter zu ertragen. Das linke Bein des Fahrers sollte daher trainiert sein das Kupplungspedal nieder zudrücken. Das 7-Gang-Getriebe lässt sich dagegen butterweich schalten. Einlegen des ersten Gangs. Sanft lassen wir die Kupplung kommen und geben Gas. Ohne die "Allspeed-Tractioncontrol" würden die vier angetriebenen Reifen verrauchen, stattdessen verbeißen sie sich in den Asphalt. Einer Kugel gleich schießt der Black Mamba nach vorne. Fahrer und Insassen stockt der Atem, ihre Körper werden in die Sitze gedrückt. Arme und Beine lassen sich kaum bewegen. Die 100 Stundenkilometer werden nach 4,7, die 200 nach 15 Sekunden erreicht. Kuppeln, Schalten, Gas geben, Kuppeln, Schalten, Gas geben. Die Beschleunigungsorgie will nicht enden. Selbst in Geschwindigkeitsregionen, in denen hochmotorisierte Luxuslimousinen automatisch abgeregelt werden, verspüren die menschlichen Sinnesorgane noch eine deutliche Geschwindigkeitszunahme beim Black Mamba.

    Die Landschaft nimmt expressionistische Züge an, werden die 300 Kilometer pro Stunde durchbrochen. Vor uns ein Porsche 911 auf der linken Spur. Mit Lichthupe verschaffen wir uns Platz. Wir gleichen einer Giftschlange. Mit dem Unterschied, dass wir uns nicht auf die Beute stürzen sondern an ihr vorbeischießen. Ein Blick in den Rückspiegel. Der Porsche versucht uns zu folgen. Keine Chance. Nach wenigen Sekunden ist er aus unserem Blickfeld entschwunden.

    Weiter geht die Fahrt bei Höchstgeschwindigkeit, der Tacho zeigt 320. Der Wagen liegt bei dieser Geschwindigkeit immer noch ruhig auf der Straße. Das Triebwerk grummelt vor sich hin. Man spürt, er ist in seinem Element. Aus dem 100-Watt Bose-Sensurround-System erklingt "Highway To Hell". Dreihundert Meter vor uns, geruhsam zieht ein Citroen 2CV mit 100 auf die linke Spur. Ein Tritt auf die Bremse lässt die Bremskolben zupacken und hält die Keramik-Scheibenbremsen im Würgegriff. Die Bremsverzögerung ist brutal, ohne Sicherheitsgurte würden sich der Fahrer und die restlichen Insassen an der Windschutzscheibe die Nasen platt drücken. Das Leben der "Ente" und ihre Fahrerin bleibt ungeschoren.

    Wir passieren Bamberg, vor uns liegt die Fränkische Schweiz. Die A70 gleicht hier einer aus Asphalt gefertigten Achterbahn. Die pure Herausforderung an das Fahrwerk des Black Mamba. Mit Highspeed gehen wir in die Kurven, die der Wagen, wie auf Schienen fahrend, durcheilt, während Fahrer und Insassen mit dem dreifachen ihres Körpergewichtes in die Sitze gedrückt werden. Souverän überholen wir einen Mercedes 500 SL von AMG. Sofort versucht er uns zu folgen. Während wir wie festgeschweißt die Kurve nehmen, nimmt der Mercedes die Biegung torkelnd und schlingernd. Nach wenigen Augenblicken gibt er auf. Der Black Mamba und sein Fahrer können einen weiteren Sieg im Straßenkampf für sich verbuchen. Dieser Wagen ist eine Giftschlange, erbarmungslos zu seinen Gegnern, der im Gewand eines Schafspelzes daher kommt. Unser Fazit: Kaufen!

    Quelle :fahren: :achtungironie:
     
  2. AdMan

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  3. #2 Abductee, 30.09.2003
    Abductee

    Abductee Guest

    servus,

    hab da noch dazu leider nur ein altes Prototypfoto gefunden, aber echt schickes auto!

    [​IMG]

    mfg
    Abductee der sich jetzt einen Mivecmotor bestellen geht
     
  4. voon

    voon Guest

    Juhui, noch mehr bekloppte Karren. Sollten wer wirklich alle kaufen, schliesslich sollten auch wir Sprit auf dem Level verbrauchen, wie die ganzen Bush-Piloten und ab und zu nen Krieg mit nem Oelland starten! Sport ohne die laestige Not des Denkens. Wohl bekomms :duspinnst:
     
  5. Kletti

    Kletti

    Dabei seit:
    12.02.2003
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    Werkstatt/Händler:
    AH Brey ARN
    @voon :loben:


    @ALL - :rofl:

    :rofl:

    49.900 Euro :duspinnst:

    Dieser "Beitrag" wurde doch am 1.4 geschrieben. :narr:
     
  6. AdMan

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